Offener Brief an Kanzler Olaf Scholz - Anlässlich des Halle-Vorfalls vor drei Jahren

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OFFENER BRIEF AN KANZLER OLAF SCHOLZ - ANLÄSSLICH DES HALLE-VORFALLS VOR DREI JAHREN

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von pentzw
am 16.10.2022 - 23:13 Uhr
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pentzw  Sehr geehrter Herr Kanzler Olaf Scholz,

anlässlich des brutalen Vorfalls in Halle vor drei Jahren äußerten sie die nachdenklich machenden Worte: „Man darf nicht wegschauen!“ Also, man darf nicht wegschauen, wenn Menschen von anderen auf offener Straße mit einem Gewehr, mit einer Waffe, einem Sturmgewehr erschossen werden?
Dieser Vorgang des Tötens auf offener Straße ist bestimmt mit einigem Lärm verbunden, man muß automatisch hinschauen von daher, dies zum einen – ähm, aber dies wollte ich nicht sagen, vielmehr führt diese Bemerkung in die falsche Richtung.
Entschuldigen Sie meine dürftigen Worte, aber ich bin es nicht gewohnt, mich gewählt auszudrücken, zumal nicht so wie sie es können.
Jedenfalls geben mir diese ihre Worte eben Anlass darüber nachzudenken: wie muß ich mich verhalten, wenn ich sehe, daß ein gemeiner Mörder einen unschuldigen Passanten auf der Straße attackiert, seine Waffe auf ihn richtet, ihn erschießt. Ich darf nicht wegsehen dann – genau, das wollen sie doch sagen.
Aber wenn ich auch wegschaue, dann wird er mich auch erschießen. Von daher macht ihr Ratschlag doch keinen Sinn. Und wenn ich zuschaue, dann ändert das auch nichts an dem Umstand, daß jemand erschoßen wird, nur daß ich das eben nur mit anschaue. Sie wollen doch sicherlich nicht damit sagen, daß wir solch ein brutales Verhalten direkt im Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen und quasi bewußt in das Auge des Zyklons gucken sollen. Sollte das etwa voyeuristische Lust bereiten? Nein, das glaube ich nicht, daß sie meinten!!!
Sie meinten doch vielleicht: man darf nicht wegrennen, wenn einer von einem anderen mit der Waffe attackiert wird, so heißt dies doch, oder?
Aber dann schießt doch der gemeine Mörder auf mich und bringt auch mich noch um.
Alles verwirrend, ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll, was ich tun würde in einem solchen Fall. Zumal ich ganz genau weiß, daß ich kein Held bin. Vielleicht sind sie es, durchaus möglich, aber ich weiß, ich bin es nicht.
Könnten Sie mir diesbezüglich weiterhelfen und ihre Worte genauer erklären?

Im Voraus vielen Dank

Ein nachdenklicher Bürger unseres Staates
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