Gedichte
Wenn ich sterbe, will ich mich betrinken

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"sterben müssen wir alle"
Veröffentlicht am 25. Februar 2014, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
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Über den Autor:

Die Ahnung, das Gefühl, der Reiz eines Augenblicks sickert in mein Herz und bildet aus tränenreichen Worten einen See, der, wenn er überläuft, in Kaskaden, Verse schmiedet, die zum Verstand fließen wie ein weiser Strom und sich ins Meer ergießen. Die Hand ist sein Delta, Schreibt auf, was der Fluss von seiner Reise erzählt. (Roland Pöllnitz)
sterben müssen wir alle

Wenn ich sterbe, will ich mich betrinken

Wenn ich sterbe, will ich mich betrinken

Ich steh allein auf einer Bühne und sing bedrückt “As times goes by”, ich möchte Spuren hinterlassen, vielleicht ist auch ein Vers dabei. Wenn ich das Glück hab, ist es Sommer, dann schweige ich am Weserfluss, hier wäre das perfekte Ende vielleicht sogar ein Hochgenuss. Wahrscheinlich sterbe ich im Frühling beim allerersten Sonneschein, ich werd mich hemmungslos betrinken, das soll dann auch mein Ende sein.





 Vielleicht kann ich die letzten Stunden nicht planen, wie ich es wohl will, doch rinnt die Sanduhr meines Lebens bis hin zum Ende totenstill.


(c) Rajymbek 02/2014

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Rajymbek
Die Ahnung, das Gefühl, der Reiz eines Augenblicks sickert in mein Herz und bildet aus tränenreichen Worten einen See, der, wenn er überläuft, in Kaskaden, Verse schmiedet, die zum Verstand fließen wie ein weiser Strom und sich ins Meer ergießen. Die Hand ist sein Delta, Schreibt auf, was der Fluss von seiner Reise erzählt. (Roland Pöllnitz)

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shirley Ach, da hast du recht -wir alle müssen einmal gehen, die wenigsten wissen, wann und wie. Das ist auch gut so. Betrinken....? Ich hoffe doch, das die Bleibenden ordentlich einen wegputzen, wenn ich nicht mehr bin. Lg shirley
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek Na denn Prost, Shirley. Ich hoffe, dass ich noch lnag das Glas halten kann! Danke für deinen Kommi.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
Hofdichter Also die wenigsten schaffen es am Ende noch eine Schnabeltasse zu halten man müsste dir behilflich sein beim betrinken, wenn du ein hohes Alter erreichen willst . Mir selbst würde es etwas bedeuten in der Wüste mein letzten Atem auszuhauchen. Aber ich weiß nicht wieviel man überhaupt noch mitbekommt wenn man merkt das es zu Ende geht, und dazu kommt das keiner weiß wann , ich hab es erlebt wie gemurmelt wurde in den Kliniken wann jemand geht, die meißten lagen mit ihren Prognosen falsch :-) Dennoch wünsche ich ein befriedigendes Hinübergleiten und Spuren aus Granit Roland !

VLG Ephraim
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek Du kannst einem aber auch jede Hoffnung nehmen. Natürlich warte ich nicht darauf, dass mir der Rotwein per Schnabeltasse eingetröpfelt wird, mein Lieber. Ein schönes Glas soll es sein, ein Sonnenuntergang und ein Bewusstsein, dass mich am anderen Ende jemand in Empfang nimmt, um mich in die weiten Steppen zu führen an einen See, wo ein wunderschönes Haus auf mich wartet...

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
Hofdichter Ich schrieb doch wenn du sehr alt werden willst Roland , ich habe Menschen bis zum Schluss die Hand gehalten , Hoffnung stehlen war nie mein Sinn! Ein Wein bleibt immer ein Wein nur die Kraft muss manchmal von außen gereicht werden zumindest im sehr hohen Alter.
Ein würdevolles Sterben spricht aus deinen Zeilen und ich wünsche dir das es dir gegönnt ist ! Sorry wegen der Schnabeltasse beruflich gesehen hab ich mir es nicht nehmen lassen auch darin den Leuten eine Freude zu machen und ihnen Wein zu reichen !
Vor langer Zeit - Antworten
marketwizard Sehr gutes Gedankenspiel und schöne Verse! Das erinnert mich ja an das Thema von meinem "Roman" :-)
lg
Wizard
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek Ach - du hast einen Roman geschrieben? Und da geht es ums Sterben? Danke, dass du vorbei geschaut hast.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
marketwizard Nunja, der erste Teil ist einmal veröffentlicht. Eigentlich geht es um die Schönheit des Lebens, aber mit einer "spannenden" Idee dahinter. Er heisst 24 Stunden Ewigkeit. Ein Erstlingswerk, sei gnädig ?
Vor langer Zeit - Antworten
Karindolittle Da möchte ich mich doch ganz eindeutig Fleur anschließen. Was wäre das für eine Vergeudung an Frühjahrskoller und Sonnenschein?! Karin
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek Nun ja, Karin, ich darf doch wohl auch mal meinen moralischen Tag haben, oder? lach

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
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