Einleitung
Erst klemmten nur Vokaltasten. Nun von führenden Logopäden empfohlen.
Hier spricht der Ernst Jandl in uns allen.
Verlegerfest
Sechs Perlen nehmen den Kehrbesen, fe-gen rege wegen des Festes; stellen Tel-ler, legen Eßbestecke, stecken gelbe Nel-ken.
Der Redner vermeldet leger den Trend-wechsel, ehrt ergebene Stellvertreter. Gestreßte Verleger schlemmen gern, verzehren Krebse, bemehlte Entenleber, Rehgeschnetzeltes, gepflegtes Erdbeer-gelee. Zehn Kellner empfehlen den be-sten Sekt. Seht, Feenwesen schweben neben den Stelen.
Wen schlechte Leberwerte nerven, geht jetzt besser.
Streßtest
Schneckenmengen verkleben jedem den Weg. Scheltende Elstern bemeckern ver-reckte Beeren der Eberesche. Peters Teckel leckte erst Welpenfelle; wegen der Elstern bellt er jetzt genervt. Selbst Lemkes selten gesehene Jette flennt. Verzerrte Frequenzen entschweben dem defekten „Stern“. Ernster Streß entsteht, hemmt den Gelderwerb des Lehnsessel-Denkers. Pech eben, wenn er letzte Hem-den versetzt.
Fernweh
Jedes streng geregelte Eheleben kennt je-nes extreme Sehnen. Selbst beseelte Bet-schwestern begehren erhebendes Getech-tel, bebende Bettgestelle. Wer kennt denn echte Helfer gegen verebbende Sexwel-len? Belesene Experten belegen: Jeder Sechste erlebt den Verkehr des Ge-schlechtes eher selten; welch welkes Bet-tenelend. Heben der Lenz, sehr verspre-chende Seelenklempner, Nerventees den verklemmten Pegel? Wer wettert gegen Vertreter jenes Gewerkes, welches ver-sehrte Seelen pflegt − selbst gesetzte Menschen beehren geregelt deren dezent erhellte Tempel, erwerben ersehntes
Leben gegen Geld, lernen zehrende Schmerzen vergessen.
„Wehe den Verderbten“? Selber wehe, verehrte Selbstgerechte.
Lesefest
Jeden Herbst entnehmen behende Hessen dem Berg beste Reben, keltern eben ge-erntete Beeren. Gepreßte Reben ergeben gern gesehene, leckere Lebenswecker. Gesellen, erhebt beherzt den erlesenen Bcher, gedenkt der Leser!
He, Gerd-Peter, Zechpreller werden schnell gestellt.