Habt ihr eigentlich schon gehört?
Seid ihr genau wie ich empört,
dass es immer wieder mal passiert,
dass unsere Daten die Runde machen?
Ich finde es wahrlich nicht zum Lachen.
Da gibt man bedenkenlos irgendwann
am Telefon seine Kontodaten an.
Danach geht irgendjemand her
und macht das Konto völlig leer,
denn, so hörte ich, es ist nicht schwer,
an diese Daten heranzukommen.
Ich habe mir jetzt vorgenommen,
dass mir das nicht passieren kann.
Nirgendwo gebe ich mehr Daten von mir an.
Dass Kameras an Tankstellen stehen,
das kann ich ja gerade noch verstehen,
denn so kann man später sehr gut sehen,
wer nur schnell tankte und dann verschwand.
Früher hätte man das nicht erkannt.
Doch diese Kameras, oh Mann,
findet man fast überall jetzt an.
Man kann uns verfolgen auf Schritt und Tritt.
Immer läuft irgendwo eine Kamera mit.
Ich sitze am PC und schreibe,
weil ich mir so gern die Zeit vertreibe.
Doch währenddessen bin ich nicht recht bei der Sache,
weil ich mir ernsthaft Gedanken mache,
wer das jetzt alles lesen kann.
Vielleicht schwärzt irgendwer mich an.
Vielleicht steht morgen der MAD bei mir.
Ich schwöre, dann öffne ich nicht die Tür.
Ich ließ mir nichts zu Schulden kommen.
Vorsicht habe ich mir vorgenommen.
Doch wissen wir, wer uns überwacht,
wer sich jetzt gerade Notizen macht?
Hört jemand in unser Handy rein?
Können wir irgendwo unbeobachtet sein?
Ich denke mir, das geht zu weit.
Ich sehne mich nach der guten alten Zeit,
als ich sagen konnte, was ich mag,
mich nicht kontrolliert fühlte Tag für Tag.
Muss ich wirklich auf eine Hallig fahren,
um meine Intimsphäre zu bewahren?
Wie wäre es, ein paar Kameras abzubauen
und mehr auf die Verbrecher zu schauen?
Ihr Beobachter, lasst mich doch in Ruh,
mich, die ich nichts Unrechtes tu,
die nur versucht, friedlich zu leben.
Es wird für euch sicher Wichtigeres geben,
als uns zu beobachten überall.