Kurzgeschichte
Dem Teufel geht das Feuer aus

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"Gruslig? Nö, nur für Volksmusikliebhaber ;-)"
Veröffentlicht am 23. März 2014, 14 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt. Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will. Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in ...
Gruslig? Nö, nur für Volksmusikliebhaber ;-)

Dem Teufel geht das Feuer aus

Vorwort

Diese Geschichte war ursprünglich geschrieben für eine Ausschreibung einer Anthologie Thema "Sie sind auferstanden" Leider hat sie es nicht geschafft...

Egal, 2 mal hab ichs schon geschafft, also kann mich sowas nur anspornen ;-)

Weiter gehts ;)


Gruss

(c) Jeanne Darc

Dem Teufel geht das Feuer aus

Sabine saß, wie so oft, auf dem Friedhof in einer kleinen Stadt, direkt am Grab ihrer besten Freundin, die durch einen schweren Unfall ums Leben gekommen war. Auch wenn dies schon fast 20 Jahre her war, so heulte Sabine doch immer noch wenn sie am Grab von Bettina saß. Auch heute konnte sie vor lauter Tränen in den Augen kaum noch etwas erkennen. Sie spürte es nicht einmal als es zu regnen anfing.  

Auch das Klopfen auf ihrer Schulter merkte sie erst einmal nicht. Das Klopfen auf ihrer Schulter wurde immer stärker und intensiver, doch es brauchte sehr lange bis sie sich umdrehte.

Was sie dann sah versetzte ihr einen gewaltigen Schrecken. Durch die Dämmerung, die inzwischen eingesetzt hatte, sah sie die Gestalt erst nur ziemlich schemenhaft. Nachdem sie sich die Tränen getrocknet hatte sah sie ein ziemlich abgerissenes Wesen. Diese Gestalt war alles andere als vertrauenserweckend. Schnell wurde Sabine klar, dass es sich hierbei um einen Toten oder eine Tote handeln musste, die aus ihrem Grab aufgestiegen

war. Bisher war sie zu bodenständig gewesen um an Monster, Zombies und ähnliches zu glauben. Doch diese Gestalt ließ sie ihre bisherige Meinung überdenken.

Sabine war sichtlich erschrocken, doch andererseits war sie auch sehr neugierig, daher überlegte sie zwar im ersten Moment ob sie davon rennen sollte, entschied sich aber dafür sich mit der Gestalt zu unterhalten. Sie lud die Gestalt ein, sich neben sie zu setzen, und ihr zu erzählen warum sie auferstanden war, und wie es denn auf der andren Seite so ist. Es dauerte lange, sehr lange, doch irgendwann freundete sich

Sabine mit der Gestalt an, die sich als Otto Graf von Hintertupfingen vorstellte, Otto Graf von Hintertupfingen war schon vor über 150 Jahren gestorben, und daher sah er auch so zerrupft aus. Otto Graf von Hintertupfingen erzählte, dass es im Totenreich ein großes Problem geben würde, denn dem Teufel würde langsam aber sicher das Brennholz für sein Feuer ausgehen, in welchem die bösen Seelen braten würden.

Sabine dachte, dass das doch eigentlich gut sei, denn sie glaubte dass es auf der Welt nichts Böses mehr geben würde, wenn die bösen Seelen nicht mehr in der Hölle schmoren mussten. Otto Graf von

Hintertupfingen erklärte Sabine dass dem nicht so sei, und es sehr wichtig wäre, dass das Gute und das Böse sich die Waage halten. Wenn entweder das Gute oder das Schlechte dauerhaft siegen würde dann würde die Welt, so wie wir sie bisher kennen, auf der Stelle aufhören zu existieren.

Otto Graf von Hintertupfingen überzeugte Sabine dass es sehr wichtig ist dass sie mit ins Reich der Toten kommt, und eine Lösung dafür sucht wie der Teufel an genügend Brennmaterial für seine Hölle kommt. Oder, wenn das nicht möglich sein sollte, dann musste irgendeine andere Lösung her wie die bösen Seelen in der Hölle leiden müssen.

Otto Graf von Hintertupfingen erklärte Sabine wie sie ins Totenreich kommen könnte. Eigentlich war es ganz einfach, sie musste nur in ein frisch ausgehobenes Grab springen in dem noch kein Sarg lag, und schon würde der Boden aufgehen, und sie würde direkt vor dem Thron des Teufels landen.

Natürlich hatte Sabine große Angst, denn der Teufel war bekanntermaßen nicht gerade das liebenswerteste Wesen das man sich so vorstellen konnte. Und doch wollte sie ihm helfen, denn sie wollte auch dass das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse weiterhin so war wie bisher. Nur gutes auf der Welt wäre ihrer Ansicht nach zu langweilig

geworden. Und nur Böses? Darüber brauchte man ja gar nicht erst zu reden. Otto Graf von Hintertupfingen führte Sabine zu einem leeren, frisch ausgehoben Grab, und Otto Graf von Hintertupfingen sprang hinein und schon war er verschwunden.

Sabine hatte eine ziemliche Angst, sie nahm all ihren Mut zusammen und sprang Otto Graf von Hintertupfingen dann hinterher. Kaum dass sie den Boden des Grabs erreicht hatte tat dieser sich auf, und sie stürzte noch einige Meter tiefer. Mit Mühe konnte sie sich abfangen und auf einem sehr warmen Fließen Boden landen, direkt vor einem Thron auf dem eine Gestalt saß, die dem

was sie so vom Teufel gehört hatte ziemlich nahe kam. Diese Gestalt hatte einen langen Schwanz der so lang war dass dieses Wesen es sich doppelt um den eigenen Hals gewickelt hatte. Außerdem trug das Wesen einen Vollbart, hatte merklich schlechte Zähne, keine Haare auf dem Kopf, außer drei goldenen. Und die 2 Hörner die aus der Stirn ragten waren auch alles anderes als Vertrauenserweckend. Diese Gestalt schaute auch äußerst grimmig, und Sabine wusste, dass dieses Wesen, das offensichtlich der Teufel war, ihr nur deswegen nichts antat weil Otto Graf von Hintertupfingen dabei war.

Otto Graf von Hintertupfingen erklärte dem Teufel dass er Sabine mitgebracht hatte damit sie das Problem mit dem Feuer lösen kann. Der Teufel war erst einmal sehr skeptisch, denn er hielt nicht viel von den Menschen. Er hatte mitbekommen dass er bei den Menschen alles andere als beliebt war. In jedem Märchen in welchem er vorkam wurde er als das böse hingestellt, dabei war er doch nur die andere Seite der Waage um ein Ausgleich zu schaffen, und so das Leben für die Menschen interessanter zu gestalten.

Lange unterhielten sich Otto Graf von Hintertupfingen, Sabine, und der Teufel

über das Problem welches der Teufel hatte. Nach menschlicher Zeit dauerte die Unterhaltung mehrere hundert Jahre, und Sabine war froh, dass sie hier unten nicht altern konnte.

Nachdem sie sich sehr lange unterhalten hatten kam Sabine eine Idee und sagte:

„Sehr geehrter Herr Teufel, ich habe eine Idee, was halten Sie davon wenn Sie die bösen Seelen nicht mehr damit quälen, dass Sie sie ins Feuer werfen? Wäre es nicht auch eine Lösung diese Seelen in einen Raum zu sperren und rund um die Uhr mit Volksmusik zu beschallen?“

Das fand der Teufel eine tolle Idee, auch wenn er sich noch etwas überlegen musste was er mit den bösen Seelen

anfangen sollte die Volksmusik mögen. Davon gab es zwar nicht viele, aber die wenigen die die Volksmusik mögen, sollten sich in der Hölle auch nicht fühlen wie im Paradies. Doch das ist eine andere Geschichte. Otto Graf von Hintertupfingen bedankte sich bei Sabine und brachte sie noch zurück auf die Erde. Das nächste was Sabine wusste war dass sie auf der Bank saß und ihre Augen öffnete. War das was sie erlebt hatte nun ein Traum gewesen, oder real? Das würde sie wohl nie erfahren, zumindest nicht solange sie auf der Erde lebte.

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Hörbuch

Über den Autor

JeanneDarc
Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt.
Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will.
Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in meine Bücher mit rein.

Ich bin mittlerweile in einigen Anthologien vertreten, daher zieht es mich auch nicht runter, wenn jemand meine Geschichten mal nicht mag. Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Und wenn sie niemandem gefallen würden, hätten es nicht einige Geschichten von mir in Bücher hinein geschafft


Ausser Bücher schreiben spiele ich Keyboard, und habe so einiges an Handpuppen.
auch auf meinem Profilbild ist normalerweise eines zu sehen.


und zum schluss noch was mich inspiriert : Eigentlich das Leben und was in diesem so passiert,
das kann manchmal ein Lied sein oder ein Erlebnis, oder auch ganz was anderes...
Beim Schreiben mag ich gerne Country Music (Classic Country) während ich sonst mehr Liedermacherinnen höre wie z.b. mein muskalisches Idol Juliane Werding.
Ich bin gerade sehr stolz darüber dass ich im Keyboardunterricht nach gerade mal 1 Jahr mich nun erstmals an einem Lied von meinem Idol versuchen darf.
Was die schriftstellerischen Erfolge angeht - nunja - der eine oder andre Wettbewerb wurde mitgemacht und das beste was ich erringen konnte war ein 2.Platz (nicht hier auf mystorys) schaun wir mal wie sich mein Leben weiter entwickelt, obwohl, es ist eigentlich nicht ganz, aber fast, egal, denn das Leben schreibt die besten Bücher, ich schmücke sie nur aus und schreibe sie dann auf
Meine Vitag im Net Verlag: http://www.net-verlag.de/weinsanto-susanne.html

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Zentaur Die Idee mit der Volksmusik finde ich echt toll, zu mal der Teufel da auch jede Menge an Variationen hat. Die ganz doll bösen müssten zusätzlich noch den Schuhplattler oder andere Volkstänze aufführen.
In einigen Punkten, was den Schreibstil angeht muss ich Falkonide Recht geben. z.b. Otto Graf von Hintertupfingen, mit dem Namen kann man sehr gut spielen und mir fehlt auch der Hinweis, warum der Graf ausgerechnet Sabine auserwählt.
lg Helga
Vor langer Zeit - Antworten
JeanneDarc Danke für Deinen Kommentar, kann ja nicht alles bestsellerqulitäten haben *lach* aber ich arbeite dran, und würde mich sehr freuen wenn Du auch den Rest meiner "Ergüsse" kommentieren würdest ;)
Mal gucken vielleicht fällt mir ja mal wieder was mystorystaugliches ein ;) aber im Moment bin ich gerade etwas sehr beschäftigt ;) aber nunja kommt bestimmt was ;)
Vor langer Zeit - Antworten
Falkonide 

Hm Würde jetzt sagen Humor und Satire, weil wirklich unheimlich ist die Geschichte nicht. Für Fantasy finde ich das ganze zu banal. Die Geschichte ist eher etwas grotesk. Es liest sich wie der Versuch eines humoristischen Märchens.

Generell ist der Charakter auch ein wenig sehr offen gegenüber des Untoten. Bzw. gegenüber allem was ihr passiert. Man bemerkt auch kaum etwas von ihrer Trauer. Als hätte man sie „Klick“ einfach ausgeschalten. Da sie aber seit Jahren hier her kommt, dürfte sich die Trauer eigentlich fest mit diesem Ort verbunden haben und nicht einfach so von jetzt auf gleich auflösen (insbesondere, wenn sie immer mehrere Stunden weint). Mal abgesehen davon das sie vom Regen eigentlich total verfroren und durchnässt sein müsste und davon nichts mitbekommt.

Es sind auch ein bisschen viel Wortwiederholungen drinnen „hatte“ und „war“ scheinen so deine Lieblingswörter zu sein ;) (mach dir selbst mal einen spaß draus, drucke den Text aus und unterstreiche mal all diese Doppelungen. Hab ich auch schon gemacht und man wundert sich dann hinterher ganz schön was man da zusammengeschustert hat *gg*)
Zweimal hintereinander „das Klopfen auf ihrer Schulter“.
Das sich der Name „Otto Graf von Hintertupfingen“ auch immer wieder in voller länge hintereinander wiederholt liest sich auch unschön. Man spricht seine Freunde ja auch nicht durchgehend mit dem vollen Vor-, Zu- und Nachnamen an.

Das mit dem „Befreunden“ ist auch etwas wage beschrieben. Sie sagt zwar das es lange dauerte, bis sie sich befreundeten, aber dennoch liest sich es so (da keine wirkliche Beschreibung vorliegt), als wäre das noch in derselben Nacht geschehen.

Jedenfalls finde ich die Welt und die Geschichte etwas eindimensional, da du kaum auf Umgebung und Atmosphäre eingehst. Du konzentrierst dich eigentlich geradeheraus nur auf das, was im Kopf des Charakters vorgeht. So liest sich das ganze dann auch eher wie eine Geschichte die man einem Freund erzählt, wenn man sich mal spontan auf nen Kaffee trifft.

Joa, ich geb zu, das ich mir mit der Geschichte recht schwer tue. Ich kann nicht wirklich etwas mit dem Inhalt anfangen. Ich finde ihn lediglich etwas gezwungen albern.


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