Beschreibung
Es betrifft mich nicht selber, geschieht aber immer wieder auf dieser Erde
Sie hat sich sicher gefühlt.
Sie haben zusammen im Sandkasten gespielt.
Sie hat ihn mit ihren eigenen Augen gesehen.
Niemals hat sie geahnt, was später geschehen.
Sie wusste, dass er anders als andere war.
Schon in ihrer Kindheit wurde ihr das klar.
Er war ein Typ, den man nicht beschreiben kann.
Dann wuchs er zu einem Mann heran.
Er hat sie mit anderen Augen gesehen.
Es war programmiert, es würde etwas geschehen,
doch irgendwie hatte sie an ihn geglaubt.
Er aber hat ihr das Leben geraubt.
Seine Gier hat ihm im Wege gestanden,
verhindert, dass sie zueinander fanden,
denn er hat sie vergewaltigt, hat sie einfach genommen.
Sie ist niemals damit zurecht gekommen.
Sie hat es nicht verstanden, er war doch ein Freund,
er war ein Mensch, der es gut mit ihr meint.
Ganz plötzlich ist ihre Welt zusammengebrochen.
Sie hat sich fortan in sich selber verkrochen.
Sie konnte fortan keine Menschen mehr sehen.
Sie fand keinen Weg, das Geschehen zu verstehen.
Sie wählte für sich den Weg in den Tod,
den Weg für sich heraus aus der Not.
Ich wünschte, sie hätte den Weg zu mir gefunden.
Ich wünschte, ich könnte sie heilen, die Wunden,
die sich so tief in sie eingebrannt.
Ich habe beide geliebt und gekannt.
Ich fühle mich schlecht dabei hilflos zu sein,
lasse mich nur ungern auf meine Gefühle ein.
Ich weiß,dass ich einfach ein Mensch nur bin.
Manchmal verstehe ich nicht des Lebens Sinn.
Und trotzdem sage ich dir heute good bye.
Jetzt bist du endlich von deinen Sorgen frei.
Jetzt bist du da, wo du wünscht zu sein.
Doch ich bin hier auf der Erde allein.