Nach gelegentlichem Stöbern bei youtube und myspace in puncto deutschsprachigem Rap stehe ich vor der Frage: Was predigen die Herren und die einzelne Dame so angestrengt? Im besten Falle rotzt eine 18jährige "die Männer" an, meistens zerbricht die Welt jeden Moment, im schlimmsten Fall wird der Sound zum schönsten Suizid geliefert. Ja doch: Anmaßung, schwarz-weißer Protest und Rundumschlag in der Jugend sind schon in Ordnung und bilden ja wohl die Gechäftsgrundlage des Rap. Diese Rapper aber rennen weit offene Scheunentore ein und machen mit der Masche ihren Euro.
Geht's nicht auch ein bißchen weniger verbissen? Es muß ja nicht gleich Flower Power sein oder die Herzbuben. Mich zieht's jedenfalls runter. Ich muß es ja auch nicht hören. Wie Jugendliche das die ganze Partynacht durchhalten? Vielleicht gewöhnt man sich und blendet das Genöle einfach aus. Oder man braucht gerade deshalb was zum Zudröhnen.
Ich versuche mich an einem gemütlichen Rap, als Entgiftung quasi. In der Richtung jedenfalls. Mal sehen, wie der ankommt. Das ist nach "Am Fenster" mein zweites Hörbuch.
Voll peinlich, der Alte. Jetzt isser endgaga.