Gedichte
Erinnerungen eines Sonnenkäfers

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"Käferglück mit Freunden"
Veröffentlicht am 28. August 2016, 6 Seiten
Kategorie Gedichte
© Umschlag Bildmaterial: Sandra Cunningham - Fotolia.com
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Über den Autor:

Ich ein Engel, nein, kann nicht sein, bin ich menschlich, so nicht frei ohne Fehler! Das Menschliche macht mich doch erst interessant, dass ich bin und lebe, so nicht fehlerfrei! Alle Falsche in mir ist wahrhaftig, menschlich, ich lebe und ich bin kein Engel, nicht in diesem Leben!...
Käferglück mit Freunden

Erinnerungen eines Sonnenkäfers

Aus den Erinnerungen eines Sonnenkäfers

Die Sonne am Federwolkenhimmel strahlt

mit Inbrunst , als würde sie dafür bezahlt.

Jeder Windhauch, der hier willkommen wär,

er schwächelt, das Kühlen fällt ihm schwer.

Die Biene in ihrem haarigen Puschelkleid

klagt dem Sonnenkäfer gerad ihr Leid,

dass sie nicht fleißig Nektar suchen kann,

bei der Kleiderwahl hätt´ sie sich wohl

vertan.

Der Kohlweißling, so filigran, so zart

und rar geworden, wie viele seiner Art,

ihm fehlt heut der Auftrieb zum Fliegen.

Es ist ihm, als würd´ tausend Gramm er wiegen.

Man plauscht im Schatten miteinander rege,

von Kind und Kegel und von der Körperpflege.

Mit einem Tropfen Morgentau wird es netter.

Ganz vergessen ist nun das heiße Wetter.

Die Grille, ein wahrlich lustiger Geselle,

stimmt ein Liedchen an, an dieser Stelle.

Das lud jedermann hier zum Tanzen ein,

selbst Weberknecht schwang da sein Bein.

Aus den Federwolken wurden nun Wolkenhaufen

und aufgeregt begann man auseinanderzulaufen.

In Erwartung auf die so benötigte Wolkenbrause,

wollte man trockenen Fußes ankommen, zu Hause.

Der Teppich von glitzerndem, weißem Schnee, wie er strahlt!

"Bestimmt wurden die fleißigen

Flöckchen dafür bezahlt!",

lächelt der Sonnenkäfer am Fenster in sich hinein,

gewärmt von der Erinnerung an das Fest im Sonnenschein.

© Simone Scheuing August 2016

 

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Über den Autor

kullerchen
Ich ein Engel, nein, kann nicht sein, bin ich menschlich,
so nicht frei ohne Fehler!
Das Menschliche macht mich doch erst interessant,
dass ich bin und lebe,
so nicht fehlerfrei!
Alle Falsche in mir ist wahrhaftig, menschlich, ich lebe und ich bin
kein Engel, nicht in diesem Leben!...

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Herbsttag Da kommt der Sonnenkäfer-Papa, da kommt die Sonnenkäfer-Mama und hinterdrein, so klitze klitzeklein die Sonnenkäferkinderlein. Das kennst du doch auch mit Sicherheit? Da hat er im Winter seiner Familie viel zu erzählen... Liebe Grüße Ira
Vor langer Zeit - Antworten
SaenaPJ Liebe Simone,
locker und leicht wie ein wehender Wind ist dein wundervolles Sommergedicht

liebe Grüße du weißt schon von wem :-)))))
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek 
Ein freundlicher Gang durch die spätsommerliche Natur, Simone. Ich habe dich gern begleitet.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
kullerchen Hab Dank, lieber Roland, für deine Zeit und deine wohlwollenden Worte.

Auf Wiederlesen, ganz bald! LG Simone
Vor langer Zeit - Antworten
GertraudW 
Obwohl ich eine Spinnenphobie habe, musste ich lachen,
wenn ich mir vorstelle, wie der Weberknecht sein Bein schwingt ...
Herrlich geschrieben liebe Simone.
Liebe Grüße
Gertraud
Vor langer Zeit - Antworten
kullerchen Wie schön, dass ich dir ein Lächeln zaubern durfte. Pst, bei mir heißt die Spinne übrigens AAAANNNNDDDIIIIIHHHH! (mein Liebster hat schon so oft gelacht, weil er denkt, dass Ihh, oder Pfui Spinne doch so viel logischer wäre, als sie mit seinem Namen zu betiteln.
Die Männer haben gut Lachen, aber er bleibt halt mein Ritter auf dem weißen Pferd!
Danke für deine Zeit und den superlieben Kommi! Fühl dich umärmelt vom Kullerchen, dass nun heute seine "Sommerresidenz" verläßt und es für lange Zeit keine Geschichten mehr unter dem alten Nussbaum schreiben kann.
Vor langer Zeit - Antworten
GertraudW 
Ich nenne die meinen Heeeeelmuuuuut ... grins*.
Liebe Grüße - und siehe PN
Gertraud
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kullerchen Hi, hi, eine Spezies mit sooo vielen Namen. Da sind wir uns ja einig!
Vor langer Zeit - Antworten
KaraList Das sind zauberhafte Zeilen, die fröhlich stimmen, liebe Simone ... liebevoll beschreibst Du die kleinen Krabbler, die auch ihre Daseinsberechtigung haben. Dankeschön!
LG
Kara
Vor langer Zeit - Antworten
kullerchen Danke Kara und schau nur, wie ähnlich sie uns Menschen sind. Meckern übers Wetter, was eh nie richtig ist, Freunde, Feiern und Familie UND den Sinn dafür, in allem etwas schönes zu entdecken und das in den Erinnerungen zu bewahren! Aber sie unterscheiden sich auch von uns, da sie voller Demut und Respekt allem Lebendigen gegenüber sind und die Natur nicht schädigen, bis sie verloren ist. (na ja, Wanderheuschrecken und Zecken sind wohl die schwarzen Schafe in der Käferwelt)
Danke für deinen lieben Kommi und deine Zeit, für Alles, doch vor allem, dass du mir Mut machst, weiter zu schreiben.
Fühl dich lieb umärmelt und bis ganz bald, du Liebe! Kullermone
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