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Spiegel, was sagst du

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"Spiegel, was sagst du"
Veröffentlicht am 08. Juli 2013, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
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Spiegel, was sagst du

Spiegel, was sagst du

 

Spiegel, was sagst du?
Eine Hülle? Ein Körper? Ein Gesicht?
Spiegel, was sagst du?
Ein Wesen? Ein Mensch? Eine Welt?
Spiegel, was bist du?
Ein Traum? Das Gesicht oder Abbild?
Spiegel, was bist du?



Also blick ich in das fremdartige Glas.
Mehr als Ebenbild, weniger als Wahrheit.
Tiefschwarze Augen erzählen jeden Tag.
Sehe ich da Hoffnung oder doch nur Leid?
Tiefschwarze Augen, sie erzählen mich
Wie ein Buch, legen sie mich offen dar.
Ich lesen den Inhalt, doch begreif ihn nicht.
Mein Leben stets im Wandel, gleichzeitig starr.



Spiegel, was sagst du?
Eine Hülle? Ein Körper? Ein Gesicht?
Spiegel, was sagst du?
Ein Wesen? Ein Mensch? Eine Welt?
Spiegel, was bist du?
Ein Traum? Das Gesicht oder Abbild?
Spiegel, was bist du?



Ein Augenblick Strahlen, im Nächsten Schatten.
Spiegel, wessen Lichtspiel ist es? Dein? Mein?
So raten wir: Wohin führt der Lauf der Karten?
Wann wird die letzte gelegt? Wann ist es vorbei?
Spielen sie für oder gegen uns, mein Freund?
Ich sterbe, du ermattest. Was bleibt bestehen?
Was hab ich vollbracht? Was entsteht neu?
Doch diese Suche wird wohl nie vergehen.



Spiegel, was sagst du?

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Tintoletto Die Hoffnung ist noch nicht verloren ... - wenn man sich noch im Spiegel betrachten kann;)
L.G. Tinto
Vor langer Zeit - Antworten
Zeitenwind Begegnungen im Spiegelbild - Das ist gut gemacht. Sich über sich selbst Gedanken machen und sich den Spiegel vorhalten. Erst dann fängt man an, den Menschen im Spiegel kennenzulernen. Meistens erschreckt man dann, wenn man erkennt, wer man ist.

Gruß vom Trollbär
Vor langer Zeit - Antworten
kullerchen Es ist nicht unser Spiegelbild, - dass uns die Frage nach uns selbst beantwortet. Wir finden auch nicht den Sinn unseres eigenen Lebens darin. Er spiegelt dein Äußeres wieder, vielleicht noch ein Bild von dem, wie du gerade drauf bist.

Ein Lächeln schenkt er dir zurück und
damit ein winziges Gefühl von Glück.
Doch bist du einsam, traurig und allein,
wird dieses Bild dir keine Gesellschaft sein.

Der Weg, das Ziel, das Glück ein Sinn,
sich zu finden und in sich zu ruhen
ist wohl ein wahrer Gewinn!

Nun deine Zeilen machen ein wenig nachdenklich und auch etwas traurig. Andererseits bist du auf der Suche. Das ist der richtige Weg. Du findest dich nicht in deinem Abbild, sondern vielleiht hinter der nächsten Tür. Vielleicht ist da etwas, was dich vervollständigt?

Du hast diese Stimmung gut eingefangen und am Ende glaube ich etwas, wie ein Stück Hoffnung zu sehen, denn du machst weiter, gehst Schritt um Schritt mit einem Ziel...................

Gut geschrieben! Auf Wiederlesen? Kullerchen!
Vor langer Zeit - Antworten
KatharinaK Sehr traurig ... - ... das Bild. Aber nachvollziehbar - und schön.

Katharina
Vor langer Zeit - Antworten
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