Humor & Satire
Appell an mein Kind

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"Appell an mein Kind "
Veröffentlicht am 24. April 2009, 6 Seiten
Kategorie Humor & Satire
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Über den Autor:

Hallo Ihr Lieben, ich heiße Marion. Ich habe lange Zeit sehr regelmäßig geschrieben. Leider fällt mir seit 2 Jahren wenig ein, was an mangelnder Zeit, aber sicher auch an der fehlenden Ambition liegt. Ich war ein paar Jahre sehr regelmäßig hier oder in anderen Foren. Mittlerweile genieße ich tatsächlich mehr das Leben abseits des PCs. So bin ich nur noch ganz selten hier. Ich danke denjenigen, die mich abonniert haben und meine Gedichte ...
Appell an mein Kind

Appell an mein Kind

Beschreibung

Das Gedicht handelt von einer jungen Frau, die die Möglichkeit bekam, auf eine Künstlerschule zu gehen. Sie hat sich letztlich dagegen entschieden. Warum? Lest selbst.

Du bist mein Kind. Ich hab dich gern.
Und deshalb muss ich dich beschützen.
Ich halt das Böse von dir fern.
Du kannst dich ärgern, wird nichts nützen.

Jetzt hör mir zu. Jetzt sei mal still.
Du weißt für mich zählt nur dein Glück.
Und deshalb machst du, was ich will.
Ich plan dein Leben Stück für Stück.

Jetzt willst du ´n guten Job aufgeben
und darstellende Kunst erlernen.
Das wird nicht klappen, nie im Leben.
Du greifst nur sinnlos nach den Sternen.

Drum bitt ich dich, Kind, lass das sein.
Sonst wirst du auf der Straße stehn.
Denk auch an mich, sei nicht gemein.
Ich werd´ sonst vor die Hunde gehn.

Man hat dir bestätigt, du hast Talent.
Das mag ja sein, doch nicht genug.
Du wirst ein Künstler, den keiner kennt.
Dein Glaube ist reiner Selbstbetrug.

Die Schule gibt dir nen Vertrag.
Sie lehrt dich schauspielern und singen
und tanzen. Drei Jahre, Tag für Tag,
musst immer du dein bestes bringen. 

Du wirst es nicht schaffen, sei doch realistisch.
Du warst auch bisher ganz zufrieden.
Mach einfach so weiter, sei nicht egoistisch.
Sag nicht, du hast dich schon entschieden.

Du hast gelebt wie die Made im Speck
und deinen Weg beruflich gemacht.
Jetzt schmeiß dein Leben nicht einfach weg.
Du wirst nicht berühmt, auch nicht über Nacht.

Privat lief ´s vielleicht ein wenig bescheiden.
Drum sei doch froh, dass du mich hast.
Jetzt tu nicht so, als würdest du leiden,
als hätt’st du im Leben stets alles verpasst.

Ich bin deine Mutter, du tust was ich sage.
Ich will dich wissen wohlbehalten.
Drum ist, was du tust, auch gar keine Frage.
Du machst deinen Job, und zwar deinen alten.

Du bist doch alles, was ich hab.
Jetzt sei doch bitte mal vernünftig.
Und bring mich bitte nicht ins Grab.
Mach weiter deine Arbeit künftig.

Du glaubst, dein Talent ist relativ groß
und bist überzeugt, du könntest es schaffen.
Wie viele Künstler sind arbeitslos,
nicht nur die schlechten, auch die richtig taffen.

Machst du jetzt auf Künstler, dann ist dir wohl klar,
du brauchst nicht um Verständnis werben.
Dann mach ich meine Drohung wahr.
Dann kriegst du kein Geld, ich werd` dich enterben.

Ich will doch nur das beste für dich.
Drum weis ich dich in deine Schranken.
Ich will, dass du ´s besser hast als ich.
Du wirst es mir eines Tages noch danken. 

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Hörbuch

Über den Autor

MarionG
Hallo Ihr Lieben,

ich heiße Marion. Ich habe lange Zeit sehr regelmäßig geschrieben. Leider fällt mir seit 2 Jahren wenig ein, was an mangelnder Zeit, aber sicher auch an der fehlenden Ambition liegt. Ich war ein paar Jahre sehr regelmäßig hier oder in anderen Foren. Mittlerweile genieße ich tatsächlich mehr das Leben abseits des PCs. So bin ich nur noch ganz selten hier.
Ich danke denjenigen, die mich abonniert haben und meine Gedichte regelmäßig kommentieren.
Bitte nehmt es mir nicht übel, dass ich mich so rar mache. Vielleicht kommt irgendwann die Zeit, in der mir die kreativen Ideen nur so zufliegen und ich wieder regelmäßig schreibe.
Ich versuche auch, einige Werke von Euch zu lesen, wenn ich hier bin. Ich muss aber gestehen, dass ich nicht alles schaffe, in der kurzen Zeit, die ich hier verweile. Auch dafür bitte ich um Entschuldigung.
Ich verschwinde nicht ganz von hier, immer mal wieder werde ich Euch kurz besuchen.
Liebe Grüße an alle Schreiber und Leser.
Eure Marion

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MarionG Re: Das sehe ich jeden Tag ... -
Zitat: (Original von pekaberlin am 04.03.2012 - 13:00 Uhr) ... hier, in Berlin.
Und schlimmer noch, es sind Kleinkinder, denen alles das auferlegt wird, was die Eltern nie schafften. Da Eltern heut oft über vierzig sind, wenn sie es werden, wissen sie schon zu genau, was sie nie mehr erreichen werden.
Sie haben nicht mehr die Träume der Jugend, und nehmen sie ihren Kindern von Anfang an!
Liebe Grüße Peter


Lieber Peter,
ja, das ist hart. Leider gibt es zu viele Eltern, die den Lebensweg der Kinder vorherbestimmen wollen.
Danke für Deinen Kommentar.
Liebe Grüße
Marion
Vor langer Zeit - Antworten
pekaberlin Das sehe ich jeden Tag ... - ... hier, in Berlin.
Und schlimmer noch, es sind Kleinkinder, denen alles das auferlegt wird, was die Eltern nie schafften. Da Eltern heut oft über vierzig sind, wenn sie es werden, wissen sie schon zu genau, was sie nie mehr erreichen werden.
Sie haben nicht mehr die Träume der Jugend, und nehmen sie ihren Kindern von Anfang an!
Liebe Grüße Peter
Vor langer Zeit - Antworten
MarionG Re: oh, je -
Zitat: (Original von Markus am 01.03.2012 - 08:44 Uhr) »Dem Entenei, der Henne unterlegt zur Brut,
entschlüpft ein Entlein, und sein Entenblut
treibt es, sobald es nur sein Aug auftut,
zum größten Schreck der Mutterhenne gleich
zum Teich.
Und ohne, dass man`s lehrte, schwimmt es gut.«

lieben gruß
markus


Klasse Antwort. Vielen Dank für Deinen Kommentar.
Liebe Grüße
Marion
Vor langer Zeit - Antworten
Markus oh, je - »Dem Entenei, der Henne unterlegt zur Brut,
entschlüpft ein Entlein, und sein Entenblut
treibt es, sobald es nur sein Aug auftut,
zum größten Schreck der Mutterhenne gleich
zum Teich.
Und ohne, dass man`s lehrte, schwimmt es gut.«

lieben gruß
markus
Vor langer Zeit - Antworten
MarionG Re: Eine alte Geschichte, doch ist sie immer neu... -
Zitat: (Original von Brubeckfan am 28.02.2012 - 18:13 Uhr) Doch doch, solche Mütter gibt's. Sind ja selbst von ihren besten Motiven überzeugt und haben doch nur Angst, verlassen und nicht gehätschelt zu werden und mal nichts bestimmen zu können. Zum Glück durchschauen manche Kinder das Spiel.

Dein Gedicht ist ein Gegenstück zur expressiven Szene "Vaters Rücken", die wir voriges Jahr hier hatten. Thema: wie man Kinder so mißbrauchen kann, ohne strafrechtliche Relevanz...

Einen Punkt ziehe ich Dir ab, weil's manchmal doch recht holpert.


Mit dem "Holpern" hast Du recht. Dieses Gedicht ist formal wirklich nicht mein bestes.
Ich danke Dir herzlich für Deinen Kommentar.
Liebe Grüße
Marion
Vor langer Zeit - Antworten
Brubeckfan Eine alte Geschichte, doch ist sie immer neu... - Doch doch, solche Mütter gibt's. Sind ja selbst von ihren besten Motiven überzeugt und haben doch nur Angst, verlassen und nicht gehätschelt zu werden und mal nichts bestimmen zu können. Zum Glück durchschauen manche Kinder das Spiel.

Dein Gedicht ist ein Gegenstück zur expressiven Szene "Vaters Rücken", die wir voriges Jahr hier hatten. Thema: wie man Kinder so mißbrauchen kann, ohne strafrechtliche Relevanz...

Einen Punkt ziehe ich Dir ab, weil's manchmal doch recht holpert.
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR Re: Re: Kann mich nur den anderen anschließen, -
Zitat: (Original von MarionG am 28.02.2012 - 17:49 Uhr)
Zitat: (Original von FLEURdelaCOEUR am 28.02.2012 - 15:46 Uhr) dass die Eltern zwar raten dürfen, aber nicht das Kind unter Druck setzen oder gar erpressen. Noch dazu aus rein egoistischen Gründen und nicht etwa zum Wohl des Kindes.
Dein Gedicht ist wirklich gut geschrieben.

Andererseits finde ich es schon krass, sich mit Ende 20 noch von den Eltern aushalten zu lassen..... Da müsste man doch soweit sein, sein eigenes Geld zu verdienen, höchstens vielleicht ein Darlehen für die Ausbildung erbitten. Wo ich aufgewachsen bin, war jegliche Ausbildung kostenlos, wer bedürftig war, bekam Stipendium.... Erbschaften, Geld ... das hatte alles nicht den Stellenwert wie heute.

LG fleur


Liebe Fleur,
hier in dem von mir beschriebenen Fall ging es nicht allein darum, sich finanziell von den Eltern aushalten zu lassen. Sie hätte natürlich etwas finanzielle Unterstützung gebraucht, weil sie 3 Jahre nicht verdient hätte. Sie hätte sich zwar mit Nebenjobs helfen können, aber das allein hätte wahrscheinlich nicht gereicht. Ich hätte es auch nicht so verwerflich gefunden, wenn die Eltern es sich nicht hätten leisten können. Hier haben die Eltern aber moralisch einen großen Druck aufgebaut.
Liebe Grüße und danke für Deinen Kommentar.
Marion


Liebe Marion, ich habe dein Anliegen schon verstanden. Mein 2. Absatz behandelt lediglich einen Nebenaspekt, der nur auf einem Kommi fußt,
wo du das Alter des Mädchens genannt hast.
In einer Gesellschaft, die nicht so das Geld in den Mittelpunkt stellt,
wäre sie nicht auf das Geld und die Erbschaft ihrer Eltern angewiesen.

LG fleur
Vor langer Zeit - Antworten
MarionG Re: Kann mich nur den anderen anschließen, -
Zitat: (Original von FLEURdelaCOEUR am 28.02.2012 - 15:46 Uhr) dass die Eltern zwar raten dürfen, aber nicht das Kind unter Druck setzen oder gar erpressen. Noch dazu aus rein egoistischen Gründen und nicht etwa zum Wohl des Kindes.
Dein Gedicht ist wirklich gut geschrieben.

Andererseits finde ich es schon krass, sich mit Ende 20 noch von den Eltern aushalten zu lassen..... Da müsste man doch soweit sein, sein eigenes Geld zu verdienen, höchstens vielleicht ein Darlehen für die Ausbildung erbitten. Wo ich aufgewachsen bin, war jegliche Ausbildung kostenlos, wer bedürftig war, bekam Stipendium.... Erbschaften, Geld ... das hatte alles nicht den Stellenwert wie heute.

LG fleur


Liebe Fleur,
hier in dem von mir beschriebenen Fall ging es nicht allein darum, sich finanziell von den Eltern aushalten zu lassen. Sie hätte natürlich etwas finanzielle Unterstützung gebraucht, weil sie 3 Jahre nicht verdient hätte. Sie hätte sich zwar mit Nebenjobs helfen können, aber das allein hätte wahrscheinlich nicht gereicht. Ich hätte es auch nicht so verwerflich gefunden, wenn die Eltern es sich nicht hätten leisten können. Hier haben die Eltern aber moralisch einen großen Druck aufgebaut.
Liebe Grüße und danke für Deinen Kommentar.
Marion
Vor langer Zeit - Antworten
MarionG Re: -
Zitat: (Original von matzetino am 28.02.2012 - 13:30 Uhr) Leider spielt sich sowas allzu oft ab.

Schön geschrieben.

LG Martina


Vielen Dank. Das freut mich.
Liebe Grüße
Marion
Vor langer Zeit - Antworten
MarionG Re: Gerne nochmals gelesen -
Zitat: (Original von baesta am 28.02.2012 - 11:57 Uhr) Dein "Erpresser"-Gedicht. Ansonsten haben meine Vorgängerinner schon alles dazu gesagt.

Liebe Grüße
Bärbel


Freut mich sehr. Danke.
Liebe Grüße
Marion
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