Gedichte
Rhapsody in Blue

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"Rhapsody in Blue"
Veröffentlicht am 11. April 2026, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
© Umschlag Bildmaterial: Pixabay, deedee51-blue-1713- 283_1920
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Literatur war mir in meinem Leben schon während der Schulzeit sehr wichtig. Doch ich habe erst seit ein paar Jahren die Zeit gefunden, selbst zu schreiben. Ich freue mich über Lob, bin aber für alle Verbesserungsvorschläge offen. Ich lese immer wieder in Literaturgeschichten, weil ich meine,dass wir nur so entdecken können, wie wir einen ganz bescheidenen Beitrag dazu leisten können, dass Literatur sich weiter entwickelt.
Rhapsody in Blue

Rhapsody in Blue

Rhapsody in Blue


Du stehst ganz frei in einem hohen, weiten, weißen Saal. An den Wänden ein paar Bilder: Chagall, Picasso und Klee. Letzte Sonnenstrahlen lassen dein Kobaltblau aufleuchten. Ich sitze in einem Sessel in der Ecke. Jemand betritt den Raum und malt mit deinen reinen Tönen: The blue tango, Red Roses for a blue Lady. Aber das ist nur Vorspiel, und dann erklingt sie,

die Rhapsody in Blue von Gershwin. Ich schließe die Augen und spüre,wie die Farben zu tanzen beginnen, wie sie wirbeln, der Raum schwingt. Und du wirst mitgenommen, du verlierst die Schwerkraft, Blue Piano, hebst ab, wirst in den Sog der Farben gerissen und tanzt mit. Marc Chagall sieht es, er hat es nicht anders erwartet. Die letzten Töne verklingen. Ich öffne die Augen. Du stehst wieder an deinem Platz. Verschwunden ist der Pianist,

und jemand hat die Kandelaber entzündet. Matt schimmert dein Blau im Kerzenlicht.

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Über den Autor

Phantasus
Literatur war mir in meinem Leben schon während der Schulzeit sehr wichtig. Doch ich habe erst seit ein paar Jahren die Zeit gefunden, selbst zu schreiben.
Ich freue mich über Lob, bin aber für alle Verbesserungsvorschläge offen.
Ich lese immer wieder in Literaturgeschichten, weil ich meine,dass wir nur so entdecken können, wie wir einen ganz bescheidenen Beitrag dazu leisten können, dass Literatur sich weiter entwickelt.

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sorrynocoffee 
Hallo Ekki,

eine wunderbare Symbiose zwischen Musik und Malerei. Beides so mannigfaltig, dass für jeden und jede Stimmung etwas dabei ist. Auch ich mag die "Rhapsody in Blue" von Gershwin. Ab und zu höre ich sogar Easy Listening. Ich hoffe, das bleibt unter uns! ;-) James Last wurde einmal als "König der Fahrstuhlmusik" bezeichnet. Nun ja. Ein Franzose hat vor kurzem einen Picasso erworben. Für 100 Euro per Losverfahren. Glück muss man haben.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Text.

Grüßle,
sonoco
Vor einem Monat - Antworten
Phantasus Hallo Sonoco,
ich danke dir für deine witzigen kontrastierenden Beispiele.
LG
Ekki
Vor einem Monat - Antworten
Nuance Musik sichtbar und Farbe hörbar zu machen, das ist eine hohe Kunst, die dir in deinem Werk auf sehr anmutige, fast schwebende Atmosphäre gelingt, getragen von der Farbe Blau. Dieses Blau ist Klang, Bewegung und Gefühl zugleich und als Lesender gerät man selbst unweigerlich in diesen Sog der Schwerelosigkeit.

Kunst von Picasso, Klee, und nicht zuletzt die Bilder von Chagall in diesen Farb-Klang-Raum miteinzubeziehen, stellt eine besondere Verbindung zu Rhapsody in Blue her und erinnert mich sofort an Chagall's Werk Le Violoniste Bleu – auch dort ist die Farbe Träger von Stimmung und Bewegung, in dem Fall der Geiger, der im Raum zu schweben scheint. Und nicht zuletzt Chagall’s America Windows, in intensiven, von Licht durchdrungenen Blautönen, die über das Glas zu tanzen scheinen.

So entsteht in deinem Werk ein poetischer Moment, in dem Musik zu Farbe wird und Farbe – Blau – zu Klang, ein leises, synästhetisches Ineinanderfließen der Sinne, das im Inneren weiterklingt. Sehr gerne verweilt und gelauscht.

LG
nuance
Vor einem Monat - Antworten
Phantasus Liebe Nuance,
ich kann es gar nicht glauben. Ich habe so lange auf deine feinsinnigen Kommentare gewartet. Endlich bist du wieder da. Hoffentlich bleibst du Mystorys und mir erhalten.
Herzliche Grüße
Ekki
Vor einem Monat - Antworten
Reisehummel 
Lieber Ekki,
ähnlich, wie du hier bei der Rhapsody in Blue empfindest,
geht es mir, wenn ich die Moldau von Smetana höre.
Du tanzt mit ...
und ich schwimme in der Moldau, anfangs langsam,
dann immer schneller, schneller und schneller, drehe mich wie im Tanz
im Wasser ... bis die Molda in der Elbe mündet ... dann geht das Herz ganz weit auf, ich werde ruhig und ich schwimme langsam ans Ufer ...

Danke für dein emotionales Erlebnis, das mich in wundervoller Weise
mitgenommen hat.
Liebe Grüße
Waltraud
Vor einem Monat - Antworten
Phantasus Liebe Waltraud,
deine Parallele zur Moldau kann ich gut nachvollziehen. So wie Flüsse ineiander münden, geht es hier um die Verschmelzung von Sinneswahrnehmungen.
Liebe Grüße
Ekki
Vor einem Monat - Antworten
Brubeckfan Jedes Alter hat seine Genüsse; Musik verschiedener Richtungen gehört aber für mich zum Leben, seit ich Plattenspieler und Kassettenrekorder bedienen konnte. Beethoven und Brubeck, Deep Purple und Folkländer ...
Danke für den besinnlichen Moment.
Viele Grüße,
Gerd
Vor einem Monat - Antworten
Phantasus Hallo Gerd,
ich freue mich über die Empathie jedees Musikfreundes.
Liebe Grüße
Ekki
Vor einem Monat - Antworten
Bleistift 
"Rhapsody in Blue..."
Oh, ich mag die Rhapsody in Blue von Gershwin sehr und sie wird zum Glück auch ziemlich häufig auf Klassik-Radio, meinem Lieblingsradio-Sender gespielt. Schön, lieber Ekki, dass Du ihr mit dieser kleinen literarischen Form, hier in Verbindung mit einem phantasievollen Chagall, ein hübsches Kleinod gewidmet hast... ...smile*
Und ja, in der Tat, diese Musik ist eine wunderbare Kombination aus Jazz, Blues und klassischer Musik von 1924 und damals sogar noch als ein musikalisches Experiment entstanden aber dennoch einfach nur super gelungen, wie ich finde... ...smile*
Gern gelesen...
LG
Louis :-)

Vor einem Monat - Antworten
Phantasus Grazie, Louis,
die Rhapsodie in Blue betont schon im Titel das Zusammenspiel der Sinneswahrnehmungen, das den Genuss der Künste steigert.
Liebe Grüße
Ekki
Vor einem Monat - Antworten
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