Fantasy & Horror
Der Seher Kapitel 1

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"Der Seher Kapitel 1"
Veröffentlicht am 23. November 2013, 38 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Über den Autor:

...Was gibts über mich zu wissen ? Ich schreibe gerne, deshalb bin ich auf der Seite angemeldet. Muss man mehr wissen ?Ich freu mich natürlich immer über konstruktive Kritik und Kommentare zu meinen Texten.Sonst noch was über mich.. Malt und Metalhead und Laborheini mit einem Faible für Philosophie, Pfeifen und Fantasyliteratur. Erwarte also bitte niemand zu viel von mir :-) Oh und mich gibts auch bei ...
Der Seher Kapitel 1

Der Seher Kapitel 1

Einleitung

Wenn man die Zukunft kennen würde, wäre das ein Fluch oder ein Segen? Für Jaret Weißläufer ist es ein Fluch. Seit seiner Kindheit, die er auf der Straße verbrachte, wird er von erschreckenden Träumen und Visionen über seine Zukunft heimgesucht. Als er dem Magier Ruben Darelto begegnet, wird er in einen Konflikt hineingezogen in dem es für ihn nur eine Möglichkeit gibt: Seine Gabe annehmen und meistern oder zu sterben.... (Copyright by EagleWriter)

Bild : modern blue piqs.de

Kapitel 1 Der Kiesel beginnt zu rollen


Seher. Die Auserwählten des Schicksals. Die Kieseln gleich, kommen sie einmal ins rollen einen Berg mit sich reißen können Varis Galeron Jaret erwachte schweißgebadet aus seinem Traum. Er konnte sich diesmal nicht an ihn erinnern und dafür war er sämtlichen Göttern dankbar. Er hasste seine Träume und das, wovon

sie handelten. Er wollte diese Dinge nicht sehen. Jaret Weißläufer packte seine wenigen Habseligkeiten, darunter seinen Wanderstab, eines seiner wertvollsten Besitztümer, zusammen und verließ die Gasse, in der er den Tag über geschlafen hatte. Die Nacht war bereits weit fortgeschritten und er schätzte, dass es weit nach Mitternacht sein musste. Jagdzeit. Für ein Kind von Zehn Jahren war es ein leichtes, nahe genug an späte Reisende und Betrunkene heranzukommen und sie in einem günstigen Moment zu berauben. Und in seinen zwar abgetragenen, aber zum Glück nicht völlig verdreckten Klamotten

fiel Jaret nicht sofort auf. Er bewegte sich schnell durch das Armenviertel von Seminium. Vorbei an Bettlern, Dieben und Tabajaxie in Richtung der reicheren Stadteile wo bessere Beute zu machen war. Die Leute hier hatten selbst nichts und es gab unter den meisten von ihnen eine einfache Vereinbarung. Man stahl nicht von seinen Leidensgenossen, es sei denn von den toten. Ein simpler Ehrenkodex, aber ihn zu brechen bedeutete, sich wirklich jeden zum Feind zu machen. Jaret Weißläufer hatte keine genaue Erinnerung daran, wer er war. Selbst

sein Name war ihm von einem Einsiedler, der ihn eine Weile bei sich aufgenommen hatte, gegeben worden. Das war die erste klare Erinnerung, die er hatte. Es hatte in Strömen geregnet und Jaret war ohne zu wissen woher er kam durch die Wälder gelaufen. Ohne wirkliche Orientierung… ohne irgendetwas folgte, er einfach dem mittlerweile zu einem Bach gewordenen Pfad. War er ausgesetzt worden? Hatte er lediglich sein Gedächtnis verloren? Es waren Fragen, die ihm im Nachhinein nur noch geringes Kopfzerbrechen bereiteten. Einen Tag lang vielleicht auch zwei…

Zurückblickend konnte er nicht wirklich sagen wie lange er durch die Wildnis gestolpert war. Begegnet war er zumindest niemanden. Und irgendwann hatte ihn dann die Erschöpfung übermannt. Der Mann musste ihn wohl dann gefunden haben, denn das nächste was er wusste war, das er in einer primitiv errichteten Holzhütte aufwachte. Zwei Wochen blieb er dort. Keine der Fragen, die ihm der Alte stellte konnte er beantworten. Und irgendwie schien er regelrecht froh zu sein, als ihm Jaret erklärte er müsse weiter. Wieso, das war ihm selbst nie ganz klar gewesen, aber der Mann stellte keine

fragen. Im Gegenteil er schein froh den seltsamen Jungen ohne Erinnerung losgeworden zu sein. Als könnte auf dem Kind irgendein Fluch liegen. Er wusste nichts wirklich sicher. Nur eines war, so lange er sich erinnern konnte, immer da gewesen: seine erschreckenden Träume die ihn manchmal sogar tagsüber heimsuchten. Der Weg aus dem Armenviertel war lang und teilweise gefährlich. Jaret hatte die Erfahrung gemacht, dass man am besten die kleineren Gassen mied und sich auf den größeren, beleuchteten Hauptstraßen hielt, welche die ganze Stadt durchschnitten. Dort stieß man

zwar ab und an auf Bettler und musste sich vor Dieben in Acht nehmen, die nichts von den ungeschriebenen Gesetzen hielten, aber wenigstens gab es nichts Gefährlicheres. Meuchelmörder zum Beispiel. Als er einmal wieder besseren Wissens die von Fackeln und Öllampen beleuchteten Straßen verlassen hatte und in eine der Seitenstraßen eingebogen war, hatte er fast mit letzterem Bekanntschaft gemacht. Jaret hatte die Straße verlassen, da er hoffte in der Gasse einen geschützten Schlafplatz zu finden. Hier waren die Gebäude dichter gebaut und während es

an der Straße wenigstens einfache aber stabile Holzhütten gegeben hatte, standen hier nur noch halb verfallene Baracken notdürftig aus Holz, Leinen, rostigen Nägeln und anderen Abfällen zusammengezimmert. Auch gab es, außer dem Mond und den Sternen, fast keinerlei Beleuchtung. Als er dachte einen geeigneten Platz für ein Lager gefunden zu haben, hörte er hinter der nächsten Ecke Stimmen und laute Geräusche. Und dann traf es ihn wie ein Schlag. Bilder wirbelten durch seine Gedanken, bis Jaret glaubte ohnmächtig zu werden und dann sah er das Geschehen aus der Vogelperspektive. Unter sich nahm er dasselbe Gewirr aus

Baracken, Abfall und Unrat wahr. Das typische Bild der weiter abgelegenen Straßen. An einer halb zusammengefallenen Hauswand lag eine Gestalt im Schatten, umringt von mehreren anderen. Eine der Schatten hielt eine Klinge in der Hand, die im Mondlicht gefährlich Glitzerte. Damit stach er wiederholt auf die am Boden liegende Gestalt ein, welche noch versuchte sich mit einem Stock zur Wehr zu setzen und auch ein paar harmlose Treffer landete, bis sie sich nicht mehr rührte. Erst jetzt durchsuchten er und seine Kumpane den Gefallenen nach Wertgegenständen liefen, zu Jarets

Glück nicht in seine Richtung, davon und verschwanden im Gewirr der Gassen. Nachdem er seine Umgebung langsam wieder normal wahrnahm hatte Jaret kurz Zweifel, ob das was er gesehen hatte tatsächlich der Wahrheit entsprach. Er war Müde… und nun auch verängstigt. Es war keine Vision gewesen versuchte er sich selbst zu überzeugen. Kein Wachtraum. Dann jedoch ließ ihn das Geräusch von eiligen Schritten in der Dunkelheit aufhorchen. Es mussten die Männer sein, die sich so schnell wie möglich entfernten. Auch wenn es eher unwahrscheinlich war, das sich hier jemand um einen Mord

kümmerte. Nicht die Stadtwache zumindest, die traute sich schon kaum auf die Hauptstraßen, geschweige denn in die Gassen. Nachdem von den Männern nichts mehr zu hören war, schlich Jaret um die Ecke. Was er sah ließ ihn erstarren. Eine reglose Figur am Boden, umgeben von einer Blutlache, die rasch die Kleidung des Toten durchtränkte. Langsam trat näher an die reglos am Boden liegende Gestalt zu. Ein Toter mehr… es war nicht der erste, den Jaret sah, aber der erste, dessen Ableben er mehr oder weniger direkt miterlebt hatte. Jetzt wo er näher war sah Jaret, das neben dem Mann immer noch sein Stab

auf dem Boden lag. Seine Versuche die Klingen seiner Angreifer damit abzuwehren hatten einige Kerben in das Holz geschlagen, diesen ansonsten aber nicht beschädigt. Was die Toten hinterließen gehörte allen. Und der Stab war wohl auch das einige, dass die Banditen an Wertvollem zurück gelassen hatten. Er nahm ihn an sich und wollte schon weggehen, da kam ihm, fast wie eine seiner Visionen, die Idee, dem Totem noch die Augen zu schließen. Weniger aus Respekt, er wollte lediglich nicht, dass der Mann den Jungen mit seinem Besitz weggehen sah. Sonst könnte er es am Ende noch mit dessen ruhelosem

Geist zu tun bekommen. Dieser abergläubischen Furcht folgend, beugte er sich über die Gestalt und sah zum ersten Mal das Gesicht des Mannes. Es war ein Tabajaxie. Diese einst von einem Magier zu Versuchszwecken geschaffenen Wesen erinnerten an eine Mischung aus Tier und Mensch. Das Gesicht wies zwar menschliche Züge auf, eine Hälfte des Gesichts war jedoch mit grauem Fell bedeckt, ebenso waren die Ohren die einer Katze. Die Pupillen waren schlitzförmige und die Augen, auch wenn sie bereits stumpf wurden, von einem strahlenden grün. Tabajaxie galten gemeinhin als

,,talentierte“ Diebe und gehörten für gewöhnlich der Unterschicht an. Soweit also nichts Ungewöhnliches. Dieser hier war allerdings gut gekleidet. Was er hier in den Armenvierteln um diese Zeit gesucht hatte, würde nun wohl ewig ein Rätsel bleiben. Doch Jaret kümmerte es in diesem Moment nicht. Er schloss dem Toten rasch die Augen und verschwand dann mit dem Stab in der Hand in Richtung der erleuchteten Straßen. Nach diesem Erlebnis hielt sich Jaret wenn möglich von den Gassen fern. Und so kam es das er in dieser Nacht über die Hauptstraße ging. So kam es,

dass er Ruben Darelto begegnete. So kam es das der Kiesel ins Rollen gebracht wurde. Und mehr als ein Berg sollte vor dem Ende darunter zu Staub zerfallen. Jaret lief die Straße entlang, immer die Augen offen nach einem lohnenden Ziel. Er hatte in all den Jahren die er vom Diebstahl leben musste ein Gespür dafür entwickelt, wer etwas Wertvolles dabei hatte. Leute die etwas von Wert mit sich führten, waren oft nervöser und sahen oftmals auch nach ob es noch da war. Das konnte das Abtasten einer Tasche oder ein Griff an den Hals, um beispielsweise den Verschluss einer

Kette zu überprüfen, sein. Jaret hatte einen Mann in Roter Robe erspäht, dessen Kapuze sein Gesicht verdeckte. Der Fremde musste irgendetwas dabei haben. Er sah sich immer wieder um, allerdings nicht, wie Jaret zuerst dachte unsicher oder nervös, sondern mehr als würde er nach etwas suchen. Er beschloss dem Mann zu folgen. Schlimmstenfalls befriedigte er so seine Neugier, wenn auch sonst nichts dabei herauskam. Zu Jarets Überraschung bog der Mann nicht in Richtung einer der reicheren Viertel ab, sondern verließ die Hauptstraße. Ohne das geringste zögern verschwand

er in einer der Straßen, die in die ärmeren Bezirke führten. Jaret konnte sein Glück kaum fassen. Der Weg den der Fremde genommen hatte ,wurde kaum beleuchtet und mit etwas Geschick würde er leichtes Spiel haben. Und selbst wenn der Mann ihn erwischte so würde er in der Finsternis umso leichter entkommen können. Jaret wollte grade näher an den Mann heranschleichen um ihn zu bestehlen, als dieser den Ärmel seiner Robe zurückschüttelte, die Handfläche öffnete und eine kleine Lichtkugel erscheinen ließ. Einen Moment blieb Jaret wie erstarrt stehen. Das schwebende Licht hüllte alles in ein gespenstisch

schimmerndes Blau. Der Mann war ein Zauberer! Sofort ließ Jaret sich wieder zurückfallen. Mit einem Magier würde er sich nicht anlegen. Jetzt war ihm auch klar, warum der Fremde diesen gefährlichen Weg ging. Es war ihm schlichtweg egal, denn ihm drohte hier keine Gefahr. Die Begabung zur Zauberei war zwar äußerst selten, doch waren Magier einige der mächtigsten Lebewesen in Arbitrium. Einzelne Magier konnten Schlachten entscheiden. Es waren auch angeblich Magier gewesen die während eines längst vergessenen Konflikts die großen Berge

im Norden der Stadt als Schutzwall aufgetürmt hatten. Eines dieser Wesen zu bestehlen kam einem Todesurteil gleich sollte man ertappt werden. Als Jaret sich gerade abwenden wollte, überrollt ihn ein Sturm von Bildern. Er sah seine eigene Position von weit oben, dann kam alles in einem Wirbel aus Farben näher und Fokussierte sich auf eine Stelle etwas links von ihm. Er sah dorthin und entdeckte ein ziemlich mitgenommen aussehendes Tabajaxie-Mädchen. Sie hatte grüne Augen, das war das erste was ihm an ihr auffiel, denn selbst im Dunkeln schienen diese

noch schwach zu leuchten. Sie war wohl etwa in seinem Alter wie er schätzte. Zumindest nicht viel älter. Die Gestalt duckte sich, fast Unsichtbar für jeden, in die Schatten hinter einigen Kisten. Die Tabajaxie hatte offensichtlich die gleiche Absicht wie Jaret noch vor einigen Sekunden. Während Jaret sich noch fragte ob sie bemerkt hatte, was der Mann den sie bestehlen wollte wirklich war, wurde er erneut von einer Vision gepackt. Diesmal sah er durch die Augen des Zauberers. Er spürte eine Hand an seinem Bein. Suchend nach einer Geldbörse tastend . Er wirbelte herum und löste einen magischen Blitz an der

Ungefähren Position des Diebes aus. Der Zauber traf und schleuderte den Dieb davon. Der Magier scherte sich nicht weiter darum ob er jemanden getötet hatte oder nicht und ging einfach weiter als hätte das alles nie stattgefunden. Als Jaret wieder normal sehen konnte stellte er fest, dass noch alles beim alten war. Der Magier ging weiter die Straße entlang, das Mädchen stand noch immer in der Dunkelheit. Er hatte zwar keine Ahnung wie das geschehen war aber irgendwie hatte er gesehen, was gleich passieren würde. Es war de was er in den dunklen Gassen erlebt hatte so

ähnlich gewesen… Und er musste es irgendwie verhindern. Er war ein Dieb ja, aber er wollte kein Leben auf dem gewissen haben und das würde er, wenn er nichts unternahm. Ihm blieb nur eins, wollte er nicht schlicht zusehen. Er musste den Diebstahl vereiteln. Solange die Tabajaxie dachte, der Mann währe alleine würde sie es wagen, aber wenn plötzlich jemand auftauchte… Bedauerlicherweise war aber der einzige, der auftauchen könnte, er selbst. Jaret atmete einmal tief durch. Das konnte genauso gut sein End bedeuten. Dann ging er direkt auf den Fremden mit der Lichtkugel in der Hand

zu. ,, Entschuldigen sie, Sir. Können sie mir helfen? Ich glaube ich habe mich verlaufen.“ Jaret gab sich mühe so unschuldig wie möglich zu klingen. Er war es nicht gewohnt jemanden um Hilfe zu bitten und sei es auch nur zur Täuschung. Der Fremde drehte sich um. Eine Hand fuhr hoch zur Kapuze und schlug sie zurück. Graues Haar mit schwarzen Strähnen darin. Graue Augen die sich sofort auf die seinen zu fixieren schienen und sich nicht mehr abwandten. ,, Junge woher kommst du denn. Ich

habe dich gar nicht bemerkt.“ , sagte der Fremde langsam. ,, Da aus der Gasse“ , sagte Jaret gespielt kleinlaut und deutete in die grobe Richtung einer der verschlungenen Pfade durch die Barracken, die in die Straße mündeten. Der Magier sah einen Moment in die Richtung die Jaret gewiesen hatte, dann fixierte sich sein Blick wieder auf Jarets Augen. ,, Du lügst.“ , er klang nicht wütend. Lediglich vollkommen kalt. ,, Wie heißt du?“ ,, Jaret.... Jaret Weißläufer.“ ,, Nun Jaret. Mein Name ist Ruben Darelto. Ich denke mal du kennst ihn.

Und jetzt... Versuch es doch mal besser mit der Wahrheit.“ Jaret zuckte bei Erwähnung des Namens zusammen. Natürlich kannte er den Namen. Wie jeder in der Stadt, vielleicht im ganzen Land. Der königliche Hofmagier. Einer der mächtigsten Zauberer der letzten Zweihundert Jahre wenn die Gerüchte stimmten. Er musste sich etwas ausdenken... etwas das er glauben würde. Woher hatte der Mann überhaupt gewusst dass er log? ,, Aber das ist die Wahrheit.“ , versuchte er es noch einmal und wusste, dass es keinen Erfolg haben würde. Jaret hatte nun wirklich Angst. Der Zauberer seufzte, offenbar genervt

von diesem Spiel. ,, Wisse so viel. Jeder Mensch hinterlässt eine Spur. Magier sind in der Lage dieser Spur zu folgen, ich weiß also ganz genau wo du her kommst. Du warst die ganze Zeit hinter mir. Auch sind deine Gedanken in etwa so leicht einzusehen wie ein Buch Kind.“ Jaret sah sich bereits nach einer Fluchtmöglichkeit um… aber wohin sollte er denn rennen? Und vor allen Dingen wie lief man vor Magie davon? ,, Noch nicht o verworren wie sie einmal werden könnten.“ , der Zauberer murmelte den Satz mehr, das er ihn sagte, aber Jaret hörte ihm ohnehin kaum noch zu. Er war aufgeflogen. Er entdeckte die Tabajaxie, die sich noch

immer in ihrem Versteck befand. Offenbar traute sie sich auch nicht zu verschwinden. Langsam nickte Jaret der Gestalt zu. Ein deutlicheres Zeichen abzuhauen konnte er ihr nicht geben ohne sie ganz sicher zu verraten. Dann erst wendete er sich dem Magier wieder zu. ,,Also... Du willst gar nicht nach Hause finden oder?“ , wollte dieser wissen. Aber er klang jetzt eher sanft. Wie jemand, der jemanden bei einem harmlosen Streich erwischte. Jaret schüttelte nur den Kopf. ,, Hast du überhaupt ein Zuhause ?“ Er schüttelte wieder nur den

Kopf. ,, Familie ?“ ,, Nein.“ Ruben seufze wieder, es klang enttäuscht. ,, Also ein Dieb. Wie einfallslos. Spreche den alten Mann an. Lenk ihn ab und beklaue ihn dann... völlig einfallslos“ in der Stimme des Hofzauberers lag jetzt Verachtung, aber auch so etwas wie…Zweifel? Konnte das sein? Er hatte möglicherweise noch eine Chance. ,, Ich.. ich sah euch in einer Vision.“ Plötzlich wieder neugierig geworden fragte der Zauberer: ,, Eine Vision? Interessant. Keine Lüge diesmal. Es sei denn du würdest sehr schnell lernen.

Erzähl mir mehr.“ Ruben hatte sich mittlerweile wieder in Bewegung gesetzt und Jaret hatte sichtlich Mühe mit ihm Schritt zu halten. Denn trotz seines fortgeschritteneren Alters, schlug er ein forsches Tempo an und einfach zurück zu bleiben wagte er nicht. Wer wusste was der Magier tun würde. ,, Nun “ , froh ein Weg gefunden zu haben den Zauberer zu besänftigen, beschloss Jaret ihm einfach alles zu erzählen.. Solange der Zauberer einen Wert in ihm sah, war er sicher, so einfach war das und Neugier war immerhin ein gewisser Wert. ,, Ich habe diese Visionen schon immer.

Eigentlich nur wenn ich schlafe. Meistens erinnere ich mich nicht daran. Das will ich auch gar nicht. Die Bilder an die ich mich erinnere sind schrecklich. Manchmal aber wenn ich wach bin, dann ich weiß nicht, sehe ich bestimmte Dinge vorher… glaube ich. Ich kann das nicht kontrollieren. Es passiert einfach.“ Es fiel ihm schwer das Ganze in Worte zu fassen. Er verstand es ja selbst kaum, auch wenn er wusste, dass es nicht normal war. Die wenigsten Leute schreckten mindestens dreimal pro Nacht aus dem Schlaf hoch. Sie kamen jetzt in eine Belebtere und reichere Gegend. Die Gebäude hier

waren aus Stein und nicht aus Holz und besaßen teilweise groszügig Bepflanzte Vorgärten. Dort hielt der Zauberer wieder auf die Hauptstraße zu und bog dann Richtung Palast ab. Ein großes Areal, das von Sandsteinmauern umgeben über dem Rest der Stadt thronte. Jaret hatte sich selten soweit raus gewagt. ,, Ich verstehe.“ , sagte Ruben schließlich. ,, Das ist wirklich bemerkenswert. Würdest du morgen früh zum Palast kommen? Ich bezahle für Antworten. Möglicherweise... Ach, sei einfach Morgen da.“ Er zuckte mit den Schultern. ,, Wenn nicht nun dann spare ich Gold. Solltest du dich entscheiden zu

kommen sag der Wache am Tor einfach das Ruben Darelto dich sehen möchte, man wird mir dann Bescheid geben.“ In der Nähe der Außenmauern des Palastbezirks verabschiedete er sich schließlich. ,, Nun denn ich denke wir sehen uns Morgen, oder ?“ Jaret brauchte einen Moment um sich über seine Situation klar zu werden. Es schein zu seltsam. Gestern noch hätte er seien Alpträume verflucht… heute hatten sie ihm und nicht nur ihm, vielleicht das Leben gerettet. ,, Ich... denke ich werde da sein.“ ,, Gut dann bis morgen.“ , verabschiedete sich Darelto und

verschwand im Palastbezirk. Jaret hingegen konnte sein Glück kaum fassen. Heute noch war er ohne eine Münze in der Tasche in Seminium in einer Gasse Aufgewacht und Morgen winkten ihm dafür dass er einem Magier vielleicht ein paar Fragen beantwortete gleich mehrere Goldstücke. Und er hatte jemand das Leben gerettet. Es freute ihn einfach. Auf dem Rückweg sah er sich in der Gasse nach der Tabajaxie um, doch es war niemand mehr zu sehen. Unwillkürlich stellte er sich die Frage ob er sie noch einmal wieder sehen würde. Es schein aber auch nicht wichtig. Jaret kehrte zurück in die Armenviertel und

suchte sich einen Schauplatz möglichst nahe an den Hauptstraßen.

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Misspelled Tja das ist wirklich ein alb. Ich hasse es schon wie die Pest nicht Schlafen zu können, unvorstsllbar, dann auch noch Visionen zu haben. Obwohl, so istman ja vorgewarnt. Auch nicht schlecht. mal sehen was noch so kkommt.

Lg Miss
Vor langer Zeit - Antworten
EagleWriter die ersten 4 Kapitel sind ja schon oben
lg
E:W
Vor langer Zeit - Antworten
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