Sie hat das neue Fahrrad zur Schule gebracht.
Dann hat die Mutter sich zu ihren Freundinnen aufgemacht.
Sie liebte es, im Mittelpunkt zu stehen.
Sie hat den Rest des Tages ihre Tochter kaum gesehen.
Sie hat sich mit ihrem Sohn zur Einschulung aufgemacht.
Sie hat mehr an ihn als an sich selber gedacht.
Sie hat ihn ganz fest in ihre Arme genommen.
So hat er zur Einschulung Sicherheit bekommen.
Der Vater hat zur Einschulung einen Brief geschrieben.
Er schrieb, er würde ihn immer lieben,
doch seine Anwesenheit ließ die Arbeit nicht zu.
Eigentlich wollte er aber nur seine Ruh.
Dann war da die Oma, die ihr Enkelkind liebt,
die all ihre Zeit, all ihre Liebe gibt.
Sie hat einen Brief in die Schultüte gelegt.
Sie hat aufgeschrieben, was sie bewegt.
Zur Schule geht jetzt ein kleines Kind,
das anders ist als alle anderen Kinder sind.
Irgendwann sieht vielleicht jeder auf die Einschulung zurück.
Ich wünschte, jeder empfindet bei diesem Gedanken viel Glück.
Ich frage mich, wird der Mensch dann das Fahrrad sehen?
Versucht er vielleicht, den Brief des Vaters zu verstehen?
Ich weiß nur, denke ich zurück,
dann war meiner Mutter Umarmung das größte Glück.