Kurzgeschichte
Lisa will fliegen lernen

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"Viel Spass ;)"
Veröffentlicht am 02. Februar 2018, 20 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt. Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will. Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in ...
Viel Spass ;)

Lisa will fliegen lernen

Vorwort

Die Geschichte darf gerne weiterverwendet werden wenn 1) Kein Geld damit verdient wird 2) Der Name der Autorin bei jeder Veröffentlichung DEUTLICH genannt wird (Susanne Weinsanto aka JeanneDarc) 3) Ich bei weitergehenden Verwendungswünschen VORHER gefragt werde. Das Bild stammt von Pixabay und darf laut dortiger Lizenzinfo frei für kommerzielle und nicht kommerzielle Projekte verwendet werden.!

Lisa lernt Fliegen

Lisa war ein junges aufgewecktes Mädchen und sie hatte einen Traum. Sie wollte unbedingt fliegen. Jede Nacht träumte sie davon, dass sie sich auf das Fensterbrett in ihrem kleinen Zimmer stellte, die Arme ausbreitete und dann mit einem herzhaf-ten Sprung wie ein Vogel durch die Lüfte gleitete. Mehr als einmal hatte ihre Mutter gerade noch rechtzeitig auf dem Fensterbrett gesehen. Sie holte jedes Mal ihre klei-ne Lisa runter und schimpfte mit ihr. Lisa verstand das überhaupt nicht. Hatte ihr nicht immer ihre Mutter gesagt: „Lisa, wenn Du an Deinen Traum glaubst, dann wird er wahr“? Wenn dem so war, wieso sollte sie dann nicht auf das Fensterbrett

steigen und einfach davonfliegen? Es konnte nur eine Erklärung geben: Die Er-wachsenen wollten nicht, dass ihre Kinder fliegen können, weil das etwas Besonde-res war, was nach Ansicht der Erwachsenen nur diese dürfen. Wahrscheinlich hat-ten sie auch einfach Angst, dass ihre Kinder besser fliegen konnten als sie selbst und wer wollte schon sehen, dass jemand anderes besser ist? Lisa war sich ganz sicher, dass das mit dem fliegen gehen musste, denn wenn sie nach draußen ging, dann sah sie dort jede Menge verschiedener Vögel fliegen. Spatzen, Rotkehlchen, Elstern, Raben, und einige Male hatte sie sogar schon Bus-sarde und Adler gesehen. Diese waren ja auch riesengroß, also konnte auch das Ar-gument nicht zählen,

dass man als Mensch nicht fliegen konnte, weil man zu groß ist. Dieser Sache musste sie auf den Grund gehen. Sie wartete ab bis ihre Eltern schlie-fen, dann schlich sie sich leise und vorsichtig aus dem Haus und machte sich auf den Weg in dem kleinen Wald in der Nähe. Als sie den Wald betrat fürchtete sie sich erst ein wenig, denn es war sehr dunkel. Da die Neugier aber wesentlich stärker war als ihre Angst lief sie weiter. Bald schon kam ein ganzer Schwarm Glühwürm-chen und dank dieser Glühwürmchen sah sie genügend und damit wurde auch die Angst wesentlich kleiner. Sie wunderte sich zwar ein wenig, wieso diese so plötzlich gekommen waren, doch andererseits wusste sie jetzt, dass das irgendwie ein ganz

besonderer Wald war. In diesem Wald gab es auch eine schöne Lichtung, durch die ein Fluss seine Bah-nen zog, und auf der auch ein paar Hügel in unterschiedlichen Höhen zu finden wa-ren. Dort wollte sie als erstes hin und es einfach mal auf einem kleinen Hügel aus-probieren. Da konnte ja nicht viel passieren. Der Weg war für so ein kleines Mädchen wie Lisa ziemlich weit, aber das war ihr egal. Sie musste immer daran denken, dass ihre Mutter ihr gesagt hat, dass Träume in Erfüllung gehen, wenn man nur fest daran glaubt. Sie lief und lief und lief. Ein-mal hätte sie fast aufgegeben, aber eben doch nur fast. Sie wollte es nun einmal ler-nen, das Fliegen, da musste sie sich nun einmal auf die Zähne

beißen und durfte nicht aufgegeben. Als sie es endlich geschafft hatte die Lichtung zu erreichen, setzte sie sich erst ein-mal auf die Bank, die dort stand, und dachte nach. Würden ihre Eltern sie schon suchen? Irgendwie hatte sie auf einmal Heimweh nach ihren Eltern, doch dann dachte sie sich: „Ach Mensch, das ist doch egal, wenn ich fliegen kann, dann fliege ich einfach ab und zu bei meinen Eltern vorbei. Kaum hatte sie diesen Gedanken zu Ende ge-dacht, stand sie auf, ging auf den kleinsten der in dieser Lichtung vorhandenen sie-ben Hügel. Sie war schon sehr gepannt darauf ob die Glühwürmchen ihr auch wei-terhin Licht spenden würden. Sie breitete ihre Arme aus, rannte los und versuchte mit den Armen zu

flattern, gerade so als ob sie ein Vogel wäre. Es wollte nicht klappen, sie blieb am Boden. Durch das Licht der Glühwürmchen sah sie wenigtens wo sie hin lief. Lisa überlegte sich was sie vielleicht falsch gemacht hatte und ver-suchte es noch einmal. Diesmal rannte sie schneller, doch auch diesmal wollte es nicht klappen. Beim nächsten Versuch schlug sie kräftiger mit ihren Armen, doch auch dabei musste noch irgendetwas falsch sein. Jetzt überlegte sich Lisa, dass die Nester der Vögel ja meistens ziemlich weit oben in den Bäumen waren. Da dachte sie sich. Hmm,. vielleicht bin ich ganz falsch an diese Sache herangegangen. Wenn die Nester immer so hoch oben waren, vielleicht musste sie es dann doch von ei-nem großen Hügel aus

versuchen. Sie schaute sich um, welches der größte Hügel war und kletterte hinauf. Dieser Hügel war so steil und so groß, dass sie fast 10 Mi-nuten brauchte, bis sie endlich oben war. Ein bisschen mulmig war ihr jetzt schon, wenn sie daran dachte, dass sie jetzt hier ganz schnell hinunterrennen sollte. Hof-fentlich klappte es dann auch wirklich mit dem Fliegen. Denn wenn es hier nicht klappen sollte, dann wusste sie erst einmal nicht mehr weiter. Sie nahm all ihren Mut zusammen und rannte, so schnell sie konnte, den großen Hügel hinunter und schlug dabei mit den Armen. Sie flog dann auch tatsächlich allerdings nur auf die Nase, und jetzt tat ihr alles weh. Sie konnte ihre Beine kaum noch bewegen und auch alle anderen Körperteile

taten ihr weh und die Glühwürmchen waren auch plötzlich alle verschwunden.Lisa dachte sich: „Na gut, wenn das mit dem Fliegen nicht klappen will, bleibe ich eben hier liegen, und träume davon, dass ich fliegen kann“. Da sah sie auf einmal, dass lauter kleine Wesen um sie herumflogen und ir-gendwelchen Staub verteilten. Dieser Staub kitzelte sie einmal so gewaltig in der Nase, dass sie sehr stark niesen musste. Diese seltsamen Wesen, die da um sie her-umtanzten, erschraken dabei gewaltig. Eines dieser Wesen wurde bis zu einem in der Nähe stehenden Baum geschleudert. Als Lisa ausgeniest hatte, fragte sie die Wesen: „Wer seid ihr? Warum könnt ihr fliegen?“ Die Wesen erklärten Lisa, dass sie Elfen seien, und dass jede Elfe von Geburt an

fliegen könne, sie mussten das Flie-gen nicht einmal so lernen, wie die Menschen das Laufen lernen mussten, nein, sie konnten es einfach. Lisa redete mit den Elfen, und fragte diese, wieso diese fliegen könnten und sie nicht. Die Elfen hatten alle schöne, goldene und silberne Kleider an mit ganz vielen Pailletten, so dass es trotz des sehr schwachen Mondlichts über-all funkelte und glitzerte. Außerdem waren die Elfen sehr klein, anfangs hatte Lisa sie fast für einen Mückenschwarm gehalten. Die Elfen lachten und sagten und Lisa hörte, dass die Elfen von irgendeinem Ge-heimnis sprachen, und jeder der das Geheimnis kannte würde fliegen können. Da wurde Lisa neugierig und sie wollte auch unbedingt

dieses Geheimnis wissen. Die Elfen lachten und sagten: „Nein, nein, Lisa, so einfach ist das nicht. Wenn wir je-dem das Geheimnis sagen würden, dann wäre es doch keines mehr. So einfach ist das nicht. Du musst uns erst einmal genau erzählen, warum Du fliegen möchtest, und auch wohin. Und wenn Du uns das erzählt hast, dann werden wir gemeinsam entscheiden ob Du es wert bist das Geheimnis zu erfahren. Wenn Du ganz viel Glück hast, dann darfst Du vielleicht sogar auch ein bisschen mit uns Elfen ge-meinsam fliegen. Lisa glaubte gar nicht, was sie da hörte, dass sie Elfen getroffen hatte, war ja an sich schon etwas Besonderes, und jetzt wollten diese ihr vielleicht sogar das Geheimnis des Fliegens

verraten. Die Elfen fragten Lisa: „Na dann erzähle mal als erstes warum Dir das Fliegen so viel bedeutet. Du hast doch Beine, Du kannst doch laufen...“ Da sagte Lisa: „Ja, ich habe Beine, aber, wenn ich so nah über dem Boden bin, da sehe ich doch viel we-niger, wie wenn ich hoch oben in den Lüften bin. Da kann ich mir dann viel besser überlegen, wo ich überall hinmöchte.“ Die Elfen sagten: „Gut, das ist ein Argu-ment, dass wir gut verstehen, aber wohin willst Du denn fliegen?“ Lisa antwortete: „Oh, ich will einfach alles von der Welt sehen. Wenn ihr es wirklich macht, dass ich fliegen kann, dann werde ich einmal nach Paris fliegen, mich dort ganz oben auf die Sitze des Eiffelturms setzen und nach unten schauen.

Danach würde ich weiter flie-gen in den Himalaya und schauen wie sich die Bergsteiger und Sherpas abmühen den Berg hinaufzusteigen, während ich einfach hinauffliege.“ Die Elfen fragten: „Und warum wolltest Du das sehen? Lisa sagte: „Wenn es möglich wäre. würde ich diesen dann auch gerne helfen zu fliegen.“ Die Elfen waren begeistert von dem was Lisa da so von sich erzählte, warum und wohin sie fliegen wollte. Da kam auch schon die Oberelfe und sagte zu Lisa: „Lisa, seit über 5000 Jahren hat es kein Mensch mehr geschafft, dass wir ihm dabei helfen zu fliegen, sei stolz darauf, dass Du das erste menschliche Wesen nach so langer Zeit sein wirst, dass das Fliegen lernt.“ Lisa antwortete

„Ohja, ich werde sehr stolz sein, ich bin ja jetzt schon stolz, dass ich Euch kennenlernen durfte. Die Oberelfe sagte: „Gut, Lisa, dann pass jetzt sehr genau auf, was ich Dir sage, wie Du das Fliegen lernst. Das fliegen, so wie wir es kennen, hat überhaupt nichts, mit dem körperlichen Fliegen der Vögel zu tun Du siehst uns fliegen, ja, aber in Wirk-lichkeit stehen wir, wie Du, mit beiden Beinen fest auf dem Boden.“ Jetzt sah man förmlich die Fragezeichen aus Lisas Kopf aufsteigen. Was war denn das Verrücktes? Sie sah die Elfen fliegen obwohl sie gar nicht flogen, nannten man so etwas nicht Hallu....hallo... sie hatte das Wort vergessen. Der Elfenkönig sagte: „Weißt Du, Lisa, wenn

Du wirklich etwas willst, dann fühlst Du Dich ganz leicht, jedes Mal, wenn Du daran arbeitest, Dir diesen Traum zu er-füllen. Und selbst wenn dann jemand zu Dir sagt, dass Du das sowieso nicht kannst oder nicht brauchst, hör nicht darauf. Denn wenn es DEIN Traum ist, dann musst Du an diesem arbeiten. Und mit jedem Schritt, dem Du Deinem Traum näher kommst, umso leichter wirst Du Dich fühlen, bis Du irgendwann ab-hebst und fliegst. Und die Dummschwätzer, die Dir das nicht zutrauen wirst Du immer weniger hören, bis sie irgendwann ganz verstummen.“ Lisa war begeistert, sie hätte nicht gedacht, dass es so einfach ist, das Fliegen zu lernen. Die Elfen und Lisa unterhielten sich noch einige Zeit darüber, welche Träume Lisa denn

noch hatte, außer dem Fliegen und dann sagte die Oberelfe: „Und nun, los, mach Deine Augen zu und stell Dir irgendetwas vor, was Du in Deinem Leben unbedingt noch erreichen möchtest, außer dem Fliegen.“ Auch da musste Lisa nicht lange überlegen, sie schrieb schon immer gerne Geschichten, und sie wäre gerne eine berühmte Autorin, Die Oberelfe erklärte Lisa, dass es darauf an-kam, sich seinen Traum möglichst detailliert vorzustellen, mit allen positiven und negativen Folgen, wenn der Traum wahr werden würde. Denn dann, und nur dann, würde sie zum einen fliegen können, und zum anderen ihr Traum in Erfüllung ge-hen. Lisa machte die Augen zu und sah vor ihrem

inneren Auge, wie sie in einer Hütte in den Schweizer Bergen lebte, und dort immer Geschichten schrieb, Sie konnte kaum aus dem Haus gehen, ohne dass sie von der Presse belagert wurde, aber es gefiel ihr trotzdem. Sie hörte das Clickgeräsch eines Fotoapparats und war von dem hellen Blitz ge-blendet. Zumindest dachte sie dass, allerdings hatte ihre Mutter nur das Licht ein-geschaltete, da sah sie ihre Mutter neben ihrem Bett stehen, in dem sie plötzlich wieder lag. Ihre Mutter sagte: „Oh, Lisa, was hast Du denn heute Nacht wieder ge-träumt? Du hast im Schlaf gesprochen“ Und Lisa antwortete: „Ich habe heute Nacht im Traum gelernt, wie Träume wahr werden und daran werde ich

jetzt arbei-ten. Hast Du mir mal einen Stift und Papier?“ Völlig verdutzt holte ihre Mutter ihr einen Stift und Papier. Kaum hatte Lisa diese Dinger in der Hand, setzte sie sich hin und schrieb ihre erste Geschichte…und diese habt ihr gerade gelesen....

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Hörbuch

Über den Autor

JeanneDarc
Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt.
Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will.
Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in meine Bücher mit rein.

Ich bin mittlerweile in einigen Anthologien vertreten, daher zieht es mich auch nicht runter, wenn jemand meine Geschichten mal nicht mag. Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Und wenn sie niemandem gefallen würden, hätten es nicht einige Geschichten von mir in Bücher hinein geschafft


Ausser Bücher schreiben spiele ich Keyboard, und habe so einiges an Handpuppen.
auch auf meinem Profilbild ist normalerweise eines zu sehen.


und zum schluss noch was mich inspiriert : Eigentlich das Leben und was in diesem so passiert,
das kann manchmal ein Lied sein oder ein Erlebnis, oder auch ganz was anderes...
Beim Schreiben mag ich gerne Country Music (Classic Country) während ich sonst mehr Liedermacherinnen höre wie z.b. mein muskalisches Idol Juliane Werding.
Ich bin gerade sehr stolz darüber dass ich im Keyboardunterricht nach gerade mal 1 Jahr mich nun erstmals an einem Lied von meinem Idol versuchen darf.
Was die schriftstellerischen Erfolge angeht - nunja - der eine oder andre Wettbewerb wurde mitgemacht und das beste was ich erringen konnte war ein 2.Platz (nicht hier auf mystorys) schaun wir mal wie sich mein Leben weiter entwickelt, obwohl, es ist eigentlich nicht ganz, aber fast, egal, denn das Leben schreibt die besten Bücher, ich schmücke sie nur aus und schreibe sie dann auf
Meine Vitag im Net Verlag: http://www.net-verlag.de/weinsanto-susanne.html

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Lynny Eine zauberhafte Geschichte, liebe JeanneDarc. Ja, man sollte an sich und seine Träume glauben und an deren Verwirklichung arbeiten, auch wenn es schwierig und anderen unmöglich scheint.
Herzliche Grüße,
Lynny
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