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Die Macht der 10 Ringe - Kapitel 1

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"Die Macht der 10 Ringe - Kapitel 1"
Veröffentlicht am 03. September 2014, 86 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Die Macht der 10 Ringe - Kapitel 1

Die Macht der 10 Ringe - Kapitel 1

Gala´thien; 30 km östlich von Gaya´den Jahr 2751 des Ersten Zeitalters; Sommer Eilends verließ Taanuen sein Haus, hinaus in die rettende Dunkelheit der Nacht, um vor den Henkern des Elfenkönigs zu fliehen. Die Wolken verdeckten den Mond wie ein Vorhand die Bühne auf der das Schauspiel gleich beginnt. Es war schwer für ihn in der Finsternis den Weg durch den Wald zu finden, aber genauso schwer würden es die Häscher haben seinen Spuren zu folgen. Wie war es möglich, dass der Rat seinen Experimenten auf die Schliche gekommen ist? War er nicht vorsichtig genug gewesen? Hätte der

Verschleierungszauber sein Tun nicht verbergen müssen? Gerne hätte er sich über diese Fragen Gedanken gemacht, aber die Zeit war zu knapp. Die elfischen Waldläufer waren die besten Jäger in Damorien, und sie brauchten nie mehr als einen Pfeil um ihre Beute zu erlegen. Für einen elfischen Bogenschützen was dies die höchste Ehre die ihm zuteil werden konnte. Und jetzt jagten sie ihn. Seine Forschungen waren grausam gewesen, aber sie waren aus seiner Sicht nur zum Wohle des Elfenreichs. Was waren da die wenigen Opfer Wert wenn es einer größeren Sache diente?

Bedauerlicherweise sah der Elfenrat dies anders und hat sein Todesurteil unterzeichnet. Deshalb blieb ihm nichts anderes übrig als seine Heimat zu verlassen. Aber wohin sollte er gehen? Außer dem Buch mit seinen Aufzeichnungen, und etwas Proviant, welchen er sich schnell zusammen gesammelt hatte, konnte er in der kurzen Zeit nichts einpacken. Ein Wimpernschlag später und sie hätten ihn ergriffen. Er konnte fast schon ihren Atem in seinem Nacken spüren. Doch der trockene Boden und sein schwarzer Umhang ließen ihn mit der Dunkelheit eins werden. Aus purer Verzweiflung richteten Ihn seine Schritte gen Osten

nach Ush Nathan, ins Reich ihrer Feinde. Er hoffte, dass man ihm bis dahin nicht folgen würde, und er nicht gleich beim Überschreiten der Grenze einen Pfeil ins Herz gejagt bekommt. Ob sich seine Hoffnung bestätigte würden die nächsten Tage zeigen. Gala´thien; am Fuße des Berges Estaroth Jahr 2751 des Ersten Zeitalters; Sommer Er rannte jetzt schon einen halben Tag ohne Pause, und es schien als wenn die Angst ihm Flügel verlieh. Und obwohl er seine Füße nicht mehr spürte hatte er nicht das Bedürfnis anzuhalten bevor er in Sicherheit war. Doch war er wirklich

in Sicherheit wenn er sein Ziel erreichte? Das Ziel, dass bei dieser Geschwindigkeit noch mindestens vier Tage entfernt war. So lange konnte er nicht durchhalten und entschied sich bei der erstbesten Gelegenheit eine Pause einzulegen. Er wußte nicht ob seine Verfolger vor oder hinter ihm waren. Vielleicht hatten sie seine Spur auch verloren und brachen die Verfolgung ab. Aber das glaubte er nicht. Dazu sind die Waldläufer zu gut ausgebildet worden. Womöglich lief er ihnen auch geradewegs in die Arme. Aus diesem Grund sollte er sich ausruhen um für den bevorstehenden Kampf bereit zu sein. Eine kleine Unachtsamkeit und

seine Magie könnte sich gegen ihn richten. Bereits nach wenigen Minuten sah er durch Zufall einen Spalt im Fels, der von Büschen halb verdeckt war. Um die Jäger zu verwirren, und um seine Spuren zu verwischen, kletterte er ein Stück den Berg hinauf, hangelte sich einige Schritt nach rechts um wieder hinab zum Eingang der Höhle zu springen. Indem er die Büsche ein wenig aneinander bog verbarg Taanuen den Durchgang, und eine magische Barriere sollte jeden Eindringling töten der es wagte ihm ein Leid antun zu wollen.

Erschöpft von der Flucht, und dem wirken seiner Zauber, ließ er sich weiter hinten in der Höhle auf einem Stein nieder. Die zusammengetragenen Ästen und den Reisig zündete er mit einem schnippen der Finger zu einem wärmenden und lichtspendenden Feuer an. Denn obwohl draußen die Sommersonne alles erwärmte war es in der dunklen Höhle eisig kalt. Ein paar unvorsichtige Schlangen hingen über dem Feuer um ihm kurz darauf zusammen mit dem Wasser, Brot und getrockneten Früchten aus seiner Tasche neue Kraft zu schenken. Da die

Waldläufer im Normalfall nur geringe magische Fähigkeiten besaßen, und er sich im Augenblick sicher fühlte, nahm er sein Bündel unter den Kopf und legte sich auf dem harten Boden schlafen. Doch plötzlich ließ ihn ein grelles Licht hochschrecken. „Jemand ist in meine Falle getappt,“ dachte er sich. Und er sollte Recht behalten. Einer der Waldläufer hing wie eine Fliege im Spinnennetz, etwa einen halben Schritt in der Luft, fest und wurde von kleinen, grünen Blitzen durchfahren. Seinen Begleitern stand der Schrecken in den Gesichtern geschrieben als sie sahen wie ihr Gefährte zuckend in der Falle

hing und geröstet wurde ohne das sie ihm nicht helfen konnten. Einer der Elfen nahm einen armdicken Ast und versuchte ihn durch die Falle zu drücken, aber vergebens. Das Holz fing schlagartig Feuer und verbrannte innerhalb weniger Sekunden zu Asche. Der Körper es Elfs hingegen verbrannte nur oberflächlich und fiel nach seinem Ableben zu Boden. „So wird es jedem ergehen der versucht mir zu folgen.“, rief Taanuen den Hilflosen zu und ging wieder zu seinem wärmenden Lager. „Eines Tages werde ich mit einer mächtige Armee zurück kehren und euch alle jagen.“, murmelte

er vor sich hin. Er aß den letzten Rest des Fleisches, packte seine Sachen zusammen und ging tiefer in die Höhle um einen sicheren Ausgang zu suchen. In der Zwischenzeit bereiteten die Elfen für ihren verstümmelten Begleiter eine Feuerbestattung vor um seinen Körper wieder der Natur zurück zu geben. Ein Mann, der der Anführer zu sein schien, sprach ein paar Worte der Trauer. Nachdem das Feuer zur Hälfte runter gebrannt war schlugen die Waldläufer ihr Lager vor dem Eingang der Höhle auf um sich auszuruhen und zu

beratschlagen. „Wie wollen wir jetzt weiter vorgehen?“, fragte ein eher klein gewachsener Elf, der, wie alle anderen auch, die Kapuze seines grünen Umhangs tief im Gesicht hatte. Der scheinbare Anführer entgegnete ihm mit gelassener Stimme: „Wir werden warten ob er die Höhle verlässt. Irgendwann muß er heraus kommen. Seine Vorräte werden nicht ewig reichen, und der nackte Fels lässt kein Leben zu.““Die Anderen nickten zustimmend. „Wie lange werden wir warten?“ „So lange es notwendig ist. Seinen

Zauber wird er auch nicht ewig aufrecht erhalten können. Wir werden Morgen bei Tagesanbruch die Umgebung erkunden und nach weiteren Zugängen zur Höhle suchen.“ Nach einigen Minuten brach einer der Waldläufer das Schweigen und stellte dem Anführer eine Frage die die Aufmerksamkeit der Anwesenden weckte: „Eflaen, Du warst im Haus des Todgeweihten. Was hast du gesehen? Was hat den Elfenrat dermaßen beunruhigt, dass er uns ausgesandt hat ihn gefangen zu nehmen? Und was hat Dir der Rat über den Verurteilten

erzählt?“ Eflaen starte ins Feuer und begann ihnen seine Eindrücke zu erzählen. „Ich war nur wenige Minuten im Haus, aber was ich sah werde ich für den Rest meines langen Lebens nicht vergessen.“ Er machte eine kurze Pause und starrte abwesend ins Lagerfeuer. „Was hast Du gesehen?“, fragte ein für sein Volk eher junger Elf ungeduldig. „Lass ihm doch Zeit“, entgegnete ein anderer. „Der Elfenrat hatte Recht. Taanuen kann kein Elf mehr sein. Er hat sich in etwas verwandelt. Etwas Böses! Sie sagten, dass er einst ein mächtiger Zauberer war der, nach dem Tod seines Sohnes,

sein Leben der Suche nach einem Mittel oder Zauber verschieben hat welches uns Elfen unverwundbar macht. Er zog sich zurück und man hat für fast ein Jahrhundert nichts mehr von Ihm gehört. Vor zwei Jahren begann es dann. Es sind immer häufiger Tiere von den umliegenden Gehöften verschwunden. Bis sich dann vor einem Jahr die Tochter eines Bauern ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen in Luft aufgelöst hat. Die Ermittlungen haben nichts ergeben. Sie war einfach weg. Es wurde angenommen, dass sie mit einem Kaufmannssohn durchgebrannt ist, aber dieser war zu dem Zeitpunkt mit seinem Vater auf einer Handelsreise zu den

Zwergen unterwegs.“ „Wer war der Ermittler?“, fragte der junge Elf. „Ich! Dies ist auch der Grund warum ich mich freiwillig für diese Mission gemeldet habe. Denn es blieb nicht bei einem Opfer. Weitere folgten! Unsere Nachforschungen ergaben, dass die Gesuchten keine Verbindung miteinander hatten. Es waren 17 Frauen und Männer. Junge und Alte, Arme und Reiche. Selbst ihre Leichen sind nie aufgetaucht. Opfer Nummer 17 war die Tochter eines Ratsmitglieds. Nach ihrem Verschwinden hat man den magischen Zirkel um Hilfe gebeten. Durch den gesprochenen Aufspürzauber sind wir

auf Taanuen gestoßen, der früher selber im Zirkel war bis er sich zurück gezogen hat. Den Rest kennt ihr ja. Doch ich bin von Deiner ursprünglichen Frage abgekommen, Nemdel. Ich betrat das Haus auf welches uns der Aufspürzauber aufmerksam machte. Es sah alles ganz schlicht und geordnet aus. Ein großer Eichentisch am Fenster, dazu passende Stühle, ein Sessel am Kamin hinter dem eine umfangreiche Bibliothek zu finden war. In der Küche lag frisches Obst, Gemüse und Brot auf dem Tisch. Und während Ihr das Obergeschoss durchsuchtet begab ich mich in den Keller.“ Er machte erneut eine

Pause. „Und?“, Nemdel riss ihr wieder aus seinen Gedanken. „Als ich die Treppe hinunter ging kam mir ein beißender Gestank der Verwesung entgegen. Ich ging durch eine Schreibstube, in der sich viele Bücher über die dunklen Künste befanden. Manuskripte lagen auf einem runden Tisch aufgerollt und fein säuberlich sortiert. Das Papier sah seltsam aus, und ein aufgeschlagenes Buch mit demselben Papier, geschrieben mit roter Tinte. Zu dem Zeitpunkt dachte ich mir nichts dabei. Ich wollte nur Taanuen

finden.“ „Im nächsten Raum standen vier Käfige in denen gerade einmal zwei Elfen nebeneinander hocken konnten. In einem waren noch die Überreste einer verwesenden Elfin. Vermutlich handelte es sich um Opfer Nummer 17. Doch das alles war nichts im Vergleich zu dem was ich dann sehen mußte. Hinter einer verschlossenen Tür, die ich mit einem kräftigen Tritt aufbrechen konnte, sah ich das Grauen. Der steinerne Boden war rot von dem Blut der misshandelten und verstümmelten Körper. Zwei männliche Elfen waren mit einem Seil an den Füßen an einen starken Deckenbalken festgebunden und hingen

nackt mit dem Kopf nach unten. Ihre Kehle wurde durchgeschnitten, und das Blut tropfte in ein unter ihnen befindlichen Behälter. Einem auf einer Folterbank festgebundenen Körper hatte man die Haut des Oberkörpers entfernt und an einem gespannten Seil zum trocknen aufgehängt. Die auf einem daneben stehenden Tisch liegenden Messer und Instrumente waren blutverschmiert. In dem Moment wurde mir klar aus was das Buch und die Manuskripte gefertigt wurden. Aus der Haut und dem Blut von unseren Brüdern und Schwestern. In einem Regal an der Wand standen unzählige Gläser in verschiedenen Größen. Die darin

aufbewahrten und gut erhaltenen Körperteile machten mir umso deutlicher, dass wir dieses Monster sofort stoppen müssen. Dann vernahm ich den Ruf das Taanuen flüchtet und bin sofort zu euch gestoßen.“ Eine Stimmung der Trauer und der Wut machte sich merklich unter den sonst so disziplinierten Waldläufern breit, und jeder von ihnen versuchte sich seine Gefühle nicht anmerken zu lassen. Enduen, der schon seit mehreren Jahrzehnten an der Seite von Eflaen kämpft, brach die Stille. „Ich schlage vor wir versuchen jetzt alle zu schlafen. Bei Sonnenaufgang brechen wir auf und suchen einen

anderen Weg in die Höhle. Nemdel wird heute Nacht die erste Wache übernehmen.“ Die Gruppe legte sich auf den weichen mit Moos bewachsenen Waldboden. Nemdel suchte sich einen dicken Ast in der Krone eines Baumes mit gutem Blick auf den Höhleneingang aus. Zur Vorsicht legte er einen Pfeil auf den Bogen um sofort schießen zu können, für den Fall, dass Taanuen die Höhle im Schutze der Dunkelheit verließ. Doch es war eine ruhige Nacht, in der es außer ein paar spielender Eichhörnchen keine besonderen Vorkommnisse gab. Ein noch eher junges Eichhörnchen schlüpfte

unter seinen Umhang um dort im warmen die Nacht zu verbringen. Die Sonne ging auf und Nemdel wurde durch einen Stoß mit einem Bogen in die rechte Seite unsanft geweckt. Er war auf dem Ast eingeschlafen, und wurde von Enduen vom Baum herunter geholt. Mit einem Knall schlug er auf dem Boden auf und war sofort wach. „Was ist passiert?“, fragte er verwirrt. „Du bist während Deiner Wache eingeschlafen, das ist passiert. Zum Glück ist der Flüchtige noch in seiner Höhle.“ „Woran siehst Du das?“, wollte er

wissen. Enduen nahm einen Stein und warf ihn in den Eingang der Höhle. Wie beim letzten Mal umschloss der Schutzzauber den Stein mit grünen Lichtblitzen. „Jetzt kennst Du die Antwort. Pack Deine Sachen zusammen. Wir brechen auf.“, sagte Enduen mit strengem Unterton. Nemdel holte seine Tasche mit den Vorräten und hängte sie sich um die rechte Schulter. Auf der Linken befanden sich der Köcher mit seinen tödlichen Pfeilen und seinem Elfenbogen.

Eflaen wandte sich an die kleine Gruppe. „Hört zu, wir werden uns aufteilen und einen Weg in oder um den Berg suchen. Mit etwas Glück werden wir Taanuen schnell finden und zum Rat bringen. Enduen und Nemdel gehen rechts um den Berg. Diandel und ich bauen hier eine Falle, falls er doch noch aus seiner Zuflucht kommt, und nehmen dann den linken Weg. Früher oder später werden wir uns wieder auf der anderen Seite begegnen. Falls nicht, treffen wir uns in sechs Tagen wieder an dieser

Stelle.“ Enduen und Nemdel brachen wie befohlen auf. Diandel grub mit einem zur Schaufel umgebauten Ast ein zwei Handlängen tiefes Loch vor dem Höhleneingang. In der Zwischenzeit spitzte Eflaen einige Eichenäste an und tauchte diese in eine Flasche mit einem betäubenden Gift welches Taanuen für mehrere Tage außer Gefecht setzen konnte, sollte er die Höhle auf diesem Wege wieder verlassen. Als das Loch tief genug war steckte er die Pflöcke in den Boden. Seine Kampfgefährtin bedeckte es mit einer dünnen Baumrinde und streute eine feine Schichte Erde

darüber. Gerade so viel um die Falle zu verdecken, aber nicht genug damit die dünne Rinde einbrach. Dann nahmen auch sie ihre Ausrüstung und brachen auf. Gala´thien; im Inneren des Berges Estaroth Jahr 2751 des Ersten Zeitalters; Sommer Mehrere Stunden ging Taanuen durch die endlos langen Tunnel bis sein Weg schließlich auf einer Plattform endete. Außer dem Abgrund vor seinen Füßen konnte er nichts als Dunkelheit erkennen. Sein Zauberstab, auf dessen Kopfende ein violetter Amethyst

angebracht war, spende ihm gerade soviel Licht um von weitem nicht aufzufallen. Doch er wagte es und murmelte einige Worte, woraufhin der Kristall hell erstrahlte und die vor ihm liegende Höhle zum Vorschein brachte. Er staunte nicht schlecht als er erkannte wo er sich befand. Goldadern durchzogen den Fels und warfen das violette Licht seines Kristalls zurück. Es war ein farbenfrohes funkeln und glitzern. Am Boden der riesigen Höhle standen schlichte Gebäude aus Holz. Ebenso auf mehrere Plateaus die mit steinernen Treppen verbunden waren. Riesige Spiegel waren an den Wänden

befestigt, und durch ein Loch in der Decke konnte Sonnenlicht auf einen schwenkbaren Spiegel scheinen. Die Erbauer müssen auf diesem Wege diese unterirdische Stadt erhellt haben. Er befand sich in einem längst verlassenen Bergwerk der Zwerge. Nur sie waren imstande solch etwas bauen zu können, dachte er sich zumindest. Vermutlich verließen sie diesen Berg nachdem sich der Abbau der Schätze nicht mehr lohnte. Also zogen sie weiter. „Wie lange mag das wohl her sein?“, fragte er sich. Zu seiner Rechten befand sich eine in

den Fels gehauene, ein Schritt breite Treppe. „Jetzt eine falsche Bewegung und ich habe eine Menge Zeit um fliegen zu lernen.“, sagte er sich leicht erheitert. Der Boden lag mehrere hundert Schritte unter ihm. Da es für ihn weder ein Zurück, noch einen anderen sichtbar sicheren Weg nach unten gab, wagte er den langen und gefährlichen Abstieg. Obwohl es abwärts ging brauchte Taanuen nach einer gefühlten Stunde eine Pause. Seine große Angst vor der Höhe gestattete es ihm nur mit dem Rücken zur Wand die Stufen hinunter zu gehen. Zu seinem Glück befand sich eine

kleine Terrasse ohne Geländer ungefähr 50 Schritte von ihm entfernt. Trotz der kurzen Entfernung brauchte er nahezu 10 Minuten um dorthin zu gelangen. Als er endlich angekommen war sank er erschöpft, mit dem Rücken an die Wand gelehnt, auf den harten Boden um sich auszuruhen. Seinen Licht spendenden Stab stellte er an den Fels. Außer etwas Wasser, Brot und getrocknetes Obst hatte er nichts mehr woran er sich stärken konnte. Und es war unwahrscheinlich, dass noch etwas von den Vorräten der Zwerge genießbar war. Nach einer kleinen Stärkung schloss er kurz die Augen und schlief sofort vor

Erschöpfung ein. Gala´thien; am Fuße des Berges Estaroth Jahr 2751 des Ersten Zeitalters; Sommer Es war bereits Nacht als Enduen und Nemdel in der Dunkelheit ein flackerndes Licht ausmachten. „Mit Floranas Segen finden wir bei diesem Lagerfeuer unser Ziel und können den Heimweg antreten.“, flüsterte Nemdel. „Glück wäre es, wenn wir nicht auf eine Truppe der Dunkelelfen treffen die unsere Grenzen zum Plündern überquert haben.“, entgegnete

Enduen. Sie schlichen auf leisen Sohlen durch den Wald zu der Stelle von wo aus der Lichtschein kam. Von weitem hörten sie tiefe Stimmen von betrunkenen Männern die nicht im Entferntesten versuchten unauffällig zu sein. Das Gegenteil war der Fall. „Ich ahne übles.“, murmelte Enduen. Und als sie nahe genug waren um etwas erkennen zu können sollte er recht behalten. „Zwerge! Was machen diese dickbäuchigen Trunkenbolde auf unserem Boden? Wir klettern auf diesen Baum und beobachten Sie.“ Er zeigte auf

einen nahe gelegenen Kastanienbaum mit niedrigen, aber dicken Ästen. „Vielleicht erfahren wir von dort aus was sie hier zu suchen haben.“ Lautlos kletterten sie in die untere Baumkrone. Oben angekommen bog Nemdel einen Ast zur Seite und sie sahen von ihrem Versteck aus einen schwer bewaffneten Trupp von zwei Dutzend Zwergen, die um ein großes Lagerfeuer saßen und einen Humpen Bier nach dem anderen leerten. Das einiges davon in ihrem Bart landete schien sie nicht sonderlich zu stören. Über dem Feuer hingen die Reste von einem Reh, welches langsam vor sich hin

briet. Ihrer Ausdrucksweise nach zu Urteilen waren einige von Ihnen sturzbetrunken. Mit genauer Gewissheit konnte man das bei Zwergen jedoch nicht sagen, da sie gerne einen Schluck Bier tranken und die Wirkung mit der Zeit nicht mehr den unerwünschten Nebeneffekt hatte. Zwei von Ihnen waren unter Ihren reichlich verzierten Rüstungen vornehm gekleidet. Sofern man das von jemanden behaupten konnte der den Großteil seines Lebens in einem schmutzigen und finsteren Bergwerk verbringt. Der Rest gehörte vermutlich zu einem Begleitschutz der die Karawane

verteidigte. Verglichen zu den Anführern waren ihre Rüstungen schlicht und eher funktionell gestaltet. Auch die Kleidung war stellenweise zusammengeflickt. Ihre Äxte, Kriegshammer und Speere waren im Widerspruch dazu in einem makellosen Zustand. Dem Anschein nach waren sie Söldner, die ihre Dienste an den meistbietenden verkauften. Im Gegensatz zu Söldnern aus anderen Völkern galten Zwerge als am zuverlässigsten. Ein angenommener Auftrag wurde immer abgeschlossen, und ein Bestechungsversuch hatte manches Male zum Tode geführt. Um mehr darüber zu erfahren was diese

unerwünschte Gruppe hier macht verhielten sich die Waldläufer ruhig und hörten den Gesprächen aufmerksam zu. Ihre geschärften Sinne erlaubten es ihnen auch aus weiter Entfernung jedes Wort deutlich zu verstehen. „In zwei Tagen werden wir Gaya´den, die Wiege des Elfenreich, erreichen und unsere Waren anbieten.“, sagte einer der gut gekleideten Zwerge. „Nicht wenn Jolgam so weiter säuft.“, spottete einer der Söldner. Die Anwesenden fingen laut an zu lachen. „Trollscheiße! Nur weil Du säufst wie ein Frauenzimmer und sofort vom Stein kippst heißt das noch lange nicht das ich nach einem Fass Bier das auch

tue.“ Einer der Anführer schlug Jolgam auf die Schulter woraufhin dieser das Gleichgewicht verlor und nach hinten plumpste wie ein Sack Kartoffeln. Wieder entstand ein großes Gelächter. Die Zwerge stießen ihre Krüge gegeneinander und prosteten sich zu. Und so leerte jeder einen weiteren Krug zwergischen Bieres, das allgemein als sehr stark galt. Der auf dem Rücken liegende Jolgam richtete sich langsam auf, und die vorher freudige Gesellschaft wurde plötzlich still. „Jetzt hast Du mein Bier verschüttet.“ Seine Hand glitt langsam zu

der am Gürtel hängenden Waffe. Er kniff die Augen zusammen und schaute den Anführer an als wolle er ihm kurzerhand mit seiner Axt den Schädel spalten. Dieser beachtete die sich anbahnende Gefahr jedoch nicht weiter und sagte mit einem Lächeln: „Komm, setz Dich und ich fülle Deinen Krug wieder auf.“ Jolgams Mine wurde sichtlich entspannter. Er hob seinen Krug auf, setzte sich auf seinen Platz und ließ diesen wieder auffüllen. Nach einem kräftigen Zug, gefolgt von einem Rülpser, wurde auch er wieder lustig. Alle fingen an zu lachen und unterhielten sich lautstark weiter.

Enduen sprang elegant und kaum hörbar von seinem Horchposten. Ohne das es den Zwergen auffiel schlich er sich an das Lager heran und stand plötzlich in deren Mitte. „Wer hat Euch erlaubt unsere Ländereien zu betreten und unser Wild zu töten? Sprecht rasch bevor unsere Pfeile Euch durchbohren und Eure Körper den Tieren des Waldes als Nahrung dienen. So wie Ihr eines der Geschöpfe des Waldes verzehrt habt.“ Enduen war erbost das Zwerge sich in Gala´thien befanden. Er hatte schon oft gegen sie und ihre Gier nach den

Schätzen ihres Landes gekämpft. Und auch manch guten Mann dadurch verloren. Das Land der Elfen ist reich an Bodenschätzen, und unter dem Baum des Lebens, so sagt man, sollen riesige Vorkommen an Gold und Edelsteinen liegen. Da den Elfen ihr Land jedoch heilig ist verwerten Sie jedes Mal den Bergleuten den Zugang zu ihrem Land. Nur einige wenige Händler haben eine Zugangserlaubnis um Handel zu treiben. Diese beschränkt sich allerdings nur auf den Handel und nicht das Fördern von

Bodenschätzen. Die Söldner griffen sofort zu ihren Waffen und machten sich kampfbereit. „Halt!“, schrie der Anführer der Karawane und hob seine Hände um so seine Leute zu beschwichtigen. Nachdem sich die erste Anspannung legte sagte dieser, „Hevet Freyk! Seit gegrüßt Freund. Nennt mir Euren Namen, Herr Elf, damit ich weiß mit wem ich rede. Dann werde ich Euch auch den meinen nennen.“, verlange Kagrem, der Anführer der Karawane. „Euer Name interessiert mich nicht, Herr Zwerg.“ Enduen sprach das Wort Zwerg in einer für sein Volk üblichen

und herablassenden Weise aus. Die Beziehung zu den Zwergen war aufgrund der langen Geschichte ihrer Völker angespannt, und es kam vereinzelt zu kleineren Zusammenstößen, bei denen es auch Verletzte und sogar Tote gab. „Was tut Ihr in Gala´thien?“ Obwohl er äußerlich ruhig blieb wurde sein Ton strenger. „Ihr habt mir immer noch nicht euren Namen gesagt.“, entgegnete Kagrem stur. „Ich bin Enduen, stellvertretender Anführer der Waldläufer.“ „Und mein Name lautet Kagrem Goldbringer. Dies ist mein Bruder Jadrem Eisensucher.“, er zeigte auf den

neben ihm stehenden Zwerg. „Wir sind Händler auf dem Weg zu Eurer Hauptstadt um dort unsere Waren feilzubieten. Die Männer, die Ihr hier seht, sind unser Begleitschutz.“ „Zeigt mir eure Handelsgenehmigung.“ Kagrem kramte in einer auf dem Boden liegenden Tasche und holte ein zusammengerolltes Pergament hervor. „Hier ist unsere Genehmigung, vom hohen Rat der Elfen ausgestellt, die es uns erlaubt euer Land zu betreten und Handel zu treiben.“ Er gab die Rolle einem der Männer der sie zu Enduen brachte. Nach kurzer Prüfung wandte er sich Kagrem zu. „Es sieht alles

ordnungsgemäß aus. Dieses Dokument erlaubt euch jedoch nicht in unserem Land zu wildern oder Euch an unseren Bodenschätzen zu vergreifen.“ „Dieses Wild haben wir an der Grenze zu Eurem Reich geschossen. Ihr könnt Euch gerne zu uns setzen und bedienen.“ Kagrem bot ihm einen Platz am Lagerfeuer an. „Wir Elfen achten das Leben und ernähren uns von dem was Florana anbietet.“, entgegnete Enduen. Florana war die elfische Göttin der Natur und Schöpferin allen Seins. „Ein Leben zu beenden nur um unseres zu verlängern gehört nicht zu unserer

Lebensphilosophie.“ Jadrem mischte sich in das Gespräch ein, „Wir haben auch Obst und Gemüse, falls Euch das beliebt.“ Er ging zu einem der Karren und holte einen Korb mit Lebensmitteln hervor. Um seinen guten Willen zu zeigen setzte sich Enduen auf den angebotenen Platz auf den Boden. „Wollt Ihr Eure Männer nicht an unserer Gastfreundschaft teilhaben lassen?“, wollte Kagrem wissen. „Die sind gut versorgt.“ Er wollte den Anschein aufrecht erhalten, dass die Zwerge es mit einer großen Anzahl von Waldläufern zu tun haben, und nicht nur

mit ihnen beiden allein. „Was führt Euch in diesen Teil des Waldes, so fern ab Eurer Städte?“, fragte Jadrem neugierig. Enduen überlegte ob er den Grund ihrer Mission erzählen sollte. Aber vielleicht haben sie Taanuen gesehen und können somit zu einem Erfolg beitragen. „Wir sind auf der Suche nach einem flüchtigen Elfen. Einem Magier! Schwarz gekleidet, und mit einem Stab an dessen Kopfende ein Amethyst befestigt ist. „Uns ist niemand begegnet auf den die Beschreibung passen würde. Welchen Weg hat er denn genommen?“ „Wir verfolgten ihn bis zu einer Höhle,

etwas einen halben Tagesmarsch von hier entfernt. Eine Ergreifung war allerdings nicht möglich, da er den Eingang mit einem magischen Kraftfeld verschlossen hat. Dies kostete uns einen unserer Brüder. Also bauten wir eine Falle vor dem Eingang und suchen nun einen anderen Weg in das Innere des Berges.“ „Wir können Euch helfen und einen Eingang zeigen.“, schlug ihm Kagrem vor. Enduen schaute misstrauisch, „Woher wisst ihr wie man in den Berg hinein kommt?“ „Wir sind Zwerge, und die Berge sind unser zu Hause.“ Mit dieser Antwort

speiste er Enduen ab. Er holte eine Pfeife aus seinem Beutel, stopfte diese mit Tabak und steckte sie mit einem brennenden Stöckchen aus dem Lagerfeuer an. „Ahh, das ist guter Tobak. Wollt ihr mal probieren?“ Er hielt Enduen das Endstück der Pfeife hin. „Elfen pflegen diese schlechte Angewohnheit nicht.“ Kagrem schlug ihm auf die Schulter. „Ihr gefallt mir Herr Elf. Bloß nicht aus der Reihe fallen und etwas tun das Spaß machen könnte.“ „Wir haben auch Spaß. Nur nicht indem wir tote Pflanzen verbrennen und uns an Ihrem Rauch

berauschen.“ „Und was macht ihr Elfen zu eurem Vergnügen? Eure Frauen rannehmen?“, die Zwerge lachten laut. Ohne auf seine Frage weiter einzugehen entgegnete Enduen, „Wir streben nach Vollkommenheit. Einige von uns widmen sich der Bildhauerei, andere sind begabte Schriftsteller. Ich bin ständig bestrebt meine Fähigkeiten im Kampf zu verbessern.“ „Aber was macht Ihr, wenn Ihr mal nicht arbeitet.“, wollte Jadrem wissen. „Es gibt vieles was der Entspannung dient.“ Nach einem kurzen Moment der Stille fragte Kagrem, „Und die

wären?“ „Lesen zum Beispiel.“ Nach einer erneuten kurzen Pause hakte Kagrem weiter nach, „Nur lesen?“ „Wir spielen öfters auch Schanti.“ Jadrem mischte sich in die Unterhaltung ein, während die anderen gespannt zuhörten. „Ich habe davon gehört. Es ist ein strategisches Spiel das die Offiziere während ihrer Ausbildung lernen müssen, richtig?“ „Das stimmt! Wir spielen Schanti um unsere taktischen Fähigkeiten zu erweitern und zu schärfen. Ein Spielbrett hat 128 x 128 Felder. Dazu gibt es Spielsteine mit denen man geographische Gegebenheiten und

Festungen nachbilden kann. Auf diese Weise kann jede Schlacht nachgespielt und deren Verlauf geändert werden. Es gibt Figuren und Helden für jedes Volk, in den Varianten Infanterie, Kavallerie und Fernkämpfer. Dazu Belagerungswaffen und die Verteidigungsanlagen der Festungen. Jede Einheit hat einen Angriffs- und Verteidigungswert, der sich je nach Gebietsart verbessern oder verschlechtern kann. Ebenso gibt es einen Verteidigungsbonus für Einheiten in Festungen.“ „Und wie spielt man das?“ „Nachdem das Schlachtfeld aufgebaut wurde platziert jeder Spieler seine

Figuren am Rande des Spielfelds, oder in der Festung. Danach ziehen die Spieler abwechselnd eine Figur, wobei die Kavallerie zwei Felder gehen darf, die Infanterie und Fernkämpfer ein Feld, und die Belagerungsgeräte nur alle zwei Runden ein Feld.“ „Wenn ein Bogenschütze angreift, rechnet man den Angriffswert des Angreifers plus z. B. den Bonus durch einen Hügel, und auf der anderen Seite den Verteidigungswert des Verteidigers zzgl. des Bonus durch eine Platzierung im Wald zusammen. Dann wird gewürfelt. Ist der Rüstungswert des Verteidigers z. B. vier, plus zwei Bonus und fünf Augen beim Würfel, ergibt das

elf. Der Angriffswert des Bogenschützen könnte sein zwei, plus eins aufgrund des Hügels, plus fünf durch Würfelaugen. Das Ergebnis von acht ist niedriger als der Rüstungswert. Somit hat der Angreifer vorbei geschossen. Bei gleicher Augenzahl gibt es ein Unentschieden und der Wurf wird wiederholt. Ist der Angreifer stärker muss der Besiegte vom Schlachtfeld entfernt werden.“ „Hört sich sehr interessant an.“, lenkte Kagrem ein. „Wie lange dauert eine Partie?“ „Das kommt auf die Spieler an. Erfahrene Strategen benötigen mehrere Wochen. Jeder Spielzug wird

genauestens durchdacht. Ebenso die mögliche Reaktion des Gegners in all seinen Varianten. Somit werden mehrere Hundert Spielzüge im Voraus geplant. Was seine Zeit dauert.“ „Das wäre nichts für mich.“, sagte einer der Söldner. Da lobe ich mir ein ordentliches Würfelspiel ohne all den ganzen Schnick Schnack. Das dauert nicht so lange, und ab und zu gibt es eine ordentliche Schlägerei wenn jemand mogelt.“ Die Anderen lachten lautstark. Enduen´s einzige Reaktion darauf war das Anheben der rechten Augenbrauen. Um nicht weiter Zeit zu verlieren wechselte er das Thema. „Wann werdet

Ihr uns den Eingang zum Berginneren zeigen?“ Kagrem betrachtete ihn mit einer strengen Mine, fing dann aber wieder an zu lächeln. „Heute Abend feiert ihr mit uns, und Morgen zeigen wir Euch das Tor zu unserem verlassenen Reich.“ „Was meint Ihr mit Eurem verlassenen Reich?“ „Ihr werdet schon sehen.“ Mit dieser Äußerung ließ er den Elfen im Ungewissen und wandte sich seinem Bruder zu, der daraufhin einen Krug mit starkem Apfelwein holte und ihn dem Waldläufer gab. „Hier, für Euch. Zeigt das Ihr Manns genug seit um mit einem Zwerg mithalten

zu können.“ Enduen ließ es sich nicht anmerken das er in seinem Stolz gekränkt war und sich über dieses unverschämte Benehmen der Zwerge ärgerte. Ein Zwerg, der etwas besser konnte als ein Elf? Diese Vorstellung war undenkbar für ihn. Die Gruppe schaute ihm aufmerksam zu. Er nahm den Krug, setzte ihn an seinen Mund, und leerte den Inhalt in einem Zuge. Als die Sprachlosigkeit der Zwerge sich auflöste, und der Erste anfingt herzlich zu lachen stimmten die Anderen mit ihm ein. Kagrem versetzte ihm einen kräftigen Klaps mit der

flachen Hand auf den Rücken und sagte, „Ihr gefallt mir, Herr Elf. Bruder, schenk ihm nach. Heute Nacht wollen wir feiern und unsere neue Freundschaft begießen.“ Jadrem tat wie ihm aufgetragen und füllte den Krug großzügig nach. Enduen verdrehte nur die Augen und machte das Spiel geduldig mit. Immerhin bot sich ihnen eine Gelegenheit Taanuen zu fassen und die Mission erfolgreich zu beenden. Nur das zählte. Nemdel, der alles von seinem Versteck aus beobachtete, freute sich innerlich, dass er nicht dort unten saß und die Scherze der Zwerge über sich

ergehen lassen mußte. Am nächsten Morgen, als es dämmerte und die Zwerge allmählich aufwachten, saß Enduen noch immer auf seinem Platz und starrte in das längst abgebrannte Lagerfeuer. Er beobachtete aufmerksam das Schauspiel der Zwerge. Wie sie im liegen ihre Augen rieben und langsam aufstanden. Einige von ihnen zogen den Schleim aus Nase oder Hals hoch und veranstalteten ein Weitspucken. Enduen drehte sich zwar beim Zuschauen der Magen um, ließ sich jedoch nichts anmerken. „Diese Barbaren werden auch nicht in weiteren 1000 Jahren nur annähernd die

Kultiviertheit von uns erreichen.“, dachte er sich. Andere kämmten sich ihren Bart und die langen Haare bevor sie sich Zöpfe flochten. Manche banden auch nur die Haare mit einem dünnen Lederband zusammen und trugen ihren Bart offen. Von einer morgendlichen Wäsche in dem naheliegenden Teich schien jedenfalls keiner von ihnen etwas zu halten. Kagrem kam auf Enduen zu und riss ihn aus seinen Gedanken, „Habt Ihr die ganze Nacht dort gesessen?“, fragte er mit einem Lächeln in seinem Gesicht. „Ja! Eure Leute waren zu betrunken um auf mögliche Angriffe vorbereitet zu

sein.“, entgegnete ihm dieser kühl. „Dann lasse ich Euch einen kleinen Muntermacher bringen, damit Ihr auf unserem Weg nicht im gehen einschlaft.“ Er wollte schon seinen Bruder zu sich winken als Enduen freundlich absagte. „Ich danke Euch für Eure Gastfreundschaft, aber wir Elfen können drei Tage ohne Schlaf auskommen. Ich würde es bevorzugen, wenn wir sofort aufbrechen und zu dem verborgenen Reich gehen von dem Ihr gesprochen habt.“ „Alles zu seiner Zeit. Erst einmal werden wir Frühstücken. Auf leeren Magen marschiert es sich nicht so gut.“

Er grinste den Elfen an und gab einem der Söldner in der Zwergensprache einen Befehl, der daraufhin mit einem weiteren Zwerg zwei große, geflochtene Körbe mit Brot, getrocknetem Fleisch, Obst und Gemüse brachte. Angebrochene Fässer mit Bier standen noch vom Fest des vergangenen Abends herum. Die wärmenden Strahlen der Sonne drangen langsam durch das dichte Blätterdach und erhellten das erwachende Lager. Einige der Zwerge tranken die neben ihrem Nachtlager liegenden, halb vollen Krüge mit dem köstlichen Bier des Festes aus, um sie

daraufhin sofort wieder zu füllen bevor sie sich über das üppige Frühstück her machten. Nach gut einer dreiviertel Stunde waren sie bereit aufzubrechen. Das Lager wurde abgebaut und alle Körbe, Fässer, Teller und Becher auf den Wagen verstaut. Ponys wurde das Geschirr angelegt und vor die Wagen gespannt. Kagrem und sein Bruder gingen an die Spitze der Karawane, während die Söldner daneben und am Ende Aufstellung nahmen um Ihre Auftraggeber und die Waren im Falle eines Angriffs beschützen zu können. Als alle bereit waren hob Kagrem seine Doppelaxt und die Zwerge warteten auf

das Kommando zum Aufbruch. Er senkte die schwere Axt, zeigte damit nach vorne durch den Wald wo ihr Weg den Berg entlang verlaufen sollte, und schrie, „Vorwärts! Wir machen einen kleinen Umweg und zeigen diesem Elfen den Eingang zum Berg.“ Enduen war froh, dass es nach dieser langen Verzögerung endlich los ging. Nemdel, der die ganze Nacht in der Baumkrone auf seinem unbequemen Ast saß, wartete bis die Karawane aufgebrochen und außer Sicht war. Er stieg langsam von seinem Versteck herunter, streckte seinen steif gewordenen Körper und folgte den gut

sichtbaren Spuren durch den Wald. Mit seinen ausgezeichneten elfischen Augen blieb er ständig in Sichtweite sodass er sehen konnte was geschah. Jedoch war er weit genug entfernt um nicht entdeckt zu werden. Doch es passierte nichts. „Wisst Ihr was?“, sagte Kagrem zu Enduen. Dieser schaute ihn nur fragend an. „Ich glaube Ihr seit gar nicht mit einer großen Truppe unterwegs um einen einzelnen Magier aufzuhalten. „Ich habe nie behauptet einen Trupp Waldläufer dabei zu haben. Das war lediglich eine Annahme von Euch.“ Innerlich grinste er, weil er den Zwerg

im Unklaren über ihre wahre Truppenstärke ließ.

Gala´thien; im Inneren des Berges Estaroth

Jahr 2751 des Ersten Zeitalters; Sommer

Als Taanuen wieder aufwachte fragte er sich wie spät es wohl sein mochte. Er hatte im Inneren des Berges jegliches Zeitgefühl verloren. Da jedoch nur ein schwaches Licht durch das Loch in der Decke fiel nahm er an das es bereits Morgen war. Er packte sein leichtes Gepäck zusammen und zog sich an seinem Stab nach oben um den langen Weg über die Treppe nach unten fortzusetzen.

Einige Zeit später war er endlich am Boden angekommen. Von hier aus sah alles noch viel überwältigender aus. Die Straßen hatte man mit Marmor ausgelegt, und die zweistöckigen Gebäude waren nicht wie vermutet aus Holz gebaut, sondern sie wurden direkt aus dem Berg geschlagen und dessen Oberfläche glatt geschliffen. An den Felswänden, so schien es zumindest, hingen vormals Bilder aus gegossenen Edelmetallen, verziert mit  Edelsteinen, die die rumreiche Geschichte der Zwerge abbildete. Diese Schätze hatten sie jedoch beim Verlassen dieser Stadt wieder mitgenommen. Außer einer entsprechenden Halterung in der Wand

zeugte nichts mehr von dem was dort einmal gehängt haben muß. Zu welchem Clan sie wohl gehört haben?

Taanuen ging an den Häusern vorbei und die geschätzt achthundert Schritt lange Hauptstraße entlang um zu dem am Ende befindlichen Palast zu gelangen. Vielleicht würde er dort ein paar Antworten auf seine Frage finden und gleich dazu einen Plan wie er aus diesem Labyrinth heraus kommt. Auch wenn die Zwerge Magie verabscheuten könnte sich in der Bibliothek das ein oder andere lesenswerte Buch befinden. Seltene Bücher über Magie waren kostbar, und Zwerge sammelten alles

was ihnen wertvoll erschien. Noch war ihm nicht bekannt warum sie die Stadt verlassen hatten, aber mit etwas Glück haben sie etwas da gelassen. Soweit er das beurteilen konnte war der Abzug nicht ganz freiwillig und langfristig geplant gewesen.

Auf seinem Weg durch die unterirdische Stadt bestaunte er den architektonischen Einfallsreichtum der Erbauer. Neben dem ausgeklügelten System von Spiegeln, die das Sonnenlicht in die Stadt trugen, hatte man Bernimsteine in die Felswände, und teilweise auch in die Gebäude, eingefasst. Diese besonderen Steine sahen aus wie Bernstein, nur das

sie in größeren Vorkommen in den Donnerbergen im Reich der Ersten vorkamen und abgebaut wurden. In ihrer Eigenschaft das Sonnenlicht zu speichern, und selbst nach mehreren Stunden noch hell zu leuchten, waren sie sehr beliebt beim Volk der Zwerge. Um in der Nacht, oder der dunklen Jahreszeit, ausreichend Licht zu haben, hatte man breite Ölpfannen an ausgewählten Plätzen auf Säulen gestellt. Das Loch in der Decke diente den Zwergen womöglich nicht nur als Lichtquelle für ihre Spiegel, sondern auch als Abzug für die Rauchschwarten des verbrannten Öls. „Erfinderisch sind sie ja, diese bärtigen Wühlmäuse.“,

dachte sich Taanuen.

Während die Gebäude links von ihm vermutlich dem Wohnzweck dienten hatte man auf die andere Seite der Hauptstraße die Produktionsgebäude wie Schmieden, Steinschleifereien oder Schmelzen platziert. Überall lagen Werkzeuge und Material zur Fertigung der verschiedensten Produkte herum. Als er an einer Schleiferei vorbei kam blieb er stehen und schaute sich etwas genauer um. Er ging durch die offene Tür, und kam in eine überaus staubige Werkstatt in der nichts außer Schleifsteine in den verschiedensten Größen standen. An den Wänden standen

bearbeitete, wie auch unbearbeitete Marmorblöcke. Ihm fielen sofort die inmitten des Raums umgestürzten Schleifsteine auf, und das unter einem großen runden Stein eingeklemmte Gerippe. Der Größe nach zu urteilen mußte es sich um einen ausgewachsenen Zwerg gehandelt haben. „Warum wurde er nicht befreit und der Tradition nach bestattet?“ Da es in der Werkstatt keine Antwort auf diese Frage gab, und auch sonst nichts interessantes, ging Taanuen aus dem Gebäude heraus und setzte seinen Weg zum Palast fort.

Nach einigen Minuten stand er vor dem riesigen Gebäude. Neben der acht Schritt

breiten Treppe stand an jeder Seite ein sorgsam bearbeiteter Runenstein, der Taanuen um das Doppelte überragte. Er ging die zwanzig Stufen hinauf zum Eingang mit den zwei massiven, eisernen Torflügeln. „Ein Meisterwerk zwergischer Schmiedekunst.“, dachte er sich beim Anblick des reichlich verzierten Tores. Er stemmte sich mit der Schulter gegen die rechte Tür und schaffte es sie unter starker, körperlicher Anstrengung einen Spalt zu öffnen. Gerade genug damit er hindurch passte. Ihm kam ein stickiger Geruch entgegen. „Hier wurde wohl schon seit Jahrhunderten nicht mehr gelüftet.“ Nachdem er sich durch die Tür

gequetscht hatte fand er sich in einer gewaltigen Empfangshalle wieder. So klein die Zwerge auch körperlich sein mögen, die Decken ihrer Hallen sind hoch genug um selbst einen Drachen empfangen zu können.  Ebenso wie die Decke stützenden Marmorsäulen waren die Wände mit Marmorplatten verkleidet. Kunstvoll verzierte Banner der vier Stämme und ihrer Clans hingen von der Decke herab bis kurz über dem Boden. Dazwischen waren wieder nur die leeren Haken in der Wand zu sehen.

Taanuen ging auf eine zwischen den Säulen stehende schwarze Metallschale zu um zu prüfen, ob sich darin noch

etwas Brennbares befand. Die dunkle Masse auf dem Boden war jedoch eingetrocknet. Es wäre auch zu schön gewesen. Er hatte zwar durch seinen Zauberstab genug Licht zum Erhellen der Räume, aber selbst dies strengte ihn in geringem Maße mit der Zeit an. Ein Geräusch außerhalb des Gebäudes ließ ihn aufschrecken. Es hörte sich an als wenn etwas auf dem Boden entlang geschleift wurde. Mit schnellem Schritt ging er in Richtung Ausgang und steckte seinen Kopf durch das offene Tor. Doch es war zu dunkel um etwas erkennen zu können. Da er nicht wusste was da draußen auf ihn lauerte wollte er sich nicht erneut durch den schmalen Spalt

hindurch zwängen. Sollte er wirklich angegriffen werden hätte es zu lange gedauert sich in die Halle zurückzuziehen. Dabei viel ihm der durch die Decke scheinende Lichtstrahl auf. Es war bereits Tag außerhalb des Berges Estaroth. Er konzentrierte sich auf den in der Nähe des Lochs in der Decke befestigten Spiegel und streckte seine linke Hand in dessen Richtung. Durch eine langsame Drehung des Handgelenks nach rechts bewegte sich wie durch Geisterhand auch der Spiegel, sodass der Strahl der Sonne darauf fallen konnte. Doch zu seiner Verwunderung passierte nichts. Was hatte er falsch gemacht? Hatten diese

ganzen Spiegel doch einen anderen Zweck als er vermutete?

Enttäuscht, und mit einem unruhigen Gefühl in der Magengegend, ging er langsam und ohne einen Laut zu machen zurück in die düstere Halle. Allerdings wusste er noch immer nicht ob und was da draußen auf ihn lauerte. Oder vielleicht auch hier drinnen. Angespannt schaute er auf die Säulen an denen er vorbei ging, in der Erwartung, dass gleich jemand dahinter hervor sprang und sich auf ihn stürzte. Möglicherweise sind auch seine Häscher hier und warten nur auf den richtigen Moment ihn zu überwältigen. Aber er

war vorbereitet und würde sein Leben teuer verkaufen.

Während er in seinen Gedanken verschiedene Zaubersprüche zum Angriff und zur Verteidigung durchging hatte er plötzlich eine Eingebung. „Die Spiegel! Deswegen hatte es nicht funktioniert.“ Mit schnellem Schritt, fast schon rennend, eilte er zum Tor. Seine Schritte wirbelten einen Teil des auf dem Boden liegenden Staubes auf. Am Ausgang angekommen zwang er ungeduldig seine linke Körperhälfte zwischen den Türflügeln durch und wischte im Gedanken mit einer schnellen Handbewegung über den

Spiegel, wodurch dieser vom Dreck befreit wurde und mit seiner ganzen Kraft die Sonnenstrahlen auf den nächsten Spiegel weiterleitete. Jedoch waren auch die anderen Spiegel verstaubt. In höchster Konzentration stellte er sich die Höhle mit all dem reflektierenden Glas vor. Schweißperlen bildeten sich von der Anstrengung auf seiner Stirn. Nach einem kurzen Moment der geistigen Sammlung wiederholte er seine Handbewegung und säuberte somit auch die anderen Spiegel. Eine grelle Lichtflut ließ ihn die Augen schmerzhaft zusammen kneifen. Er hatte sich bereits an den dunklen, violetten Schein seines Zauberstabes

gewöhnt. Einige Sekunden später blinzelte er und versuchte so seine Augen langsam an die Helligkeit zu gewöhnen. In der großen Höhle war es taghell. Und er bemerkt, dass es auch hinter ihm nicht mehr dunkel war. Taanuen zwang seinen Körper zurück in die Halle um diese weiter zu erkunden. Eine spitze Erhebung in der Tür verpasste ihm jedoch einen kleinen Schnitt in sein linkes Bein. „Verdammt!“, fluchte er. Weniger verärgert über die Wunde als über seine kaputte Hose ging er in die Hocke und stützte sich mit der Rechten auf seinen Stab. Seine linke Hand legte er auf die Schramme und murmelte ein paar Worte

in Elfensprache, woraufhin sich diese schloss ohne das etwas außer dem Riss in seinem Beinkleid auf das Missgeschick hindeutete.

Als er sich wieder aufrichtete entdeckte er ein armbreites, rundes Loch in der Wand über den Flügeltüren durch das ein Sonnenstrahl geleitet wurde. Dieser wurde wiederum von, an der Decke und der Wand, hängenden Spiegel weiter geworfen. Auf diese Weise, so vermutete er, wurde der gesamte Palast erhellt. Das Licht seines Zauberstabes war nun überflüssig und er konnte sich zumindest mental von den Strapazen erholen.

Bevor er weiter ging um endlich alles zu erkunden stampfte er mit seinem linken Fuß auf den Boden um zu schauen ob alles wieder in Ordnung war. Staub wirbelte auf und ein leises, dumpfes Echo schallte durch den Raum. Falls jemand seine Anwesenheit noch nicht bemerkt hatte, spätestens jetzt würde er es wissen. Dass das wenige Blut am Tor eine bösartige Seele anlocken könnte, daran dachte er in diesem Moment nicht.

Unbeirrt, und ohne weitere Vorkommnisse, setzte Taanuen seinen Weg zum anderen Ende der langen Halle fort. Er kam in einen, im Gegensatz zur

durchschrittenen Halle, eher kleinen, runden Vorraum, dessen Decke von nur vier Säulen gestützt wurde. Im Durchmesser maß er jedoch immer noch geschätzte 25 Schritt breite. Vor ihm war ein geschlossenes Flügeltor aus Eiche. Dazu kamen noch zwei weitere Tore der gleichen Bauart links und rechts von ihm. Er entschied sich für das Gegenüberliegende. Als er vor dem Eingang stand lehnte er seinen Stab an die linke Tür, und stemmte sich mit seiner rechten Schulter gegen die Andere. Mit aller Kraft drückte er dagegen. Die verrosteten Scharniere quietschten fürchterlich. Doch seine Mühe wurde belohnt und die Tür öffnete

sich einen Spalt. Nach einem tiefen Atemzug versuchte er es erneut. Wieder bewegte sich die Tür ein Stück, während die in der Wand befestigten Eisen aufheulten. Ein letzter, kräftiger Stoß von ihm, und das Tor war offen. Taanuen nahm seinen Stab in die linke Hand und ging hindurch.

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Angel21

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Angel21 Ich überlege schon seit längerem den Anfang zu überarbeiten. Vielleicht mit einer später im Buch statt findenden Schlacht beginnen und einen Auszug daraus zu schreiben. So weiß der Leser gleich das es nicht langweilig wird. Und dann geht es als Vorgeschichte mit dem aktuellen Anfang weiter. Was meint Ihr dazu?
Vor langer Zeit - Antworten
Angel21 Ich freue mich über jeden konstruktiven Vorschlag zur Verbesserung des Kapitels. Falls etwas nicht schlüssig ist, oder Rechtschreibfehler entdeckt wurden, dann bitte eine Info an mich.

Kapitel 2 ist am 24.11.14 hier bei mystorys.de erschienen.
Vor langer Zeit - Antworten
abschuetze Seite 87 solltest du in eineres Layout nehmen, es ist zu klien und ich kann's nicht zu Ende lesen
Ja und für das Cover fällt dir bestimmt etwas besseres ein ;))
Vor langer Zeit - Antworten
Angel21 Die Seite 87 wurde aufgrund eines technischen Fehlers nicht richtig angezeigt. Habe das jetzt alles in Kapitel 2 eingestellt. Werde auch für jedes neue Kapitel ein eigenes Buch eröffnen. Somit weit man auch immer was schon gelesen wurde. Und ist auch einfacher in der Bearbeitung möglicher Fehler.

Von den möglichen Covern würde ich sagen, dass das Einhorn noch am Besten zu meiner Geschichte passt. Kannst aber gerne etwas vorschlagen.
Vor langer Zeit - Antworten
Buhuuuh Kein schlechter Text im Grunde, könnte aber mit weniger düsteren Elementen und schönerem ( nicht Bluttropfenverziertem Cover ) noch besser sein.

Es grüßt dich

Simon

P.S. Solltest du`s überarbeitet haben/wollen in weniger düster, meld dich würd`s gerne lesen bzw. zuende lesen! :-)
Vor langer Zeit - Antworten
Angel21 Hi,

ich bin ja noch am lernen was das Schreiben angeht, und orientiere mich an so Fantasiegeschichten wie Die Zwerge, Die Orks, oder die Elfen. Das ist aber dann wohl auch zu düster, oder? Nehme aber auch gerne jede Hilfe bzw. Rat an.

Ist mein erster Versuch, und würde hier auch gerne mehr einstellen, aber wenn ich ein Kapitel anfüge, dann macht das System das nicht mit. Kennst Du einen Tipp das zu beheben?
Vor langer Zeit - Antworten
Buhuuuh Scheint ein technisches Problem zu sein, schreib doch mal LUKAS den Websiteadmidistrator und Besitzer an, der kann dir bestimmt weiterhelfen oder poste dein Problem in den entsprechenden Tread von ihm im Forum ( technische Probleme ). ;-)

Mehr kann ich dir auch nicht sagen, höchstens vielleicht das Buch oder besser die Kapitel nochmal ganz neu als ganzes einstellen ( BUCH VERÖFFENTLICHEN Button ). :-)

P.S. Die Zwerge, Die Orks, oder die Elfen - noch nicht gelesen, könnte mir aber auch zu düster sein, ja. Spricht mich auch nicht so an wie dein Text. ;-)
Vor langer Zeit - Antworten
Angel21 Ich würde ja gerne hier regelmäßig was in einem Buch anfügen, aber wenn ich ein neues Kapitel hochlade, dann wird mir immer Kapitel 1 angezeigt. Macht keinen Spaß.

Gibt es einen Tip wie man das umgehen kann?
Vor langer Zeit - Antworten
Lyneth Von der Geschichte her macht es Neugierig auf mehr. Viel kann ich Inhaltlich nicht dazu sagen, da ja eine Lücke von der ersten zur 34 Seite besteht, aber ich bin trotz des Sprunges neugierig ;)

Deine Dialoge sind sehr stimmig und in einem sehr guten Wechsel. Ich finde ein paar Sprechverben sind im Zusammenhang mit ihrer Aussage überflüssig. Ich würde hier mehr auf Details in Mimik und Gebären des Charakters setzten.

Der rote Faden deiner Geschichte ist deutlich, mir fehlen die Details zu Umgebung z.b. der Lichtung. Erst ist es ein Wasserloch, im nächsten Satz ein Brunnen. Klar, der Leser kann und soll auch selbst viel von seiner Fantasie nutzen, aber manche Details reizen die Fantasie des Lesers an.

(Ich hab ein paar überflüssige Kommas gefunden, aber sowas passiert jedem. Also kein Grund zur Kritik.)

Alles in allem... mehr bitte :)
LG
Lyneth
Vor langer Zeit - Antworten
Angel21 Ich werde zusehen, dass ich jeden Freitag etwas mehr einstelle. Falls ich das mal vergessen sollte, einfach mich dran erinnern.
Vor langer Zeit - Antworten
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