Kurzgeschichte
Der Schatten - SP 116 - Kopfkino

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"Panisch tastete ich nach etwas, womit ich mich zur Wehr setzen konnte."
Veröffentlicht am 04. Februar 2026, 8 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Ich liebe das Leben, diskutiere gern und mache gern Spaß. Respekt und Ehrlichkeit sind mir wichtig. Mein Buch "Die Liebe trifft das Leben" ist am 6.2.15 erschienen.
Panisch tastete ich nach etwas, womit ich mich zur Wehr setzen konnte.

Der Schatten - SP 116 - Kopfkino

Der schatten

Thema: Kopfkino


Vorgaben

Flackernder Blick Schatten Traum Geräusch Erinnerung Baumwipfel Kochtopf






Der Schatten


Draußen tobte ein Sturm. Vielleicht hatte sich ein Fensterladen gelöst und klappte gegen die Hauswand? Ausgerechnet heute war ich allein vor Ort. Wir waren erst vor kurzem hier eingezogen und die Wohnräume noch gar nicht fertig eingerichtet. Ich hatte es mir mit einer Decke und einem Buch auf dem Sofa bequem gemacht. Erst stellte ich das Radio lauter, dann ganz aus, um die Situation besser deuten zu können.

Es war Winter und bereits früh dunkel. Die Laternen bis auf jede Dritte abgeschalten. Plötzlich flackerte nicht nur das Licht, nein, auch meine Augenlider zuckten unter einem



ängstlich, verstörten, flatternden Blick. Das alles war wie ein böser Traum, als ich auf einmal einen Schatten vor dem Fenster vorbeihuschen zu sehen glaubte.


Und dann "Bum Bum Bum", dieses hämmernde Geräusch. Panisch tastete ich nach einem Gegenstand, um mich zur Wehr setzen zu können. Gläser fielen zu Boden. Mein Herzschlag setzte für kurze Zeit aus. Das Rauschen in meinen Ohren wurde immer stärker.


Als ich vom Sofa aus meiner Schockstarre aufsprang, gingen scheinbar noch weitere

Sachen zu Bruch und ich verlor in meiner Angst und der Dunkelheit völlig die Orientierung. Der eine niedrige Zimmerbalken wurde mir zum Verhängnis. Ich schlug mir den Kopf an und Blut rann heiß über meine Stirn die rechte Wange hinab. Mir platzte im wahrsten Sinne der Schädel.

Da das Hämmern aufgehört hatte, bewegte ich mich, noch immer mit einer Weinkaraffe in der Hand, weiter Richtung Eingangstür. Just in diesem Momant hatte ich wieder Strom im Haus. Todesmutig beschloss ich draußen kurz nachzusehen, ob alles in Ordnung war.


Und da war es direkt vor der Eingangstür auf der Veranda. Es war nicht einmal besonders

groß. Doch wo kam es her? Wer hatte es bei diesem Sturm abends im Dunkeln hier vor meiner Tür abgelegt? Zu viele Fragen für meinen schmerzenden Kopf. Es war ungemütlich, also nahm ich den Karton mit ins Haus und verschloss sorgfältig die Tür. Ich war wie vom Donner gerührt, als ich ihn öffnete.


Mein Erinnerungsvermögen schien allmählich zurückzukehren. Natürlich, wir wollten in zwei Tagen am nahegelegenen Baumwipfelpfad campen. Unser nächster Nachbar John hatte uns Willkommen geheißen und von unseren anstehenden Ausflugsplänen erfahren. Er meinte, er hätte das nötige Geschirr und wolle es uns vorbeibringen. Nun hielt ich einen mittelgroßen Kochtopf samt Deckel und

Pfanne in der Hand. Der gute John, was für ein netter Nachbar, was für ein Sturm und was für eine Erfahrung für mich.



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Darkjuls
Ich liebe das Leben, diskutiere gern und mache gern Spaß. Respekt und Ehrlichkeit sind mir wichtig. Mein Buch "Die Liebe trifft das Leben" ist am 6.2.15 erschienen.

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