Gedichte
Rauer Geselle

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"Rauer Geselle"
Veröffentlicht am 06. November 2013, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich schreibe phasenweise im Leben.. Zwischen den Welten und zwischen den Zeiten, Lyrik nahe der Grenze...Manchmal fange ich einfach nur mit einem Augen-Blick einen Gegenstand oder mit einem Ohr einen Wortfetzen ein.....manchmal sind es Impulse meiner eigenen Lebenssituation,.die mich listig umzingeln oder liebevoll umarmen ... manchmal lösen diese Impressionen Assoziationen aus, mit denen ich die Bilder in meinen Gedichten male.., Trennung, ...
Rauer Geselle

Rauer Geselle

Herbst - Rauer Geselle




Hinterlistig hüllt er sich in warmes Sonnenlachen ein
wälzt sich wollüstig in Erdfarben wie von der Malerpalette
tarnt sich mit gaukelnden goldenen Lichtern und zeigt sich
als warmherzige Metamorphose des Sommers 
Mit einem Grinsen entlockt er poetische Lobeshymnen 
über sich und seine erntereichen Fruchtgeschenke
baut vermeintliche Brücken zwischen klirrender Hitze
und luftig umhüllende orangefarbene Seidentücher








Er brüstet stolzgeschwollen mit seiner Anbetung
verspricht Sicherheit mit mild harmonischen Lächeln
um seine wahre Gestalt wahrlich über Nacht zu zeigen
Er ist keine Versöhnung mit dem Sommertod
sondern schleift mit unerbittlichen Händen ins graue Nass
bewirft mit eisigem Regen und aufgeblähtem Windgeheule 
lässt unschuldige Schirme empört aufbäumen und 
Mützen verängstigt an frierende Ohren schmiegen










Er ist herber Geselle der eisigen Zeiten. Einer:
der erbarmungslos dem Tag die fröhliche Leichtigkeit raubt
ihn in der Mitte verdunkelt und direkt hinter den Ofen jagt
Der das Glockenlachen fruchtperlend rot-grüner Erdbeerträume 
mit schweren Zimtmandarinspekulatisküssen vertauscht
Herbst: Mach mir nichts vor. Du bist keine blau-verträumte Melancholie 
Du hast mit unfairen Mittel gekämpft, Dich mit den Zeiten verbündet
Du bist nasskaltdunkler Sieger übers heitere Sommerleben

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Hörbuch

Über den Autor

Zwischenzeit
Ich schreibe phasenweise im Leben.. Zwischen den Welten und zwischen den Zeiten, Lyrik nahe der Grenze...Manchmal fange ich einfach nur mit einem Augen-Blick einen Gegenstand oder mit einem Ohr einen Wortfetzen ein.....manchmal sind es Impulse meiner eigenen Lebenssituation,.die mich listig umzingeln oder liebevoll umarmen ... manchmal lösen diese Impressionen Assoziationen aus, mit denen ich die Bilder in meinen Gedichten male.., Trennung, Herzeingänge, Ecken und Kanten, sich tümmelnde Grasnester ... Teilweise verstörend und entfremdet geschrieben... manchmal liebevoll mit meinem guten Licht.....Gefühle in den Zwischenzeiten.. um Wendekreis der Zeit... dem Enden und dem Anfang von Zeiten meines Lebens....

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Constantin Dem hast Du es aber gegeben, dem Herbst! Sehr erfrischen geschrieben, Kompliment!
Lieben Gruß Constantin
Vor langer Zeit - Antworten
KaraList Den Herbst einmal nicht romantisch verklärt beschrieben.
Schöne Wortwahl, erinnert an eine Ballade. Das gefällt mir! :-)
LG
Kara
Vor langer Zeit - Antworten
Amarillo Dunkle und nasse Worte für die schönste Jahreszeit. Trotzde, dein Text gefällt mir sehr gut.
Lieber Gruss, Feli
Vor langer Zeit - Antworten
Hofdichter 
Ich finde es toll wie du ihn ins ernste Licht rückst :-) und ihn Unversöhnlichkeit überstreifst :-)))

LG Ephraim
Vor langer Zeit - Antworten
GerLINDE 
Sehr schöne Zeile für den Herbst hast Du geschrieben.
Bin heute beim Sparziergang immer wieder von "Altweibersommer" eingefangen worden.
Die Sonne lacht, die Blätter leuchten, die "Fäden" fliegen....
Lieben Gruß
Gerlinde
Vor langer Zeit - Antworten
KarinB Sehr gut geschrieben.............und ja er löst unweigerlich den Sommer ab...........aber ich bleib trotzdem dabei dass der Herbst auch schöne Tage kennt.........gerade im September da hab ich einmalig schöne Wanderferien erlebt.........da draussen in der Natur unter einem Himmel der klarer nicht sein könnte...........das hat auch was.

LG Karin
Vor langer Zeit - Antworten
DoroGlueck Mal ein ganz anderes Herbstgedicht- es wundert micheinmal weniger, da Du es schriebst- und dennoch bewundere ich einmal mehr, Deinen Schreibstil. Er ist ungewöhnlich und so gut, dass Du unbedingt gedruckt gehörst! L. G. D.
Vor langer Zeit - Antworten
Ephraim Du solltest die 4 Jahreszeiten schreiben , diese hast du sehr schön beschrieben , meine Hochachtung!

LG Ephraim
Vor langer Zeit - Antworten
Zwischenzeit Im Frühling werden ich ganz begiestere hellgrüne Worte des Glückes hauchen Ephraim.. ich warte schon begierig.. und den Winter.. den lasse ich aus... den uncharmanten Eisklotz.. Danke Dir mein Lieber.. LG Sabine
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RSchulz Ich hatte meine helle Freude. Danke
Vor langer Zeit - Antworten
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