Fantasy & Horror
Wenn ich schlafe, schreibt Pam

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"Zwischen Schlaf und Worten liegt ein Geheimnis."
Veröffentlicht am 03. März 2026, 14 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?
Zwischen Schlaf und Worten liegt ein Geheimnis.

Wenn ich schlafe, schreibt Pam

Wenn ich schlafe schreibt Pam


Der Künstler ist Stock-Snap



Teil 1 Manchmal wache ich morgens auf und habe das Gefühl, jemand war in meiner Wohnung. Nicht, weil etwas fehlt. Sondern weil etwas da ist. Der Computer läuft. Der Bildschirm ist warm. Worte starren mich an, als hätten sie die

Nacht über auf mich gewartet. Ich trinke Kaffee, um sicherzugehen, dass ich wach bin. Der bittere Geschmack erinnert mich an mich selbst. Dann lese ich. Die Sätze kenne ich nicht. Aber sie kennen mich. Sie schreiben über Dinge, die ich nie laut gesagt habe. Über Ängste, die ich tagsüber vergesse. Über eine Pam, die nur existiert, wenn ich schlafe. Manchmal frage ich mich, ob ich nachts

verschwinde – oder ob ich dann erst beginne zu sein. Teil 2 Ich lese nicht alles auf einmal. Das habe ich gelernt. Manche Sätze haben Zähne. Andere sind so zärtlich, dass ich kaum atmen kann. Zwischen zwei Absätzen finde ich meinen Namen. Nicht so, wie ich ihn schreibe, sondern so, wie meine Mutter ihn sagte, wenn sie dachte, ich

schlafe. 03:17 Uhr. Die Datei wurde genau zu dieser Zeit gespeichert. Ich kann mich nicht erinnern, wach gewesen zu sein. Ganz oben steht ein Satz, eingerahmt von Leerzeilen: „Du musst mir tagsüber besser zuhören.“ Ich lache – zu laut. Die Wohnung lacht nicht zurück. Meine Finger schweben über der

Tastatur. Ich tippe: „Wer bist du?“ Der Cursor blinkt, geduldig. Dann erscheinen Buchstaben. Langsam. Ohne Tippgeräusch. „Ich bin die Pam, die du dir nicht erlaubst.“ Mir wird kalt. Nicht von außen, sondern von innen. Ich klappe den Laptop zu. Doch im Dunkeln höre ich das leise Summen. Der Computer läuft

weiter. Teil 3 In der dritten Nacht lasse ich den Computer an. Noch bevor Müdigkeit kommt, setze ich mich davor. Kein Kaffee. Kein Licht außer dem Bildschirm. Ich lausche. Nicht auf Geräusche – sondern auf die kleinen Verschiebungen in mir, das Kippen, kurz bevor Gedanken zu Träumen

werden. Der Cursor blinkt. Dann erscheint ein Satz: „Du hörst endlich zu.“ Ich flüstere: „Was willst du?“ „Dass du tagsüber weniger verschwindest.“ Bilder tauchen auf: Ich lächle, wenn ich Nein meine. Ich schweige, wenn etwas wehtut. Ich lösche Nachrichten und nenne es

Kontrolle. Ich tippe: „Wenn ich dir zuhöre … verschwinde ich dann?“ Eine Pause. Dann: „Nein. Dann hören wir beide auf, allein zu sein.“ Der Computer fährt von selbst herunter. Am Morgen ist er aus. Kein Text. Keine Spur. Aber etwas ist

geblieben. Zum ersten Mal seit Langem weiß ich: Ich war da. Die ganze Nacht. Teil 4 Am nächsten Morgen liegt eine Banane auf dem Küchentisch. Ich erinnere mich nicht, sie dort hingelegt zu haben. Ich esse sie trotzdem. Nicht aus Hunger, sondern weil mein Körper etwas Einfaches verlangt. Der Computer bleibt

aus. Zum ersten Mal fühlt sich das nicht wie Vermeidung an, sondern wie eine Abmachung. Ich gehe langsamer durch den Tag. Meine Schritte sind schwerer, aber echter. Als hätte ich ein zusätzliches Gewicht bei mir, etwas Zerbrechliches, das mich zwingt, sanfter zu sein. Nachmittags öffne ich den Laptop. Nicht aus Neugier – sondern aus

Einladung. Die Datei ist da, unverändert. Ich setze den Cursor ans Ende und schreibe selbst: „Ich bin wach.“ Nichts passiert. Kein Antworten. Kein Summen. Doch in mir verschiebt sich etwas. Kein Riss. Eher ein Zusammenrücken. Vielleicht war es nie eine Stimme, die zu mir sprach. Vielleicht ein Raum, den ich mir nur

nachts erlaubt habe. Ich schließe die Datei. Speichere sie. Ganz bewusst. Als ich abends im Bett liege, lege ich eine Hand auf meinen Bauch. Ich lausche nicht nach Worten. Nur nach Rhythmus. Und zum ersten Mal denke ich nicht: Wer hat das geschrieben? Sondern: Wer wird das eines Tages lesen?


Nachwort:

Sei dir selbst bewusst. Sei zu dir selbst freundlich. Du bist wichtig.






© Pamola Grey

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Hörbuch

Über den Autor

PamolaGrey
Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?

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Flocke 
Das erinnert mich an Morgende (gibts das Wort überhaupt?, aber warum nicht, es gibt ja auch Abende)
an denen ich meinen Computer anstellte, um zu schauen, ob ich in der
Nacht etwas geschrieben habe. *lächel*

Mir gefällt dein Text sehr, liebe Pam,
(auch) weil ich mich ein wenig darin wieder finde.

Lieber Gruß, Kathi
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Buhuuuh Guter schöner Text Pam.
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Brubeckfan Niemand kann auf Dauer vor sich selbst fliehen. Ein Mittelweg ist auch hier ideal, denn das andere Extrem, ständige Selbsbeobachtung, ist auch fatal.
Klug, interessant und spannend geschrieben!
Viel Grüße,
Gerd
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Bleistift 
"Wenn ich schlafe, schreibt Pam..."
Wow, das sind wahrlich Geschichten, wie ich sie liebe und sie gelegentlich auch in diesem Style gern zu schreiben mag, liebe Pam... ...smile*
LG zu Dir
Louis :-)
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Buhuuuh Lesezeichen drin, ich komme und lese wieder/weiter.
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Eichenlaub 
Liebe Pam,
eine Geschichte voller kleiner Geheimnisse präsentierst Du uns Leser mit diesem Buch. Ich habe es mit einer kleinen Spannung gelesen und die Fantasie schwebt immer etwas mit...
Lieben Gruß
Eichenlaub
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