Das Töten von Tieren hat ihn erregt.
Es hat sich etwas in ihm bewegt,
denn bei jedem Töten verspürte er Macht.
Hat das Jagen ihn willenlos gemacht?
Es war in seiner Jugend, als es begann.
Er legte mit dem Luftgewehr auf Spatzen an.
Jedes tote Tier hat ihm einen Kick gegeben.
Er war dann Herr über Tod und Leben.
Irgendwann hat ihm das nicht mehr gereicht.
Das Töten von Tieren erschien ihm zu leicht.
Es musste größere Beute sein.
Er wollte einfach nur der Größte sein.
Er hat über das Töten eines Menschen nachgedacht.
In seinen Träumen verspürte er große Macht,
er spürte die Macht über Tod und Leben.
Ein Mord würde ihm den Kick des Lebens geben.
Schweißgebadet ist er aufgewacht.
Er hat sich Sorgen um sein Seelenheil gemacht.
Er fühlte, er wäre beinah zum Mörder geworden.
Er fühlte, er würde es lieben zu morden.
An diesem Tag hat er alle Waffen zerstört,
hat einfach nur auf sein Gewissen gehört.
Danach hat er sich endlich Hilfe gesucht,
hat neu begonnen, seine Vergangenheit verflucht.
Fast wäre dieser Mann zum Mörder geworden.
Beginnt es damit, Tiere zu morden?
Sind es Träume und Gedanken, die in den Menschen sind?
Ist es eine Vergangenheit, der sie ausgeliefert sind?
Viele Menschen haben nach Erklärungen gesucht,
haben oft ihre Hilflosigkeit verflucht,
doch immer wieder gibt es Menschen auf dieser Welt,
denen Töten ganz einfach gefällt.
Für niemanden auf dieser Welt gibt es Sicherheit,
denn bei jedem Menschen kann zu jeder Zeit
der Wunsch nach Gewalt und Macht die Oberhand gewinnen.
Wer kann schon seinem Schicksal entrinnen?
Ich wünschte, jeder Mensch hörte in sich hinein,
würde versuchen, einfach nur ein guter Mensch zu sein.
Ich wünschte, viele Menschen würden spüren,
dass intensive Träume manchmal in ein Unheil führen.
HH