Beschreibung
Ich habe mir gedacht, dass ich heute eine Nacht der tierischen Gedichte mache, es kommen also noch mehr, auch wenn sie nicht in der Reihenfolge erscheinen werden, weil ich heute mehr schreibe, als erlaubt.
Vor ein paar Jahren irgendwann,
schaffte sich unser Nachbar junge Enten an.
Nur leider war nicht gut dabei:
Der Hund war jung und der lief frei,
so dass er sich zwei Entlein holte,
unwissend, dass er das nicht sollte.
Als Lösung trat Klaus an uns heran,
fragte, ob er die Enten zu uns bringen kann,
denn bei uns war alles hoch eingezäunt,
so dass bestimmt kein Entenfeind
noch einmal sich bedienen würde.
Für uns gab es da keine Hürde.
So wuchs der Rest der Entenschar
sehr rasch heran in diesem Jahr.
Als sie halb ausgewachsen waren,
noch viel zu jung, um sich zu paaren,
wollt er sie gerne wiederhaben,
obwohl wir ihnen Futter gaben.
„Du kannst bei uns die Enten lassen,
hier wird kein Raubwild sie je fassen, “
das waren unsere Worte nun,
doch er wollt sie zurück jetzt schon.
So kam er an mit dem Karton,
machte sich mit der Entenschar davon.
Gleich in der ersten Nacht bei seinem Haus,
raubte ein Fuchs den Stall dort aus.
Ein Festmahl, für ihn angerichtet,
klar, dass da kein Fuchs verzichtet.
Bis hin zum letzten Entenkind
in dieser Nacht alle verschwunden sind.
Das eine oder andere ja,
sah man noch liegen hier und da.
Ach, wären sie bei uns beblieben,
dann wären länger sie am Leben.
So hat der Fuchs wild zu geschlagen,
füllte nicht nur seinen Magen,
sorgte auch für Frau und Kind.
Weil Füchse schlaue Kerle sind,
hat er in Sicherheit gebracht,
das was er konnte diese Nacht.
Ich kann dem Fuchs das nicht verdenken.
Er ließ ein gutes Mahl sich schenken,
doch um die Entchen tat es mir Leid.
So wird man klüger mit der Zeit.