Noch will die Nacht nicht weichen,
schwarz liegt der Wald im Grund.
Tiere Schrei sucht seines Gleichen,
der Rollbahn Licht zeigt sich im Rund.
Ein Hund, er winselt fern sein Klagen.
Ein Feuer will den Tag anfragen.
Die Affen rufen ihren Schrei,
als sei die Nacht nun doch vorbei.
Der Geistliche singt sich vom Turm.
Ein Esel schreit sich schon in Form.
Der Hahn, er kräht den Hahnenschrei,
nun ist sie hin, die Nacht vorbei.
Ein neuer Morgen bricht hervor,
im finstren Tal vernimmt mein Ohr,
dass sich auch da zu regen scheint,
was lang, die Nacht hindurch geweint.
Wie ist mir Freund, was schwarz zu Füßen,
will mich und meine Seele grüßen.
Da taucht am fernen Horizont,
ein feines Licht, wo hohes thront.
Nun Sterne sag ich gute Nacht,
ihr habt die Dunkelheit durchwacht
und mich geführt aus dunklen Tagen,
trotzt zweifelnd stummen, alten Fragen.
Schon heben Vögel ihre Stimmen,
den Morgen froh herbei zu singen.
Sie sind so leicht und voller Lust,
dass ich mir nun, werd' selbst bewusst.
Steig aus dem Boot der Finsternis,
begrüß den Morgen, froh und frisch.
Erkenne, dass ich Teil und Welle
und mein Bewusstsein nichts als Schwelle.
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