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Achim, so nicht!

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"Achim, so nicht!"
Veröffentlicht am 29. Dezember 2020, 6 Seiten
Kategorie Sonstiges
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Über den Autor:

Hum... Ich habe Troja brennen sehen...soll ich noch mehr sagen? Aber nachdem der Rauch sich verzogen hatte, musste ich die langen Jahrhunderte standesgemäß hinter mich bringen und so gewöhnte ich mir an, viele gute und auch mal weniger gute Bücher zu lesen, Musik zu hören und zu machen, im Garten zu pütschern, zu schreiben...Jau, das wär's dann mal.
Achim, so nicht!

Achim, so nicht!

Achim von Arnim Neujahr Altes Jahr, du ruhst in Frieden, Deine Augen sind geschlossen; Bist von uns so still geschieden Hin zu himmlischen Genossen, Und die neuen Jahre kommen, Werden auch wie du vergehen, Bis wir alle aufgenommen Uns im letzten wiedersehen. Wenn dies letzte angefangen, Deutet sich dies Neujahrgrüßen, Denn erkannt ist dies Verlangen, Nach dem Wiedersehn und Küssen.


Ja, der Achim von und zu war gewiss das

heimliche Knäblein mit dem Wunderhorn; allerdings gingen die zeitgenössischen Urteile über Arnim weit auseinander: Heine schrieb, Arnim sei „ein großer Dichter und einer der originellsten Köpfe der romantischen Schule. Die Freunde des Phantastischen würden an diesem Dichter mehr als an jedem anderen deutschen Schriftsteller Geschmack finden.“ Da hatte Harry unter Umständen einen im Tee, wenn man bedenkt, wie sehr er die Romantische Schule etwa im „Wintermärchen“ heruntergemacht hat!

Goethe dagegen sah Arnims Werk als ein Fass, an dem der Küfer vergessen habe, die Reifen festzuschlagen. Und mit diesem geschliffenen Bonmot trifft der Alte aus Weimarden Nagel auf den

Kopf. Arminsche, du zeigst e bissche vill Larmoyanz in dinne Versche; nit immer transzendiere, nit immer lamenteere, dat Levve is wie et iss, un et hätt noch immer joot jejange! Dat hess du doch selber gesinn, wenn du schrievst: Wenn dies letzte angefangen, Deutet sich dies Neujahrgrüßen, Denn erkannt ist dies Verlangen, Nach dem Wiedersehn und Küssen. Jenauuu! Bütze un knuutsche, dat hilft! Dat levve es ene Achterbahn, do muss de dich joot festhalten, Jung! Et bliev nix wie et wor, wat fott es, es fott.

Nix för unjot,.Arminsche! Dat Cassy vun Troja wünscht üch all en besseres un jesondes 2021!

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Über den Autor

cassandra2010

Hum... Ich habe Troja brennen sehen...soll ich noch mehr sagen? Aber nachdem der Rauch sich verzogen hatte, musste ich die langen Jahrhunderte standesgemäß hinter mich bringen und so gewöhnte ich mir an, viele gute und auch mal weniger gute Bücher zu lesen, Musik zu hören und zu machen, im Garten zu pütschern, zu schreiben...Jau, das wär's dann mal.

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FLEURdelaCOEUR Mir geht's wie dem Dottore, habe auch nie nix vom Achim gelesen ... Deshalb lasse ich's bei einer Betrachtung seines liebreizenden Bildnisses. Der gibt schon äußerlich voll den Romantiker. Guckt er nicht genau wie damals der Manuel Macron, als er den Wiederaufbau der Notre Dame verkündet hat? Aber jetzt stell dir den mal mit Brille vor und mit kurzen Haaren und hoher Stirn ... Na, an wen erinnert er jetzt? Ja, na klar, das ist jetzt der Jens Spahn, als er merkte, dass ihm der Impfstoff ausgeht!
Ein tolles Bildnis, liebe Cassy, vielleicht werde ich's mir ja in die neue Wohnung hängen... ;-)))
Liebe Grüße und allerbeste Neujahrswünsche,
fleur

PS
Mit "Eiche" meinste da Eichendorff? Den finde ich auch gut, vieles von dem kannste auch singen ...
Vor langer Zeit - Antworten
cassandra2010 Claro, Eiche ist Eichendorff! Der konnte dichten... vor allem sein "Die zwei Gesellen" ist vielschichtig!

Die zwei Gesellen

Es zogen zwei rüst’ge Gesellen
Zum erstenmal von Haus,
So jubelnd recht in die hellen,
Klingenden, singenden Wellen
Des vollen Frühlings hinaus.

Die strebten nach hohen Dingen,
Die wollten, trotz Lust und Schmerz,
Was Rechts in der Welt vollbringen,
Und wem sie vorübergingen,
Dem lachten Sinnen und Herz. –

Der erste, der fand ein Liebchen,
Die Schwieger kauft’ Hof und Haus;
Der wiegte gar bald ein Bübchen,
Und sah aus heimlichem Stübchen
Behaglich ins Feld hinaus.

Dem zweiten sangen und logen
Die tausend Stimmen im Grund,
Verlockend’ Sirenen, und zogen
Ihn in der buhlenden Wogen
Farbig klingenden Schlund.

Und wie er auftaucht’ vom Schlunde,
Da war er müde und alt,
Sein Schifflein das lag im Grunde,
So still war’s rings in die Runde,
Und über die Wasser weht’s kalt.

Es singen und klingen die Wellen
Des Frühlings wohl über mir;
Und seh ich so kecke Gesellen,
Die Tränen im Auge mir schwellen –
Ach Gott, führ uns liebreich zu dir!
JvE, 1818
Vor langer Zeit - Antworten
Gast Oh, danke, das ist sehr, sehr schön! Doch ich mag noch lieber seine Naturgedichte.
ABSCHIED haben wir damals im Schulchor im Flämingschloss gesungen ... und der Chorleiter war gleichzeitig der Deutschlehrer ...
Liebe Grüße
fleur
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR Sacra, das ödet mich dermaßen an...
Vor langer Zeit - Antworten
cassandra2010 
Die ewige Einloggerei, gell? Mich auch, Fleur, mich auch! Weiß gar net, was das eigentlich soll...
Grrr
Cassy
Vor langer Zeit - Antworten
DoktorSeltsam Mit immerhin gewissem Stolz bekenne ich, zuvor nie auch nur eine Zeile des Herrn von Arnim gelesen zu haben. Und im Übrigen bin ich stets gut damit gefahren, mich den Urteilen des Olympikers vorbehaltlos anzuschließen. (Abgesehen von der Farbenlehre vielleicht.)
Auch Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2021.

Gruß,
Dok
Vor langer Zeit - Antworten
cassandra2010 
Darauf kannste aber auch stolz sein, dottore! Wenn ich da an mein Hauptseminar in "Lyrik der Romantik I" (es gab noch ein weiteres, uahaha) zurückdenke... nix als Lamentationen und Transzendieren... der einzige Dichter, der mich erreicht hat, war Eiche!

Danke für die guten Wünsche, schicke sie vorsichtshalber noch einmal herum~~~ und für deine liebenswerten Talerchen kauf ich mir einen neuen Pompeldur in Amazonien.

Cassy, in aufgeregter Erwartung.

Nich wat du gezz denken tust, ich warte auf den ... Paketboten!
Vor langer Zeit - Antworten
HarryAltona Wie passend für unsere Zeit hat da der olle Achim die Verse gedrechselt. Ist aber nicht außergewöhnlich. Man kann in vergangenem ja so manches Aktuelle.
lg... harryaltona
Vor langer Zeit - Antworten
cassandra2010 
Gewiss, gewiss! Aber der Lauf der Weltgeschichte macht ja durchaus immer mal eigenartige Sprünge, die sich nicht zwingend auf Präzedenzfälle zurückführen lassen.

LG und einen guten Rutsch, falls wir uns hier nicht mehr sehen
Cassy
Vor langer Zeit - Antworten
Newcomer Nun ja, werte Principessa, das ist Ansichtssache. Falls du darauf anspielst, was für ein furchtbares Jahr es mit der Corona-Pandemie war, dann bin ich ganz bei dir. Allerdings möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es für mich trotzdem ein sehr erfolgreiches Jahr 2020 war, an dem sich viele neue Türen für mich geöffnet haben.

Mit Ihnen teilt meine Ente das Wasser nicht.
In diesem Sinne wünsche ich dir einen guten Rutsch und liebe Grüße
Marko
Vor langer Zeit - Antworten
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