Science Fiction
Lavendel - Teil 3

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"Gib Obacht, wenn sich deine persönlichsten Wünsche und Vorstellungen plötzlich erfüllen..."
Veröffentlicht am 07. März 2017, 28 Seiten
Kategorie Science Fiction
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Über den Autor:

Mit Vorliebe schreibe ich Drabbles, Krimis und Kurzgeschichten... Ich liebe diese fabelhaft pointierten Miniatur-Geschichtchen. Zur Abwechslung schreibe ich auch gern mal eine erotische Geschichte... Ansonsten hoffe ich auf viele geneigte Leser und freue mich über jeden ehrlich gemeinten Kommentar. Zwei Städte sind mir neben Berlin besonders wichtig: Paris und Venedig... 09.Mai 2015 Ich habe heute erfahren müssen, dass Silvi ...
Gib Obacht, wenn sich deine persönlichsten Wünsche und Vorstellungen plötzlich erfüllen...

Lavendel - Teil 3

Bleistift






Lavendel

Teil 3








 

Science Fiction

Lavendel

Teil 3

Das Geheimnis der Oula’Ra

 

Die Worte, welche Oula’Ra an mich richtete, drangen mir ins Hirn, wie Wasser in einen trockenen Schwamm und ich saugte sie sogleich ebenso gierig in mich auf, wie dieser. »Ich erzähle dir jetzt meine Geschichte, Paul, weil ich euch und eure ewigliche Neugier seit vielen Jahrhunderten bereits kenne. Nun, es soll mir ein besonderes Vergnügen sein, dir von uns zu berichten, auch wenn du dabei vielleicht gelegentlich in Ohnmacht fallen solltest, denn auch das ist schon anderen vor dir passiert. Sogar jenen, die sich einst selbst

das starke Geschlecht und furchtlose Krieger nannten, die es zu ihrer Zeit mit jedem Gegner aufnahmen… Zunächst, das was du von mir zu sehen glaubst, das bin leider nicht ich. Was du siehst und von mir wahrnimmst, ist das, was du selbst sehen und wahrnehmen willst. Dein Hirn sagt dir, dass ich so aussehe, wie du mich jetzt siehst. In Wahrheit ist dies aber nur das Ergebnis deiner eigenen Phantasie. Hättest du von Anfang an eine andere Vorstellung von mir gehabt, als du mich gestern zum ersten Mal bemerkt hattest, dann säße jetzt ganz sicher ein völlig anderes Wesen vor dir. Du allein wolltest, dass ich genauso aussehe, so wie du jetzt diesen Eindruck von mir wahrnimmst. Und damit auch

genau das passiert, ist dies unsere genetische Fähigkeit sich sekundenschnell auf jeden x-beliebigen jagdbaren Riss einzustellen. Wir suggerieren unserem designierten Fang über unser Hirn etwas, das er selbst zu sehen wünscht, um ihm dann im entscheidenden Moment möglichst nahe zu sein. Dabei ist der Sexualtrieb eine unserer stärksten Waffen. Welches lebendige Wesen wünscht sich nicht den idealen Partner, oder die ideale Partnerin an seiner Seite. Wir waren damit dereinst die besten Jäger im gesamten Universum, jedenfalls solange wir uns ausschließlich von der Jagd ernährten. Heutzutage jagen wir nicht mehr, aber die Fähigkeit sich ideal anzupassen, die ist uns in jeder Hinsicht erhalten geblieben. Dein Bild von mir bleibt

übrigens im meinem Hirn gespeichert, bis wir uns irgendwann vielleicht einmal wiedersehen sollten. Sodann wird mein Äußeres umgehend wieder deiner alten Vorstellung von mir angepasst und es wird sogleich wieder dem vollkommenen Ideal entsprechen, welches du von mir hattest, als wir uns das letzte Mal sahen. Ich selbst kann dieses Bild, welches du von mir in dir trägst persönlich leider nicht wahrnehmen, aber unsere Ingenieure und Wissenschaftler an Bord unseres Schiffes haben die Möglichkeit dieses Bild in meinem Kopf mittels einer fortgeschrittenen Technologie auszulesen und nur daher weiß ich, wie du dich mir vorstellst. Und frage mich bitte nicht, wie ich bin, oder wäre, wenn ich nicht den Gedanken in deiner Vorstellung

folgen müsste. Ich fürchte, du würdest dich sehr wahrscheinlich zu Tode erschrecken, denn wir sind definitiv so völlig anders, als dass du dir dies je in deinen kühnsten Träumen nur denken könntest. Außerdem bin ich nach deinen Maßstäben gemessen uralt, denn deine zu erwartende gesamte Lebenszeit ist nur der winzigste Bruchteil eines halben Wimpernschlags in meinem bisherigen Leben und dabei habe ich sehr wahrscheinlich erst das Mittelalter meiner voraussichtlichen Lebenszeit erreicht. Vielleicht genügt es dir ja als Vergleich, das ich einst die Lieblingsfrau eines ganz Großen, lange vor deiner Zeit war. Er nannte sich Ramses II. und wirkte sechundsechzig Jahre lang als einer der mächtigsten Pharaonen im

alten Ägypten am Nil. Mein Name war damals Nefertari'Ra und wir lebten ein gutes Viertel Jahrhundert seines Lebens glücklich miteinander, indem ich ihm als die menschlich biologische Form seiner Lieblingsfrau, neun seiner Kinder gebar. Für ihn war ich immer nur die Sonnengöttin Ra aus einer anderen Welt, mehr wollte er nicht wissen und er hat sich auch bis zu seinem Tode mit einundneunzig Jahren, nicht für meine wahre Identität interessiert. Deswegen fragte ich dich gestern, ob du dich in den alten ägyptischen Göttern auskennst. Wir Ra sind übrigens zweigeschlechtlich und benötigen zu unserer eigenen Fortpflanzung keinen Partner. Allerdings bin ich etwas stärker feminin orientiert, wie übrigens ein jeder Ra etwas

mehr zu der einen oder anderen Seite eines Geschlechts tendiert. Aber es genügt uns vollkommen, wenn ein Ra, oder eine andere Spezies in uns das Gefühl des innigen begehrt Werdens wachruft, so wie du es getan hast. Und ich fürchte, du warst gestern sehr überzeugend in deinen intimen Gefühlen mir gegenüber und in etwa zweihundert Jahren nach deiner Zeitrechnung werde ich mich völlig erneuert und dabei alles Wissen aller meiner Vorfahren bis in kleinste Detail in mir verinnerlicht haben. Nur wenn wir auserwählt werden und einen neuen Ra zeugen dürfen, finden wir uns in einem vom Großen Rat unseres Heimatplaneten vorgegebenen und höchst komplizierten Ritual zusammen, um ein neues Leben nach unserem Ebenbild zu

erschaffen. Allerdings wurde mir diese Ehre noch nicht zuteil, denn ich bin dafür einfach noch viel zu jung und es muss auch immer erst ein Ra sterben, damit ein neuer Ra entstehen darf. So will es seit Äonen von Generationen das Gesetz unserer Altvorderen. Aber das Erschaffen eines neuen Ra ist stets auch ein Freudenfest auf unserem Planeten, an dem nach Möglichkeit alle Ra teilnehmen, denn es kommt in der Realität allerdings nur sehr selten vor…« Damit endete die lautlos vorgetragene Erklärung von Oula’Ra, deren Sinn ich aber dennoch vollständig erfasst hatte. Nachdem ich ihrem Vortrag mit äußerster Anspannung gefolgt war, wusste ich meine

bisherigen Gefühle gegenüber diesem schönen schwarzen Wesen nicht mehr richtig einzuordnen und schwankte zwischen Furcht und Unglaube auf der einen, sowie zwischen Neugier und Sympathie auf der anderen Seite. »Und was tust du dann hier allein in den Lavendelfeldern?«, stellte ich nach einer Weile des Verarbeitens dieser Offenbarung die Frage an die Frau aus der fernen Welt. Sie lächelte noch immer ihr bezauberndes Lächeln und war auch hierin um eine absolut überzeugende Antwort nicht verlegen. »Diese blaublühenden Lebewesen, die ihr Lavendelpflanzen nennt, die haben wir vor einigen Jahrtausenden zufällig auf eurem Planeten entdeckt. Sie entwickeln während ihrer Blütezeit extrem starke Moleküle, die sie

großzügig an ihre Umwelt verteilen. Es ist das, was ihr den Lavendelduft nennt. Wir Ra können diese Moleküle mit unserer gesamten Hautoberfläche aufnehmen und sie in unserem Körper zur Regenerierung von erkrankten und verschlissenen Zellen verwenden. Sie heilen und verschönern uns so auf diese natürliche Weise ganz selbstlos. Leider können diese Lebewesen nicht außerhalb eurer Erde existieren, obwohl wir ihnen auf unserem Schiff exakt die gleichen physischen Bedingungen wie auf der Erde bieten können. Sobald sie aber den Kontakt zu ihrem Heimatplaneten verloren haben, trinken sie kein Wasser mehr und sterben ab. Es ist selbst uns bislang noch ein Rätsel und unsere Wissenschaftler arbeiten seit einigen

Jahrhunderten permanent daran, dieses Phänomen zu lösen. So sind wir aber nach wie vor immer noch gezwungen den direkten Kontakt mit diesen einzigartigen Lebewesen auf eurer Erde zu suchen und uns unmittelbar vor Ort von ihnen behandeln zu lassen. Und deshalb ist auch meine Regenerierungsphase hier auf eurem heilenden Planeten jetzt schon wieder beendet und ich kann meine Tätigkeit als eine der obersten Wissens-Sammlerin für unser Volk im Universum wieder aufnehmen.« Ich war von Oula’s Erklärung mehr als nur fasziniert, wenngleich ich von nun an, da ich die Wahrheit über die Ra und ihre fremde Lebensform kannte, mich nicht mehr ausschließlich nur erotisch von ihr angezogen fühlte, sondern sie mit weitaus mehr Ehrfurcht

und Respekt betrachtete. Sie schien es aber dennoch sofort zu bemerken und versuchte mit einem Lächeln beruhigend auf mich einzuwirken. »Lieber Paul, mach' dir darüber keine trüben Gedanken, ich sagte bereits, dass andere vor dir an dieser Stelle sogar schon in Ohnmacht gefallen sind, als sie von unserer Geschichte erfuhren. Vor einigen Jahren war ein Mann aus der nahegelegenen Stadt, der eine erholungssuchende Ra an ebendiesen Ort überraschend gegen ihren Willen küssen wollte, ganz kurz nur mit ihrem natürlichen Abbild konfrontiert worden. Worauf dieser Mann einen schweren lebenbedrohlichen Schock erlitten hatte und auch die eilig herbeigerufene lebenserhaltende Hilfe von

unserem Schiff konnte ihn leider nicht mehr ins Leben zurückführen. Von da an dürfen wir unser natürliches Äußeres auf diesem Planeten seinen Bewohnern definitiv nicht mehr offenbaren, so hatte es der Große Rat damals beschlossen. Du siehst, selbst wenn ich wollte, ich dürfte dich auch gar nicht mit meiner wahren Identität konfrontieren.« Ich nickte und mir fiel schlagartig ein, was mir Madame Lefevre zum Tode ihres Mannes heute Morgen erst darüber berichtet hatte. »Ich glaube, ich weiß, wer jener Mann war, der sich damals zu Tode erschrocken hatte. Ich denke, es war der Ehemann meiner Pensionswirtin, Madame Lefevre«, sagte ich und schaute Oula’Ra an. Ich bemerkte, wie sich sogleich das Lächeln aus ihrem schönen

Gesicht fortstahl und ihre Augen einen Schimmer von blauer Dunkelheit annahmen. »Er hätte nicht versuchen sollen, sich mit Gewalt etwas zu nehmen, was ihm sehr wahrscheinlich mit Freundlichkeit und entsprechendem Charme sicher ohnehin gewährt worden wäre. Aber diese Ra war einfach zu jung und noch zu unerfahren. Sie selber war darüber mehr erschrocken, als jener Mann, was daraufhin zu dieser ungewollten Konfrontation führte. Es tut mir sogar im Nachhinein noch leid, aber es war ganz sicher nicht die Absicht dieser jungen Ra, diesen Menschen töten zu wollen.« Ich glaubte ihr unbesehen und beschloss aber im gleichen Moment, Madame Lefevre auch nichts über diese Geschichte zu erzählen,

denn es hätte ihr womöglich auch noch viele Jahre danach einen unsäglichen Kummer bereitet und das wollte ich ihr ersparen. »Nun Paul, dies ist der Punkt, an welchen wir Abschied voneinander nehmen müssen, denn man hatte mich schon vor einiger Zeit gerufen. Ich wünschte, wir hätten unter anderen Umständen mehr Zeit miteinander verbringen können. Es wäre bestimmt auch sehr interessant geworden ein längeres Leben an deiner Seite zu führen, denn ich empfinde deine warmherzigen Gefühle für mich als außerordentlich anregend und inspirierend.« »Fürchtest du nicht, ich könnte aber dennoch jemanden von unserer Begegnung berichten?« Oula‘Ra lachte leise. Amüsiert fragte sie mich,

»Du bist selbst ein kluger Mann, Paul, und kennst die Antwort auf deine Frage. Und außerdem, wen solltest du worüber etwas berichten wollen? Allerdings kennen schon einige Menschen aus der Historie eurer Vergangenheit unsere Spezies. Aber hast du schon jemals aus euren Geschichtsbüchern etwas über uns Ra erfahren, außer dass der große Ramses dem Sonnengott Ra gedient hat? Du siehst, es ist also gar nicht so einfach vor aller Welt überzeugend und vor allem glaubwürdig zu erscheinen. Besonders, wenn man nicht mehr hat, als nur eine Geschichte. Aber ich will dir gerne auch einen materiellen Beweis geben, so er dir denn genügt. Jedoch in erster Linie, damit du dich auch später noch gern an mich erinnerst, wenn ich schon längst

viele hunderte von Lichtjahre von deinem Heimatplaneten entfernt sein werde.«

Oula’Ra griff seitlich neben sich in die Luft und für einen kurzen Moment sah es so aus, als wäre ihre schlanke Hand wie von einem Säbelhieb abgetrennt worden. Dann zog sie ihre Hand schnell wieder aus dem Luftspalt zurück und hielt darinnen einen dunklen Gegenstand verborgen. Ich hatte keine Ahnung, wie sie das angestellt hatte, aber in ihrer Hand befand sich plötzlich eine etwa fünfzehn Zentimeter große, vollkommen schwarze Halbstatuette. Das absolute Ebenbild von ihr selbst. Dieses originalgetreue Abbild von Oula‘Ra als eine Art dreidimensionaler Plastik, gefertigt aus einem unbekannten Material. Sie hielt mir ihre

Statuette hin und schaute mich wieder lächelnd an. »Damit du unsere Begegnung nicht vergisst, ein kleines Andenken an mich. Die Wissenschaftler an Bord unseres Schiffes haben es aus meinem Gehirn herausgefiltert und ein Künstler aus unserer Crew hat diese Skulptur noch in dieser Nacht nach dem Originalbild aus schwarzem Eisenholz vom Planeten der Ra extra für mich angefertigt«, sagte sie und überreichte mir die schwere Plastik. Fasziniert betrachtete ich diese kleine Statuette und befühlte mit den Händen die fein bearbeitete Oberfläche des Kunstwerkes.




»Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, antwortete ich, außer vielleicht, dass ich sehr glücklich über dein Geschenk bin, vielen herzlichen Dank dafür.«

Sie neigte mit einem bezaubernden Lächeln ihren Kopf. Und während ich noch damit beschäftigt war das Kunstwerk zu bestaunen, hatte sich Oula’Ra inzwischen wieder elegant aus ihrem Schneidersitz erhoben und sich in die Senkrechte begeben. Ihre schöne Gestalt und ihr betörendes Lächeln blieben erneut nicht ohne Wirkung auf mich und noch bevor ich sie mit offen ausgesprochenen Worten etwas fragen konnte, antwortete sie mir, »Nein Paul, es ist unmöglich, ich kann nicht bleiben, diesmal leider nicht, weil andere wichtigere Dinge, die in absehbarer Zeit

unbedingt ihrer Erledigung harren, keinen weiteren zeitlichen Aufschub dulden, denn das Ziel unserer Reise ist selbst für unsere Maßstäbe auch sehr weit von hier entfernt.« »Ich verstehe, sagte ich aufgeregt und erhob mich ebenfalls, darf ich denn aber wenigstens darauf hoffen, dass du nach Erledigung dieser besonders wichtigen Aufgaben wieder hier her auf die Erde zurückkehren wirst, Oula’Ra?« Sie schüttelte traurig ihren Kopf, »Ich bedaure, lieber Paul, aber ich befürchte, dass du schon lange nicht mehr unter den Lebenden weilen wirst, wenn ich dereinst auf deinen Planeten zurückkehren werde. Ich bin mir aber dessen sehr sicher, dass sich dann meine bereits vollständig erneuerte Lebensform, dankbar an dich erinnern wird,

denn du warst schließlich das auslösende Element zu meiner nächsten Lebensphase. Und so diese Statur nicht zerstört wird, werde ich sie dann auch wieder auffinden, egal wo sie sich zu diesem Zeitpunkt auf deinem Planeten befinden wird.« Dann kam sie auf mich zu, umarmte mich und gab mir dabei einen langen Kuss, der alles erotische Feuer dieser Welt in sich zu vereinen schien und mir die zugleich überzeugendste Erklärung dafür lieferte, warum jener mächtige Pharao Ramses II., die Nerfertari zu seiner Lieblingsfrau auserkoren hatte. Mein Herz krampfte sich zusammen, als sie sich von mir löste und zurücktrat. Sie hob noch einmal ihre Hand zu einem letzten Gruß,

»So lebe denn wohl, du Bildermaler Paul, wiedersehen werden wir uns nicht mehr, aber vergessen werden wir uns auch nicht, denn ein jeder hat nun etwas, was ihn an den anderen erinnern wird«, sagte sie mit einem wunderschönen Lächeln aus ihren türkisfarben leuchtenden Augen und trat seitlich neben sich in eine Art unsichtbaren Luftspalt, der sie erst zu halbieren schien, sie dann aber auch kurz darauf vollständig verschluckt hatte… Ich starrte noch wie benommen eine ganze Weile auf den Punkt, wo Oula’Ra bis eben noch gestanden war und konnte mit meinen Gedanken immer noch nicht ganz erfassen, was sich hier inmitten der duftenden Lavendelfelder von Arles gerade abgespielt

hatte. Ungewollt liefen mir die Tränen über das Gesicht und benetzten die Skulptur von Oula’Ra, die ich immer noch in meinen Händen hielt. Dann wickelte ich die Plastik liebevoll in das Linnen und verstaute sie vorsichtig in meiner Ledertasche. Schwankenden Schrittes wankte ich in der Glut der Mittagshitze zurück nach Arles und gab mir auf dem Weg dorthin selbst das geheiligte Versprechen, keiner Menschenseele jemals etwas über meine verlorene Liebe aus einer anderen Welt preiszugeben.



***












Impressum Cover: selfARTwork Text: Bleistift Picture Inside: Oula'Ra_selfARTwork © by Louis 2017/3 Update: 2019/10


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Über den Autor

Bleistift
Mit Vorliebe schreibe ich Drabbles, Krimis und Kurzgeschichten...
Ich liebe diese fabelhaft pointierten Miniatur-Geschichtchen.
Zur Abwechslung schreibe ich auch gern mal eine erotische Geschichte...
Ansonsten hoffe ich auf viele geneigte Leser und freue mich über jeden ehrlich gemeinten Kommentar.
Zwei Städte sind mir neben Berlin besonders wichtig:
Paris und Venedig...

09.Mai 2015
Ich habe heute erfahren müssen, dass Silvi Bredau am Samstag, dem 25. April 2015
ihren Kampf gegen den Krebs endgültig verloren hat...
Ich schäme mich meiner Tränen nicht...
Louis

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Brubeckfan Hallo Louis,
gute Idee, dieses Werk nochmal vorzustellen.
Das Bad in den Farben ist Dir gut gelungen! Und ich nehm's mal bildlich: Eine Frau kann einem ja durchaus erscheinen wie vom fremden Planeten, und überraschend erscheinen und entschwinden.
Was Paule betrifft, der hatte später dann reichlich Gelegenheit, dunkle Schönheiten zu bewundern und zu malen.
Viele Grüße!
Gerd
Vor langer Zeit - Antworten
Enya2853 Wow, so ganz falsch lag ich mit meinen Gedanken ja nicht ...
Hammer, wie du geschichtliche Überlieferung in diese geheimnisvolle Story eingebaut hast. Eigentlich hätte man schon durch den Namen (besonders Ra) der Sache näherkommen können.

Für ist auch eine Botschaft vorhanden. Wir schaffen uns Bilder von dem, was uns innewohnt, was wir wünschen, transportieren sie in unsere Träume und zuweilen mag auch daraus ein kollektives Bewusstsein entstehen, das die Zeit überdauert.
Und wir sollten uns nicht zu sicher sein, dass wir genügend wissen, um Dinge, die noch außerhalb unserer Vorstellungskraft liegen, einfach zu negieren.

Eine tolle Geschichte von dir, der Spannungsbogen blieb bis zum Schluss hoch. Chapeau, Louis und einen extra Applaus.
Coins sind wohl leider aufgebraucht.

Ich wünsche dir schöne Osterfeiertage
Liebe grüße
Enya
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
Liebe Enya,
wie schon so oft steht steht Dein exzellenter Kommentar wieder ganz
oben auf der Argenda der Lesermeinungen zu meinen Geschichten
und was will man als Autor mehr, als eine so fabelhafte Kritik von
seinen geneigten Lesern zu bekommen... ...smile*
Darüber freue ich mich natürlich am allermeisten und ich bedanke mich sehr ♥lich für das Lesen, den Favo, wie auch für diesen tollen abschließenden Kommentar von Dir und wenn man dann auch noch Applaus auf offener Szene erhält, dann könnte sogar ein versierter Bühnenkünstler absolut neidisch darüber werden... ...smile*

So wünsche auch ich Dir und Deiner Familie ein frohes Ostern...
LG
Louis :-)
Vor langer Zeit - Antworten
baesta Da hast Du wahrlich eine schöne Geschichte um diese Skulptur erfunden. Gut erzählt!
LG Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
Uliliac Am Anfang hoffte ich doch naiv auf die Fortsetzung meines viel zu kurzen Sommers in deinen Worten.....
und dann tausche ich plötzlich in merkwürdige Welten ab...
so viel Fantasie... eine irre Geschichte... ich muss sie nochmal lesen...!
LG Uli
Vor langer Zeit - Antworten
Feedre Lieber Louis ich bleibe bei meinem Kommentar...
geheimnisvoll und großartig geschrieben...
lieben Nachtgruß
Feedre
Vor langer Zeit - Antworten
schnief Ich sage nur noch großartig und bin total begeistert!
Liebe Grüße Manuela
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR 
Lieber Louis, das hast du dir ja äußerst raffiniert ausgedacht,
ich bin sehr angetan von deiner großartigen Geschichte!*****
LG fleur

Vor langer Zeit - Antworten
HarryAltona Aha, ein Alien, diese schöne schwarze Frau. Etwas anderes hätte wohl auch nicht gepasst. Und ich bin mir sicher, dass hier auf der Erde noch n paar von diesen Wesen rumtreiben. Nicht unbedingt im Lavendel, doch sicher im... mehr darf ich nicht verraten.
lg... harryaltona
Vor langer Zeit - Antworten
KaraList Nach dem Lesen der ersten beiden Seiten kam auch die Erinnerung wieder,
was es mit der dunkelhäutigen Schönen auf sich hat. Gerne habe ich auch diesen 3. Teil noch einmal gelesen ... und schicke Dir dafür ein paar galaktische Taler.
LG
Kara
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