Kinderbücher
Das Dinosaurier-Foto

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"Macht es doch bitte auch wie Yuna..."
Veröffentlicht am 21. Juni 2015, 16 Seiten
Kategorie Kinderbücher
© Umschlag Bildmaterial: Elena Schweitzer - Fotolia.com
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Über den Autor:

Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt. Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will. Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in ...
Macht es doch bitte auch wie Yuna...

Das Dinosaurier-Foto

Vorwort

Die folgende Geschichte darf gerne anderweitig verwendet werden sofern der Autorinnenname Susanne Weinsanto aka JeanneDarc genannt wird, und keinerlei Geld damit verdient wird. Bei weitergehenden Verwendungswünschen einfach mich fragen, wir finden eine Lösung ;-)


(c) Susanne Weinsanto aka JeanneDarc



dAS dINOSAURIER-fOTO

Yuna war ein sehr aufgewecktes, junges Mädchen, mit dem ihre Mutter viel Spaß hatte, die aber irgendwie auch anders war als die anderen Mädchen in ihrem Alter. Yuna mit ihren fünf Jahren nahm das, was man ihr sagte meist wörtlich und das hatte schon zu so manchen Problemen geführt. Ihre Mutter wusste, wie Yuna nun einmal war, und auch wenn Yuna den halben Supermarkt in Brand steckte, oder mit einem Stuhl die Treppe hinunterfiel, konnte ihre Mama ihr nicht böse sein. Doch das war nicht das einzige besondere an Yuna. Yuna hatte ausserdem eine ganz tolle Begabung.


Wenn sie ein Buch las, konnte sie nicht mehr vergessen, was sie gelesen hatte. Yuna hatte ihrer Mama vor einiger Zeit erzählt, dass sie, wenn sie ein Buch gelesen hatte, alles was in diesem Buch stand, wie einen Film vor sich sehen konnte. Und diesen Film konnte Yuna auch nicht löschen. Dieser Film war immer sofort da, sobald jemand von diesem Buch sprach oder sie daran dachte. Ausserdem war Yuna ein ganz grosser Fan von Dinosauriern.


Ganz egal, ob man Yuna über den Triceratops etwas fragte, über den Brontosaurus oder über den Tyrannosaurus Rex. Es war sehr erstaunlich, doch Yuna wusste wirklich alles über diese Tiere. Sie

wusste wie schwer diese wurden, sie wusste die Zeiten, wann sie lebten, sie wusste, ob es Pflanzen oder Fleischfresser waren. Sie wusste einfach alles. Ihr Lieblingskuscheltier war ein Tyrannosaurus Rex und als sie einmal in einem Spielzeugladen einen Triceratops gesehen hatte, gab sie so lange keine Ruhe, bis ihre Mutter diesen kaufte. Und dieser musste zuhause auf den Fernseher.


Yuna war der Ansicht, dass das der richtige Platz für diesen Triceratops sei, denn so würde er darauf aufpassen, dass niemals irgendein schlechter Film im Fernsehen kommt, und wenn doch, dann würde dieser den Fernseher kaputt trampeln und seine 3

Hörner in den Bildschirm drücken. In Yunas Kinderzimmer hingen an jedem noch so kleinen Platz fast unendlich viele Dinozeichnungen, teilweise aus irgendwelchen Zeitschriften, teilweise auch von Yuna selbst gemalt und gezeichnet. Yuna fragte ihre Mutter immer, ob sie ihr denn nicht auch mal ein Foto von einem Dinosaurier besorgen könnte, und Yuna verstand überhaupt nicht, wieso das nicht möglich sein sollte. Ihre Mutter hatte Yuna erklärt, dass es keine Fotos von Dinosauriern geben würde, weil diese schon vor langer Zeit gestorben waren. Aber Yuna verstand das nicht, ihre Uroma war doch auch schon so lange Zeit tot, und von der ihr hatte ihre Mutter doch auch noch Fotos. Und wenn es Fotos

von ihrer Uroma gab, die schon so lange tot war, dann musste es doch auch Fotos von den Dinosaurieren geben. Yuna war sich sicher, ihre Mama wollte ihr diese Freude einfach nicht machen.


Wahrscheinlich dachte sie, dass sie ihr auf die Nerven geht. Ihre Mutter hatte ja auch schon das eine odere andere Mal gesagt: „Yuna, jetzt ist aber genug mit Deinen Dinosaurieren“ Yuna war sich sicher, dass das der wirkliche Grund dafür war, dass sie kein Foto bekam von den Dinos. Yuna hatte auch ganz viele Bücher über Dinosaurier, die ihr ihre Mutter immer wieder vorlesen musste. Und sie selbst versuchte es auch immer wieder. Sie war zwar erst fünf, aber so ein

bisschen lesen hatte sie sich selbst beigebracht. Sie brauchte nur länger, als wenn ihre Mutter die Texte las. Ausserdem war das gar nicht so schlimm, denn in den Büchern mit den Dinosaurieren waren sehr viele Bilder, die zum Teil sehr echt aussahen. Yuna war sich sicher, dass das Fotos waren, und wenn in diesen Büchern Fotos waren, wieso sollte ihre Mutter ihr dann keine Fotos von Dinosauriern besorgen können? Je mehr sie so darüber nachdachte, um so trauriger, und um so enttäuschter wurde sie von ihrer Mutter. Der einzige Grund mit dem sie sich das erklären konnte, war der dass ihre Mutter sie nicht mochte, denn sonst würde sie ihr diesen kleinen Gefallen doch tun, oder?


Sie wurde immer trauriger und ueberlegte sich, dass sie dann sich eben selbst so ein Foto von einem Dinosaurier besorgen muss. Sie wusste zwar noch nicht wie, aber zuerst nahm sie ihren kleinen Kinderfotoapparat in die Hand, den sie zu ihrem fünften Geburstag geschenkt bekommen hatte. Als naechstes nahm sie ihr Lieblingsbuch über Dinosaurier in die Hand und während ihr die ersten Tränen über die Wangen liefen, versuchte sie zu lesen und schaute sich die Bilder an. Sie wurde immer trauriger und immer trauriger. Irgendwann war sie so traurig, dass sie anfing die Zeichnungen der Dinosaurier zu streicheln.



Plötzlich erschrak Yuna, denn ihre Hand war plötzlich um Buch verschwunden. Schnell zog sie sie wieder heraus. Immer wieder streichelte sie die Stelle und immer wieder verschwand ihre Hand im Buch. Jetzt wurde sie aber doch neugierig, und so versuchte sie ihren ganzen Arm hindurch zu stecken in das Buch, und als ihr auch das gelang, versuchte sie es mit dem Kopf. Als sie den Kopf durch das Buch gesteckt hatte, sah sie eine Urwaldlandschaft und nicht nur das. Gar nicht weit von der Stelle, wo ihr Kopf jetzt war war eine Herde von mindestens zehn Triceratopsen, die da offensichtilich nach Futter suchten, und teilweise auch Rangordnungskämpfe machten. Bei diesem Anblick konnte Yuna nicht anders, sie musste

einfach ganz hindurchschlüpfen, ihren Foto hatte sie ja vorhin schon geholt. Niemals hätte sie gedacht, dass sie so schnell an ein Foto von ihrem Lieblingssaurier kommen würde. Da sah sie, dass nicht weit von ihr ein Tyrannosaurus Rex war, da bekam sie doch ein wenig Angst, sie hatte aber Glück, der Tyrannosaurus Rex schien satt zu sein, denn er interessierte sich weder für die Triceratopse noch für Yuna. Yuna ging näher an die Triceratopse ran und machte ein Foto. In der Zwischenzeit war ihre Mutter ins Zimmer gekommen, und als sie sah wie Yuna völlig regungslos vor ihrem Lieblingsdinosaurierbuch sass und auch auf Ansprache nicht reagierte, da bekam Yunas Mutter grosse Angst, dass mit Yuna etwas

nicht stimmte, und nachdem sie einige Zeit vergeblich versucht hatte, in irgendeiner Weise mit ihr Kontakt aufzunehmen, rief sie den Notarzt, der auch schon wenige Minuten später eintraf.


Dem Notarzt war gleich klar, dass das nichts schlimmes war. Yuna hatte sich nur, aus irgendwelchen Gründen, in ihre eigene Welt zuürckgezogen, vermutlich, weil sie irgendetwas nicht verstanden hatte. Er saggte Yunas Mutter dass sie ihr einfach bis zum Abend Zeit geben sollte, wieder ansprechbar zu werden, und wenn sie auch heute Abend noch nicht ansprechbar sein sollte, dann sollte sie ihn nochmals anrufen. Yunas Mutter schloss leise die Türe, und auch wenn es ihr

schwer fiel, so wollte sie erst wieder kurz vor dem Abendessen nach Yuna sehen. Yunas Mutter erledigte viele Dinge, zu denen sie sonst keine Zeit hatte. Yuna hatte inzwischen ein schönes Foto von ihrem Lieblingssaurier, dem Triceratops gemacht und kaum, dass sie das Foto gemacht hatte spürte sie einen Sog und sie war wieder in ihrem Kinderzimmer. Zuerst wusste Yuna nicht so recht, was geschehen war, sie versuchte wieder an der Stelle zu streicheln, doch jetzt passierte nichts. Sie streichelte das Bild immer intensiver, doch das Bild blieb was es war, eben ein Bild. Da dachte sich Yuna: „Mensch, ich hab doch ein Foto gemacht, mal sehen ob das noch da ist“ Sie holte ihre Kinderkamera aus der Tasche und in der Tasche war neben

der Kamera auch ein Foto, und als sie es sich betrachtete, sah sie ein Bild von einem Triceratops. Also musste sie das wirklich erlebt haben. Jetzt ging die Türe von ihrem Kinderzimmer auf und Yunas Mutter war sehr froh, dass Yuna wieder voll ansprechbar war. Sie fragte Yuna

: „Na, wo warst Du denn wieder?“

Yuna antwortete: „Ich war im Dinoland“, worauf Yunas Mutter entgegnete:

„Yuna, es reicht, wenn ich heute abend noch einmal das Wort Dinosaurier höre, reisse ich alle Deine Zeichnungen von der Wand:"

Yuna antwortete: „Wie Du willst, Mama“


und als ihre Mutter wieder draussen war, schaute sich Yuna das Foto von ihrem

Triceratops an und dachte nur: „Oh ihr Erwachsenen, warum seid ihr nur so doof? Hättet ihr Euch viel mehr aus ihrer Kindheit bewahrt, könntet ihr so tolle Abenteuer erleben, wie ich heute im Dinoland. Und so zeigte Yuna niemals einem Erwachsenen ihr Foto von einem Triceratops, weil sie wusste dass diese ihr sowieso nicht glauben würden.

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Hörbuch

Über den Autor

JeanneDarc
Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt.
Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will.
Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in meine Bücher mit rein.

Ich bin mittlerweile in einigen Anthologien vertreten, daher zieht es mich auch nicht runter, wenn jemand meine Geschichten mal nicht mag. Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Und wenn sie niemandem gefallen würden, hätten es nicht einige Geschichten von mir in Bücher hinein geschafft


Ausser Bücher schreiben spiele ich Keyboard, und habe so einiges an Handpuppen.
auch auf meinem Profilbild ist normalerweise eines zu sehen.


und zum schluss noch was mich inspiriert : Eigentlich das Leben und was in diesem so passiert,
das kann manchmal ein Lied sein oder ein Erlebnis, oder auch ganz was anderes...
Beim Schreiben mag ich gerne Country Music (Classic Country) während ich sonst mehr Liedermacherinnen höre wie z.b. mein muskalisches Idol Juliane Werding.
Ich bin gerade sehr stolz darüber dass ich im Keyboardunterricht nach gerade mal 1 Jahr mich nun erstmals an einem Lied von meinem Idol versuchen darf.
Was die schriftstellerischen Erfolge angeht - nunja - der eine oder andre Wettbewerb wurde mitgemacht und das beste was ich erringen konnte war ein 2.Platz (nicht hier auf mystorys) schaun wir mal wie sich mein Leben weiter entwickelt, obwohl, es ist eigentlich nicht ganz, aber fast, egal, denn das Leben schreibt die besten Bücher, ich schmücke sie nur aus und schreibe sie dann auf
Meine Vitag im Net Verlag: http://www.net-verlag.de/weinsanto-susanne.html

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welpenweste Kinderträume niedergeschrieben, niedlich!
Lg
Günter
Vor langer Zeit - Antworten
Caliope oh noch ein Kinderbuch und so ganz anders als das mene...
Toitoitoi
Cali
Vor langer Zeit - Antworten
Hiob2punkt0 In deinen sehr schön beschriebenen Buch spüre ich einen Hauch vom kleinen Prinzen. Leider vergessen manche Menschen wenn sie erwachsen sind, das sie selbst mal Kinder waren. Wir sollten im Augenblick leben und nicht zu sehr verplanen. Wünsche dir viel Erfolg. Liebe Grüße Markus
Vor langer Zeit - Antworten
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