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Osten erglüht VI

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"Osten erglüht VI"
Veröffentlicht am 14. August 2011, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
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einer der auf dem Weg ist ...
Osten erglüht VI

Osten erglüht VI

Akupunktur und Qi Gong

Es muss im April 2001 gewesen sein. Ich hatte einen ersten Termin mit Herrn RA T., ohne zu wissen, was daraus wird. Über eine Suchmaschine und den Begriff „Projektentwickler in Berlin“ kam ich an ihn. Bei diesem Termin in seiner Kanzlei , sprach ich ihn wegen einer privaten Sorge an, einer Hauterkrankung, die mich seit dem Ende meiner letzten Baustelle begleitete. Meine Frage ging in Richtung der Chinesischen Medizin und er empfahl mir einen der „1500 Verrückten“ von Berlin. Praxis am Check-Point-Charlie Berlin, jenem historischen Ort zwischen Ost und West. „...Fahren sie in die Richtung und ich rufe ihn gleich noch einmal an. Wenn er einen Termin frei hat, können sie gleich dort bleiben...“ Es war Freitagnachmittag und dazu noch gegen 17.00, wo jeder dem Wochenende zustrebt. Doch Dr. Ch. Hatte Zeit und so landete ich bei einem Griechen, eigentlich einem Makedonier oder Zyprioten – besser wäre Weltbürger. Ein Dr. im Anzug und ohne Kittel, einer der eine Praxis für Europäische und Chinesische Medizin betreibt. Dort landete ich als Privatpatient und zu der Exklusivität, dass man trotz Ersatzkassenmitgliedschaft jede Leistung selbst bezahlen darf kam die angenehme Begleiterscheinung, dass man immer schnell und nett „bedient“ wurde. Aus Ch. wurde so etwas wie ein Freund und er hat eine Menge „Schuld“ an meinem Bezug und dem subjektiven Bild des Reiches der Mitte. Gemeinsam haben wir einen Qui Gong Kurs belegt, dann kam die Behandlung mit Akupunktur und Teeabkochungen und als Krönung unsere Reise nach Shanghai. Da war noch der Kontakt zu Dr. L., dem Sohn eines Generals, Ch. hatte ihn aus der „Konkursmasse“ eines Kollegen übernommen. Als Teilnehmer der Reise nach Sanghai hat er uns ohne Absicht einen Einblick in die „chinesische Seele“ gegeben. Keine Konfrontation, immer auf Morgen oder später verschieben und über all dem lag stets der Schleier eines Geheimnisses, das eigentlich gar keines war. Für Ch. war China nur der lange Arm für seine Idee, der altehrwürdigen und arroganten Medizinwissenschaft des Abendlandes eine neue, alternative entgegenzusetzen. Dabei schwang er sich zu solchen Superlativen auf und behauptete, dass die Chinesen von ihm das Handwerk der Akupunktur lernen. Fakt ist, dass man auch hier, wie überall nach dem Schema 08/15 oder kreativ handeln und behandeln kann, dass ein Arzt ein nachahmender oder ein erfinderischer Helfer sein kann. Vielleicht ist der Fall der Berliner Mauer ein Beispiel für den Fall der „Großen Mauer“ um China gewesen. Fakt ist, dass seit kurzer Zeit die Medien ein Augenmerk auf dieses Land richten, die Politik und die Wirtschaft haben sowieso $-Zeichen in den Augen, wenn sie den Absatzmarkt sehen. Nur, dass auch andere Länder zum Run auf diese „ Goldgrube“ angetreten sind, scheinen sie darüber zu vergessen. Schon stehen Partner aus Australien vor der Pforte in Peking, um ihre Erfahrungen der letzten Olympischen Spiele anzubieten und wer ist besser und erfahrener als der, der zuletzt die „Welt“ empfing. Nun zurück zur Praxis, es geht was um in Berlin – in Deutschland, das „Gespenst der TCM“. Manche Modehüpfer oder neuhochdeutsch Trendsetter haben sich gerade von der indischen Arjuveda verabschiedet, um diesen Modezug zu bespringen, nur der Mehrheit geht es um einen stillen Protest. Der Protest gegen das stundenlange Sitzen in krankmachenden Praxen, gegen den Wahnsinn von Kassenbeiträgen zu einem Kassenwesen, das inflationär davon galoppiert und einer Medizin, die sich mit Rezepten Alibis verschafft. Menschen suchen Nähe und finden Apparate.

 

 

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Boris
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baesta Re: Re: Re: Ich war auch schon bei einer Ärztin -

Zitat: (Original von FLEURdelaCOEUR am 15.08.2011 - 13:45 Uhr)
Zitat: (Original von Boris am 15.08.2011 - 13:11 Uhr) da sind wir der gleichen Meinung
es gibt über 40.000 Ärzte in Dt., die nur auf dem Trend aufgesattelt haben und mit mehr oder weniger guter Akkupunktur Kohle scheffeln

LG und Dank

Jürgen

Zitat: (Original von baesta am 15.08.2011 - 13:07 Uhr) der TCM und meine Krankenkasse hat damals einen großen Teil (ca. 60%) der Kosten übernommen. Ich halte aber nicht allzuviel von Ärzten, die sozusagen in einem Crashkurs die Akkupunkturmethode "lernen". Chinesiche Ärzte müssen dazu 6 Jahre studieren. Ansonsten halte ich sehr viel von Akkupunktur und der TCM (nur sollten keine Tiger- und andere Knochen artengeschützter Tiere in den Heil-Tees enthalten sein).

Liebe Grüße
Bärbel



Nur zur Info, auch hier muss man, um Arzt zu werden, 6 Jahre studieren, dazu kommen noch ca. 5 Jahre Facharztausbildung und bei manchen dann eben noch weitere Spezialgebiete.....

LG fleur




Ja aber in China ist es ebenfalls zusätzlich zum Arztstudium.
Vor langer Zeit - Antworten
Boris Re: Re: Re: Ich war auch schon bei einer Ärztin - nicht die Ausbildung ist es, das war mir sicher bekannt
die Schmalspurigkeit der Allopathie und teilweise Arroganz der Damen und Herren Schulmediziner sind mir so suspekt!!!!!!!!!!!!!!
Zitat: (Original von FLEURdelaCOEUR am 15.08.2011 - 13:45 Uhr)
Zitat: (Original von Boris am 15.08.2011 - 13:11 Uhr) da sind wir der gleichen Meinung
es gibt über 40.000 Ärzte in Dt., die nur auf dem Trend aufgesattelt haben und mit mehr oder weniger guter Akkupunktur Kohle scheffeln

LG und Dank

Jürgen

Zitat: (Original von baesta am 15.08.2011 - 13:07 Uhr) der TCM und meine Krankenkasse hat damals einen großen Teil (ca. 60%) der Kosten übernommen. Ich halte aber nicht allzuviel von Ärzten, die sozusagen in einem Crashkurs die Akkupunkturmethode "lernen". Chinesiche Ärzte müssen dazu 6 Jahre studieren. Ansonsten halte ich sehr viel von Akkupunktur und der TCM (nur sollten keine Tiger- und andere Knochen artengeschützter Tiere in den Heil-Tees enthalten sein).

Liebe Grüße
Bärbel



Nur zur Info, auch hier muss man, um Arzt zu werden, 6 Jahre studieren, dazu kommen noch ca. 5 Jahre Facharztausbildung und bei manchen dann eben noch weitere Spezialgebiete.....

LG fleur

Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR Re: Re: Ich war auch schon bei einer Ärztin -
Zitat: (Original von Boris am 15.08.2011 - 13:11 Uhr) da sind wir der gleichen Meinung
es gibt über 40.000 Ärzte in Dt., die nur auf dem Trend aufgesattelt haben und mit mehr oder weniger guter Akkupunktur Kohle scheffeln

LG und Dank

Jürgen

Zitat: (Original von baesta am 15.08.2011 - 13:07 Uhr) der TCM und meine Krankenkasse hat damals einen großen Teil (ca. 60%) der Kosten übernommen. Ich halte aber nicht allzuviel von Ärzten, die sozusagen in einem Crashkurs die Akkupunkturmethode "lernen". Chinesiche Ärzte müssen dazu 6 Jahre studieren. Ansonsten halte ich sehr viel von Akkupunktur und der TCM (nur sollten keine Tiger- und andere Knochen artengeschützter Tiere in den Heil-Tees enthalten sein).

Liebe Grüße
Bärbel



Nur zur Info, auch hier muss man, um Arzt zu werden, 6 Jahre studieren, dazu kommen noch ca. 5 Jahre Facharztausbildung und bei manchen dann eben noch weitere Spezialgebiete.....

LG fleur
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR Re: Re: TCM -
Zitat: (Original von Boris am 15.08.2011 - 13:15 Uhr) China hat da eben einen anderen Ansatz
die Touris ausnehmen gehört dazu

Ich persönlich bin für eine Kombination der Schulmedizin und der TCM
Mein Doc beginnt damit, dass er sich Zeit für den Patienten nimmt
und irgendwie ihn privat "knackt" - das ist schon die Hälfte der Genesung...

LG und Dank

Jürgen


Zitat: (Original von FLEURdelaCOEUR am 14.08.2011 - 14:43 Uhr) Darüber habe ich im Jahr 2000 in einem Pekinger Krankenhaus einiges erfahren. Grundsätze, Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, Naturheilmittel. Am Ende entpuppte sich das Ganze als reine Verkaufsveranstaltung und die deutschsprachigen chinesischen Ärzte wirkten irgendwie traurig und betreten, dass sie gezwungen waren, ihre Produkte in derartiger Form an den Mann zu bringe, also an die Teilnehmer unserer Reisegruppe.... Ich denke, sie kann bei vielen Krankheiten gutes leisten, aber niemals die Schulmedizin ersetzen.
Weiter möchte ich mich zum Thema Medizin nicht äußern. :-) LG fleur



Und damit hast du recht, die Methoden kombinieren und je nach Bedarf anwenden, wenn es passt. Und die ganzheitliche Betrachtung des Patienten ist enorm wichtig, auch darin pflichte ich dir bei, daher kommen auch die Erfolge mancher Homöopathen, weil sie sich Zeit nehmen und den ganzen Menschen sehen, nicht nur das erkrankte Organ.
LG fleur
Vor langer Zeit - Antworten
Boris Re: TCM - China hat da eben einen anderen Ansatz
die Touris ausnehmen gehört dazu

Ich persönlich bin für eine Kombination der Schulmedizin und der TCM
Mein Doc beginnt damit, dass er sich Zeit für den Patienten nimmt
und irgendwie ihn privat "knackt" - das ist schon die Hälfte der Genesung...

LG und Dank

Jürgen


Zitat: (Original von FLEURdelaCOEUR am 14.08.2011 - 14:43 Uhr) Darüber habe ich im Jahr 2000 in einem Pekinger Krankenhaus einiges erfahren. Grundsätze, Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, Naturheilmittel. Am Ende entpuppte sich das Ganze als reine Verkaufsveranstaltung und die deutschsprachigen chinesischen Ärzte wirkten irgendwie traurig und betreten, dass sie gezwungen waren, ihre Produkte in derartiger Form an den Mann zu bringe, also an die Teilnehmer unserer Reisegruppe.... Ich denke, sie kann bei vielen Krankheiten gutes leisten, aber niemals die Schulmedizin ersetzen.
Weiter möchte ich mich zum Thema Medizin nicht äußern. :-) LG fleur

Vor langer Zeit - Antworten
Boris Re: Ich war auch schon bei einer Ärztin - da sind wir der gleichen Meinung
es gibt über 40.000 Ärzte in Dt., die nur auf dem Trend aufgesattelt haben und mit mehr oder weniger guter Akkupunktur Kohle scheffeln

LG und Dank

Jürgen

Zitat: (Original von baesta am 15.08.2011 - 13:07 Uhr) der TCM und meine Krankenkasse hat damals einen großen Teil (ca. 60%) der Kosten übernommen. Ich halte aber nicht allzuviel von Ärzten, die sozusagen in einem Crashkurs die Akkupunkturmethode "lernen". Chinesiche Ärzte müssen dazu 6 Jahre studieren. Ansonsten halte ich sehr viel von Akkupunktur und der TCM (nur sollten keine Tiger- und andere Knochen artengeschützter Tiere in den Heil-Tees enthalten sein).

Liebe Grüße
Bärbel

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baesta Ich war auch schon bei einer Ärztin - der TCM und meine Krankenkasse hat damals einen großen Teil (ca. 60%) der Kosten übernommen. Ich halte aber nicht allzuviel von Ärzten, die sozusagen in einem Crashkurs die Akkupunkturmethode "lernen". Chinesiche Ärzte müssen dazu 6 Jahre studieren. Ansonsten halte ich sehr viel von Akkupunktur und der TCM (nur sollten keine Tiger- und andere Knochen artengeschützter Tiere in den Heil-Tees enthalten sein).

Liebe Grüße
Bärbel
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FLEURdelaCOEUR TCM - Darüber habe ich im Jahr 2000 in einem Pekinger Krankenhaus einiges erfahren. Grundsätze, Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, Naturheilmittel. Am Ende entpuppte sich das Ganze als reine Verkaufsveranstaltung und die deutschsprachigen chinesischen Ärzte wirkten irgendwie traurig und betreten, dass sie gezwungen waren, ihre Produkte in derartiger Form an den Mann zu bringe, also an die Teilnehmer unserer Reisegruppe.... Ich denke, sie kann bei vielen Krankheiten gutes leisten, aber niemals die Schulmedizin ersetzen.
Weiter möchte ich mich zum Thema Medizin nicht äußern. :-) LG fleur
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