Gedichte
Blumenliebe

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"Die Liebe der Natur"
Veröffentlicht am 23. März 2015, 6 Seiten
Kategorie Gedichte
© Umschlag Bildmaterial: Urlaubsbild von mir
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Zeit ist Veränderung Warte auf mich irgendwo zwischen Realität und dem Ort, von dem wir immer geträumt haben. Denn du bist das Meer und ich der Regen, in all' den Tropfen, die dich nähren, verweilt das Heil und auch der Segen. Jeder Tropfen zeigt Gefühle, stilles Wasser du oft bist, nimmst mich auf in deiner Seele, weil uns're Sehnsucht endlos ist
Die Liebe der Natur

Blumenliebe


Blumenliebe

Eine Blume stand im Fenster, eine draußen vor der Tür, die im Fenster ward gehegt, die andere draußen jäh gepflegt. Einmal möcht' ich draußen sein, möcht' im Wind mich wiegen, seufzte dieser Fensterschmuck, und in der Sonne liegen. Ich möchte Regentropfen küssen, auch des Mondes Lachen seh'n, in dunkler Nacht den Sternen winken, und am Baches Ufer steh'n. Insekten sollen von mir trinken, mein süßer Duft, der soll verweh'n, möcht' in den blauen Himmel steigen, mit den Vögeln weiterzieh'n. Du Blume draußen vor der Tür,

du bist so frei und schön, genießt dein Leben

jederzeit, ich kann nur nach draußen seh'n. Die Blume draußen vor der Tür, sie lauschte dem Gesang, sie schüttelte sich mit dem Wind, und ihr ward Angst und Bang. Ein Gedanke floh von dannen, wie kann ich helfen nur, dieser kleinen zarten Blume, es fehlt der Weg in die Natur. Traurig blickt sie in die Stube, streckt ihre Blätter aus, lass deine Blüten nur nicht hängen, ich hole dich da raus.

Die Blume hinterm Fensterglas,

die Worte nicht verstand, sie nickte freundlich mit dem Haupt, doch wurde sie sehr krank. Die Blüten farblos und dann welk, die Blätter hingen runter, oh bitte streng dich nochmals an, werde wieder

munter. Die Blume draußen vor der Tür, sie hatte große Not, sie wollte helfen nur einmal, bewahren vor dem Tod. Die kranke Blume ward verbannt, trostlos nun das Fenster scheint, die Blume draußen vor der Tür, so jämmerlich jetzt weint. Ach könntest du Gedanken lesen, und mich weinen sehen, fühltest die Sehnsucht tief in mir, du würdest auferstehen. Ich möchte, dass du Wärme spürst, das Licht der Welt erblickst, dass du frei und fröhlich blühst, und nicht hinter Glas erstickst. Strecke deine Blätter aus, ich sende dir Gedanken, sei eine Blume vor der Tür, mit immergrünen Ranken. Steh auf und schau die Sonne

an, lass dich vom Regen taufen, deine Blätter wach geküsst, die Wurzeln lernen laufen. Dann finde deinen Weg zu mir, ich werde dich umarmen, fühle meine Liebe hier, die Natur wird sich erbarmen. Von der Sonne angelockt, und vom Insektenchor, die kranke Blume nun erwacht, streckt ihre Blätter hoch empor. Sie hebt ihr Haupt, sie reckt sich sacht, der Wind sie leise wiegt, bis die Blume ganz erwacht. Sie schaut sich um, kann noch nicht gehen, sie sieht die Tür, davor die Andere stehen. So schön, so stark, sieht sie die Blume

winken, jetzt will sie sich bemühen, in Liebe ganz versinken. Ihr Pflanzenstiel gar länger wird, ein ausgestreckter Arm, dann streift sie deren Blätter, und den Blumencharme. Sie greifen ineinander, umschlingen zärtlich sich, in farbenfrohen Blüten, weilt ihre Liebe ewiglich.

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Über den Autor

szirra
Zeit ist Veränderung

Warte auf mich irgendwo zwischen Realität und dem Ort, von dem wir immer geträumt haben.

Denn du bist das Meer
und ich der Regen,
in all' den Tropfen, die dich nähren,
verweilt das Heil und auch der Segen.

Jeder Tropfen zeigt Gefühle,
stilles Wasser du oft bist,
nimmst mich auf in deiner Seele,
weil uns're Sehnsucht endlos ist

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Dakota Ja, liebe Petra,
auch Pflanzen brauchen Liebe ... *lächel*

ein wunderschönes Gedicht ist dir da aus deinem Herzen durch die Feder geflossen...
herzlicher Gruß in die Nacht, Dakota
Vor langer Zeit - Antworten
Gaenseblume Sehr schön geschrieben.lg Marina Gaenseblume
Vor langer Zeit - Antworten
szirra Danke... das freut mich.
Vor langer Zeit - Antworten
abschuetze Ganz ganz tol. Ich hätte nicht gedacht, dass das kleine zarte Zimmerpflänzchen draußen in der Natur überlebt, geschweige denn sich wieder erholt. Aber was die Lieb so alles zu Wege bringt :))

LG vom Schuetzlein

Vor langer Zeit - Antworten
szirra Auch Pflanzen sind irgendwie menschlich...
Vor langer Zeit - Antworten
Lindenblatt 
Wow, liebe Petra, das ist mal ein Herzergreifendes und Blumenmitfühlendes Gedicht. So etwas liest man hier selten.
Das wird unbedingt von mir jetzt becoint und favorisiert !!!
LIeben Gruß
Trilli
Vor langer Zeit - Antworten
AutorNom Beim Lesen habe ich genau die Bilder dazu gesehen! Wirklich schön geschrieben. Danke
LG Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
Memory 
So ist das mit der Liebe ... sogar Pflanzen spüren dieses Gefühl.
Hab es gern gelesen.
LG Sabine
Vor langer Zeit - Antworten
szirra Danke, das freut mich.
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Rehkitz Wieder ein herrliches Gedicht von Dir.

Ein Lächeln in Deinen Abend
Liebe Grüße
Theresia
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