Ach wären doch all meine Sorgen,
in einer Nacht davon geweht,
dann könnt ich endlich wieder schlafen
ohne den Berg der vor mir steht.
Wie schön wär doch ein leichtes Leben,
ganz ohne Kummer und auch Pein.
Denn dort wo gestern Schleier wehten,
da stapelt heut sich grauer Stein
Wozu von Glück und Liebe träumen,
wenn sie erdrückt das Herz beinah.
Verloschen ist doch längst das Lachen,
das jeder nur zu gerne sah.
So werden Nächte zu Gespenstern,
die Tage sind nicht besser dran.
Glaubt mir auch ich trag meine Wunden,
und Schmerz, den ich nicht ändern kann.
Und würde einer sie nur schmecken,
die Tränen, die in Aug und Mund,
den Hals mit Ketten noch umschlingen,
der wüsste um des Elends Grund.
Wie soll ich all die Lasten tragen,
die Schmerzen dieser trüben Welt?
Auch ich möcht manchmal Abschied nehmen,
von all dem was mich hier so quält.
Viel höher als die höchsten Türme,
bau ich die Mauer um mein Herz,
wozu sollt ich von Liebe träumen,
wenn sie nichts bringt als Dauerschmerz.
©Ute AnneMarie Schuster 3.7.2011