Humor & Satire
Ich bin Friseurin - und liebe meinen Beruf

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"Ich bin Friseurin - und liebe meinen Beruf"
Veröffentlicht am 17. August 2015, 8 Seiten
Kategorie Humor & Satire
© Umschlag Bildmaterial: olly - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Wenn Gefühle einen übermannen, fällt es oft leichter seine Gedanken, Empfindungen oder die Phantasie in Worte zu Papier zu bringen.
Ich bin Friseurin - und liebe meinen Beruf

Ich bin Friseurin - und liebe meinen Beruf

Mitten im tiefsten Ruhrpott





Eine kleine Anmerkung

zum täglichen Wahnsinn, im Arbeitsleben einer " Frisöse", die zudem auch noch, in einem sozialen Brennpunkt arbeitet und dem was ihr teilweise,

für einen der niedrigsten Löhne in diesem Land,

zugemutet und als selbstverständlich
betrachtet wird.

3 Jahrzehnte tägliches Glücksgefühl im Friseursalon

Ich bin Friseurin Ich bin in der Lage

gleichzeitig 3 Kunden zu bedienen, zwischendurch unzählig, eingehende Telefonate anzunehmen und nebenbei, nie enden wollende Fragen von herein kommenden Menschen

zu beantworten.

Es wird erwartet, die Preise für alle Dienstleistungen auswendig zu kennen, und schnell noch mit der Vertreterin,

die Bestellung neuer Waren abzuwickeln. Ich muss alle Sprachen

mit allen Dialekten sprechen und

verstehen, habe in allen Bereichen

des Salons zu tun, kenne jedes Produkt,

seine Inhaltstoffe und Eigenschaften, und kann genau

auf die Minute sagen

wann es lieferbar ist. Des Weiteren bin ich verantwortlich

für die Verspätung der Busse und Bahnen und nehme selbstverständlich

freundlich lächelnd

jede schlechte Laune,

jeden unhöflichen Ton

und jede Beleidigung hin.

Natürlich dürfen die Kunden

mich auch anschreien

wenn ihnen danach ist. Ich kann die Wünsche meiner Kunden von der Stirn ablesen, und weiß genau,

ohne dass sie was sagen müssen,

was ihr Geschmack ist. Bett/ Schweißgeruch und Knoblauchfahnen

gehören zu meinen Lieblingsdüften. Ich lächle mitfühlend

und ersetze einigen Kunden

zudem noch den Psychiater.

Selbstverständlich kommen wir

auf Wunsch auch an jedem Sonn-

und Feiertag und könnten doch eigentlich auch Nachts arbeiten.

Und wenn`s ganz eng wird

stecken wir uns auch noch

den Besen in den Hintern

und fegen nebenbei die Haare weg.

Das alles, gehört mal mehr, mal weniger zu unserem Arbeitsalltag, oder wird teilweise von uns erwartet.



Ich bin Friseurin und muss meinen Beruf lieben, sonst hätte ich sicher schon lange das Handtuch geschmissen...

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Lafelice
Wenn Gefühle einen übermannen, fällt es oft leichter seine Gedanken, Empfindungen oder die Phantasie in Worte zu Papier zu bringen.

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FLEURdelaCOEUR 
Na, das ist doch mal ein wunderbares Statement!
Ich liebe meine Frisörin übrigens auch :-)

Lieben Gruß
fleur
Vor langer Zeit - Antworten
LeopoldF Hallo,
Habe deine Geschichte mit viel Freude gelesen.
Wird doch vieles als selbstverständlich angenommen.
Kunden erwarten Service und möchten auch noch günstig davon kommen.
Schön, dass du trotz allen deinen Beruf liebst.

Noch schöne Grüße
Leopold
Vor langer Zeit - Antworten
LeopoldF Hallo,
Habe deine Geschichte mit viel Freude gelesen.
Wird doch vieles als selbstverständlich angenommen.
Kunden erwarten Service und möchten auch noch günstig davon kommen.
Schön, dass du trotz allen deinen Beruf liebst.

Noch schöne Grüße
Leopold
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