Kurzgeschichte
Barrierefrei ? mehr als Rampen

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"Als Streetworkerin sehe ich jeden Tag, wie Menschen unsichtbare Barrieren überwinden."
Veröffentlicht am 25. Februar 2026, 4 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?
Als Streetworkerin sehe ich jeden Tag, wie Menschen unsichtbare Barrieren überwinden.

Barrierefrei ? mehr als Rampen

Titel

Barrierefrei – mehr als Rampen Als Streetworkerin sehe ich jeden Tag, wie Menschen Hürden überwinden, die kaum jemand wahrnimmt. Vor einer kleinen Treppe bleibt eine junge Mutter mit ihrem Kinderwagen stehen. Nur drei Stufen – und doch scheint es unmöglich. Passanten gehen vorbei, manche sehen hin, manche weg. Schließlich hebt ein Fremder wortlos den Wagen hoch. Ein kurzer Blick, ein leises „Danke“. Dann geht jeder weiter. Solche Momente zeigen mir: Barrieren

sind nicht immer aus Beton. Manche bestehen aus Formularen, aus Blicken, aus fehlender Zeit. Ich treffe junge Mütter ohne Unterstützung, ältere Menschen, die trotz jahrzehntelanger Arbeit kaum über die Runden kommen, und Menschen ohne Dach über dem Kopf. Sie alle zeigen mir, was es wirklich heißt, Barrieren zu überwinden. Barrierefreiheit bedeutet mehr als nur Rampen oder Aufzüge. Sie heißt, dass alle Menschen – egal ob mit Einschränkungen, Kinder, ältere Menschen oder Menschen in schwierigen Lebenslagen – selbstbestimmt am Leben teilnehmen

können. Barrierefreiheit beginnt im Kopf. Sie zeigt sich im Hinschauen, Zuhören, Mitdenken – und ist kein Extra, sondern gelebte Würde. Denn eine Gesellschaft zeigt sich nicht daran, wie stark die Stärksten sind, sondern daran, wie selbstverständlich sie alle mitnimmt.


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Hörbuch

Über den Autor

PamolaGrey
Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?

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Eichenlaub 
Liebe Pam,
das hast Du sehr gut geschildert. Es gibt viele Altagsprobleme und Hinternisse. Allerdings habe ich mich gefreut, dass man vor Jahren hier in der Stadt alle Bornsteinkanten direkt am Haltepunkt der Straßenbahn zum besseren Ein- und Aussteigen, abgesenkt hat und auch bei den Ampeln zur Straßenüberquerung ein einfaches Gehen bzw. Überqueren möglich ist, so dass es keine Stolperhinternisse mehr gibt.
Lieben Gruß
Gerlinde
Vor ein paar Monaten - Antworten
PamolaGrey Liebe Gerlinde,
vielen Dank für deinen Kommentar und dafür, dass du die positiven Veränderungen in deiner Stadt teilst. Schön zu hören, dass durch solche Maßnahmen der Alltag für viele Menschen leichter geworden ist – genau solche Schritte zeigen, wie Barrierefreiheit im Alltag funktionieren kann.
Liebe Grüße
Pam
Vor einem Monat - Antworten
Brubeckfan Liebe Pam,
ein Gebiet könnte ich noch beisteuern, die Gedankenlosigkeit, mit der bei jedem Menschen ein Smartphone vorausgesetzt wird. Es gibt Ältere, es gibt Körperbehinderte, die so ein schönes Ding eben nicht nutzen können.
Viele Grüße,
Gerd
Vor ein paar Monaten - Antworten
PamolaGrey Lieber Gerd,
vielen Dank für deinen Hinweis – du hast absolut recht. Barrierefreiheit hört nicht bei Rampen auf, sie betrifft auch den digitalen Alltag. Es ist wichtig, dass wir alle Menschen im Blick behalten, egal ob mit oder ohne Smartphone.
Viele Grüße
Pam
Vor einem Monat - Antworten
Bleistift 
"Barrierefrei – mehr als Rampen..."
Super geschrieben, liebe Pam und ich als Rollifahrer nehme das sogar gleich mal wortwörtlich, denn jeder Bordstein mit einer Kantenhöhe von < als 4cm mutiert für mich in Sekundenschnelle zur Höhe des Hoover-Damms in Kalifornien, von nichtabgesenkten Bürgersteigen, defekten Aufzügen und einer einzigen Treppenstufe, um überhaupt in ein Geschäft zu kommen, gar nicht erst zu reden... ...smile*
Aber schön, dass Du das Problem noch sehr viel weiter gefasst hast... ...smile*
LG zu Dir
Louis :-)
Vor ein paar Monaten - Antworten
PamolaGrey Lieber Louis,
vielen Dank für deinen Kommentar und dafür, dass du deine Erfahrungen teilst. Es stimmt – für viele kleine Hindernisse braucht es oft riesige Kraft, und genau darum ging es mir, den Blick weiter zu fassen. Ich freue mich, dass du dich im Text wiederfinden konntest.
Liebe Grüße
Pam
Vor einem Monat - Antworten
Flocke 
Das ist so toll geschrieben, liebe Pam
und es wäre super, diesen Text weit zu verbreiten, z.B. an Litfaßsäulen
in Bussen und Zügen, in Arztpraxen und und und ...
dort, wo man hinschaut, wo man Zeit hat ihn zu lesen ...

Liebe Grüße
Kathi

Vor ein paar Monaten - Antworten
PamolaGrey Liebe Kathi,
vielen Dank für deine lieben Worte und deine Ideen zur Verbreitung! Das freut mich sehr zu hören. Ich hoffe auch, dass der Text möglichst viele Menschen erreicht und zum Hinschauen und Nachdenken anregt.
Liebe Grüße
Pam
Vor einem Monat - Antworten
Kornblume Ein sehr schöner und zutreffender Text ,liebe Pamola.
Ich hoffe es gehr Dir gut, fragt die Kornblume
Vor ein paar Monaten - Antworten
PamolaGrey Hallo Kornblume,
vielen Dank für deinen schönen Kommentar!
Es freut mich sehr, dass dir mein Text gefällt. Mir geht es gut, danke der Nachfrage – ich hoffe, dir auch.
Deine Worte bedeuten mir viel, und es ist schön zu wissen, dass meine Geschichte ankommt und zum Hinschauen anregt.

Liebe Grüße
Pam
Vor ein paar Monaten - Antworten
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