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Brubeckfan

Entscheidend ist, was hinten... reimt.

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Was ich so schreibe, ist natürlich erlebt, erlauscht, erlesen und erlogen; von alberich bis böse oder dunkeltrüb, und mit Vorliebe gereimt. Erfreue mich an Musik verschiedener Richtungen, an Literatur und natürlich an Menschlichem wie Situationskomik und liebevolle Reaktionen abseits des jeweiligen Business'. Solange ich die komische Seite der Dinge erkenne, geht's mir gut -- und das ist allermeistens.

Ein Macho bin ich nun mal nicht,
bin nie brutal, nicht primitiv.
In meinem schönen Genom
steht's Y-Chromosom
wohl kleingeschrieben und kursiv.

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Kleines Interview mit Brubeckfan
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Sporadisch, von Erlebnissen angeregt. Um ganz ehrlich zu sein, ich möchte hier herausfinden, ob ich eigentlich überhaupt "zum Schreiben gekommen" bin...
Was inspiriert dich?
Erlebtes und Erfahrenes; Spieltrieb; Eure Bücher. Es ist ja immer ein Mix aus Erlebtem, Erlauschtem und Erlogenem, nicht wahr?
Welche Ambitionen hast du?
Schreiben, um meine Meinung zu sagen, Erlebnisse aufzuarbeiten und um Lesern bißchen Spaß zu machen. Erfahren, was andere so können und was sie zu meinen Sachen sagen. Mich amüsieren. Spaß!! Und sollten diese Bytes irgendwo erhalten bleiben, so daß sich in ferner Zeit Philologen ihren Master mit so Fragen verdienen wie "Wer war das denn? Wo ist sein roter Faden? Was hat er uns heute zu sagen? War er für oder gegen Schalke?" -- ja nur zu...
Welche Probleme hast du beim Schreiben?
Die Schreiblust ist ganz schnell wieder vorbei (na ja, ist vielleicht auch gut so?)

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Gedanken von Brubeckfan

Über mich 20x

 

  1. Ich stamme aus einer Kleinstadt an der Neiße, wo wegen eines Großbetriebes praktisch jede Familie jede um zwei Ecken kannte. Heute gibt es dort nicht mehr viel Arbeit, und das Städtchen dient mehr als Filmkulisse sowie als preiswerter netter Alterswohnsitz westlicher Senioren. Ob ich es ihnen mal gleichtue – fragt mich, wenn es soweit ist.
    *
  2. In der 5. Klasse kam ich in Konflikt zwischen Geschichtsunterricht und Christenlehre. Ich entschied mich für den wirklich tollen Lehrer, bekam zu Hause bißchen Ärger und beschloß, Wissenschaftler zu werden und unübersehbare Beweise für Gottes Nichtexistenz aufzutürmen, die selbst die verbohrte Oma Erna überzeugen würden. Heute bin ich da frei von Ehrgeiz und Intoleranz. Es soll sich nur niemand etwas auf seinen Glauben einbilden. Auf nichts, genau gesagt.
    *
  3. Mit 17 kam ich zwecks Abitur nach Berlin, und das war eine köstliche Zeit, blummdidumm. Nur ein Beispiel: Der halbe Liter kam 50 Pfennige, irgendeiner hatte immer Durst, dafür konnte man ja beim Einkauf am Lehrlingsentgelt sparen. (Ich glaube, Malzkaffee im Nu gibt es immer noch. Himmel, was haben wir alles überlebt.) Nach 7 Jahren Wohnheimleben sehnte ich mich dann aber recht nach etwas eigenem, abschließbarem.
    *
  4. Ich löse gern mal ein „Matt in 2 oder 3 Zügen“ ohne Brett nur durch Draufstarren. Ich vermag mich in Probleme zu vertiefen und gar langsam ihre Späße oder Abgründe zu enträtseln. Ich hüte mich, im richtigen Leben ebenso vorzugehen. Ich kann Genauigkeitskrämer und Perfektionist sein; im Beruf ist das gar nicht so sehr falsch. Dem Wachstum von Staubflocken z. B. kann ich aber mal sehr gelassen zusehen.
    *
  5. Ich bin ein Ohrenmensch. Flüchtige Bekannte erkenne ich besser an der Stimme, und über Musik kann ich nie hinweg hören, auch nicht über schlechte. Mit vier floh ich regelmäßig in höllischer Angst vor dem fauchenden Bodenstaubsauger zur Nachbarin.
    *
  6. Ich bin ein Buchstabenmensch. Schriftzeichen im Stadtbild kann ich nicht ignorieren, auch wenn ihre Dummheit schmerzt. Die kindgerechten Bildchen von Windows nutzen mir nichts, ich brauche Menütexte und Dateinamen. Tippfehler springen mich fast immer einfach an, sogar eigene.
    *
  7. Meine Lieblingsgaststätten sind irisch, vietnamesisch und indisch. Mango Lassi und Avocado Lassi, so dick, daß der Trinkhalm fest steht, sind für mich die einzigen Getränke mit Suchtpotential.
    *
  8. Wie trainiert man räumliches Vorstellungsvermögen? Sehe ich beim Eintritt in ein Gebäude den Fernsehturm, dann kann ich drin augenblicklich nicht mehr dessen Richtung angeben. Straßen irritieren mich aufs höchste, die parallel beginnen und sich dank fieser Knicke ein paar Kilometer weiter schneiden – mir muß man nichts mehr über nichteuklidische Geometrie erzählen.
    *
  9. Sport vertrage ich nur in kleinen Dosen. Unterricht und mein bißchen Armee waren Grausamkeiten; hysterische Reporter und Sportkneipengäste sind es noch immer. Abschießer von Raketen wegen irgendeines blöden Tors, vor allem nächtens, schieße ich demnächst mit einer anständigen Wasserpistole von ihrem Balkon.
    *
  10. Ich verstehe die Vorteile der neuen Recht Schreibung nicht. Ich verstehe den Reiz quasi-englischer Begriffe für alles und jedes nicht. Ich verstehe die Ästhetik neuartiger Konstruktionen nicht wie „ich sitze im Flieger“ (das können nur Amöben!), „das klingt Scheiße“, „ich bin Bahnhof“ oder „das rechnet sich“ (ein Bild für M.C. Escher: die Hand, die aus der Rechenaufgabe herauskommt und sich selbst rechnet).
    *
  11. Mein Fernseher ist zugleich der Bildschirm für PC und DVD-Spieler. Da ich den Newsletter (!) von 3sat abonniert habe, nehme ich manchmal nachts einen Filmklassiker, einen interessant klingenden Kabarettisten oder Dokfilm von 3sat auf – und sehe das dann schon Monate später an. Meist bleibt die Schwindelmühle aber kalt. Kino dagegen, ja Kino … vgl. 15.
    *
  12. Edle Gerüche: Kräftiger Kaffee. Ein bratendes Schnitzel. Irischer Single Malt. Backender Kuchen. Frisch geschnittenes Brot oder Holz. An der Sonne getrocknete Wäsche. Ein Schokovulkan. Und sag ich nicht.
    *
  13. Ich bin von Natur bekennend faul und sinne daher gründlich über Nutzen und Aufwand eventueller technischer Anschaffungen: So ein Teil muß eingerichtet und gepflegt werden und sein Betrieb kostet. Wenn ich also privat wenig telefoniere, warum sollte ich das dann unterwegs tun? Wenn überall S-, U- und Straßenbahn fahren, in denen ich lesen und dösen (und manchmal gar Einfälle haben) kann, welchen Gewinn brächte es mir, selbst zu fahren und zu parken und wie ein Schießhund aufzupassen? Wieviele Jahreskarten und gelegentliche Taxifahrten bekommt man für den Preis von Kauf und Unterhaltung eines Autos? Straßenverkehr erlebe ich als hochgerüsteten Krieg, und Leute erschrecken mich noch immer auf der Straße mit ihrem plötzlich laut einsetzenden Gespräch. Denkste, die meinen gar nicht mich!
    *
  14. Drauflospoltern ist nicht meine Sache, was manchmal schön blöd ist.
    *
  15. Ich liebe die Leinwand und die Atmosphäre des Kinos. Manchmal reizt mich zwar monatelang keine Neuerscheinung, dann wieder gehe ich in einer Woche zweimal. Vor allem orientiere ich mich an Akteuren und an Kritiken (außer die drängen sich auf). Wenn De Niro, Nicholson, Douglas, Pacino, Pfeiffer, Ryan, Kneightly, Portman o. ä. mitspielen, bin ich alarmiert. Wenn auch manchmal dann trotzdem enttäuscht.
    *
  16. Ich verstehe den Sinn und Spaß von Halloween nicht. Wer kleine Kinder zum erpresserischen „Süßes, sonst Saures!“ anstiftet, muß sich nicht wundern, wenn sie später ihre gewachsenen Ansprüche auf ähnliche Art durchsetzen. Und warum soll man irgendeinen Brauch irgendeines fernen Landes hier implantieren? Warum nicht einen uralten russischen oder mongolischen Unfug? Ist halt alles vom Kommerz gesteuert, wie Mutter- und Valentinstag. (Standen alle drei früher nicht in meinem Pionierkalender.)
    *
  17. Computerspiele kann ich nicht installiert lassen, denn sie verleiten mich zur haltlosen Wiederholung. Irgendwie fehlt mir da die sittliche Reife. Ja vielleicht wenn ich groß bin.
    *
  18. Einmal im Quartal packt mich der Backwahn. Nach Säubern der Küche bin ich wieder geheilt.
    *
  19. Nicht im Traum fiele mir ein, einen Bekleidungsladen zu betreten, wenn nichts Verschlissenes zu ersetzen ist. Bücher und CD, ja daaaas ist was anderes.
    *
  20. Meine Texte klingen vielleicht öfter so, als hätte ich an Frauen stets zu nörgeln. Neenee, Frauen sind was Wunderbares! Nur nicht jede.

„Über mich“ ist übrigens ein altes immer schönes Lied von Panta Rhei und ihrem Sänger Herbert Dreilich.

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cassandra2010 Hey, leeven Jung!!! Mer läv nur eimol un ich han die Talerchen direktemang zum Köbes getragen für lecker Kölsch un halven Hahn~~~
Mach et joot, leeven Jrades
et Cassy
Vergangene Woche - Antworten
Brubeckfan Das war klug von Dir, wie eigentlich alles, was man von Dir vernimmt.
Ja diese Nahrung. Halve Hahn, Käsekuchen, Karfiol... kein Geflügel, kein Gouda und kein scharfes Reinigungsmittel.
Mit Appetit,
Gerd
Vergangene Woche - Antworten
cassandra2010 Jawohl, Herr Kommerzienrat, , und Schlagobers ist kein imperatives Mandat, den Kellner zu züchtigen!
So, jetzt werde ich mir einen starken Braunen gönnen, hihi...
Auf Wiederschauen
ein Mädel aus der Vorstadt, äh Großstadt
Vergangene Woche - Antworten
ImiEvergreen Vielen Dank für meinen erstes kommentar :)
Vor ein paar Monaten - Antworten
EvchenM Tausend Dank für die Dukaten für meinen Elektrofreund.
LG
Das Evchen
Vor ein paar Monaten - Antworten
baesta Lieber Gerd, aus Deinen 20x über Dich lese ich heruas, dass Du
1. irgendwo aus der Nieder-bzw. Oberlausitz stammst. (Wir fahren da jedes Jahr in den Urlaub, weile es uns da so gut gefällt.)
2. Atheist bist, wie ich (was meiner Oma auch gar nicht passte)
3. im Übrigen so tickst wie ich (oder umgekehrt - bis auf irisch, vietnamesisch und indisch essen - hab ich noch nie probiert und auch keine Gelegenheit)

Dazu noch tausend Dank für die Talerchen zu meinem Text (Buch mag ich nicht sagen) Der Moorbrand bei Meppen"

Viele Grüße
von Bärbel
Vergangenes Jahr - Antworten
Brubeckfan Liebe Bärbel,
dann bist Du wohl eine der weniger verbreiteten Frauen, die Whisky mögen (12.) und sich nicht dauernd neu einkleiden (19.). Aber 7.?: Jede Klitsche hat doch Pub, Inder und mindestens Vietnam-Imbiß - da werd ich Dich wohl mal einladen müssen ...

Danke, daß Du hier warst.
Schönes Wochenende wünscht Dir
Gerd
Vergangenes Jahr - Antworten
baesta Naja, im Alter relativiert sich ja alles. Zu Whysky Malt habe ich keinen Bezug, da ich so was noch nie getrunken habe. Alkohol trinke ich zwar, aber nur in Maßen. Einen Vietnam Imbiß hatten wir mal bei kaufland, aber seit die umgebaut haben, ist der Asia Imbiß nicht mehr da und dort hat es wahrlich gut geschmeckt. In den andern haben wir probiert, aber da waren die Speisen entweder versalzen oder schmeckten nach allem Möglichen. Da ich auf dem Dorf wohne, haben wir nicht allzu gro0e Möglichkeiten, außer einem Griechenrestaurant und einer Dönerbude gibt es nicht viel Auswahl. Müßten alos in die Großstadt fahren und da waren wir mal beim Syrer. Der macht auch sehr gutes Essen, aber viel zu viel und auch sehr teuer.
Neu einkleiden muss ich mich auch nicht ständig, bin kein Modefan und wenn, dann lasse ich mir mal was schicken. Durch Bekleidungsläden rennen, ist mir einfach zu anstrengend.
Sollte ich aber mal in Berlin aufschlagen, melde ich mich.

Dir auch ein schönes Wochenende
Bärbel
Vergangenes Jahr - Antworten
Brubeckfan Is jebongt!
Vergangenes Jahr - Antworten
MerleSchreiber Eigentlich wollte ich mich ja nur für das Kleingeld bedanken....
Sehr interessant deine 20 Punkte. Und sympathisch!
Also, nochmal DANKE und schöne Grüße, Merle
Vor langer Zeit - Antworten
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HarryAltona
23.05.2019 13:28
Moin Gerd,
und tausend Dank für die Talerchen. Fühle mich immer mehr wie dieser allseits bekannte Dagobert D.
Hab entspannten Spaß!
Grüße, harryaltona
Friedemann
16.05.2019 15:21

Lieber Gerd,
nochmals ein herzliches Dankeschön für Deinen wohlwollenden Kommentar zu meinen „Rivalen“ und für Dein Geschenk obendrein.

Liebe Grüße,
Friedemann
Memory
31.03.2019 18:21
Danke dir, lieber Gerd, für deinen netten Gästebucheintrag.
Ich bin gern bei dir zu Besuch.

Und die Katzenschnute - ohne Worte!
:))

Lieben Sonntagsgruß
Sabine
FLEURdelaCOEUR
25.02.2019 21:49

Lieber Gerd,
danke für die Coins! Aber den Drink im Blauen Bären hat dir Grischa spendiert. ;-))
Schönen Gruß
fleur
Friedemann
19.02.2019 23:21
Lieber Gerd,
ein herzliches Dankeschön für Deinen Kommentar und Deinen Favoriten zu meinem SP-Beitrag „Eine zweite Erde?“

Liebe Grüße,
Friedemann
FLEURdelaCOEUR
17.02.2019 22:24

Lieber Gerd,
ich danke dir herzlich für deine Taler zu meinen Irrlichtern. War halt froh, mal wieder fruchtbare Schreibimpulse bekommen zu haben, auch wenn es nicht wirklich mit der SP gepasst hat. ;-)
Beste Grüße
fleur
baesta
01.02.2019 23:37
Lieber Gerd,
vielen Dank für die netten Glückwünsche. Ich bin schon oft hier, wenn auch meist nicht lange. Mit 70 ist man zwar kopfmäßig noch recht intakt, aber die Augen und die Knochen sind doch schon nicht mehr die besten. So komme ich nicht immer dazu alles zu lesen bzw. zu kommentieren, was in meinen News steht.

Liebe Grüße
Bärbel
Friedemann
14.01.2019 16:00

Lieber Gerd,
ich freue mich sehr über Deine Talerchen für meine Satire „Sterben Chinesen aus?“

Liebe Grüße,
Friedemann
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