Humor & Satire
Was ist nur los - Bittere Erkenntnis

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"Mit einem neu hinzugefügten Zitat von Anatole France"
Veröffentlicht am 20. Dezember 2016, 4 Seiten
Kategorie Humor & Satire
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Da sich bei Mystorys vieles verändert hat, ist es wohl an der Zeit, auch in meinem Outfit etwas zu verändern. Nun, was gibt es über mich zu sagen. Nein, ich bin kein Katzentier, das schreiben kann, nur mein Kater ist der Schönere von uns beiden und ein wenig eitel darf man doch noch sein, oder? Ich habe nicht den Ehrgeiz von allen verehrt und geliebt werden zu wollen, das klappt sowieso nie. Mir genügt es, wenn man mich nimmt so wie ich bin, ...
Mit einem neu hinzugefügten Zitat von Anatole France

Was ist nur los - Bittere Erkenntnis

Anatol France schrieb 1908 in seinem satirischen Roman "Die Insel der Pinguine":

"Über eine Gesellschaft, die sich technologisch immer weiter entwickelt, kulturell jedoch verkümmert, herscht eine Schicht von Plutokraten, deren einzige Ziel es ist, immer mehr Reichtümer anzuhäufen. Dieses Regime, das auf die stärksten Pfeiler der menschlichen Natur gebaut ist, auf Dünkel und Gier, ruft jedoch eine Revolte von terroristischen Aktivitäten hervor, denen es gelingt mit hochentwickelten Sprengstoffen Zerstörungen unvorstellbaren Ausmaßes anzurichten. Das Ergebnis ist, dass nicht nur die Zivilisation, sondern auch die Erinnerung an sie verschwindet."


Nur noch Scheiße in der Rübe, dazu animalisch Triebe! Wie läßt sich so was regieren, wenn Menschen den Verstand verlieren! Zu viele Krimis angeguckt, vielleicht Drogen noch geschluckt und von Actionspielen schnöden, lassen Hirne sich verblöden, bei Facebook sich polarisieren und kriegerisch manipulieren. Doch der, für den man die Hände macht dreckig, der sitzt im Trocknen und lacht sich scheckig.

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Hörbuch

Über den Autor

baesta
Da sich bei Mystorys vieles verändert hat, ist es wohl an der Zeit, auch in meinem Outfit etwas zu verändern. Nun, was gibt es über mich zu sagen. Nein, ich bin kein Katzentier, das schreiben kann, nur mein Kater ist der Schönere von uns beiden und ein wenig eitel darf man doch noch sein, oder? Ich habe nicht den Ehrgeiz von allen verehrt und geliebt werden zu wollen, das klappt sowieso nie. Mir genügt es, wenn man mich nimmt so wie ich bin, manchmal etwas bissig, manchmal ernsthaft, machmal übermütig, aber niemals bösartig.
Diesen Aphorismus kann ich nur ans Herz eines jeden Menschen legen: Sich selbst bekriegen - der schwerste Krieg.Sich selbst besiegen - der allerschönste Sieg! - Friedrich Freiherr von Logau
(1604 - 1655), deutscher Jurist, Satiriker, Epigramm- und Barockdichter, Pseudonym: Solomon von Golaw)

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Herbsttag Schon zu Sokrates Zeiten - denn von ihm stammt dieser Spruch - gab es Grund zu berechtigter Kritik. Einen Missstand erkennen ist das eine, ihn abstellen das andere und daran hapert es bei uns heute ganz bedenklich.
Herzliche Grüße Ira
Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
Vor langer Zeit - Antworten
baesta Du hast ja recht. Aber es muss sich in der Erziehung was ändern. Früher waren Lehrer Respektspersonen und sie brachten uns auch Moral und Ethik nahe. Heutzutage ist es so. Wenn dem Schüler was nicht passt, stehen gleich die Eltern mit einem Rechtsanwalt auf dem Plan und bedrohen den Lehrer.
Da Lehrer keineelwi Unterstützung vom Gesetztgeber erhalten, ist es nicht verwunderlich, wenn sie nur noch Dienst nach Vorschrift machen.
Danke Dir und
liebe Grüße
Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
"Was ist nur los - Bittere Erkenntnis..."
Nun, es ist eigentlich alles ganz einfach.
Es ist so simpel, dass die meisten von uns
es bedauerlicherweise glatt übersehen.
Wir bemerken seit geraumer Zeit schon
gesamtgesellschaftliche Veränderungen
in der Entwicklung der Menschheit.
(Etwa seit dem Ende des II.Weltkrieges)
Wir nehmen die Zeichen der Zeit zwar wahr,
ohne sie jedoch richtig einordnen zu können,
ohne sie zu interpretieren und ohne daraus
die Zusammenhänge erkennen zu können,
wie auch die richtigen Schlussfolgerungen
daraus zu ziehen.
Wir registrieren nur noch.
Wir reagieren kaum noch.
Ja, wir agieren sogar kaum noch...
Warum ist das so?
Um das zu verstehen, sollte man allerdings
des Lesens kundig sein und einmal
einen Blick ins Geschichtsbuch der Menschheit werfen.
Was die allermeisten Menschen dieser Welt
mit einem geradezu unbändigen Vergnügen auch täten,
wenn sie dabei eben nur nicht gerade lesen müssten...
Es ist natürlich sehr viel leichter
ein elektonisches Piktogramm per Smartphone
zu versenden, als sich zeitraubend durch einen Wust
von Buchstaben hindurchzuquälen
und anschießend womöglich
sogar noch verstanden zu haben,
was man da eigentlich gelesen hat...
Also hier nur einen ganz kurzen Abriß:
Aus der Historie wissen wir, dass es in der Evolution
definitiv keinen Stillstand gibt, was C. Darwin einst
schon einmal wissenschaftlich belegen konnte...
Die einzige Alternative zum Aussterben heißt Weiterentwicklung...
Wir wissen vom Untergang der Sklavenhalter-Gesellschaft,
Wir wissen vom Untergang des Feudalismus im Mittelalter
und wir erleben gerade den Beginn des Untergangs der kapitalistischen Gesellschaft...
Ich hoffe, das schockiert hier an dieser Stelle
jetzt niemanden wirklich.... lacht*
Kurzum, wir duchleben gerade jetzt, in diesem Augenblick
den Beginn des allgemeinen Auflösungsprozesses
der kapitalistischen Gesellschaftsordnung,
wie wir sie kennen.
Also dessen, was wir eigentlich immer für unabänderlich hielten,
darum können wir es auch nicht erkennen, weil uns die
nötige Phantasie dazu fehlt, uns vorzustellen,
was denn eigentlich danach kommen könnte...
Visonäre gibt es keine, nur Dummschwätzer, Populisten
und unfähige Politiker aller Coleur,
die lediglich eine gruslige Politik zusammenschustern,
um den bescheidenen Versuch zu unternehmen,
Retten, was zu Retten ist und verbissen
um den Erhalt dieser dem Untergang geweihten monopolkapitalistischen Gesllschaft
mit allen Mitteln entgegenzuwirken.
Ein aussichtsloses Unterfangen, wie die Gesichte gezeigt hat.
Die Slavenhalter haben sich wehement gegen ihre Abdankung
gewehrt. Selbst ein Spartacus konnte sie nicht bezwingen.
Aber der Gedanke der Freiheit war geboren und seither
nicht mehr aus den Köpfen der Menschen wegzudenken.
Die Feudalherren meinten ebenso ihre Macht
für alle Zeit zementiert zu haben.
Des Königs, was des Königs ist
und der König ist tot, lang lebe der König...
Abdankung stand stattdessen auf der Tagesordnung,
denn die gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Zeit
vermochten die Entwicklung zum Kapitalismus
natürlich nicht aufzuhalten.
Die Entwicklung der modernen Bourgeoesie
verlangte förmlich danach die Ketten des Feudalismus
zu sprengen und die Reformation tat ihr Übriges dazu.
Und seitdem die Bourgeoesie die Macht überall
auf der Welt erobert hat, regiert nur noch Geld die Welt.
Heute gibt es nur noch eine Handvoll multinationaler Monopolkapitalisten auf diesem Planeten
und die haben die Welt unter sich in
ihre jeweiligen Einflusssphären aufgeteilt.
Sie herrschen über die Menschheit,
indem sie bestimmen was, wann und in welcher Form
etwas getan werden muss,
um sich weiterhin ihrer Allmacht zu versichern.
Und dazu ist ihnen jedes Mittel recht.
Ich sage bewusst JEDES, sobald es ihre Existenz
und ihre Macht auch nur um ein Jahr,
einen Monat, oder auch nur um
einen einzigen weiteren Tag lang sicherstellt...
Ich stelle hier meine eigene Erkenntnis in den Raum:
JEDE AUSBEUTERGESELLSCHAFT
IN IHRER HÖCHSTEN EXISTENZPHASE
IST ABLÖSUNGSWÜRDIG...
Das kann jeder gerne für sich selbst an Hand
der geschichtlichen Entwicklung nachprüfen,
sofern er nicht überzeugt davon ist,
dass Lesen lediglich eine Glückssache sei...
LG
Louis :-)

Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR 
Lieber Louis,
danke für diese Erklärung von dir, der ich voll und ganz zustimme!
Diese Gesellschaftsordnung ist am Ende!
LG fleur
Vor langer Zeit - Antworten
baesta Ach liebe Liuos,
wie recht Du doch hast.
Vieles ist in der Erziehung der Menschheit versaubeutelt worden, der Egoismus in vielen Köpfen noch vorhanden, obwohl man weiß, dass wir alle in nur dem einen Boot sitzen. Statt dessen wird mit Waffengewalt irgendeiner schizophrenen Illussion nagejagt und man weiß nicht mal warum und wofür.
Danke Dir für diesen ausfühlichen Gedankengang zu meinen kurzen Worten.
LG Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
Annabel noch ist nicht Hopfen und Malz verloren. Ich habe mich im Zug mit einigen Schülern eines Gymnasiums unterhalten. Eine Zugfahrt wie im Fluge. Humorvoll, klug, höflich. Es geht also noch was. Da immer mehr besorgte Eltern ihre Kinder auf ein Gymnasium schicken, schließe ich, dass die Eltern die Zeichen der Zeit erkannt haben. Nachdenklich machende, gut gemachte Überlegungen liebe Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
baesta Ich glaube Dir, dass es auch positive Beispiele gibt. Das ist jedoch bei uns in D der Fall, aber ob man in den Ländern, wo immer noch die Waffen sprechen statt des Verstandes, so optimistisch sein darf, ist fraglich.
Danke Dir sehr für dieses positive Beispiel.
Liebe Grüße
Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR 
Ich kenne diesen Roman von Anatole France nicht, offenbar hat er aber den Kapitalismus in seinem Wesen schon sehr frühzeitig erkannt.
Mir gefallen Facebook & Co auch nicht, auch nicht, dass nahezu jeder im Internet sein Unwesen treiben kann. Dass viele junge Menschen heutzutage tatsächlich oder vermeintlich keine elterliche Erziehung bekommen haben, sollte ein Alarmzeichen sein, ist aber nicht per Gesetz zu regeln. Jedoch am Bildungswesen könnte schon viel geändert werden, da wirkt sich der Föderalismus m.E. negativ aus.

Liebe Grüße
fleur
Vor langer Zeit - Antworten
baesta Gelesen habe ich diesen Roman selbst auch noch nicht, werde es bei Gelegenheit aber nachholen. Zitiert hat das Urban Priol in seinem "TILT 2016" am Schluss und dieser Satz ging mir einfach nicht aus dem Kopf, weil er so treffend unsere heutige Zeit beschreibt.
Das im Bildungs- und Erziehungswesen einiges geändert werden müsste oder sollte, da gebe ich Dir recht. Doch wenn Kinder schon von Hause aus zu Respektlosigkeit erzogen werden, gabe es Erziehungskräfte sehr, sehr schwer.
Da ich Facebook immer als rein kommerzielles Geschäft angesehen habe, nur dazu da. um persönliche Vorleiben auszuspiunieren und damit viel Schindluder getrieben wird, habe ich nie einen Blick da hinein geworfen.
Danke Dir und
Liebe Grüße
Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
kullerchen Wenn wir diese Meuchler und ihre Taten von allen Seiten betrachten, dann sehe ich eine Art Zauberwürfel und jeder einzelne, kleine Farbwürfel steht für die Helfer und Helfershelfer. Wer verkauft der IS und all den Radikalen der Welt denn die Waffen? Oh, natürlich nicht direkt, über Mittler, an vielleicht die zunächst "richtige" Seite, doch wem fallen sie in die Hände bei einem Kampf? Ich weiß so wenig und doch sehe ich so viel und kann es einfach nicht verhindern. Bin ich nicht auch schuldig, wenn ich es meiner Regierung erlaube Waffen zu verkaufen? Es ist so dumm, so naiv und liebe Bärbel, dein letzter Gedanke ist der, der mich so festhält, eben weil wir irgendwo, irgendwie mit schuldig zu sein scheinen, und die, die Gelder einstreichen sitzen da, waschen sich die Hände in Unschuld, streichen über feiste Bäuche,lachen auch über uns, den Mob, heben die Hände, von wegen, es wäre nicht die Absicht.....Es geht nur um Geld und Macht.
Mein Jahr war furchtbar, privat hat der Tod oft an die Tür geklopft, Künstler und kluge Leute hat er mitgenommen. Wie ungerecht, aber so traurig das ist, sie hatten ihr Leben. Aber nun dürfen Irre fliegen, töten in ihrem Wahn, wie andere in vollem Bewußtsein Unschuldige schlachten. Merle hat auch diesen Blick entwickelt. In all dem Grauen sucht man nach Erklärung, doch es gibt keine, Nichts rechtfertigt das Radikale, das Töten von Unschuldigen.
Weißt du, ich trauere und wenn ich am Morgen aufstehe, dann wiederholt sich der Schrecken, jeden Morgen, er geht einfach nicht. Aber die Erde, sie dreht sich weiter, als wäre nichts geschehen.
Aufstehen und Krone richten, nachdem man stürzte? Die Krone, die ich als Individuum der Spezies Mensch zu tragen habe, ist mir jedenfalls eine schwere Last, aufgebürdet von den Meinen, die überheblich nehmen, was ihnen nicht gehört, Lebensräume von Tieren und Planzen zerstören, Leben nehmen, um sich das Eigene bequem und luxeriös zu machen. Paradoxerweise zerstört der Mensch seine eigene Welt. Dann, dieses Entsetzen, das von der IS und Co. durch ihre Taten gegen die eigene Spezies ausgelöst wird! Das, was wir uns gegenseitig antun, verdienen wir das vielleicht nicht auch?
Ich weiß, ich klinge verbittert. Das gehört wohl zum Trauern, meinen die Experten. Aber in mir steckt noch ein wenig von mir selbst. Ich hatte Freude an der Vorweihnachtszeit, bis....
Bärbel, ich finde es gut, dass du wütend und mit Verstand auf den Tisch packst, was du siehst. In dir ist nichts gewalttätiges, außer die Wut und solange du diese in Worte packst und sie damit abbauen kannst, ist das ein guter , menschlicher Zug. In Kombination mit deinem Verstand ist das eine gefährliche Waffe.
Meine Reaktion war, nach dem Entsetzen vom 19.Dezember hier in Berlin, ein Weihnachtsgedicht zu schreiben, in dem ich zeige, dass sich auch meine Welt weiter dreht. Oh, nicht, als wäre nichts geschehen, aber während du deine Wut im Griff hast, zeige ich, dass ich keine Angst habe, nicht die, die sie erwarten. So sollte es sein, das jeder sich wehrt, mit seinen eigenen Waffen, außer mit denen, die man zum Töten nutzt.
In Zeiten, wo Menschen so Grausames tun, sollten wir, die, die damit nicht einverstanden sind, unsere guten Seiten hervorkehren, zusammen rücken, uns wehren, uns gegenseitig stärken und stützen, auf menschliche Art und Weise, allein schon, um zu zeigen, dass es diese, unsere Art wert ist, zu leben.
All die Mächtigen dieser Welt verteidigen ihre Macht, ihren Reichtum mit Waffen, behaupten, es wäre legitim, glauben das sogar.
Auch wir hier haben besondere Waffen, gefährliche: DAS WORT und DEN VERSTAND, um es zu nutzen. Das dies gefürchtete Waffen sind hat sich in der Geschichte oft gezeigt. Mich hat so "ein Wort" hier und heute "geweckt"
Mein lieber Bär-bel, ich habe lange nicht geschrieben und die Erste, die mir hier begnet bist du, mit deinem messerscharfen Verstand und ich wollte nichts schreiben, aber das hier ist nur meine Reaktion auf deine Worte. Verzeih mir einerseits, dass ich hier tat. Andererseits, ich hätte es nirgendwo so schreiben können, saß entsetzt und gelähmt und traurig herum. Vor allem fand ich bis heute kein Wort, um mich auszudrücken. DANKE ist ein wenig zu wenig? , aber alles , was ich gerade sagen kann.
Ich wünsche dir und deinen Lieben, genau in dieser schweren Zeit, ein besinnliches und frohes Fest. Darum geht es, diese Werte zu schützen. Feiert dieses Fest, ob nun im Glauben an Christi Geburt, oder im Glauben an das Gute im Menschen, an Frieden und Gemeinschaft, an die Liebe und das Miteinander. Feiert, dass ihr euch habt. In diesem Sinne drücke ich dich von Herzen, Alles Liebe, Simone
Vor langer Zeit - Antworten
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