Kurzgeschichte
Das verbotene Getränk

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"Viel Spass beim Lesen "
Veröffentlicht am 09. März 2015, 14 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt. Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will. Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in ...
Viel Spass beim Lesen

Das verbotene Getränk

Vorwort

Die folgende Geschichte wurde für eine Anthologie mit dem Thema

Verschlussache

geschrieben. Es sollte hierbei um Verschwörungstheorien gehen, die auf eine etwas andere Art erklärt werden.

Da es die folgende Geschichte nicht geschafft hat wünsche ich meinen Lesern auf Facebook, mystorys und meiner Homepage viel Spass(c) JeanneDarc aka Susi




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Das Verbotene Getränk

Um die folgende Geschichte besser zu verstehen sollte man wissen, dass es in den 20er Jahren, im Besonderen in Frankreich, aber durchaus auch im deutschsprachigen Raum ein Kultgetränk gegeben hat, welches im Volksmund aufgrund seiner grünen Farbe auch „Die Grüne Fee“ genannt wurde.


Es wurde schon bald verboten weil angeblich so mancher der das Getränk zu sich nahm Halluzinationen bekam. Damals war die Begründung, dass die Ursache hierfür ein hoher Thujon Gehalt wäre, da es sich bei der Grünen Fee, die offiziell Absinth heißt um ein Getränk aus Wermut handelte. Heutzutage ist

Absinth wieder erlaubt, die Thujon Menge wurde begrenzt, allerdings hat sich herausgestellt dass auch in den 20er Jahren nicht mehr Thujon im Absinth war als heutzutage.

Wie es dazu kam dass Absinth dieser Verschwörungstheorie über seinen angeblich zu hohen Thujon-Gehalt zum Opfer fiel, davon handelt die folgende fiktive Geschichte.

Wie jeden Freitag machte sich Alfred auf den Weg zu seinem Arbeitskollegen Willy. Sie hatten beide Glück in dieser doch nicht ganz einfachen Zeit noch einen Job zu haben. Sie lebten beide in einem kleinen Dorf und hatten

in einer nahegelegenen Stadt Arbeit als Postsortierer gefunden. Sicher war das keine sehr anspruchsvolle Tätigkeit, doch in einer Zeit in der alles fast schon stündlich teurer wurde und die Arbeitslosigkeit auch mit jedem Tag schlimmer wurde war jeder froh wenn er überhaupt eine Arbeit hatte.

Freitags trafen sich Alfred und Willy mit noch einem weiteren ihrer Bekannten um ein bisschen Skat zu spielen, und dabei natürlich auch Absinth zu genießen. Absinth war schon etwas Besonderes. Da Absinth aus Wermut gemacht wurde war er normalerweise recht bitter, doch genau deshalb trank man den Absinth auch nicht pur. Man füllte ein bisschen von dem Absinth in ein spezielles

Absinth Glas, legte ein bisschen Zucker auf einen speziellen Absinth Löffel und ließ dann etwas ganz normales Leitungswasser über den Löffel auf dem der Zucker lag in den Absinth laufen. Wenn man dies richtig machte geschah etwas Seltsames. Und in den 20er Jahren konnte noch niemand den chemischen Prozess der dahinter steckte erklären und so hielten die einen oder anderen Absinth auch für eine Flüssigkeit die von Hexen oder Teufeln erfunden worden war.


Wenn man das richtig machte veränderte sich Absinth von einer grünen in eine milchig trübe Farbe und aufgrund des nun aufgelösten Zuckers konnte man es auch

trinken. Man schmeckte das bittere zwar immer noch etwas heraus, aber es war genießbar.

Es gab auch noch eine andere Methode Absinth zu genießen, diese war jedoch nicht so verbreitet und nur etwas für die ganz harten Kerle. Hierbei wurde der Absinth nicht schwächer wie wenn man ihn mit Wasser verdünnte. Diese andere Methode war wenn man etwas Zucker auf einen Löffel legte, diesen Zucker mit etwas Absinth beträufelte, anzündete, und dann den angezündeten Zucker in ein Absinth Gläschen hineintat in dem schon ein wenig Absinth war.


Alfred, Willy, und Ernst die sich jeden Freitag nach der Arbeit trafen bevorzugten die erste Methode. Sie wollten trotz allem noch bei klarem Verstand sein und bleiben, und sie waren sich nicht sicher ob dem noch so sein würde wenn sie die zweite Methode anwenden würden.

So war es auch diesen Freitag. Sie saßen zusammen, spielten Skat und unterhielten sich. Plötzlich sagte Willy: „Habt ihr schon gehört? Absinth soll verboten werden…“ die beiden anderen die dabei saßen und Skat spielten glaubten sie hätten sich verhört. Wer konnte denn nur auf solch eine blödsinnige Idee kommen Absinth verbieten zu wollen?

Und so entstand schon bald eine heftige Diskussion unter den dreien welche der erlaubten und verbotenen Drogen sinnvollerweise erlaubt oder verboten waren. War Tabak nicht deutlich schlimmer als Absinth? Willy wunderte das allerdings gar nicht. Denn anders als beim Tabak verdiente der Staat beim Absinth nichts, und warum sollte der Staat etwas verbieten wenn er doch Geld damit machen konnte? Besonders jetzt wo die Finanzen aufgrund der Reparationszahlungen aus dem ersten Weltkrieg ohnehin so marode waren?

Zum Glück konnte auch in den 20er Jahren nicht ganz so einfach und nicht ganz so schnell der Verbot eines Lebensmittels

durchgesetzt werden, und so trafen sich Willy, Alfred und Ernst noch viele Wochen, bis Willy eines Tages eine Zeitung mitbrachte in der es als ganz großer Aufmacher auf Seite 1 stand Absinth ab sofort verboten. Jeglicher Handel, und jeglicher Genuss von Absinth steht ab sofort unter Strafe.


Willy und die anderen konnten nicht glauben was sie da lasen, denn das hieß dass sie sich zwar weiter zum Skat spielen treffen konnten, dass aber der parallele Genuss von Absinth nicht mehr möglich sein würde. Doch so einfach wollten die drei sich nicht geschlagen geben, wenn sie schon keinen Absinth mehr trinken durften, dann wollten sie

wenigstens wissen warum. So besprachen sie und diskutierten wie sie dahinter kommen könnten warum Absinth verboten worden war, denn die offizielle Begründung mit dem zu hohen Thujon-Gehalt glaubten alle drei nicht.

Sie beschlossen dass sie alle in ihrem Bekanntenkreis fragen ob da jemand eine Idee hätte wieso Absinth plötzlich verboten worden war. Sowohl Alfred als auch Ernst bekamen keine vernünftigen Antworten. Als Willy aber mit einem befreundeten Weinhändler sprach sagte dieser, wenn auch erst nach einigem Zögern:


„Wir Weinhändler haben dafür gesorgt dass Absinth verboten wird, und wir haben diesen Unsinn mit dem zu hohen Thujon-Gehalt in die Welt gestreut. Willst Du wissen, warum? Willy antwortete: „Ja….“

Und der Weinhändler sagte zu Willy: „Weil wir immer weniger Umsatz hatten, und die Absinth Händler immer mehr, und dagegen mussten wir etwas tun.

(c) JeannDarc aka Susi

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Hörbuch

Über den Autor

JeanneDarc
Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt.
Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will.
Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in meine Bücher mit rein.

Ich bin mittlerweile in einigen Anthologien vertreten, daher zieht es mich auch nicht runter, wenn jemand meine Geschichten mal nicht mag. Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Und wenn sie niemandem gefallen würden, hätten es nicht einige Geschichten von mir in Bücher hinein geschafft


Ausser Bücher schreiben spiele ich Keyboard, und habe so einiges an Handpuppen.
auch auf meinem Profilbild ist normalerweise eines zu sehen.


und zum schluss noch was mich inspiriert : Eigentlich das Leben und was in diesem so passiert,
das kann manchmal ein Lied sein oder ein Erlebnis, oder auch ganz was anderes...
Beim Schreiben mag ich gerne Country Music (Classic Country) während ich sonst mehr Liedermacherinnen höre wie z.b. mein muskalisches Idol Juliane Werding.
Ich bin gerade sehr stolz darüber dass ich im Keyboardunterricht nach gerade mal 1 Jahr mich nun erstmals an einem Lied von meinem Idol versuchen darf.
Was die schriftstellerischen Erfolge angeht - nunja - der eine oder andre Wettbewerb wurde mitgemacht und das beste was ich erringen konnte war ein 2.Platz (nicht hier auf mystorys) schaun wir mal wie sich mein Leben weiter entwickelt, obwohl, es ist eigentlich nicht ganz, aber fast, egal, denn das Leben schreibt die besten Bücher, ich schmücke sie nur aus und schreibe sie dann auf
Meine Vitag im Net Verlag: http://www.net-verlag.de/weinsanto-susanne.html

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