Kurzgeschichte
Die Rache der Märchentiere - Forumsbattle 37

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"Viel Spass beim Lesen"
Veröffentlicht am 21. Dezember 2014, 14 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt. Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will. Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in ...
Viel Spass beim Lesen

Die Rache der Märchentiere - Forumsbattle 37

Vorwort






Die folgende Geschichte entstand für das Forumsbattle 37


Thema: Tierische Märchengeschichten








Einzubauende Wörter


Hexerei Verstand Intrige Vorsatz Schal Pudel Hufe Leine Tolerieren Katzenjammer Fraß animalisch


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Die Rache der Märchentiere

Eines Tages wurde es dem Wolf zu bunt. So konnte das nicht weiter gehen. In den Märchen wurde er immer als der böse hingestellt, egal ob bei Rotkäppchen, oder bei den 7 Geißlein. Er wusste ja, dass die Menschen oft völlig unsinnige Vorurteile hatten, und nicht nur das, viele lebten auch noch so, als wären die Vorurteile die Wahrheit, nichts als die reine Wahrheit. Da gab es doch tatsächlich Menschen, die dachten, dass Menschen mit einer anderen Hautfarbe weniger wert seien, als man selbst. Da musste er schon ein wenig am Verstand der Menschen zweifeln, und wenn er erst

daran dachte was die Menschen seinen lieben Verwandten antaten. Egal ob der Mensch einen Collie, einen Dackel, einen Husky, oder einen Pudel sein eigen nannte, sie alle wurden immer wieder an einer Leine angebunden und konnten sich nicht mehr frei bewegen. Was für einen Fraß die Menschen ihren Haustieren vorsetzten, daran wollte er lieber nicht denken. Ob das Vorsatz von den Menschen war? Immerhin konnten sie so einigermaßen sicher sein, dass die Tiere sich nicht wehren würden, und das, obwohl sie doch eigentlich die Intelligenteren waren. Er musste irgendetwas unternehmen, denn sonst würde es sicher einen großen Katzenjammer unter all den Tieren geben. Denn mit jedem Tag der verstrich, an dem sie

sich nicht wehrten, nahmen die Menschen den Tieren noch den letzten Rest an Selbstbewusstsein. Sie wurden immer mehr zu animalischen Sklaven der Menschen, doch das wollte der Wolf auf keinen Fall zulassen.

Da hörte er um die Ecke Geräusche, erst leise, dann immer lauter, und bald schon stellte er fest, dass diese Geräusche von den Hufen eines Esels kamen.. Der Wolf überlegte erst, ob dieser Esel vielleicht ein gutes Abendessen für ihn wäre, doch er entschied sich dagegen, denn wenn er den Esel ohne Grund gefressen hätte, wäre er auch nicht besser gewesen wie die Menschen. Wobei, bei den Menschen war es

ja noch ein bisschen schlimmer. Diese züchteten und quälten jede Menge Tiere, jeden Tag, nur um sie dann später aufzuessen.

Der Wolf und der Esel unterhielten sich und schnell stellte sich heraus, dass der Esel ein ähnliches Problem wie der Wolf hatte. Er wurde in den Märchen zwar nicht als böse hingestellt, aber als dumm bezeichnet zu werden, war auch nicht besser. Der Esel war der Esel, der bei den Bremer Stadtmusikanten dabei war und jetzt hatte er sich entschlossen dort aufzuhören und mit dem Wolf gegen die Ungerechtigkeit in den Märchen zu kämpfen.


So eine ungerechte Behandlung konnten und wollten sie nicht länger tolerieren.

Erst überlegten sie sich, ob sie vielleicht in irgendeiner Weise sich eine Intrige gegenüber den Menschen überlegen sollten, doch sie entschieden sich dagegen. Ihrer Meinung nach würden die Menschen viel eher aufwachen, wenn sie in Zukunft in den Märchen sich einfach so verhielten wie sie es für richtig hielten, und nicht so wie es in den Märchen stand.

Da kam auch schon Rotkäppchen angelaufen und der Wolf wusste, eigentlich müsste er das kleine Mädchen jetzt ausfragen und dann nachher ihre Großmutter und dann sie fressen. Der Wolf hatte dazu aber überhaupt

keine Lust. Er ging zum Rotkäppchen und sagte:

„Oh Rotkäppchen, schön Dich zu sehen, Du hast aber ein schönes rotes Käppchen und einen schönen roten Schal an. Wo gehst Du denn hin?“

Das Rotkäppchen antwortete: „Ich geh zu meiner Großmutter und bringe ihr Kuchen und Wein“

Der Wolf fragte das Rotkäppchen, ob er den mitkommen dürfe und ob er vielleicht sogar seinen Freund, den Esel auch noch mitnehmen dürfe.

Das Rotkäppchen hatte nichts dagegen und so machten sie sich zu dritt auf den Weg zu der Großmutter von Rotkäppchen.

Als sie dort angekommen waren staunte die Großmutter, denn eigentlich war sie es gewohnt gefressen zu werden, wenn das Märchen vom Rotkäppchen in der Menschenwelt irgendjemandem vorgelesen wurde, doch heute war es anders. Der Wolf war sehr freundlich zur Großmutter und auch der Esel fühlte sich sehr wohl. Sie spielten zusammen ein paar lustige Spiele, tranken den Wein, den das Rotkäppchen mitgebracht hatte und aßen Kuchen.

Als sie fertig gegessen hatten, verabschiedeten sich der Esel und der Wolf und verschwanden im Wald. Denn sie hatten erreicht was sie wollten, auch wenn das die Menschen in der Menschenwelt noch nicht wussten. Es sollte aber nicht mehr sehr lange dauern bis die Menschen es merkten. Schon bald las in der Menschenwelt wieder eine Oma ihrer Enkelin Märchen vor. Viele der Märchen waren wie immer. Doch als die Oma das Märchen von Rotkäppchen vorlas, staunte sie nicht schlecht. Sie war sich sicher, dass das letzte Mal als sie das Buch vorgelesen hatte, noch im Buch gestanden war, dass der Wolf die Oma gefressen hatte .Jetzt saßen sie friedlich zusammen, spielten,

aßen und tranken? Wie konnte das nur sein? Es gab nur eine Erklärung: Das musste Hexerei sein.

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Hörbuch

Über den Autor

JeanneDarc
Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt.
Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will.
Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in meine Bücher mit rein.

Ich bin mittlerweile in einigen Anthologien vertreten, daher zieht es mich auch nicht runter, wenn jemand meine Geschichten mal nicht mag. Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Und wenn sie niemandem gefallen würden, hätten es nicht einige Geschichten von mir in Bücher hinein geschafft


Ausser Bücher schreiben spiele ich Keyboard, und habe so einiges an Handpuppen.
auch auf meinem Profilbild ist normalerweise eines zu sehen.


und zum schluss noch was mich inspiriert : Eigentlich das Leben und was in diesem so passiert,
das kann manchmal ein Lied sein oder ein Erlebnis, oder auch ganz was anderes...
Beim Schreiben mag ich gerne Country Music (Classic Country) während ich sonst mehr Liedermacherinnen höre wie z.b. mein muskalisches Idol Juliane Werding.
Ich bin gerade sehr stolz darüber dass ich im Keyboardunterricht nach gerade mal 1 Jahr mich nun erstmals an einem Lied von meinem Idol versuchen darf.
Was die schriftstellerischen Erfolge angeht - nunja - der eine oder andre Wettbewerb wurde mitgemacht und das beste was ich erringen konnte war ein 2.Platz (nicht hier auf mystorys) schaun wir mal wie sich mein Leben weiter entwickelt, obwohl, es ist eigentlich nicht ganz, aber fast, egal, denn das Leben schreibt die besten Bücher, ich schmücke sie nur aus und schreibe sie dann auf
Meine Vitag im Net Verlag: http://www.net-verlag.de/weinsanto-susanne.html

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KatharinaK Gern gelesen. Schöne Geschichte. Liebe Grüße, Katharina
Vor langer Zeit - Antworten
Scheherazade Vielen Dank für deinen schönen und einfallsreichen Beitrag!

LG
Schehera
Vor langer Zeit - Antworten
Andyhank Schöne Geschichte, meine Liebe. Interessant wäre noch gewesen zu erfahren, wie es zu dieser Verwandlung der Märchen in den Büchern gekommen ist. :)
Vor langer Zeit - Antworten
welpenweste Ein netter Ansatz, ein moralischer Zeigefinger und ein schöner Schluss. Passt!
Günter
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR 
Deine Märchengeschichte gefällt auch mir sehr gut. Habe sie sehr gern gelesen!
Liebe Grüße
fleur
Vor langer Zeit - Antworten
pepe50 Auf sehr liebenswerte Weise hast Du den Protest von Wolf und Esel etc. ins rechte Licht gerückt, Susanne. Ein mehrmaliges, unbewusstes Kopfnicken, hat das bestätigt.
Der Einstieg und Ansatz zu diesem Thema ist außergewöhnlich und sehr ansprechend. Es hat mir Spaß gemacht, es zu lesen und gönne dir, dass es von der Jury entsprechend gewürdigt wird. - LG Alfred
Vor langer Zeit - Antworten
JeanneDarc Danke fürs Lob. Schaun wir mal was daraus wird
Vor langer Zeit - Antworten
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