Ich hör noch eure Schritte im Flur erklingen,
ich hör noch eure hellen Kinderstimmen singen.
Ich sehe noch das Spielzeug im ganzen Haus herumliegen,
sehe euch mit ausgestreckten Armen durch den Garten fliegen.
Ich fühle noch den feuchten Kuss, den mir mein Baby gab.
Ich fühle noch den Schmerz, den ich bei den Geburten gehabt hab.
Ich schmecke noch den Kaffee, den ihr mir ans Bett gebracht.
Ich schmecke noch die Brötchen, die ihr selbst gemacht.
Ich denke noch so oft an jede kleine Kleinigkeit.
Auch wenn ihr von mir geht, die Erinnerung, sie bleibt.
Aber plötzlich, ganz plötzlich wird es still um mich.
Ich höre nur durchs Telefon: „Mama, wir lieben dich“.
Ich sehe euch nur noch selten und ich weiß, es muss so sein.
Den Rest von meinem Leben leb ich irgendwann allein.
Es schleicht sich Wehmut in mein Herz.
Ich spüre einen leichten Schmerz.
Ich hör beim Nachbarn Kinderlachen.
Ich würde gern bei euch aufwachen,
zurückdrehen mal das Rad der Zeit
und bin zur Trennung doch bereit.
So ist nun einmal unser Leben.
Ich konnte euch das Leben geben,
doch kann ich es für euch nicht leben.
Ihr müsst nun eigene Wege gehen.
Ich kann und will das schon verstehen.
Doch plötzlich wird es still um mich.
Ich vermisse das: Mama, wir lieben dich.
Im Herzen lasst ihr mich nie allein.
Ihr werdet immer bei mir sein.
Wir werden uns sehen dann und wann,
klopfe ich mitunter auch nur zaghaft an,
dann mach ich das, weil ich nicht stören will.
Ihr wisst aber immer, was ich fühl,
weil Mütter und Kinder fest verbunden sind
mit Liebe, die ich sonst nirgends find.
Irgendwann wird es völlig still um mich.
Dann hör ich kein: Mama wir lieben dich.
Ich habe aus meinem Leben das Beste gemacht,
denn ich habe gute Menschen in die Welt gebracht.