Romane & Erzählungen
Der Turm

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"Der Turm"
Veröffentlicht am 09. Oktober 2013, 12 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
© Umschlag Bildmaterial: MasterLu - Fotolia.com
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Der Turm

Der Turm

Einleitung

Das erste Kapitel meines Romans. "Der Turm" ist nur der vorläufige Titel, da das Buch noch nicht fertig ist.

1

Die meisten Menschen finden den Wald unheimlich. Wegen der Dunkelheit und der Stille wahrscheinlich,
oder weil sie denken es würde spuken. Will hielt das für Unsinn. Er mochte das
Rauschen der Bäume, das klang als würden sie sich miteinander unterhalten. Er mochte es, die Eichhörnchen zu beobachten, wie sie von Baum zu Baum huschten und immer wieder inne hielten um zu lauschen.                                                                                                        Doch daran war heute nicht zu denken. Mit klopfendem Herzen und

angehaltenem Atem
schlich sich Will zwischen den ausladenden Buchen hindurch und achtete darauf
nicht auf trockene Zweige zu treten und kein Geräusch zu machen. Er duckte sich
hinter jeden Busch und suchte mit den Augen die Umgebung ab, bevor er  zum nächsten Baum huschte. Zwischendurch,
wenn er sich sicherer fühlte rannte er ein Stück, weil er wusste, dass er
keinen besonders großen Vorsprung hatte. Mittlerweile konnte er vor Erschöpfung
kaum noch klar denken, doch seine Verfolger ließen ihm keine Zeit um Atem zu

schöpfen.
Vielleicht kam der Schwindel aber auch am Blutverlust, den der Pfeil
verursachte, der ihm im rechten Arm steckte. Den Schmerz spürte er nicht, dafür schoss ihm zu viel Adrenalin durch die Adern, aber mit dem Federschaft des
Pfeils verhedderte er sich zu oft in den herabhängenden Zweigen. Gerade als er stehenblieb, weil sich alles um ihn herum drehte, ließ ihn ein Knacken und ein lauter Ruf
zusammenzucken. Er schaffte es gerade noch hinter einen wilden Brombeerstrauch
zu springen, da brachen drei schwerbewaffnete Soldaten in Rüstung

aus dem
dichten Gestrüpp hervor, blieben stehen und rangen keuchend nach Atem. Einer
der drei, der größte, stützte sich auf sein gezogenes Schwert, die andern
ließen sich zu Boden fallen und wischten sich den Schweiß von der Stirn. „Der
kleine Bastard ist uns entwischt“, fluchte der Große und streckte unter lautem
Stöhnen den Rücken durch. „Für solche Verfolgungsjagden werd‘ ich langsam zu
alt!“                                                                             
„Ach was soll‘s“, meinte der zweite, ein junger Mann mit schwarzem Haar, das ihm in die
Stirn fiel. Er richtete sich auf, fuhr sich

mit der Rechten über eine hellrot
leuchtende Narbe auf der linken Wange und schlenderte zum Brombeergebüsch. „Hier
im Wald macht er’s eh nicht lang und zurück kann er ja wohl kaum! Außerdem hat
mein Pfeil ihn erwischt, hab ihn schreien hörn.“ Er lachte laut, doch seine
beiden Kameraden schauten ihn nur finster an. „Das hat doch keinen Sinn! Lasst
uns verschwinden, der ist doch schon über alle Berge“, meinte der Große, allem
Anschein nach der Anführer der drei. Der Schwarzhaarige stopfte sich noch

eine
Handvoll Beeren in den Mund, sodass der Saft ihm das Kinn herunterlief, dann
folgte er den andern beiden, die sich mit ihren Schwertern den Weg durch die
Sträucher bahnten. „Wir sagen einfach, dass keiner überlebt hat“, grölte der
dritte und schlug dem Dunkelhaarigen auf die Schulter. „Schnauze!“, brüllte der
Anführer, dann trat Stille ein.

Will lag mit zugekniffenen Augen hinter den Brombeeren und versuchte krampfhaft sein Keuchen zu
unterdrücken. Mit auf den Mund gepresster Faust, richtete er sich langsam

auf,
ließ sich aber stöhnend wieder zu Boden sinken, als er den rechten Arm
belastete. Nachdem Will bis drei gezählt hatte und sein Atem sich einigermaßen
beruhigt hatte, kam er wieder auf die Füße und spähte durch das Gebüsch.
Niemand war mehr zu sehen, doch sicherheitshalber wartete er noch einen Moment,
bevor er sich traute aus seinem Versteck herauszukommen.                                                                            
Den Pfeil brach er am Schaft ab, damit er sich besser bewegen konnte.
Inzwischen brannte die Wunde wie Feuer und Will verzog schmerzhaft das

Gesicht.
Wie sollte er die Pfeilspitze jemals herausbekommen? Der Arm würde steif werden
oder noch schlimmer, er würde Wundbrand bekommen und sterben. Will bog mit der
unverletzten Linken die Brombeeräste auseinander ohne die Dornen zu bemerken,
die ihm in die Hand stachen. Gerade wollte er hindurch schlüpfen, da traf ihn
ein wuchtiger Schlag am Hinterkopf und die Welt wurde schwarz.   

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swiftie

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Misspelled Der Anfang klingt nicht schlecht. Mal sehen wie es weiter geht. Lg Miss
Vor langer Zeit - Antworten
swiftie Vielen Dank, die nächsten zwei Kapitel sind zwar schon veröffentlicht, werden aber gerade nochmal komplett überarbeitet ;)
Vor langer Zeit - Antworten
Buhuuuh Klingt gut und ist gut geschrieben.

Hier ist noch ein Fehler im Text den ich las:

Vielleicht kam der Schwindel aber auch am Blutverlust ...

Da gehört ein vom statt dem am rein vermute ich. ;-)

Simon
Vor langer Zeit - Antworten
swiftie Danke für den Tipp hab ich gar nicht gemerkt ;) Freut mich, dass es dir gefällt!
Vor langer Zeit - Antworten
schnief Interessant geschrieben und schreit nach mehr, aber dein Layout (Darstellung der Seiten) solltest du noch mal überarbeiten, es sieht so aus als hättest du es nur eingefügt (aus Word)
LG
Manuela
Vor langer Zeit - Antworten
swiftie Danke für den Kommentar;) ja du hast recht, die Wörter sind total verschoben, aber als ichs eingefügt habe war alles an der richtigen Stelle... ich versuchs aber nochmal!
Vor langer Zeit - Antworten
zuckerschlampe Toll. Gefällt mir sehr gut. Schreib bitte unbedingt weiter. Zu gerne würde ich erfahren, wer ihm auf den Hinterkopf geschlagen hat.

Hochachtungsvoll die Zuckerschlampe
Vor langer Zeit - Antworten
swiftie Danke für den lieben Kommentar;) Teil 2 und 3 sind auch schon veröffentlicht!
Vor langer Zeit - Antworten
swiftie Re: -
Zitat: (Original von Zeitenwind am 10.10.2013 - 13:04 Uhr) Sehr interessant geschrieben. Würde mich auch über eine Fortsetzung freuen.

Gruß vom Trollbär


Das freut mich ;)
Vor langer Zeit - Antworten
swiftie Re: Klingt gut.. -
Zitat: (Original von Ajumi2 am 09.10.2013 - 21:50 Uhr) ..und spannend und ich wills weiterlesen!
Bitte bitte bitte schreib weiter :)

lG
Vivi


Dankeschön :) Ja ich bin dabei und lade so schnell wie möglich den nächsten teil hoch!
Vor langer Zeit - Antworten
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