Kurzgeschichte
Hölle Mars - RB Forumsbattle 42

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"Hölle Mars - RB Forumsbattle 42"
Veröffentlicht am 30. Juli 2015, 16 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
© Umschlag Bildmaterial: Schnief
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Über den Autor:

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Hölle Mars - RB Forumsbattle 42

Hölle Mars - RB Forumsbattle 42

        Randbeitrag Forumsbattle 42


                      Hölle Mars

                           von

                         Schnief


Thema: Auf den Hund gekommen

Wortvorgaben:

Hundstage, Luxation, veredeln Azubi, Knochen, kalibrieren Nachrichten, Sadomaso, nacktes Fleisch Boutique, wedeln, kollaborieren

Text und Cover von Schnief


„Was ist dir denn über die Leber gelaufen? Du siehst aus, als wäre …“, fragte Kommissar Hinkelstein seinen Kollegen von Hausverbot, setzte sich und fuhr seinen Computer hoch. „Nichts“, ziemlich aggressiv antwortete ihm von Hausverbot. „Weshalb bist du denn so aggressiv?“ „Ich bin nicht aggressiv, sondern genervt!“ „Und warum bist du genervt?“ Kommissar Hinkelstein erhielt keine Antwort, daher stand er auf und setzte für seinen sichtlich genervten Kollegen Teewasser auf. Für sich füllte er einen Becher von dem Spülwasser, den sein

Kollege Kaffee nannte. Er fragte ihn erst gar nicht, welchen Tee er möchte, aus der jahrelangen gemeinsamen Zusammenarbeit wusste er, dass unter der Beeinflussung des Pfefferminztees sich schnell Hauptkommissar von Hausverbot beruhigte. Minuten später drückte er ihm einen großen Becher mit dem beruhigenden Tee in die Hand. Von Hausverbot dankte ihm und nahm erst einige Schlückchen zu sich. Nachdem es sich Hinkelstein auf seinem Bürostuhl, so gut wie möglich bequem gemacht hatte fragte er ihn abermals: „Nu sag schon, was war?“ Von Hausverbot holte zuerst noch seine

Brotdose aus seiner Tasche, wickelt das Brot aus, erst dann antwortete er ihm: „Dieses Programm und Emil. - Beides zusammen, das war insgesamt am frühen Morgen nichts für meine zarten Nerven.“ „Du und das Programm, ihr steht im Widerspruch wie es im Buche steht. Ich zeige dir es gleich noch mal, sollen wir es wiederum Punkt für Punkt durchgehen?“ „Zum zehnten Mal?“, antwortete ihm ziemlich zerknirscht von Hausverbot. „Wenn sein muss, bis zu deinem letzten Tag“, winkte Hinkelstein breit grinsend ab.

Gemeinsam frühstückten sie, nachdem sich Hinkelstein nochmals frischen Kaffee aufgeschüttet hatte. Doch seine Neugier, warum Emil Krönung, der sogenannte Azubi, das Galoppieren der Nerven seines gebeutelten Kollegen verursachte und in Wallung brachte, war so groß, indem er ihn bereits nach den ersten Bissen löcherte. „Was hat denn Emil, die Krönung wieder veranstaltet?“ „Er nervte“, erwiderte von Hausverbot. „Doch wohl nicht etwa wieder sein nacktes Fleisch?“ „Ach daran hab ich mich langsam

gewöhnt, aber sein vermeintliches Kollaborieren mit Kollege Vergessen, denn gemeinsam sind sie unschlagbar.“ „Wieso?“ „Während du dich ja auf dem Finanzamt herum getrieben hast, haben die Beiden den Tatort besucht: Mackes von der Spurensicherung hat mir eine Nachricht nach einem Tobsuchtanfall zukommen lassen. Er habe sich ihretwegen eine Luxation an der Schulter zu gezogen, als die Beiden aufkreuzten und den Tatort veredelten. Sie benahmen sich wie zwei wilde Hunde, die unter Hundstagen litten, ihre Ruten wedeln ließen und ihre Knochen überall stehen ließen.“ „Was meint er, mit Ruten wedeln lassen und

was mit veredeln?“ „Frag mich etwas Leichteres, aber Emil hat ständig wohl etwas von einer Sadomaso Boutique gefaselt.“ „Ich glaube, wir müssen uns seiner mehr annehmen und ihn besser kalibrieren, sonst wird er ein zweiter Vergessen!“ Der Rechner von Hinkelstein zeigte ihm, dass er neue Nachrichten erhalten hatte. Er schaute kurz nach und meinte: „Neue Nachricht von Spürhund, wir sollen uns besser den Tatort anschauen, den Vergessen hat keine aussagekräftige Aufnahmen gemacht, alle wären total verwackelt. Aufgeführt hätte er sich dabei, als wäre er ein Starfotograf.“

„Wo sind Vergessen und Emil?“, wollte jetzt zornesgerötet von Hausverbot wissen. „Woher soll ich das wissen, schließlich war ich im Finanzamt und nicht in der Hölle Mars?“ „Was soll das heißen, Hölle Mars, ich denke sie waren am Tatort?“ entgegnete von Hausverbot gereizt. Wenige Minuten später verließen sie ihr Büro und im Aufzug fiel von Hinkelstein ein: „So ein Ärger jetzt habe ich total vergessen, die Blumen zu gießen!“ „Sag mal, bist du Gärtner oder

Kriminalbeamter?“, giftete ihn von Hausverbot an. Die Fahrt zum Tatort verlief ziemlich einsilbig und Hinkelstein stelle daher das Radio ein, und suchte einen beruhigenden Sender, der von Hausverbots Nerven schonte. Als sie schließlich in der Nähe der Tatorts ihr Fahrzeug parkten und eine gewaltige Halle betreten hatten, traf von Hausverbot fast der Schlag. Von Hausverbot riss entsetzt die Augen auf und fragte erstaunt: „Wo sind wir den hiergelandet? – Warum tragen Typen da drüben rote Kutten?“ „Keine Ahnung, aber hier sieht es

wirklich wie der Eingang zur Hölle aus?“ „Wessen Hölle?“ „Deiner“ „Wieso Meiner? Ich bin doch immer brav und komm in den Himmel!“

Kommissar Hinkelstein konnte nicht mehr und prustete laut los. Hauptkommissar von Hausverbot blieb angewurzelt stehen, denn er kam sich vor, als wäre er in eine andere Welt eingetaucht, denn vor ihm tauchte plötzlich ein riesiger Pilz in Form eines Hauses auf, aus dem eine rotgekleidete Person mit einem Skelett über den Arm tragend heraus kam. Sein Kopf war weiß und sah wie er ein Totenkopf aus. Der

Himmel brannte in roten Farben und die Gebäude ringsum waren alle sehr dunkel, gehüllt in Nebelschwaden. „Sag mal, sind wir hier in einem Film gelandet, ich dachte wir wollten zum Tatort", wandte er sich seinem Kollegen zu. „Woher soll ich das wissen, wir sind doch zur angegeben Adresse gefahren?, gab Hinkelstein belustigt Auskunft. „Und wo ist die Absperrung?" „Welche Absperrung?" „Die des Tatorts, hier stimmt was nicht!" „Lass uns mal weitergehen" „Warte, ich ruf noch mal an, nicht dass wir in irgendeiner Filmproduktion

platzen", von Hausverbot zückte sein Handy und begann unbeholfen zu tippen. Er hatte keinen vernünftigen Empfang, doch von der anderen Seite der Leitung wurde ihm diese Adresse bestätigt. So gingen sie weiter, vorbei an den Leuten mit den roten Umhängen direkt zum Eingang, der aussah, als wäre sie auf dem Mars und der Eintritt zur Hölle liegt vor ihnen. Von Hausverbot öffnete die Tür, blieb angewurzelt stehen, riss die Augen auf und rief: „Ihr seid Wahnsinnige, wegen euch komme ich nicht nur auf den Hund, sondern ihr öffnet mein Grab!"

In riesengroßen Lettern prangte ihm ein ernormes Schild entgegen: "Happy Birthday in der Hölle Mars".





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FLEURdelaCOEUR 
Liebe Manuela,
die beiden sind wirklich ein uriges Paar, schade dass sie "auslaufen".
Deine Story gefällt mir sehr!

Liebe Grüße
fleur
Vor langer Zeit - Antworten
schnief Liebe Fleur,
Ja, die Beiden laufen aus; es wird noch eibe Episode mit ihnen geben, denn noch stehen sie ja an der Höllentür.
Danke dir herzlich für alles.
Liebe Grüße
Manuela
Vor langer Zeit - Antworten
GertraudW 
Unheimlich spannend und witzig geschrieben, liebe Manuela.
Allein schon die Namen "Kommissar Hinkelstein" und Kollege
"von Hausverbot"... War wieder herrlich zu lesen.
Liebe Schmunzelgrüße an Dich
Gertraud
Vor langer Zeit - Antworten
schnief Liebe Gertraud;
herzlichen Dank fürs Lesen und deinem Kommentar, ich freue mich sehr dass ich dich zum Schmunzeln bringen konnte.
Liebe Grüße Manuela
Vor langer Zeit - Antworten
cliffy sehr interessant geschrieben fesselt beim Lesen Lieben Gruß Jenny
Vor langer Zeit - Antworten
schnief Liebe Jenny,
es freut mich sehr, dass dir die kurze Geschichte gefällt
Herzlichen dank auch für deine Geschenke.
Liebe Grüße Manuela .
Vor langer Zeit - Antworten
cliffy du hast es dir verdient Jenny
Vor langer Zeit - Antworten
Tintenklecks diese beiden Kommissare, witzig ihre Abenteuer. :-)
lg der Tintenklecks
Vor langer Zeit - Antworten
schnief Ja die beiden Chaoten, da aber nun von Hausverbot seinen letzten Geburtstag mit seinen Kollegen feiert, läuft die Serie aus.
Danke dir fürs Lesen und deinem Kommi.
Liebe Grüße Manuela
Vor langer Zeit - Antworten
schnief O Gott, ich habe den falschen Text eingestellt, mit all den Fehlern.
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