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Ich habe es mit der Fürsorge übertrieben - ich selbst bin dabei auf der Strecke geblieben

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"Ich habe es mit der Fürsorge übertrieben - ich selbst bin dabei auf der Strecke geblieben"
Veröffentlicht am 12. Juni 2013, 2 Seiten
Kategorie Gedichte
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Über den Autor:

Es fällt mir nicht leicht, etwas über mich zu schreiben. Also ganz kurz: 52 Jahre alt,glücklich geschieden, Mutter von drei Superkindern, Psychologisch-technische Assistentin - fühle mich viel jünger als ich bin. Noch Fragen, dann fragt ruhig, ich stehe jederzeit Rede und Antwort.
Ich habe es mit der Fürsorge übertrieben - ich selbst bin dabei auf der Strecke geblieben

Ich habe es mit der Fürsorge übertrieben - ich selbst bin dabei auf der Strecke geblieben

Ich habe es mit der Fürsorge übertrieben.
Ich selbst bin dabei auf der Strecke geblieben.

Ich habe an das Wohlergehen der Familie gedacht.
Ich habe mir nie Sorgen über mich selber gemacht.
Ich funktionierte wie programmiert.
Wichtig war, dass meiner Familie nichts passiert.
Ich habe alles für die Familie gemacht.
Ich agierte von früh morgens bis spät in die Nacht.
Ich habe viel zu wenig an mich gedacht.

Ich habe es mit der Fürsorge übertrieben.
Ich selbst bin dabei auf der Strecke geblieben.

Jetzt fühle ich mich verlassen und leer.
Die Familie um mich herum gibt es nicht mehr.
Die Kinder sind nach und nach aus dem Haus gegangen.
Mein Mann hat mich nicht aufgefangen.
Ich bin alt, sitze in meiner Wohnung allein.
Ich habe das Gefühl, nicht mehr nützlich zu sein.
Ich habe das Bedürfnis, nach Liebe zu schreien.

Ich habe es mit der Fürsorge übertrieben.
Ich selbst bin dabei auf der Strecke geblieben.

Chrissy55

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Über den Autor

Chrissy55
Es fällt mir nicht leicht, etwas über mich zu schreiben. Also ganz kurz: 52 Jahre alt,glücklich geschieden, Mutter von drei Superkindern, Psychologisch-technische Assistentin - fühle mich viel jünger als ich bin. Noch Fragen, dann fragt ruhig, ich stehe jederzeit Rede und Antwort.

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Gaenseblume Re: Re: -
Zitat: (Original von Chrissy55 am 12.06.2013 - 22:12 Uhr)
Zitat: (Original von Gaenseblume am 12.06.2013 - 22:00 Uhr) Man sollte wirklich auch mal an sich selbst denken. LG Marina Gaenseblume

Hey jeder ist sich selbst der Nächste. Fang jeden Tag neu an. Freunde sind besser als Familie. Diese Erfahrung habe ich gemacht. L G Marina
Danke, Marina, das sollte man. Frage ist, ob man ees neben der Familie auch so leisten kann. Irgendwann steht man da ohne die Familie, verlassen, allein. Dann bleibt das Gefühl, einfach nur einsam zu sein. LG Chrissy

Vor langer Zeit - Antworten
Mitmensch Es gibt immer noch den Augenblick - Dieser Augenblick ist immer alles was es gibt. Genau jetzt in diesem Augenblick kann ich dankbar sein dafür, dass ich fähig bin das, was Du mit-teilen wolltest, zu lesen. Ich danke Dir für alles, was Du dem Leben gegeben hast. Indem ich Dir danke, danke ich auch mir, denn jede Mutter findet sich in Deinen Worten wieder.
Grüße von
Johanna
Vor langer Zeit - Antworten
KarinB Es ist so wichtig...... - dass man sich selber nicht vergisst. Für Andere da sein ja, aber so dass man sich nicht total verausgabt oder sich gar ausnutzen lässt.

LG Karin
Vor langer Zeit - Antworten
Zentaur Hallo Chrissy,
das Gefühl kenne ich nur zu gut und kann dich daher sehr gut verstehen.

aber wir sind stark !

lg Helga
Vor langer Zeit - Antworten
Chrissy55 Re: -
Zitat: (Original von Gaenseblume am 12.06.2013 - 22:00 Uhr) Man sollte wirklich auch mal an sich selbst denken. LG Marina Gaenseblume


Danke, Marina, das sollte man. Frage ist, ob man ees neben der Familie auch so leisten kann. Irgendwann steht man da ohne die Familie, verlassen, allein. Dann bleibt das Gefühl, einfach nur einsam zu sein. LG Chrissy
Vor langer Zeit - Antworten
Chrissy55 Re: Das schreckliche Schicksal einer Hausfrau und Mutter?! -
Zitat: (Original von Tintoletto am 12.06.2013 - 21:55 Uhr) Dieser Status wird leider viel zu wenig gewürdigt! Ich fand Deine Worte sehr zutreffend! L.G. Tinto


Dankeschön,
es freut mich sehr, dass es dir gefällt. Leider glaube ich, dass es auch heute vielen Müttern so geht. Wenn sie es erkennen, dann ist es manchmal zu spät, dann sind sie einfach nur verlassen, allein. Ich wüschte, alle Menschen könnten glücklich sein. LG Chrissy
Vor langer Zeit - Antworten
Gaenseblume Man sollte wirklich auch mal an sich selbst denken. LG Marina Gaenseblume
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Tintoletto Das schreckliche Schicksal einer Hausfrau und Mutter?! - Dieser Status wird leider viel zu wenig gewürdigt! Ich fand Deine Worte sehr zutreffend! L.G. Tinto
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