Sie hat am Abend vor dem Fernseher gesessen.
Sie nahm die Bilder auf, hat ihr Schicksal vergessen.
Vor ihr, da stand eine Flasche Wein.
Sie goss sich gerade ein neues Glas ein.
Langsam ist sie durch den Alkohol in einen Traum gesunken.
Sie musste sich eingestehen, sie war betrunken.
Ihr Kopf war leicht, ihre Gedanken leer.
Das Leben fiel ihr jetzt nicht mehr schwer.
Sie war in ihrer Wohnung ganz allein.
Sie hasste es, allein zu sein.
Das Fernsehlicht flimmerte vor ihrem Gesicht.
Sie aber verstand sich und ihr Leben nicht.
Jeden Abend hat sie ferngesehen.
Ihr Leben aber konnte sie nicht verstehen.
Sie saß in ihrem Sessel dort ganz allein,
hatte nicht mehr das Gefühl, sie selbst zu sein.
Irgendwann aber hat sie aufgegeben.
Sie beendete irgendwann selbst ihr Leben.
Jetzt war sie frei, war nicht mehr allein.
Sie hatte es gehasst, allein zu sein.
Ich denke, dass es nicht nötig ist,
dass man den Nachbarn ignoriert oder ihn vergisst.
Niemand hat es verdient, allein zu sein,
Ich würde gern ein guter Nachbar sein.