Romane & Erzählungen
Beltane

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"Was veranlasst Isabell und Jean in der Walpurgisnacht auf den Blocksberg zu fahren..."
Veröffentlicht am 01. Mai 2022, 76 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Über den Autor:

Mit Vorliebe schreibe ich Drabbles, Krimis und Kurzgeschichten... Ich liebe diese fabelhaft pointierten Miniatur-Geschichtchen. Zur Abwechslung schreibe ich auch gern mal eine erotische Geschichte... Ansonsten hoffe ich auf viele geneigte Leser und freue mich über jeden ehrlich gemeinten Kommentar. Zwei Städte sind mir neben Berlin besonders wichtig: Paris und Venedig... 09.Mai 2015 Ich habe heute erfahren müssen, dass Silvi ...
Was veranlasst Isabell und Jean in der Walpurgisnacht auf den Blocksberg zu fahren...

Beltane

Bleistift






Beltane

Erotik

Beltane

Kapitel 1 Isabell schlug die Augen auf. Gott sei Dank, dachte sie erleichtert, es war erst noch früh am Morgen und sie hatte also definitiv noch nichts verpasst, als sie einen kurzen Blick auf ihren Reisewecker warf, der ihr neben der Zeit, der Temperatur, auch noch das exakte Datum avisierte. Und heute war halt der 30. April. Die Sonne war noch nicht einmal richtig aufgegangen und nur langsam dämmerte der neue Morgen herauf. Es war der Tag, an welchem ihr Ehemann

Sean, sein Versprechen würde einlösen müssen, um ihr einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen. War doch ihrer beider Liebesleben nach zwanzig Jahren Ehe ziemlich eingerostet und dieser heutige Tag sollte wieder etwas Schwung vor allem in ihre eheliche Beziehung bringen. Denn gerade ihr intimes Liebesleben hatte besonders unter Isabells bislang unerfüllt gebliebenem Verlangen nach etwas Abwechslung, dramatisch gelitten. Damit ihr Pegasus endlich wieder Wind unter die Flügel bekam, musste etwas ziemlich Außergewöhnliches geschehen. Ein klares, vernehmliches Signal musste

her. Ansonsten würde der Trompeter sehr wahrscheinlich bald zum Rückzug blasen und ihrer beider langjähriger Verbindung würde demnächst wohl ziemlich ernsthaft infrage gestellt werden. Beltane war sozusagen die letzte Chance, ihre Ehe zu retten. Ob dies jedoch überhaupt noch möglich war, das würde sich gewiss in der kommenden Nacht entscheiden. Aus diesem Grunde hatten sich die beiden aufgemacht, nach Thale in den Harz zu gelangen, um dort gemeinsam die historische Walpurgisnacht auf dem berühmten Hexentanzplatz zu feiern. Was sie erwarten würde, wussten sie nicht, sie hofften auf eine Art Initialzündung für einen Neustart und so ließen sie die

Situation daher relativ unvoreingenommen auf sich zukommen. Nur zu diesem Zweck hatten sie bereits ein halbes Jahr zuvor schon ein Doppelbettzimmer in einer alten Privatpension für zwei Übernachtungen angemietet. Sean hatte zwar anfangs arge Bedenken, ob denn dieses Event überhaupt dazu geeignet wäre, ihrem sexuellen Verhältnis wieder zu einem stabileren Fundament zu verhelfen, aber Isabell hatte hartnäckig darauf bestanden. Die immer noch sehr attraktive und äußerst begehrenswerte Frau wollte wenigstens einmal in ihrem Leben an einem

besonders erotischen, ja geradezu unvergesslichen Abenteuer teilhaben. Wie sich beispielsweise eine Nacht gestalten würde, die sie intim mit zwei Männern gleichzeitig verbringen würde. Zugleich hoffte sie auch zu erfahren, ob Sean sie überhaupt noch liebte und möglicherweise sogar eifersüchtig werden würde. Oder ob es ihm partout nichts mehr ausmachte, wenn sie sich in seinem Beisein einen anderen Mann nach allen Regeln der Kunst hingab, ihn sexuell befriedigte und obendrein sogar noch hart von ihm genommen wurde. Wer denn überhaupt als autorisierter Dritter für diese Ménage-à-trois infrage kommen sollte, das war bislang noch völlig unklar

und es würde sich halt in der Walpurgisnacht ergeben oder eben auch nicht. Ursprünglich hatte sie einige Ressentiments, mit einem fremden Mann eine neue Form der Erotik zu zelebrieren, aber letztlich siegte an dieser skurrilen Situation die Neugier auf das Unbekannte, das Außergewöhnliche und ließ sie einfach nicht mehr los. Jetzt schließlich wollte sie auch wissen wie es ist, mit einem anderen Mann Sex zu haben, auch ohne dafür gleich ein schlechtes Gewissen bekommen zu müssen. Möglicherweise würden in dieser Nacht ja weitreichende

Entscheidungen fallen oder jenes Event würde womöglich sogar zu einem erotischen Highlight und damit zu einem sexuellen Schlüsselerlebnis in ihrem bisherigen Leben werden. Es konnte aber auch ebensogut möglich sein, dass dieses kuriose Spiel einfach nur in einem gigantischen Flop endete, den man anschließend getrost wieder vergessen konnte. Alles das würde sich nun aber in der kommenden Nacht zeigen, die man landläufig auch als Walpurgisnacht oder Beltane bezeichnete. Dieses uralte heidnische Fest des Neubeginns und des Erwachen der Natur, welches von etlichen freizügigen Mythen und Legenden begleitet wurde. Morgen früh

würde also ungeachtet dessen, wie diese Nacht auch immer enden würde, eine andere, eine neue Zeitrechnung für Isabell anbrechen. Davon war sie jedenfalls felsenfest überzeugt und mit aufgeregt schlagenden Herzen freute sie sich insgeheim sogar darauf, dieser schier endlosen Tristesse ihres bisherigen Sexuallebens hoffentlich endlich einmal entfliehen zu können. Bei eintretender Dämmerung begaben sich Sean und Isabell auf den Hexentanzplatz, um an den kultigen Umtrieben der Hexen, Dämonen, Teufel,

Satyre und Faune als unbeteiligte Zuschauer dabei zu sein. Und sie sollten nicht enttäuscht werden, denn mit Einbruch der Dunkelheit wurde ein wahrlich spektakuläres Feuer entzündet, um das sich alles Volk herum versammelte. Fackeln wurden entzündet und einige der Hexen begannen wie im Trance unter Trommelwirbel und dem klagenden Klang von Panflöten, bald auch barbusig um das Feuer herumzutanzen. Etliche der Tänzerinnen und Tänzer hatten vorher schon tüchtig dem Rotwein und gewiss auch der einen oder anderen Tüte Gras zugesprochen und so war es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich das rauschende

Fest alsbald in ein ausgelassenes und relativ freizügiges Treiben verwandelte. Die verschiedensten Pärchen fanden sich zum wilden Tanze und trennten sich nach dem Wechsel der Klänge und Melodien wieder, nachdem sie sich zuvor wildumschlungen beim Tanz geküsst und liebkost hatten. Selbst die angereisten Schaulustigen waren bald nicht mehr nur bloße Zuschauer, denn auch sie wurden durch die Tanzenden immer mehr in jenes wilde und zunehmend zügellose Treiben rund um das Feuer auf der Festwiese mit einbezogen. Isabell und Sean saßen beide auf einem abgesägten Stück Holzstamm und

genossen das umtriebige Ambiente dieser kultigen Nacht mit einem volkstümlichen Pappbecher voller süffigen roten Weines in der Hand. Plötzlich entdeckte Isabell auf ihrem weißen T-Shirt überrascht einen grünen Laser-Punkt, der erst langsam, dann immer schneller ihre Brüste zu umkreisen begann. Bald wurde der fordernde Laserpunkt so schnell geführt, dass es den Anschein hatte, eine waagerechte Acht oder aber auch mathematisch, das Unendlich-Zeichen genannt, hätte sich um ihre Brüste gelegt. Wer ihr dieses neckische Spielchen sandte, konnte sie zwar nicht erkennen, sie konnte lediglich lokalisieren, dass dieses grüne Laserlicht

aus der Gruppe der Teufel und Dämonen kam, die ihr etwas entfernt gegenübersaßen. Als Sean, dieses erotisch fordernde Spiel bemerkte, wandte er sich aufgebracht an sein angetrautes Eheweib, »Soll ich rübergehen und dem Kerl eins auf die Glocke geben, damit er mit diesem Blödsinn aufhört? Er könnte dich mit diesem verdammten Ding womöglich noch blenden, wenn er so weitermacht.« Der Blick, den er von Isabell dafür erntete, der sprach allerdings Bände. »Jemand hat sich plötzlich für mich interessiert und du möchtest ihn am liebsten dafür verprügeln. Ich dachte, du

hättest es verstanden, aus welchem Grund wir heute hier sind. Was, wenn es ausgerechnet derjenige ist, mit dem du mich heute Nacht teilen solltest?«, gab sie ihm zu verstehen. Sean nickte verstimmt, »Schon, aber es muss ja wohl nicht gleich ein Pan oder gar ein Satyr sein, ein Herr Müller oder Meier reichen dir wohl nicht, oder?«, knurrte er. »Was hast du gegen einen Pan oder einen Satyr, Sean. Sei lieber froh, wenn es nicht der Teufel ist, denn selbst mit dem würde ich heute Nacht vorlieb nehmen, sollte er jener Auserwählte sein«, lachte sie unbekümmert auf und stellte ihren Weinbecher neben sich auf den

Holzstamm. Sean indes schüttelte den Kopf und winkte resignierend ab. Dann zog Isabell lächelnd mit beiden Händen langsam und gekonnt, wie bei einer Erotikshow ihr T-Shirt hoch. Als Sofortreaktion auf ihren halben Striptease begann ein anerkennendes, lautstarkes Pfeifkonzert und ein rasendes Beifallklatschen aus den Reihen der Dämonen setzte ein. Worauf der grüne Laser-Punkt aus der Dunkelheit der gegenüberliegenden Seite heraus, wie verrückt Rock’n Roll auf ihren mittlerweile bereits steif gewordenen Brustwarzen zu tanzen anfing. Sehr zum Verdruss ihres Mannes, der ihr ungewöhnlich freizügiges Gebaren

inzwischen mit einigem Argwohn betrachtete. Ein paar Augenblicke später beendete Isabell jedoch die so begeistert aufgenommene One-Woman-Show, weil sich einige der aufmerksam gewordenen Zuschauer bereits mit ihren Fotoapparaten bewaffnet hatten und ihre Blitzlichter aufflammen ließen. Dann winkte Isabell lächelnd den Dämonen noch einen Gruß hinüber, der ihrerseits wieder mit Pfiffen und Beifall beantwortete wurde. Kurz darauf wandte sich nun auch der erotische, provokant hüpfende grüne Laser-Punkt wieder anderen Objekten seiner Begierden zu, während das

Beltane-Fest in dieser Nacht allmählich auf seinen glanzvollen Höhepunkt zusteuerte. Noch einmal gaben die Tänzer und Tänzerinnen in ihren Verkleidungen und Masken alles, zogen mit ihren heißen rhythmischen Tänzen zur Musik und ihren ekstatischen Bewegungen alle Zuschauer noch einmal in ihren Bann, wobei sie sich in ihrer jeweiligen Performance noch einmal trefflich zur Geltung brachten.

Mehrere der Hexen hatten sich einen Reisigbesen zwischen ihre Oberschenkel geschoben und wie im Trance schienen sie das noch einmal hell auflodernde Feuer zu umfliegen. Unterdessen boten zum Abschluss ein nackter Dämon und eine attraktive, unbekleidete junge Hexe

vor dem Hintergrund des flackernden Feuers und den begierigen Augen der Schaulustigen noch eine hochgradig erotische Showeinlage mit der wohl faszinierendsten Darstellung des Abends. Zu mitternächtlicher Stunde klang dann das illustre Fest allmählich aus, als sich kurz darauf Isabell und Sean wieder auf dem Heimweg zur ihrer alten Pension machten. Unterwegs redete Isabell nur wenig und Sean schien dennoch irgendwie ziemlich erleichtert zu sein, dass sich anscheinend wohl doch niemand gefunden hatte, der Isabells Wunsch hätte entsprechen können. So gab er sich gelegentlich eloquent und witzig, versuchte sogar sein Weib noch

ein wenig aufzumuntern. Als sie kurz nach Mitternacht in der Pension eintrafen, gingen sie nachdem sie jeder für sich rasch noch geduscht hatten anschließend gleich zu Bett. Zu diesem Zeitpunkt, als Isabell ihre Bettdecke zurückgeschlagen hatte, war ihr Sean längst schon fest eingeschlafen. Enttäuscht und unbefriedigt legte sie sich zu ihm ins Bett, als urplötzlich eine unerwartet heftige Windbö die Zimmertür mit brachialer Gewalt aufdrückte und zur gleichen Zeit die beiden nur angelehnten Fensterflügel mit einem lauten Krachen zusammenschlagen ließ. Während ihr Mann unterdessen süß und selig weiterschlummerte, als sei nichts

geschehen, fuhr Isabell zu Tode erschrocken und in panischer Angst auf. Denn unversehens stand urplötzlich, wie aus dem Nichts heraus, ein großer stattlicher Mann, elegant gekleidet in einem schwarzen Samtmantel und einem Zylinderhut aus dem 19.Jahrhundert, einem altmodischen Spazierstock in seiner weißbehandschuhten Hand haltend, unmittelbar vor ihrem Bett.Sie konnte nicht einmal mehr schreien und war wie gelähmt, denn die bohrenden Augen des Fremden schienen zu glühen

und dabei Isabells nackte Haut zu

versengen…



Kapitel 2

...Einen Augenblick später ließ Isabells Anspannung etwas nach und der Fremde sprach sie mit einer angenehmen sonoren Stimme an, »Ich werde Euch Eure Stimme wiedergeben liebliche Isabell, wenn Ihr mir lediglich dafür versprecht, nicht gleich wie ein keifendes Marktweib loszuschreien, sondern mir einfach nur zuhört. Ich bin gekommen, um Euch den geheimsten aller Eurer Wünsche zu erfüllen, aber nur solange diese ungewöhnliche Nacht, die wir Beltane nennen, noch andauert. Wir wollen also sehen, was Euch gefällt, um es dann

gemeinsam für Euch zu zelebrieren. Da Euch der Gedanke, Sex mit einem völlig Fremden zu haben, Unwohlsein zu bereiten scheint, war ich sozusagen angehalten, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Deren tieferer Sinn sich Euch zu gegebener Zeit sehr wahrscheinlich von selbst erschließen wird. Und redet während des Events nicht. Kein einziges Sterbenswort darf in dieser Nacht zu niemanden über Eure Lippen kommen, fragt mich auch niemals nach meinem Namen, denn Ihr würdet sofort jeglichen Zauber, den Euch diese Nacht gewähren soll, mit Sicherheit zerstören. Und damit nicht genug, denn es könnte für Euch sogar unabsehbare, ja geradezu fatale

Konsequenzen haben. Deshalb werde ich in dieser Nacht für Euch stets nur "der Fremde" sein. Ich hoffe sehr, Ihr versteht?« Isabell nickte etwas beklommen, denn so hatte sie sich die Erfüllung ihres Wunsches wahrlich nicht gedacht. Zwar sah dieser stattliche Mann hier mit dem überaus markanten Männergesicht eigentlich sehr gut aus und er hatte, soweit sie es jedenfalls beurteilen konnte, auch eine fabelhafte, geradezu athletische Figur. Für ihren gehobenen Geschmack hatte er auch wunderschöne und zudem exzellent gepflegte Hände. Seine langen schmalen Finger waren die

eines Pianisten oder zumindest die eines Künstlers. Sein Benehmen war kultiviert und seine kühle edle Intelligenz entsprach absolut ihren Vorstellungen. Eigentlich war er ganz und gar ihr Typ, wenn da nur nicht diese brennend bohrenden Augen wären, die ihr schon beim bloßen Anblick die pure Hitze in ihren Leib brächten. Doch da fuhr der Fremde auch schon unbeirrt fort, »Sagt an, schöne Isabell, hat Euch denn dieser aufreizende Mummenschanz da draußen auf der Wiese wirklich so gefallen? Also mir war das alles ehrlich gesagt, ein wenig zu theatralisch aufgemacht. Ein burleskes Possenspiel in der Tat, geschickt inszeniert, vorgetragen

von talentierten Gauklern und intelligenten Harlekinen. Ich frage mich nur, was diese Leute für eine verdrehte und kuriose Vorstellung von all dem haben, von dem sie so rein gar nichts verstehen. In Wahrheit nämlich verwechseln alle diese primitiven Geister vor allem beim Sex die Prioritäten. Lust und Schmerz, Liebe und Hass entstehen zuerst im Gehirn, sie bedingen einander und halten sich so in einem währenden Gleichgewicht. Wollt Ihr nun immer noch darauf bestehen, eine diesbezügliche Erfahrung zu dritt zu machen, um letztlich kundig über das zu werden, was Ihr wirklich bei einer echten Ménage-à-trois empfindet?«

Der Fremde wies jetzt mit seiner offenen Handfläche und einem smarten Lächeln auf den Lippen auf Isabell, die daraufhin sofort ihre Stimme wieder zurück erhielt. Beinahe reflexartig stellte sie sich auf den Fremden und seine gepflegten Umgangsformen ein. Sie verfiel in geradezu atemberaubender Geschwindigkeit in dessen Sprachverhalten, welches ihr ebenso aus derselben fernen Vergangenheit zu stammen schien, wie diese edlen, altertümlichen Kleider, die er am Leibe trug. »Habe ich denn überhaupt eine Wahl, werter Herr, mich Euch und Eurem Ansinnen wahrlich zu widersetzen?«,

hörte sie sich mit einer ihr völlig unbekannten Stimme und dennoch in liebreizender Manier sagen. »Oh‘ mich deuchtet, Ihr habet immer eine Wahl, meine Liebe. Und ganz unter uns gesprochen, war es nicht eher umgekehrt und somit gar Euer eigen Ansinnen und Begehr, welches mir die Ehre Eurer Bekanntschaft verhieß? Und auch will es mir scheinen, dass ich heute Nacht sogar noch mehr von Euch kennenlernen werde, inwendig und auch rein äußerlich, so es Euch denn gefällt. Und Ihr werdet vielleicht gewisse Dinge erleben, die Ihr Euch selbst in Euren kühnsten Träumen nicht einmal gestattet hättet, sie überhaupt zu denken«, meinte

der Fremde immer noch hintergründig lächelnd. »Und mein Gemahl, werter Herr, welche Rolle habt Ihr ihm denn in diesem Spiele zugedacht?«, fragte Isabell mit einem Seitenblick auf den immer noch tief und fest schlafenden Sean. »Bitte, meine Gnädigste, macht Euch um Euren Gatten nur keine Sorgen, er wird zu gleichen Teilen an Eurer Lust, wie auch an Eurem Schmerz partizipieren, wenn es soweit ist und Ihr Euch auf das Spiel eingestellt haben werdet. Er wird sogar derjenige sein, der Euch auf eine völlig unbekannte Art erregen wird, wenn Ihr dies so wünscht.«

Isabell nickte in sich gekehrt und wandte

sich dann wieder an den Fremden, »So also sei es denn, wann gedenkt Ihr mit diesem ungewöhnlichen Spiel zu beginnen, mein Herr?«

»Dies ist hier nicht die Frage, denn es hat bereits längst schon begonnen, Verehrteste. Stellt Euch nun vor, was zwei Männer zugleich tun müssten, um Euch in Verzückung geraten zu lassen. Ihr braucht es nur gedanklich in Bildern zu fassen und sogleich wird es wie ein passender Puzzlestein in Euren Wunsch eingefügt. Alssobald werden wir sehen, was alles geschehen wird«, lachte der Fremde und mit dem Verklingen seines Lachens verlosch sogleich auch das Licht des dreiarmigen Kandelabers und die

geräumige Schlafkammer versank in einer tiefen, absolut rabenschwarzen Finsternis... Isabell lag jetzt auf der Seite und kuschelte sich dicht an Sean, als sie plötzlich spürte, wie jemand sachte unter die Bettdecke auf ihre Laken glitt und seinen Körper dicht an den ihren presste.»Seid Ihr es?…«, fragte sie ein wenig überrascht in die Dunkelheit hinein. Sie bekam keine Antwort. Stattdessen fühlte sie, wie sich blitzschnell zwei Hände wie ein Schraubstock, um ihren Hals legten und sie auf das Heftigste zu würgen begannen. In ihrem Kopf hämmerte dazu

unablässig der Gedanke, ...Du solltest besser nicht reden... Zum Zeichen ihres Einverständnisses nickte sie kurz und augenblicklich ließen die unbekannten Hände von ihrem Tun ab. Schwer atmend, japste Isabell regelrecht nach Luft.

Etwas schier Unglaubliches war soeben geschehen, dieser fatale Würgegriff hatte sie sogar ziemlich deutlich sexuell erregt. Aber dieses Bild verwarf sie gleich wieder. Viel zu gefährlich, entschied sie, denn die gefühlte Übergangsgrenze ins Jenseits erschien ihr mit einem Male irgendwie fließend zu sein. Was, wenn ihr solch ein Sauerstoffmangel im Gehirn plötzlich

ihren Lebensfaden abschnitt und sie anschließend von allein nicht wieder herausfand aus diesem erotischen Irrgarten? Durch ihr seidenes Nachthemd hindurch bemerkte sie, wie sich ein harter Stab an ihren Hinterbacken rieb und sich danach der Länge nach in ihre Pospalte legte, warm und pulsierend. Isabell bekam augenblicklich einen heftigen Adrenalinschub, der erneut ein heißes Lustgefühl in ihr auslöste. Hatte sie sich so etwas schon immer gewünscht? Sicher, sie hatte schon öfter den einen oder anderen verspielten Gedanken daran verschwendet, wie es wohl wäre, würde auch ihre ansonsten stets verschlossen gebliebene

Hinterpforte in das Liebesspiel mit einbezogen. Aber sogleich verbannte sie dann ganz schnell wieder diesen schamlosen Gedanken, denn so etwas, das schickte sich doch nicht, oder?... Was ihr Sean wohl dazu sagen würde, wenn sie ihn diesbezüglich eine entsprechende Offerte gemacht hätte? Heimlich jedoch, wenn sie ganz für sich allein war, hatte sie schon öfter ihren angefeuchteten Zeigefinger auf die Suche nach der sensiblen Mitte ihrer runzligen Blume geschickt, was ihr dabei stets auch einen ansehnlichen Lustgewinn bescherte. Wenn Sean allerdings nicht von selbst darauf kam, danach fragen würde sie ihn gewiss nicht. Allerdings,

hier wurde sie nicht gefragt, hier brauchte sie auch nicht zu fragen, denn es geschah einfach. Sogar alles ohne ihr besonderes Zutun, sie brauchte es sich nur zu vorzustellen, wie sie sogleich hocherfreut bemerkte. Sie folgte ab jetzt nur noch ihren eignen Instinkten und Intentionen, ließ sich geradezu genussvoll davon gefangen nehmen. Unter der Bettdecke wurde ihr langes weißes Nachtgewand vorsichtig bis über ihren Po hinaufgeschoben, während der heiße, kräftige Schwengel von wem auch immer, sachte zwischen ihren längst feucht gewordenen Spalt glitt und sich daran zu reiben begann. Danach schob

sich ganz geschickt ein muskulöser Männerarm unter ihrem Oberkörper hindurch und zwei warme Hände bedeckten jetzt wie zwei ständig in Bewegung gehaltene sanfte Taubenflügel ihre Brüste, die dabei unablässig ihre ohnehin schon erregten Brustwarzen permanent weiter reizten. Isabell stöhnte leise auf. Ja, so hatte sie es sich schon lange gewünscht. Fast unmerklich, aber dennoch äußerst graziös, streckte sie dem bislang Unbekannten ihren Po etwas entgegen, damit dieser mit seinen harten Schweif nun auch besser die Basis ihrer Lust erreichen konnte. Aber auch um seinen pochendes Genital anschließend

noch zielsicherer in ihre bereits feucht gewordenen Spalte versenken zu können. Was der Fremde auch baldigst annahm und schon kurz darauf so tief als irgend möglich in sie eindrang. Ein feurig bebendes Gefühl durchdrang sogleich ihren bereits vor Erregung zitternden Unterleib. Als Unterstützung für dieses faszinierende Gefühl feuchtete Isabell die Kuppe ihres Fingers an und fuhr nun mit der nassen Beere ihres Zeigefingers heftig reibend über ihre längst schon prall glänzende Perle ihrer Lust. Immer schneller ließ sie nun Zeige, und Mittelfinger auf ihrer Klitoris tanzen, ja sogar regelrechte Kreise auf ihrer

entflammten Lustperle drehen, während der heiße, pochende Kolben des Unbekannten tief in der Mitte ihres Inneren unentwegt für ständig zunehmenden Hochdruck sorgte. Plötzlich nahm sie einen süßlichen Moschusduft über ihre Nase wahr und etwas Weiches glitt über ihre Lippen, was sie gefühlsmäßig sofort als die Hoden eines weiteren Mannes erkannte. Instinktiv öffnete sie dem gefühlvoll Einlass begehrenden warmen weichen Hautverbund mit den fleischlichen Kugeln ihre Lippen und saugte nun abwechselnd nacheinander jeden einzelnen der beiden Hoden tief in ihren

Mund hinein, um sie mit ihrer Zunge und ihren Lippen zu verwöhnen. Während der Schwanz jenes Mannes dabei immer wieder über ihr Gesicht glitt und sie damit liebevoll zu streicheln schien. Unterdessen befühlte sie mit ihren Händen die Gestalt und glaubte in dem Besitzer dieses erregten Genitals ihren eigenen Mann zu erkennen. Als kurz darauf ein prächtig erigierter Phallus wollüstig zwischen ihre Lippen glitt und ihren saugenden Mund fleischlich so herrlich voluminös auszufüllen begann und Isabell sich gerade anschickte, diese neue, hocherotische Situation mit all ihren Sinnen genießen zu wollen, da wechselte in diesem Moment jedoch

radikal das Szenenbild… Sie wollte ihren Augen nicht recht trauen, als sie sich mit einem festen Hanfseil an den Handgelenken gefesselt und keine fünf Zentimeter über dem Fußboden hängend, in einem finsteren, vor Schmutz starrenden Verlies wiederfand. Die Wände waren nass und die Luft in diesem Kerker war stickig, sie roch modrig und zugleich stank es geradezu widerlich nach verbranntem Pech. An der Wand brannte mit leisem knisternden Funkensprühen, eine unruhig flackernde, geradezu gespenstisch anmutende Pechfackel und Isabell glaubte sich sofort in den Kerker einer

fensterlosen Folterkammer aus dem Mittelalter versetzt... Zwischen ihren Fußgelenken hatte man eine eichene Holzplanke, die in der Mitte ein kleines Loch besaß, festgeschnallt. Diese massive Planke jedoch fixierte ihre nun weit gespreizten Beine an den jeweils halbkreisförmig ausgearbeiteten Enden der Bohle mit dicken und weich gepolsterten Lederschnallen unverrückbar fest. Das Seil, mit welchem man sie an den Handgelenken über ihren Kopf gefesselt hatte, wurde nach oben über eine feste Rolle geführt und endete an der Wand, wo der übrige Rest des rauhen Seiles um einen eisernen Wandhaken aufgewickelt

worden war. Ungeachtet dessen trug sie zu ihrer eigenen Erleichterung jedoch immer noch ihr langes, weißes seidenes Nachtgewand. Plötzlich rasselte draußen, vor dem Eingang zu ihrem Verlies geräuschvoll ein großes Schlüsselbund und kurz darauf wurde das massive eiserne Schloss zu ihrem modrigen Kerker aufgeschlossen. Jemand machte sich an dem Mechanismus zu schaffen und ein schwerer eiserner Riegel krachend beiseitegeschoben. Als sich die Türe öffnete, betraten zwei athletisch gebaute Männer mit nacktem Oberkörper und in blendendweißen Kniebundhosen ihr

einsames Verließ. Ihre Muskeln glänzten wegen der extrem hohen Luftfeuchtigkeit im flackernden Lichterschein der Fackel, welche einer der Männer bei sich trug. Es handelte sich um eine ebensolche brennende Fackel, wie sie schon an der Wand ihrer Zelle loderte. Er hielt sie nun direkt vor Isabells Gesicht, um die wehrlose, mit ausgestreckten Armen am Seil hängende Frau bei besserem Lichte betrachten zu können. Es war zwar unverkennbar der Fremde, aber inzwischen schienen sich merkwürdigerweise seine Gesichtszüge etwas gewandelt zu haben, denn er ähnelte nunmehr immer deutlicher ihrem eigenen Ehemanne. Der zweite Mann war

definitiv ihr Sean. Stumm verfolgte sie nur mit den Augen das weitere Geschehen, während sich die beiden Männer wortlos bei ihrem jeweiligen Tun geradezu blind zu verstehen schienen, als wären sie ein perfekt eingespieltes Team. Der Fremde stand jetzt vor ihr und die Blicke aus seinen dunklen Augen schienen sie geradezu verzehren zu wollen, so heiß brannten sie auf Isabells Haut. Er beugte sein Haupt zu ihr hinab und küsste sie gierig auf ihren sinnlichen Mund. Doch der intime körperliche Kontakt brach in diesem Moment brutal ab, als sich ihre liebkosenden Münder voneinander trennten, weil Isabell mit einem gewaltsamen Ruck an dem Seil

nach oben gezogen wurde. Ihre Körpermitte kam nun in Augenhöhe des Fremden zum Stehen und das Seil wurde von Sean wieder an der Wand festgezurrt. Selbst durch das seidene Nachthemd hindurch, spürte Isabell den erregenden Atem des Fremden direkt auf ihrer Vulva und wieder begann ihr erotisches Verlangen nach ihm heftig anzusteigen. Isabell fühlte nun, wie sich Sean von hinten unter ihr Nachthemd schob und seine Hände intensiv ihre Hinterbacken kneteten und sein Mund sogleich begann, sie mit heißen und völlig ungewohnten Liebkosungen auf der Rückseite des Mondes zu verwöhnen. Währenddessen glitt der Fremde von

vorn ebenfalls unter ihr seidenes Nachtgewand und begann nun seinerseits mit seinem Mund Isabells Lustdreieck in Beschlag zu nehmen. Isabell wand sich dabei wie ein gefangener glitschiger Aal an einem Haken, ob der oralen Genüsse, die jetzt von beiden Männern so intensiv vorgetragen wurden und nun mit geradezu ungeheuerlicher Wucht über sie hereinbrachen. Mehr noch, sie hatte sogar das Gefühl, dass sich die Männer mit ihren Aktionen gegenseitig anspornten, um die widerstandslose und fest an das Seil gefesselte Frau unweigerlich in einen gigantischen Orgasmus zu treiben. Seans bewegliche Zunge fuhr jetzt sogar mehrmals ihre

Pospalte entlang, bis sie endlich den Eingang zur Mitte ihrer runzligen Blume gefunden hatte und in der Folge diese rosafarbene Pforte mit versteifter Zungenspitze auf das Heftigste penetrierte. Etwas, was sie noch niemals je zuvor erlebt hatte, ihr jedoch über alle Schamgrenzen hinweg, eine schier irrsinnige Lust bereitete. Diesen permanenten Anstieg der Lust konnte selbst die ansonsten ziemlich taffe Isabell nicht sehr lange unterdrücken und so brach es einem Moment später urplötzlich aus ihr heraus. Sie hatte ihr eigenes Lustgefühl längst nicht mehr unter Kontrolle, als ihr Körper in konvulsiven Wellen zu zucken begann.

Es überwältigte sie förmlich, als sie von einer dieser mächtigen Wogen, die ihr wie ein herandonnernder Güterzug vorkam, in einer gewaltigen Orgasmusserie buchstäblich überrollt wurde. In einem spitzen Schrei entlud sich ihre ganze aufgestaute Erregung und die heftig sprudelnden Wasser ihres Lebens benetzten den Fremden unter ihrem Nachtgewand in mehreren kräftigen Schüben. Dieser, ihr bislang heftigster Orgasmus war noch nicht einmal vollständig abgeklungen, als sie mit Entsetzen bemerkte, wie der Fremde blitzschnell ein Rasiermesser aufgeklappt hatte, ihr das weiße, seidene Nachtgewand in Brusthöhe von innen

heraus aufschlitzte und sich dabei selbst wie aus einem Kokon herausschälte. Dann riss er ihr in brutaler Manier die Reste des zerschnittenen Nachtgewandes von ihrem Körper herunter. Isabell hatte nun auch den letzten optischen Schutz auf ihren indes gänzlich nackten Körper verloren und war in dieser Situation unwiderruflich den gierigen sexuellen Gelüsten der beiden Männer ausgeliefert. Gefährlich blitzte nun das Rasiermesser in der Rechten das Fremden im flackernden Lichterschein der lodernden Fackeln auf. Isabell erschrak gewaltig, als sie erkannte, dass er das blitzende Messer nun zu ihrer nassen Vulva führte.

Dann stellte er sich unter ihren rechten Oberschenkel und hob ihn mit seiner linken Schulter etwas an, sodass sich ihm die lieblich anzuschauende Muschel Isabells noch weiter öffnen musste. Mit der Breitseite der blanken Klinge glitt er über die immer noch hochgradig erregte Perle ihrer Lust. Isabell erschauderte heftig, als der kalte Stahl der scharfen Klinge sie an ihrem sensiblen Geschlecht berührte. Es schüttelte sie erneut und eine weitere Gänsehautwelle überflutete ihren gesamten Körper. Dann begann der Fremde mit der traumwandlerischen Sicherheit eines erfahrenen Barbiers und ganz gezielt

geführten Zügen seines extrem scharfen Rasiermessers, ihr das klatschnasse Schamhaar komplett zu entfernen. Nachdem er äußerst geschickt sein Werk vollendet hatte, kosten seine Lippen und seine Zunge den gesamten Bereich, den kurz zuvor noch die agil geführte Klinge des Rasiermessers beherrscht hatte. Während ihr Mann Sean, unterdessen immer noch die Mitte ihrer schweißnassen Hinterbacken und die Innenseiten ihrer sensiblen Schenkel auf das Zärtlichste mit seinem Mund verwöhnte. Auf ein Zeichen des Fremden hin, schob Sean ein weiteres Seil durch ein Loch in

der Mitte der Holzbohle und sicherte es auf der Innenseite mittels eines massiven Knotens. Danach zog er das neue Seil in die Höhe und senkte zugleich das erstere immer weiter ab, bis sich Isabells Körper um ganze 180° gedreht hatte und ihre Beine nun vor den Augen der Männer weit gespreizt in der Luft hingen. Als ihr Kopf die Körpermitte des Fremden erreicht hatte, wurde das Seil wieder festgezurrt und die beiden Männer stellten sich nun unmittelbar vor sie auf, öffneten den Latz ihrer weißen Hosen und nahmen ihre weichen Schwänze heraus. Der Fremde deutete Isabell an, beider Männer Schwengel abwechselnd zu bearbeiten, um sie auf diese Weise mit

ihrem Zaubermund in eine genügend feste Struktur zu transferieren. Ein weiteres unglaubliches Lustgefühl befiel sie, als sie bereitwilligst und kopfüber am Seil hängend, jener klaren und unmissverständlichen Aufforderung nachkam. Je intensiver sie nun die Penisse der beiden Männer verwöhnte, umso weniger konnte sie bald den einen von dem anderen Mann unterscheiden. Sie war plötzlich nicht mehr in der Lage zu sagen, wer eigentlich wer war. So sehr hatte sich der Fremde mittlerweile dem Äußeren ihres Gemahls angepasst, auf dass sie beide in der Tat nun nicht nur

wie eineiige Zwillinge aussahen, sondern natürlich auch dementsprechend ebenso handelten. Als jenes Wunder geschehen war und ihr saugender, lutschender Mund die erstarkten Geschlechter der beiden Männer in den Zustand höchster Erregung versetzt hatte, wurde sie über den Seilzug von einem der identischen Zwillingsbrüder blitzschnell wieder um 180° herumgedreht. Er stellte sich danach sogleich hinter sie und zog ihre Hinterbacken auseinander. Wie auf ein Stichwort hin, begannen nun die beiden Männer zur gleichen Zeit möglichst tief in Isabell einzudringen. Auch wenn es

ihr anfänglich noch einen kurzen Schmerz bereitete, so obsiegte doch bereits während der vollständigen Penetration ihrer jeweiligen Pforten, die verlangende Lust in ihr, als sie die beiden heißen pochenden Schwänze der Zwillingsbrüder in ihrem Leib verspürte. Ihr schweißtriefender Körper wurde nun von beiden Männern gleichzeitig in einem immer schneller werdenden Rhythmus so lustvoll von vorn und von hinten aufgespießt, dass es ihr beinahe den Verstand umnebelte und sie sich nach und nach aller anderen Sinne beraubt fühlte. Isabell glaubte sich bereits wie im Trance und hatte längst vergessen, wo sie war, auch wer sie so

lustvoll nahm. Während die Hände des hinter ihr stehenden Mannes ihre bebenden Brüste umfassten und sie unglaublich aufreizend zu massieren begannen. Eine weitere Luststeigerung erfuhr Isabell noch einmal, als er ihre empfindsamen Brustwarzen bis an die Schmerzgrenze hin aufzwirbelte, in sie kniff und heftig an ihnen zog. Unterdessen küsste der verlangende Mund des vor ihr stehenden Mannes gefühlvoll ihre sinnlich weichen Lippen. Zugleich wanderten auch seine zärtlich kundigen Hände unablässig über alle übrigen Lustzonen ihres Körpers und heizten dabei ihre Libido kräftig auf.

Gierig saugte Isabell indes seine Zunge in ihren Mund. Denn jetzt, da es auch völlig egal zu seien schien, wessen Mund sie letztlich küsste, gab sie sich willfährig und voller Leidenschaft diesem ungewohnten Genuss hin. So dauerte es naturgemäß auch nicht sehr lange, bis die nachgeladene Bombe ihrer flammenden Lustgefühle tief in ihrem Innern erneut detonierte und somit ein weiteres Mal den sprudelnden Quell ihrer heißen Lebenswasser freisprengte. Was natürlich letztlich auch dafür sorgte, dass die beiden Männer zugleich kamen und ihren Lusttreibstoff sinnbildlich zeitgleich in die gewissermaßen wie

aufgespießte Isabell ejakulierten, während die doppelt penetrierte Frau daraufhin leise stöhnend in eine Art unkontrollierbaren Dauerorgasmus versank... Kapitel 3


Als Isabell im Morgengrauen des ersten Maientages gelöst und entspannt erwachte, fand sie sich in ihrer Schlafkammer und an der Seite ihres Mannes wieder, der allerdings noch immer den Schlaf des Gerechten schlief. Schlagartig kamen ihr die Geschehnisse der letzten Nacht in den Sinn. Vorsichtig schaute sie sich nach dem Fremden um,

konnte ihn aber nirgends entdecken. Auch deutete nichts darauf hin, dass er überhaupt jemals vor ihrem Bett gestanden war. Entspannt und verklärt lächelnd legte sie sich in die weichen Daunen zurück. Bestimmt hatte sie das alles nur geträumt und ihr Sean würde gewiss über ihren obskuren Traum herzlich lachen, wenn sie ihn davon erzählte oder gar von dem berichten würde, was er und der Fremde in dieser Nacht in diesem Traum mit ihr so alles getrieben hatten. Mit einem süßen Erinnerungslächeln ließ sie ihre Hände sanft über ihren Körper gleiten, strich über ihre sinnlich empfindenden

Brüste und schob sich beide Handflächen sanft von oben nach unten über ihren Bauch, direkt hinein in ihr Lustdreieck. Plötzlich jedoch bemerkte sie überrascht das Fehlen ihrer Schamhaare und riss sich rasch die Decke von ihrem Leib, um sich zu vergewissern, dass sie sich darin irrte. Aber sie irrte sich nicht, alles Schamhaar war ihr entfernt worden, gänzlich nackt und bloß glänzte ihre Vulva nun wie ein Kinderpopo. Das Haar entfernt von dem Fremden, dachte sie leicht erblassend, er hatte mich am Seil hängend, also doch in diesem finsteren Kerker rasiert. Und nun bemerkte sie auch ihre Nacktheit unter der Bettdecke, denn das seidene Nachtgewand, welches

von dem Fremden mit dessen scharfen Rasiermesser zerschnitten wurde, blieb allerdings auch verschwunden. Jetzt nährten erhebliche Zweifel über das, was gestern in der Beltane-Nacht geschehen war, ihren sonst so verlässlichen Realitätssinn. Sie musste unbedingt mit Sean reden und rüttelte ihn so lange, bis er endlich halbwegs wach wurde. »Was ist los, Süße?«, brummte er noch immer völlig schlaftrunken. »Es ist doch erst früh am Morgen und du bist schon munter? Lass mich wenigstens noch etwas schlafen, ich bin von der letzten Nacht noch so müde wie ein Hund. Heute ist ohnehin Feiertag und nach dem Frühstück fahren wir gleich nachhause,

versprochen«, murmelte er und drehte sich wieder auf die andere Seite. Doch dann wandte er ihr erneut sein Gesicht zu und sagte mit leiser Stimme, »Du warst übrigens rattenscharf gestern in der Nacht, ich wünschte, wir wären schon viel eher auf die Idee gekommen, endlich mal etwas Neues auszuprobieren. Das werden wir sobald als möglich wiederholen, das war nur hammerharte Spitze und einfach nur herrlich geil... «, nuschelte er glücklich vor sich hin und schloss selig lächelnd wieder die Augen. Er weiß es also, dachte sie, er war dabei, es war also doch kein Traum. Mein Gott, ich werde noch verrückt hier. Und wer zum Teufel ist dieser Fremde und wo ist

er abgeblieben? Fragen, über Fragen, auf die es allerdings keine Antworten gab. Nach dem Frühstück, während Sean die Koffer packte, begab sich Isabell zu dem Pensionswirt, um die Übernachtungen zu bezahlen. »Und wer bezahlt mir das eingedrückte Schloss an Ihrer Kammertür, welches Ihr Mann gestern in der Nacht beschädigt hatte, als er vermutlich den Schlüssel zu Ihrem Zimmer nicht finden konnte, Frau Tesla?« Isabell erschrak. Natürlich erinnerte sie sich sehr genau an jenen Fremden, wie der mit seinem spektakulären Auftritt plötzlich vor ihrem Bett gestanden

war. »Wissen Sie was, schicken Sie doch bitte die Rechnung für die Reparaturkosten direkt an unsere Adresse. Natürlich werden wir für den entstandenen Schaden an Ihrem Schloss aufkommen«, sagte sie und wandte sich bereits zum Gehen. Der Wirt nickte erfreut, »Dann geht das ja schon mal in Ordnung. Äh, einem Moment noch, Frau Tesla. Sie sind doch Frau Tesla, Isabell Tesla?« Isabell nickte beiläufig, »Selbstverständlich, worum geht es, bitte?« »Ich habe hier noch einen recht altmodisch versiegelten Brief für Sie, ist heute Morgen mit einem Boten

gekommen. Sollte unbedingt nur an Sie persönlich abgegeben werden. Es war schon etwas ungewöhnlich, Post an einem Feiertag, aber auch, weil meine Frau diesen Empfang extra quittieren musste...« Isabell war überrascht, »Hatten Sie Unkosten wegen dieses Briefes?« Der Wirt schüttelte den Kopf, »Nun, das gerade nicht, nur als meine Frau aber den Empfang auf der Quittung bestätigen sollte, hatte sie sich an dem kaputten Kugelschreiber des Boten leicht am Finger verletzt und ein winziger Tropfen ihres Blutes ist aus Versehen auf das Unterschriftsfeld der Quittung

gekleckst. Daraufhin hatte der Bote ihr den Zettel weggezogen und gemeint, das reiche ihm schon, das wäre besser als jede Unterschrift, die könne man nämlich fälschen, das da und damit meinte er den Blutstropfen, das eben nicht. Dann ist er mit dem Blutfleck auf dem Papier auf und davon. Finden Sie das etwa nicht auch ziemlich ungewöhnlich?« »Guter Mann, gestern war, wie Sie ja sehr wohl wissen, Beltane, also Walpurgisnacht. Und wer weiß schon, was da für ein Spinner aus der letzten Nacht übriggeblieben ist, der sich höchst wahrscheinlich nur in irgendeiner Form wichtigtuen wollte. Ich an Ihrer Stelle würde die Sache auch nicht unbedingt

gleich so melodramatisch überbewerten wollen.« Sie zog aus ihrem Portemonnaie einen Zwanzig-Euro-Schein und reichte ihn dem Wirt, »Sagen Sie Ihrer Frau, es tut mir leid, wenn sie meinetwegen Unannehmlichkeiten hatte und ich entschuldige mich bei ihr für das offensichtliche Ungeschick des Boten.« Der Wirt grinste, »Vielen Dank, das wird sie sicher freuen zu hören«, sagte er und steckte rasch den Schein ein. Dann überreichte er Isabell den Brief. Ohne einen Blick darauf zu werfen, steckte sie ihn scheinbar achtlos in ihre Handtasche.

Enttäuscht wandte sich der Wirt ab. Er hatte erwartet, dass Isabell diesen geheimnisvollen Brief wohl in seiner Gegenwart öffnen würde und vielleicht hätte er ja bei dieser Gelegenheit auch etwas über seinen zweifellos höchst interessanten Inhalt in Erfahrung bringen können. Aber Isabell tat ihm den Gefallen nicht, stattdessen ging sie nach draußen zu ihrem Wagen auf den Parkplatz, wo sie sich diesen Brief nun etwas genauer anschaute. Das Siegel bestand aus leuchtend rotem Siegellack und stellte ein Pentagramm dar, sowie ein paar ineinander verschlungene Zahlen, von denen sie jedoch nur drei Neunen, oder Sechsen zu

erkennen glaubte. Als eher ungewöhnlich empfand sie jedoch, dass jener Brief zwar keinen Absender enthielt. Dafür stand aber mit Feder und Tinte in schwungvoller Kalligraphie-Schrift nur ihr Name als Adressatin auf der Mitte des weißen Papieres geschrieben. Kopfschüttelnd erbrach sie das Siegel und entfaltete das kostbare, handgeschöpfte Büttenpapier. Sofort fiel ihr auf, dass der ganze Brief in demselben Stile gehalten war, in welchem der Fremde sich auszudrücken pflegte, von dem sie allerdings nicht einmal seinen Namen wusste. So las sie denn auch mit wachsendem Erstaunen diesen an sie gerichteten Brief mit

folgendem Inhalt:

Teuerste Isabell, Ihr seid mir in der Nacht zu Beltane eine überaus liebreizende Gespielin gewesen und ich musste mich schon lange zurückerinnern, wann ich je einen solchen Genuss bei diesem Spiele empfand, welches Ihr gestern in der Nacht so trefflich spieltet, als Ihr mich zum Tanze einludet. Ich hoffe, Ihr hattet ebenso Euren erregenden Spaß daran. Um eines muss ich Euch in Eurem eigenen Interesse aber dennoch bitten, erwähnt niemals Eurem getreuen Gatten gegenüber, was Ihr wirklich in der Nacht auf Beltane erlebt habt. Er weiß es

nämlich nicht und glaubt immer noch, er wäre der Einzige, der allein mit Euch… Sollte Euch jemals wieder diese unendliche Lust an diesem reizenden Spiele plagen und Ihr könnt anders nicht Eure heimliche Begierde danach stillen, so wisset Ihr nun, wo und wann Ihr mich finden könnt. Bis dahin gestatte ich mir Euren Fetzten weißer Seide als kleines Erinnerungssouvenir an Euch zu behalten. Er duftet noch immer so sinnlich nach Eurer verschwenderischen Lust... Stets der Eure Euer ergebener Diener, Madame Tesla... Baron Santa


Als Isabell diesen Brief gelesen hatte, erschrak sie gewaltig. Mit wem um Himmels Willen, hatte sie da diese Nacht verbracht... Und wann hatte sie je diesen Baron Santa wozu eingeladen? Wer ist überhaupt dieser Baron Santa? Noch während sie kopfschüttelnd darüber nachdachte, wurde es plötzlich unglaublich heiß in ihrer Hand und überrascht ließ sie das kostbare Stück Papier auf den hellen Kies des Parkplatzes fallen, wo es im Nu aufflammte und rasch zu schwarzer Asche verbrannte, deren zerfallene Partikel der aufkommende Frühlingswind aber sogleich auch schon wieder forttrug…

Impressum Cover: selfARTwork Coverpicture: Luis_Ricardo_Falero Text: Bleistift Picture inside: AlbertJosephPnot, unknown graphic artist, © by Louis 2015/5 last Update: 2022/4

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Über den Autor

Bleistift
Mit Vorliebe schreibe ich Drabbles, Krimis und Kurzgeschichten...
Ich liebe diese fabelhaft pointierten Miniatur-Geschichtchen.
Zur Abwechslung schreibe ich auch gern mal eine erotische Geschichte...
Ansonsten hoffe ich auf viele geneigte Leser und freue mich über jeden ehrlich gemeinten Kommentar.
Zwei Städte sind mir neben Berlin besonders wichtig:
Paris und Venedig...

09.Mai 2015
Ich habe heute erfahren müssen, dass Silvi Bredau am Samstag, dem 25. April 2015
ihren Kampf gegen den Krebs endgültig verloren hat...
Ich schäme mich meiner Tränen nicht...
Louis

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Brubeckfan Wortgewaltig wie stets! Sowie sachkundig und auschweifend ;-)
Und ja:
"Es" läuft wesentlich im Kopf ab.
Das Erlebnis der Frau ist für den Mann das Heißeste dabei.
Warum nur sagt man dem Partner nie ehrlich die "anstößigen" Wünsche?

Huch, eigentlich wollte ich heute abend nur singen ... Wer leiht mir fix seinen Zylinder?

Angeregt grüßt Dich
Gerd
Vergangenes Jahr - Antworten
Enya2853 Eine Geschichte zwischen Fantasie und Erotik, zwischen Hexentum und sinnlichem Verlangen - gekonnt verknüpft zu einem Ganzen. Das schaffst nur du so, lieber Louis.
Ich habe mich an die Geschichte erinnert, du hattest sie früher schon mal eingestellt.
Ein prickelndes Lesevergnügen, in dem Brauchtum dieser fantastischen Nacht nicht nur einen neuen jahreszeitlichen Abschnitt verheißt, sondern auch ein Erneuern des etwas brachliegenden Liebesleben von Isabell und Sean.
Und wie immer bewundere ich, wie detailliert du alles in Szene setzt.

Sehr gern gelesen.
Liebe Grüße
Enya
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
Liebe Enya,
seit den letzten Hexenverfolgungen im Mittelalter ist eine Menge Zeit vergangen und geblieben ist davon nur noch der Mytos, der dann aber zelebriert und in der Walpurgisnacht auf einen Höhepunkt zusteuert.
Und ehrlich, wer möchte da schon nicht wenigstens einmal im Leben der Tristesse eines immerwährenden Alltagstrotts entfliehen wollen? Allein, um nur mal seinem Affen so richtig Zucker zu geben. Und sei es nur für ein paar Stunden auszubrechen aus dem grauen Alltag...
Die Jecken am Rhein tun es alle Jahre wieder und feiern sich selbst in diesen Wochen, einer winterenden Jahreszeit... ...smile*
Merci liebe Enya, für's Lesen, diesen wirklich tollen Kommentar and last but not least, auch für den Favoriten zu meiner erotischen Beltane-Geschichte... ...smile*
LG zu Dir nach Darmstadt aus dem frühlingshaft erblühenden Berlin...
Louis :-)
Vor langer Zeit - Antworten
Loraine Lieber Louis -
Beltane - begegnet einem immer wieder mal bei Dir.
In formstarker Erzählkunst und wilder Energie
Etwas ganz anderes das Du besonders präsentierst.
LG Loraine
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
Merci, liebe Loraine, in der Tat... ...smile*
Beltane, der Beginn eines neuen Lebenszyklus nach den dunklen und kalten Monaten
der stillen Winterruhe, das ist auch für mich immer wieder etwas ganz Besonderes...
LG zu Dir an den rauschenden Bach... :-)
LG
Louis :-)
Vor langer Zeit - Antworten
PuckPucks Beltane, der Beginn des Wachstums in der Natur, die Zunahme der Kraft von Feen und Elfen, Zeit des Chaos, der „wilden Energie“, der Liebe und Vereinigung.
Was für eine irre Power....
Wie du die Hände des Fremden beschreibst, erinnert mich daran, dass ich gerne mal einen Jazz-Pianisten kennenlernen möchte ;o)
Lachende Grüße
Judith
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
Merci, liebe Judith, für's Lesen und den überaus starken Kommentar zu meiner Beltane-Story, die in der Walpurgisnacht zu ihrem Höhepunkt findet... ...smile*
Zwar kenne ich einen Jazz-Pianisten persönlich, bin aber des Klavierspielens selber nicht mächtig, ...leider... ...smile*
LG
Louis :-)
Vor langer Zeit - Antworten
Sealord Wow Louis, den Worten der Sugerlady kann ich nur zustimmen.
LG Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
Ha, merci für alles Uwe, ich freue mich, wenn es Dir auch gefallen hat,
weil gerade dieses Thema natürlich auch nicht gleich jedermanns Sache ist,
aber dafür ist Beltane ja bekanntlich auch nur einmal im Jahr... ...grinst*
LG
Louis :-)
Vor langer Zeit - Antworten
sugarlady Deine Walpurgisgeschichte, ist wie eine schöne gefüllte Pralinenschachtel, die man mit den Augen vernascht!
Grins
Gut geschrieben, hab mich amüsiert!
Andrea
Vor langer Zeit - Antworten
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