Kurzgeschichte
Autobiografisches

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"Autobiografisches"
Veröffentlicht am 04. November 2012, 2 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Autobiografisches

Autobiografisches

Liegend schreibe ich in meinem Bett. Mein Laptop ist aus. Ich vermochte noch garnicht weitere Folgen des Klimawandels zu bedenken. Dem Geräusch des Heizkörpers lauschend gedenke ich nun meiner im Vorjahr verstorbenen Großmutter.

Eine dieser wenigen Persönlichkeiten die durch nichts zu erschüttern sind war sie gewesen. Meine Mutter verfiel in Tiefe Trauer. Und meine gottverdammt kalte Seele lies bis heute, 11 Monate und 2 Tage nach ihrem Ableben, kein wirkliches Trauern zu.

Erstarren der Gefühle: das ist, wie mein Geist mich zur vollkommenen Kaltblütigkeit bringen will. Stattgegeben wird dem nicht, anfechten werde ich es, das Denken. Und nun leben, leben will ich nun. All Schlechtes vergessen und doch ständig in Melancholie schwelgen.


Ich lebe.


-ENDE

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DerGaard

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DerGaard Danke! - Das war mein erster hier veröffentlichter Text, und ich rechnete wirklich nicht mit irgendwelchen Kommentaren oder sonstigen Reaktionen (auch deshalb weil dieser so kurz und eigentlich unspektakulär ist). Danke! Und auch Danke für die Ratschläge, die ihr mir hier gegeben hab!

@Kullerchen Ja, ich denke das dies auf alle Fälle auch eine Art von Trauer ist, nur fühlte ich mich mit dieser noch nie zuvor konfrontiert. Viel Kraft für den weiteren Weg der Trauer, das ist was ich dir wünsche.

@Feedre Ich versuchs mit Schreiben. Mit dem Malen hab ich so gut wie keine Erfahrung. Aber ich werde es sicher versuchen, hab ich mir schon länger mal vorgenommen gehabt. Danke!

@Zeitenwind Danke für deinen Kommentar, ich fürchte, ich werde bis zum Ende der Trauerphase auch noch ein wenig Zeit brauchen.


Vor langer Zeit - Antworten
Feedre auf jeden Fall - kannst du mit schreiben sehr viel verarbeiten....oder versuche es mit malen....LgF
Vor langer Zeit - Antworten
kullerchen Ich war starr in meiner Trauer, - musste stark bleiben um meine Mutter zu stützen, deren Mom uns gerade verlassen hatte.

Ich weine nun immer noch um diese fantastische Frau, die niemals ein böses Wort sagte und uns alle liebte, insbesondere aber mich, die Erstgeborene ihrer Erstgeborenen Tochter, die erste von 12 Kindern(von den Mädchen)

Ich trauere seitdem! Das ist nun über 10 Jahre her und ich kann sie immer noch nicht loslassen.

Der krasse Gegensatz, nicht wahr und doch denke ich, es ist vielleicht deine Art der Trauer?!

Wenn du lebst, dann fühlst du, wenn du fühlst, dann lebst du. Wie und was, das steht auf einem anderen Blatt!

Steh auf, tu was, tu dir was, was Gutes, vielleicht?!

Schreiben gehört auch dazu! Schreib und lies!

Auf Wiederlesen! Kullerchen!
Vor langer Zeit - Antworten
Zeitenwind Leben - Es wird noch eine Weile dauern, bis man den Verlust akzeptieren kann. Bis dahin hilft das Schreiben ein wenig. Ich brauchte mehr als zwei Jahre um wieder nach vorne sehen zu können.

Gruß vom Trollbär
Vor langer Zeit - Antworten
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