Als ich ein junges Mädchen gewesen,
da habe ich sehr gerne Märchen gelesen,
Ich las damals Worte von für heute, für immer.
Vom wahren Leben hatte ich keinen Schimmer.
Dann aber bin ich älter geworden,
las von Eheleuten, die sich ermorden,
las von Ehen, die viel zu früh zerbrechen,
las davon, Gefühle, die würden sich rächen.
Ich aber sah meinen Traum vor mir.
Ich sah den wichtigen Platz von dir,
doch viel zu schnell lief mein Leben dahin.
Verschwunden war mein Lebenssinn.
Ich spürte, ich habe meine Kraft verloren.
Zwar habe ich dir drei Kinder geboren,
doch hast du niemals den Wert erkannt.
Ich spürte, ich habe mich in Träume verrannt.
Ich hätte mir gewünscht, wir wären eine Familie gewesen,
hätte gern deine Gedanken, deine Träume gelesen,
doch es blieb mir versagt, Mitglied einer Familie zu sein.
Ich bin emotional schon seit Jahren allein.
Doch was blieb, das sind meine Träume geblieben,
Träume von Menschen, die sich wirklich lieben,
die leben, als wenn sie Bestandteil eines Märchens sind.
Manchmal wäre ich gern wieder ein Kind.