Bitte keine längeren Werke!!

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BITTE KEINE LÄNGEREN WERKE!!

Thema gestartet
von Newcomer
am 11.02.2018 - 09:49 Uhr
Newcomer  Hallo liebe Schreibbegeisterte,
leider fällt mir in letzter Zeit extrem auf, dass sich hier nur wenige Personen für einen längeren Roman, der viel Mühe und Arbeit kostet, tatsächlich interessieren. Das finde ich wirklich sehr schade, und langfristig gesehen frustriert es einen. Mit meiner Ansicht darüber stehe ich nicht alleine da denn ich stehe im Kontakt zu einigen Autoren, die hier ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Viele von ihnen bleiben hier bloß noch angemeldet, aber veröffentlichen nichts mehr. Sie veröffentlichen auf anderen Portalen ihre Geschichten, und holen sich dort die Vorschläge für notwendige Änderungen, oder Verbesserungen.
Daraus schließe ich ohne Zweifel, das auf mS lediglich kurze, und knappe Geschichten echtes Interesse hervorrufen. Damit aber keine Mißverständnisse aufkommen verurteile ich solche Werke nicht! Ich finde sie großartig, und ich beschäftige mich ja manchmal auch selbst mit solch einer kurzen Geschichte. Allerdings gehören sie nicht zu meiner allerersten Wahl fürs Schreiben, an längeren Werken fasziniert mich vor allem die Möglichkeit, die verschiedenen Charaktere entwickeln und verändern zu können.
So, jetzt hab' ich genug gemeckert, aber ich musste es mir einfach von der Seele schreiben!
Herzliche Grüße von Marko
Vor langer Zeit - Antworten
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Newcomer  Hallo lieber Louis,
wow, zunächst einmal herzlichen Dank für deine Detailreiche Schilderung! Jedoch möchte ich dir bei dieser Gelegenheit mitteilen, dass ich drei Romane "im Kasten" habe, und ich hier locker täglich mehrere Kapitel veröffentlichen könnte. Natürlich ist das Schreiben eines längeren Werkes die Königsdisziplin, und ich würde mich nicht einmal eine Sekunde überhaupt als Schriftsteller bezeichnen!! Trotzdem liebe ich diese Form des Schreibens, und werde vorrangig auch diese Richtung weiter einschlagen. Direkt dahinter kommen Kurzgeschichten, die auf jeden Fall ihren Reiz haben. Deine Meinung über myStorys kann ich nur zustimmen, und ich habe längst heraus gefunden "wie denn der Hase hier so läuft!"
Zum Abschluss aber noch eins, lieber Louis, und zwar ganz offen und ehrlich:
Was würde es mir denn bringen - außer für mein Ego - wenn ich hundertausende von Lesern hätte?
Wäre ich dann ein Schriftsteller? Eher nein.
Würde mir ein Verlag deswegen ein interessantes Angebot machen? Eher unwahrscheinlich.
Aber ich hätte garantiert wertvolle Erfahrungen beim Schreiben gesammelt, und mich dadurch wieder ein Stückchen weiter entwickelt und verbessert!!
Ganz herzliche Grüße, und dir einen herrlichen Sonnentag, Marko
Vor langer Zeit - Antworten
RachelWonder  Huch, jetzt bin ich doch etwas verwirrt. Bin ganz neu hier und mich hat die "Kürze" der Beiträge sofort irritiert. Zumal ich ganz munter einen eigenen Beitrag als "Kurzgeschichte" veröffentlich habe (denn ein Roman ist es in meinen Augen noch lange nicht) mit 56 (!) Seiten. Wie soll ich eine Geschichte entwickeln, wenn schon 30 Seiten "zu viel" sind? Bin ich am Ende jetzt doch ins falsche Forum gestolpert?
Vor langer Zeit - Antworten
abschuetze 
Zitat von RachelWonder:
Huch, jetzt bin ich doch etwas verwirrt. Bin ganz neu hier und mich hat die "Kürze" der Beiträge sofort irritiert. Zumal ich ganz munter einen eigenen Beitrag als "Kurzgeschichte" veröffentlich habe (denn ein Roman ist es in meinen Augen noch lange nicht) mit 56 (!) Seiten. Wie soll ich eine Geschichte entwickeln, wenn schon 30 Seiten "zu viel" sind? Bin ich am Ende jetzt doch ins falsche Forum gestolpert?


Oh Gott ... nein. Bestimmt nicht. Auch du wirst hier Leser, Freunde und Kritiker finden. Das ist nicht das eigentliche Problem. Viele schreiben hier natürlich nur Gedichte und Kurzgeschichten (je nach Schriftart 20 bis 30 Seiten). Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass ganz klein geschriebenes weniger ankommt, da es sich am PC immer etwas schwierig lesen lässt... und wenn dann die Seitenzahl kein Ende nimmt ... na ja. Längere Romane werden auchmeist lieber nur kapitelweise gelesen (Deshalb so viele Bücher zu einem Thema ---grins---). Das liegt weniger am Interesse, sondern an der Vielfalt, die hier täglich an Neuem geboten wird. Und irgendwie will man ja jedem gerecht werden.
Also lass dich nicht entmutigen.

LG von Antje
Vor langer Zeit - Antworten
abschuetze 
Zitat von Bleistift:

Nichts neues,
aber es ist doch allgemein bekannt, dass längere Texte am PC, geschweige denn auf dem Notebook,
oder gar auf dem Tablet eher nicht, oder nur von ganz wenigen Ausnahme-Usern gelesen werden...
Wer als Hobby-Autor kann sich denn schon mit den etablierten Schriftstellern des Mainstreams
vergleichen, die von den großen Verlagen, vom Layout bis hin zum Germanisten,
die für eine korrekte Schreibweise sorgen, professionell betreut und vergütet werden?
Selbst bei mehreren Teilen einer Fortsetzungsgeschichte, egal welchen Generes erlahmt hier schon
nach einiger Zeit das anfänglich so gelobte Interesse des Lesers mehr oder weniger schnell
an einer schier endlosen Fortsetzungsgeschichte in Romanform. Oftmals 'stirbt' auch der Autor an seiner
begonnenen mehrteiligen Geschichte, weil der Dampf raus ist und er sich damit selbst etwas übernommen hat.
Kein klares Konzept, zu wenige Leser, kaum Feedback, solche Faktoren töten die Kreativität.
Deshalb schreibe ich eine mehrteilige Geschichte immer erst bis ganz zu Ende,
bevor ich das allererste Kapitel dieser neuen Geschichte überhaupt veröffentliche.
Ich möchte hier auch niemanden zu nahe treten, aber ich spreche an dieser Stelle selbstverständlich
nur für mich und schöpfe lediglich aus meiner eigenen Erfahrung. Aber das ist leider die Realität,
alles andere ist eher daran vorbeiorientiert und bedient letztlich lediglich das Wunschdenken...
Man sollte sich daher immer seiner eigenen Stärke und Schwäche stets bewusst sein,
an sich und seiner Verbesserung als Autor weiterarbeiten und vor allem dabei seine Leserschaft nicht entäuschen.
Als Autor merkt man selber recht schnell, ob man wirklich gelesen,
oder ob man nur geklickt wird. Und ich denke, das will eigentlich niemand, dass er nur geklickt wird...
Mit Talent und Ausdauer bekommt man auch hier seine Stammleser, aber selbst das muss man ständig
durch Kontinuität und Qualität in den selbst geschriebenen Geschichten immer wieder aufs Neue beweisen.
Es wird einem hier auch nichts geschenkt, denn der nichtinteressierte LESER klappt ein ihm langweilig
erscheinendes Buch schneller wieder zu, als es der Autor selber glauben mag...
Man muss nur einmal sein eigenes Leseverhalten zum Vergleich betrachten. Andere reagieren auch nicht anders...
Man darf auch nicht vergessen, dass wir hier auf mS eine Art Nieschenleserschaft haben,
die ständig der gnadenlosen Konkurrenz einer allmächtigen Buchlobby
durch die etabierten großen Verlagshäuser ausgesetzt sind und die hier ihre kostbare Lese-Zeit
nur temporär verbringen. Deswegen unternehme ich auch gar nicht erst den Versuch,
mein bislang einziges gedrucktes Buch auch nur kapitelweise vorzustellen, sondern begnüge mich
stattdessen mit Kurzgeschichten und Drabbles.
Fazit: Leute, schreibt interessante und unterhaltsame Kurzgeschichten, Drabbles, Gedichte, Satire,
Reisebeschreibungen, was auch immer, das aber auf einem guten Niveau und stets auch immer
mit eurem eigenen Herzblut, dann werdet ihr über kurz oder lang auch Erfolg haben,
denn Qualität setzt sich letztlich immer durch.
Dies ist nämlich die große Stärke eines solch guten Portals, wie es bei MyStorys.de der Fall ist.
Wer mir nicht glaubt, der benenne mir doch ein besseres Schreibportal für kreatives Online-Schreiben
in deutscher Sprache, ohne Bevormundungen, ohne riesiger Werbeblöcke und womöglich mit einem
noch besseren Umgang der User untereinander...
Ich kennte nämlich keines... ...smile*
LG
Louis :-)



Hallo Louis,

ich war ja jetzt ein Weilchen nicht hier und war baff erstaunt über deinen langen Kommentar --- grins---
Wie du zu Beginn sagtest ... wir sind Hobby-Autoren und schreiben aus Freude an der Sache. Und genau deshalb sehe ich das nicht so, dass wir uns mit den großen Verlagen messen müssen. Wollen wir etwa das große Geld verdienen? Nein. Wir möchten uns mitteilen, anderen vielleicht Freude bereiten und an uns als Schreiberlinge arbeiten.
Ich habe hier auch mit Gedichten, drabble und Kurzgeschichten angefangen, bis mir dann die Idee für ein erstes Buch kam. Mittlerweile bin ich schon beim Vierten. Ich finde die Kapitelweise Veröffentlichung hier im Forum nicht schlecht. Ich stelle sie ein, wenn sie fertig sind ... ohne das Ende der Geschichte zu kennen. Wenn ich dieses jedoch erreicht habe, dann möchte ich mein Buch auch gern irgendwo im Handel sehen. Du siehts, so hat jeder seine Vorstellung von der "Arbeit" bei mystory :-)

LG von Antje
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
Hallo Antje,
oh' ich habe nicht gesagt, dass es nicht gehen würde, hier durchaus auch längere Texte einzustellen.
Ich blicke nur der Realität ins Auge und weiß an Hand der Leserzahlen, dass entsprechend
längere Texte (trotz viel mehr Aufwand durch den Autor) in aller Regel eher auch
deutlich weniger Leser haben, als beispielsweise der überschaubarer Text einer Kurzgeschichte.
Ich habe auf myStorys allerdings auch schon Werke gesehen, die hatten über 300 Seiten und mehr
und die fanden fanden hierzulande keinen einzigen Leser...
Vor dem Relaunch von myStorys.de, da gab es hier mal eine Statistik-Rubrik, da konnte der Autor selber nachschauen,
wie lange ein bestimmter Leser in seinem Buch gelesen hatte und das war dann den längern Werken deutlich anzusehen,
wie sie von vielen usern nach ganz kurzer Zeit wieder zugeklappt wurden...
Nun, diese Funktion ist von Lukas wohl aus eindeutigen Gründen wieder abgeschafft worden und stattdessen
erscheint jetzt nur noch die Anzahl derjenigen Leser, die dieses Buch auch nur ein einziges Mal angeklickt hatten...
Es also häppchenweise zu veröffentlichen ist in diesem Falle wohl sicher die deutlich bessere Variante,
die allerdings auch viel Talent vom Autor erfordert, den Leser ständig bei der Stange zu halten,
denn es verlangt von ihm in jedem seiner Kapitel in aller Regel immer auch einen hohen Spannungsbogen
zu erzeugen, damit ihm der Leser nicht "fahnenflüchtig" wird...
Denn komischerweise nimmt mit der zunehmender Anzahl der Kapitel eines Buches meistens auch
die Anzahl der Leser wieder ab. Korregiere mich bitte, wenn ich damit falsch liege. Ein Phänomen? Wohl kaum,
denn Leser ermüden am PC recht schnell, wenn es nicht schon bald darauf recht spannend und unterhaltsam
weiter geht. So geht so macher Leser dem Autor aus den unterschiedlichsten Gründen von der Stange.
Oder aber er wandert auch gleich zur Billigkonkurrenz der großen Verlage,
welche nämlich die preiswerten Texte in rauen Mengen auf den Markt werfen,
wo der Leser nicht erst lange auf das nächste Kapitel des Autors warten muss...
So war das übrigens mit der Konkurrenz zu den großen Verlagen gemeint... smile*
LG zu Dir
Louis :-)
Vor langer Zeit - Antworten
abschuetze  :-) ich mache es wie die Leser. Ich gehe nach mystorys auch zu den "großen Verlagen". Nein eher nicht, denn die warten nicht auf mich. Aber kleinere Verlage gehen auch und wenn's gar nicht gelingen sollte, dann ahlt Selfpublishing :-)
Also immer schön am Leser bleiben. Vielleicht zahlt sich Hartnäckigkeit aus. ---lach---
Vor langer Zeit - Antworten
Buhuuuh  Du bist auch eher die Ausnahme werter lieber Marko. Viele wollen hier nur Feedback. An langen Texten sind die meisten nicht interessiert - so scheint es auch mir. Leider für viele. Aber das täuscht vielleicht auch.

Hallo liebe Langleser und Verläge mit Interesse: Hier her, entlang zu mir! ;)
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
Hallo Simon,
nun es steht Dir jederzeit absolut frei,
die großen deutschsprachigen Verlage anzuschreiben und ihnen die Manuskripte
deiner (gern auch längeren) Werke zuzuschicken... ...smile*
Man nennt das im Fachjargon auch "Klinkenputzen"... ..smile*
Das war aber damit in dem Beitrag eher nicht gemeint.
Die Rede war davon, dass viele User hier bei myStorys kaum längere Werke von eigenen mS-Autoren lesen...
Aber die großen Verlage werfen dafür große Mengen an Billigliteratur auf den Markt
und potentielle Leser können sich zu günstigen Preisen Literatur leisten,
die ihnen ihr Bedürfnis nach Geschichten/Gedichten umgehend stillt,
wo sie auch nicht erst auf eine Fortsetzung warten müssen,
denn sie halten ja das bereits fertig gedruckte und vorkapitelierte Buch schon in ihren Händen,
können also die Folgekapitel lesen, wo und wann immer es ihnen beliebt...

Hier in den Online-Portalen fangen etliche Autoren etwas ( durchaus auch Vielversprechendes ) an
und geben dann aber oftmals nach ganz kurzer Zeit aus den unterschiedlichsten Gründen wieder auf,
ihre Geschichte fortzusetzen... (zu wenige Leser, kein klares Konzept, Ideenlosigkeit, kaum Feedback ect.pp.)
Das frustriert mit der Zeit und ist der Kreativität eines Autors nicht eben gerade förderlich...
Wer aber als ambitionierter Autor dennoch unentwegt an seiner Story weiterschreibt,
obwohl er kaum noch Leser für seine Fortsetzungs-Kapitel findet,
der ist einerseits sehr von sich und seinem Werk überzeugt
und bedient anderseits damit aber lediglich das Prinzip "Hoffnung"...
Und die Hoffnung ist es ja auch, die schließlich zuletzt stirbt...
Leider ist das aber genau die Realität...
Louis :-)
Vor langer Zeit - Antworten
Willie  Da ich gerade mal wieder zu Gast bin, ein paar Gedanken zur Thematik, wenn auch Freund Louis schon Grundlegendes dazu vermerkte.
Warum um Himmels Willen sollte ich mir hier am Bildschirm einen ellenlangen Roman, vielleicht noch in Fortsetzungen, einziehen. Von jemanden, den ich gar nicht oder kaum kenne, der sich nie die Mühe machte, wenigstens eine meiner Mini-Geschichten zu lesen … Warum sollte ich …?
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift  meint:
Hallo, lieber Willie,
ich freue mich, Dich wieder einmal zu sehen... ...smile*
Nun, ich denke, ob hier ein Buch gelesen wird, oder auch nicht,
hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab.
Ein wichtiger Punkt dabei ist selbstverständlich die (unendliche?) Länge einer Geschichte.
Wenn aber der Leser für sich selbst erkennt, dass diese Geschichte rein praktisch
gesehen genau auf seiner 'Wellenlänge' liegt, dann schrumpft beim Leser der Ablehn-Faktor: 'zu lang...'
und er ist vielleicht auch mehr bereit, der Länge, wie auch der Fortsetzung eine Chance zu geben...
Ich glaube auch nicht, dass es sonderlich gut ist in Kategorien, wie: "Liest Du meins, dann les' ich deins..."
oder umgekehrt, zu denken. Im Vordergrund sollte immer das Interesse an einem Werk stehen,
so es denn atemberaubend spannend und/oder in anderer Form faszinierend für den jeweiligen
Leser geschrieben ist, auf jeden Fall aber interessant, ansonsten macht das Ganze nämlich keinen Sinn...
Natürlich gebe ich Dir darin recht, dass auch die Persönlichkeit eines Autors eine gewisse Rolle spielt,
aber ob der meine Geschichten ignoriert, oder nicht, ist für mich dabei von eher sekundärer Bedeutung.
Schießlich ist, auch wenn ich immer mein Bestes gebe, das Interesse des Lesers die primär dominirende
Richtung. Am Ende jedoch wird sich jedoch immer Qualität gegen Quantität durchsetzen, dessen bin ich mir gewiss...
Manchmal wünscht auch ich mir, so geschiffen und brillant formulieren zu können, wie so manch anderer hier.
Deswegen sollte man trotzdem nicht aufhören, ständig an sich und seinen eigenen Fähigkeiten zu arbeiten,
denn nur so erwächst schließlich Qualität und das steigert das Interesse des Lesers an eigenen Werken.
LG
Louis :-)


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