Ich komme nach Hause, ich schließe die Tür
und bin alleine mit mir.
Ich schalte den Computer an,
weil ich dort mit euch sprechen kann
und dennoch bin ich ganz allein
mit einem kleinen Gläschen Wein.
Das Wochenende, es steht vor mir.
Ich komme nach Hause, ich schließe die Tür
und ich bin wieder alleine hier.
Das Telefon klingelt, ich gehe ran,
froh, dass ich mit jemandem sprechen kann.
"Wie geht es dir?" "Danke, gut geht es mir."
Doch fest verschlossen bleibt meine Tür
und ich bin völlig alleine hier.
Ich höre von der Straße Lachen,
Menschen, die sich über andere lustig machen.
Doch nach der Arbeit sitze ich hier,
allein hinter einer verschlossenen Tür
bei einem Gläschen Wein oder auch Bier.
Manchmal wünschte ich mir,
es wären andere Menschen hier.
Aber rauszugehen traue ich mich nicht,
also bleibt meine Türe dicht,
also bleibe ich lieber allein
mit mir und meinem Gläschen Wein.
Was heißt das, gegenanzugehen?
Gibt es Menschen, die mich verstehen,
die tief in meine Seele sehen?
Ich bin verschlossen, ich bin allein,
meist bin ich froh, allein zu sein
mit meinem kleinen Gläschen Wein.
Und dennoch weiß ich, irgendwann
packe ich das Leben bei den Hörnern an,
dann gehe ich wieder aus dem Haus,
dann ist es mit dem Alleinsein aus.
Jetzt aber trau ich mich noch nicht raus.
Gern würde ich wieder in das Leben gehen,
sehr gerne wieder fremde Menschen sehen,
doch was mache ich? Ich schließe mich ein.
dabei will nicht mehr länger alleine sein.
Mein Freund, komm her, zerre mich hier raus.
Mit dir verlasse ich das Haus.
Mit dir schließe ich die Türe auf
für einen neuen Lebenslauf.