Namenlos hat man dich aufgefunden.
wer ist die Frau, die dich entbunden,
die dich unerkannt irgendwo niederlegte,
ohne dass dein weiteres Leben sie bewegte?
So warst du zu Beginn deines Lebens namenlos.
Was empfindet diese leidliche Mutter bloß?
Was hat diese Frau zu dem Schritt getrieben?
Wo ist sie nach dieser Tat abgeblieben?
Du bist ein Baby, namenlos.
Du kamst aus dem Bauch deiner Mutter, bloß
ob euch jemals im Leben etwas verbindet,
ob ihr jemals zueinanderfindet,
das kann diesem Kind heute keiner sagen.
Gewiss ist nur, du wirst einen Namen tragen.
Du bist vielleicht heute noch namenlos,
doch du kamst aus einem Mutterschoß.
Du bist es wert wie jedes Kind auf Erden,
etwas ganz Besonderes zu werden.
Namenlos, das bist du heute nicht mehr,
doch ein Teil deines Lebens bleibt ewig leer,
solange du nicht weißt, wer deine Mutter ist,
aus wessen Schoß du gekrochen bist.
Das kleine Baby Namenlos
wünschte sich zurück in den Mutterschoß,
weil er dann spürte, dass Mutter und Kind
eine ganz besondere Einheit sind.
Glaube mir, namenlos bist du nicht mehr.
Erscheint dir dein Leben auch manchmal mehr,
so wird es doch für dich Menschen geben,
die teilhaben an einem nicht namenslosen Leben.
Du bist nicht mehr das Baby Namenlos.
Diese Geschichte gibt es in deiner Erinnerung bloß.
Ich wünsche “Namenlos” stark und kräftig zu sein.
Lass dich doch einfach auf das Leben ein.