Er hatte gerade die Praxis verlassen.
Er konnte die Worte noch nicht fassen,
„Schwerkrank sind Sie, guter Mann,
wir Ärzte haben alles getan.“
Mühsam schleppte er sich zur Straßenbahn.
Die Worte der Menschen rings um ihn her
erreichten ihn heute nur sehr schwer,
die Diagnose hatte ihn mitgenommen.
Würde er das in den Griff bekommen?
„Nur einmal möchte ich das Meer noch sehen,
noch einmal am Strand spazieren gehen,
noch einmal möchte ich Motorrad fahren,
noch einmal glücklich sein wie in frühen Jahren.“
Er senkte seinen Blick zur Erde nieder.
Vergangene Zeiten kommen nie wieder.
Er sank ganz langsam in die Knie.
Vieles erlebe ich nicht mehr, nie.
Menschen, die an ihm vorübereilen,
kurz stehen blieben, einen Moment verweilten,
fast alle haben ihn ignoriert.
Warum ist das gerade ihm passiert?
Dann hat er sich langsam aufgerafft.
Er hat in seinem Leben schon viel geschafft.
Er würde sich nicht unterkriegen lassen.
Jetzt müsste er neuen Mut wieder fassen.
Dann hat er sich hoch aufgereckt.
Die Diagnose hatte ihn erschreckt,
aber aufgeben, das wollte er nie.
Das Leben zwang ihn nicht in die Knie.
Das ganze ist jetzt schon Jahre her.
Diese Diagnose, sie steht nicht mehr,
denn er hatte den Kampf aufgenommen,
hat sein Leben in den Griff bekommen.
Jetzt ist er stark, wie er es nie war.
Vielleicht wird er sogar hundert Jahr.