Kurzgeschichte
Die unheimliche VERNISSAGE

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"Die unheimliche VERNISSAGE - Im Keller des Künstlers"
Veröffentlicht am 03. März 2026, 16 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
© Umschlag Bildmaterial: Kostenlose Clipart
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Über den Autor:

Ich liebe die NATUR, gehe oft zum "Waldbaden" mit allen Sinnen, wie: Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken. Eine gesunde Natur ist das Wertvollste auf der Welt. Denn dann bleibt auch der Mensch gesund. Meine Hobbys, hier im Südharz, sind das Fotografieren, das Wandern, Zeichnen und Malen. Ich schreibe auch gern mal etwas Lustiges, eine Kurzgeschichte oder ein DRABBLE. Wichtig ist, innerlich immer fröhlich zu bleiben, auch wenn das ...
Die unheimliche VERNISSAGE - Im Keller des Künstlers

Die unheimliche VERNISSAGE

Die unheimliche Vernissage - im Keller




Eine ausgedachte Geschichte

von Eichenlaub








Foto kosenlos von Pixabay






Es ist ein kalter Tag.


Am Kellerfenster steht ein Mann in schwarzem Kittel mit zusammengezogenen Augenbrauen und schaut in den Himmel.

Die vorbeiziehenden grauen Wolken schenken dem Künstler wenig Licht für seine Bilder, doch er liebt die Dunkelheit und scheut das Tageslicht.


Schon seit Jahren fällt der Putz von den Kellerwänden und eine dicke Staubschicht bedeckt den Kot von Mäusen und Ratten. Daher wirkt so ein Geruch nicht sehr einladend, denn eines Tages möchte er im Keller eine Vernissage präsentieren.

In einer Ecke stehen leicht abgedeckte

Malutensilien. Sie warten darauf endlich benutzt zu werden. Doch vorher bittet er seiner flüchtigen Geliebten ihm bei der Kellersäuberung behilflich zu sein.

Diese schüttelt den Kopf und tippt mit ihrem Zeigefinger auf seine Stirn, um ihn somit zu signalisieren, dass er einen "Vogel" hätte. So schnell wie sie gekommen war, rannte sie davon.

So beginnt er behutsam mit dem Besen die von Spinnenweben eingehüllte Decke zu säubern und danach vorsichtig die Wände vom lockeren Putz zu befreien. Es staubt.

Der Künstler wischt sich den Schweiß von der Stirn, denn seit Tagen ist er mit der Kellersäuberung beschäftigt, doch es sieht alles noch unverändert aus.

Zwei Fenster sind weit geöffnet und sorgen für die nötige Frischluft. Er schafft es nicht alleine, denn ein Künstler besitzt andere Qualitäten, denkt er und überlegt verzweifelt, wen er zum Säubern des Kellers fragen könnte.


Wie ein Blitz fällt ihm das freche, dreiste junge Mädchen in der Nachbarschaft ein.

Entschlossen setzt er sich beim Hinausgehen die Sonnenbrille auf und klingelt bei Kellermanns. Die Siebzehnjährige würde sich gern einige Taler dazuverdienen, ist sich aber noch unschlüssig.

Als sie den Keller betritt, fällt sie fast vor Schreck um und ihre Gedanken schwanken nun hin und her.

"Soll ich oder soll ich nicht?"

Da sie aus einer kinderreichen Familie stammt, sagt sie ihm, allerdings mit mulmigem Bauchgefühl, zu.

Der Wischeimer steht bereit und langsam versucht sie aus diesem dunklen Dreckloch, wie sie es bezeichnet, etwas Grund und Sauberkeit vorzeigen zu können.

Beim Fußbodenwischen verschmiert sich der alte Dreck von einer Seite zur anderen. Sie bekommt ihn einfach nicht sauber und ärgert sich darüber dermaßen, so dass sie den Wassereimer umwirft und lässt das Naß langsam über den Fußboden laufen.

Wütend stampft das temperamentvolle Mädchen hinein, so dass es spritzt und wirft den Wischmopp endgültig in die Ecke.

Sie läuft nachhause und lässt den Künstler

mit der Kellersäuberung allein.

Nachdem der Fußboden gut abgetrocknet ist, misst er ihn gewissenhaft aus. Da er sich nun einmal eine Ausstellung in seinem Keller vorgenommen hat, setzt er sich schnell entschlossen in sein Auto und fährt zum

Baumarkt. - Endlich ist es soweit. Der Fußboden ist nun perfekt mit abwaschbarer Auslegeware belegt, egal wie es dadrunter aussieht. Und somit ist der Keller für eine Ausstellung mit Besuchern vorbereitet.

Die Staffelei mit der Leinwand steht in einer Ecke und wartet auf ihr Kunstwerk. Ein kleiner Scheinwerfer, der bereits auf die weiße Malfläche gerichtet ist, sorgt dort für genügend Helligkeit.

So langsam entsteht ein neues Bild, ein Porträt mit grünem Gesicht, ganz nach seiner spirituellen Art.


Das Plakat für die Vernissage ist bereits von ihm gestaltet worden und steht nun einladend vor seinem Haus.

WILLKOMMEN zur Vernissage im Keller !

Und tatsächlich finden sich an dem Tage wirklich einige Besucher dort ein.

Das Deckenlicht ist bereits eingschaltet die

Fenster sind vorher gesäubert worden und lassen nun bessere Lichtblicke zu.


Fast erstarrt stehen die Gäste vor einem Bild und sind sprachlos, finden es zwar schaurig schön gemalt, aber auch irgendwie passend für diese unheimliche Räumlichkeit.

Die kleineren Bilder an den Wänden scheinen mit einer tiefen, dunklen Stimmung gemalt worden zu sein. Im selben Augenblick huscht eine Fledermaus durch das offene Fenster hinaus. Eine Besucherin schreit kurz vor Schreck auf. Schnell sind die wenigen Gäste davongelaufen, verspüren nicht das Glücksgefühl bei einer Vernissage mit etwas Gastfreundlichkeit, wozu Häppchen und Getränke gehören. Natürlich bietet er

genügend Selterswasser und andere Säfte an. Aber es kommen am Tage der Eröffnung keine weiteren Gäste mehr. Enttäuscht blickt er zu seinen Bildern.



Trotzdem wartet der "Kellerkünstler" weiterhin und hofft am nächsten Tag doch noch auf interessierte Besucher, die seine Kunstwerke schätzen werden. Er kreiert bereits ein neues Bild.








"Mädchen wischt" "Bilderwand" "alter Mann" von Pixabay - "Gesicht" kostenlose Cliparts von Freepick "schwarz-weiß-Bilder" von Freepik "Maler an Staffelei" Dreamstime.com

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Hörbuch

Über den Autor

Eichenlaub
Ich liebe die NATUR, gehe oft zum "Waldbaden" mit allen Sinnen, wie:
Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken.
Eine gesunde Natur ist das Wertvollste auf der Welt. Denn dann bleibt auch der Mensch gesund.

Meine Hobbys, hier im Südharz, sind das Fotografieren, das Wandern, Zeichnen und Malen.
Ich schreibe auch gern mal etwas Lustiges, eine Kurzgeschichte oder ein DRABBLE.
Wichtig ist, innerlich immer fröhlich zu bleiben, auch wenn das "Eichenlaub" beginnt zu welken...

"Ein Weiser wurde gefragt, welches die wichtigste Stunde sei, die der Mensch erlebt, welches der bedeutendste Mensch, der ihm begegnet, und welches das notwendigste Werk sei.
Die Antwort lautete: Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der bedeutendste Mensch immer der, der dir gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist immer die Liebe."
Meister Eckhart


Wer Interesse hat, hier meine Foto-Bilder-Homepage:
https://62c79a6810f0d.site123.me/

geb.1951 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

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Flocke 
Liebe Gerlinde,
gestern, als ich hier her kam, hatte ich leider kein Geld für den Eintritt mit
und habe nur durchs Fenster geschaut.
Leider ist mein Konto immer noch leer, also hab ich mich einfach rein geschlichen und sehe erstaunt, dass sich einiges geändert hat.
Ich gratuliere dem Kellerkünstler zu seinen Werken und bin gespannt,
was er da gerade auf die Leinwand zaubert.
Da komm ich gern, sobald ich wieder flüssig bin, wieder.

Gefällt mir sehr, dein Buch!

Lieber Gruß,
Kathi
Heute - Antworten
Eichenlaub Liebe Kathi,
endlich habe ich mich zu einer kleinen Geschichte durchgerungen, nachdem ich in letzter Zeit nur noch Frühlingsfotos, mit einem kurzen Gedicht, präsentiert habe.
Du schreibst immer so schöne Texte.
Ja, ich habe heute früh nochmals etwas verändert, auch mit der Bebilderung und so gefällt es mir nun besser.
Auch das Cover habe ich mit einer alten, aber schönen Kellertür versehen.
Dankeschön für Deinen Favo für dieses Buch. Ich staune, dass es demnach doch noch gut genug geworden ist. -freu-
Es grüßt Dich, nach soeben zurückgekehrter sonniger "Beine vertreten-Parkbegehung", das alte "Eichenlaub". -lach-
Heute - Antworten
Brubeckfan ... Also für Deine Ausstellung -- in ordentlicher Lokaität -- hättest Du bestimmt schon mehr als genug schöne Fotos auf Lager.
Auf S. 3 ist mit "um seiner Idee ..." was schiefgegangen.
Schönen Abend noch!
Gerd
Gestern - Antworten
Eichenlaub 
Ja stimmt, aber dieses Mal wollte ich bewusst eine Vernissage etwas "dunkler zeigen", denn das Einladungsplakat, mit grünem Gesicht, sieht nicht direkt einladend, sondern mehr abschreckend aus. -lach-
Genau, wie an einem neuen Bild, habe ich auch am Text gearbeitet...Doch ich denke, dass ich nun damit wirklich fertig bin. Meine alten Gehirnzellen benötigen immer mehr Zeit dafür, bin jedoch für jeden Tipp dankbar.
Fotos schießen geht schneller. -lach-
LG von Eichenlaub
Heute - Antworten
Eichenlaub Danke Gerd fürs Lesen und für den Tipp.
Schönen Abend noch.
LG von Eichenlaub
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