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Wer ist Samantha?
Kennst du das Gefühl, wenn jemand einen Raum betritt und man sofort merkt: Diese Person lebt nach eigenen Regeln? Keine Kompromisse. Keine halben Sachen. Nur Samantha in Reinform.
Vor ein paar Wochen erzählte sie mir von Gerd. Oh, Gerd. Ein Mann, der zwischen
Abenteuerlust und Bindungsängsten balanciert wie ein Jongleur auf Glatteis.
„Kompliziert“ – das neue Chic
„Er ist kompliziert“, sagte Samantha. Und ich dachte sofort: „Ja, kompliziert – das neue Chic für Männer, die man liebt, ohne sie ganz zu verstehen.“
„Kompliziert – wie meinst du das?“, fragte ich.
„Charmant, intelligent, voller Ideen… aber zu nah heranlassen? Dann zieht er sich zurück wie ein Kater, der seine Freiheit
verteidigt.“
Beobachten statt ändern
Ich nippte an meinem Kaffee und dachte an all die Männer, die mir selbst schon den Kopf verdreht haben. Samantha hingegen beobachtet, lacht, genießt die kleine, unverkennbare Unberechenbarkeit.
„Weißt du, was das Lustige ist?“, sagte sie. „Er denkt, ich will ihn einengen. Dabei genieße ich einfach nur seine Abenteuerlust mit. Ich finde es spannend, dass er
lebt.“
Und da ist die Wahrheit, die wir alle irgendwann lernen müssen: Liebe bedeutet nicht, jemanden zu ändern – und doch kann sie Menschen sanft berühren. Es bedeutet, seine Unterschiede zu feiern. Samantha bewundert Gerds Freiheit, ohne ihre eigene aufzugeben. Paradoxerweise macht genau diese Freiheit ihn neugierig – er kommt zu ihr, statt wegzulaufen.
Kann man Samantha zähmen?
„Kann man dich überhaupt zähmen?“, fragte
ich.
„Versuch’s doch“, antwortete sie lachend.
Ich sitze da, stille Beobachterin dieses urbanen Liebesdramas, grinse und denke: Menschen wie Samantha testen Geduld. Aber genau deshalb bleibt das Leben aufregend.
Weil Liebe niemals langweilig ist.
Einblicke in urbane Liebe und Freiheit, inspiriert von echten Begegnungen.
© Pamola Grey