Die Kuh hat auf der Weide gestanden,
dort, wo sich viele ihrer Art befanden.
Sie fraß das Gras in sich hinein.
Sie wusste, es tat gut und es musste so sein.
Regelmäßig hat diese Kuh Milch gegeben.
Auch das war ein Teil von ihrem Leben.
Sie hat sich nichts dabei gedacht.
Sie hat ganz einfach mitgemacht.
Dann wurde ihr Euter mehr und mehr leer.
Sehr viel Milch gab diese alte Kuh nicht mehr.
Vielen Kälbern hatte sie das Leben geschenkt.
Sie war eine dumme Kuh, die nicht an sich denkt.
Doch Dank hat es für sie nicht gegeben.
Im Schlachthaus endete dann ihr Leben.
Es wird zwar kein Mensch zur Schlachtbank geführt,
doch gibt es auch so manchen Menschen, der spürt,
er war in seinem Leben wie diese dumme Kuh,
denn viel zu oft ließ er es zu,
dass man ihn benutzt hat und ihn aussaugt,
bis er dann völlig ausgelaugt
seine Pflicht nicht mehr erfüllen kann,
die er im Leben so gern getan.
Dann sagt der Chef: Auf Wiedersehen.
Sie können jetzt nach Hause gehen.
Manchmal denke ich, ich dumme Kuh,
es ist egal, was ich auch tu,
Ich bin Arbeitnehmer, ein kleines Licht,
so richtig wehren kann ich mich nicht.
Irgendwann werde ich zur Schlachtbank geführt.
Das ist der Moment, in dem man spürt,
wie wichtig der Job gewesen war.
Ich bin eine dumme Kuh, das ist mir jetzt klar.