Jugendliche und Schreiben?

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Leos  Da ich schon sehr viele Autoren, die anscheinend sehr jung sind, hier gesehen habe, würde mich mal interessieren wie ihr mit dem Schreiben so umgeht, wie es in eurem Umfeld aufgenommen wird, etc ... Einfach mal so eine freie Diskussionsrunde:D

Ich selbst bin 18, also nicht mehr ganz so jung, aber trotzdem sehe ich doch, dass es relativ wenig junge Leute gibt, die sich mit dem Schreiben einlassen, obwohl es eigentlichen eine gute Sache ist, um mit Stress fertig zu werden und Dinge abzubauen ( meiner Erfahrung nach).

Wie siehts bei euch aus (Erwachsene dürfen sich natürlich auch gern beteiligen)?
Vor langer Zeit - Antworten
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Schumanski  Jaa, das mit dem faul sein kenn ich von mir!
zum Thema "Moderne Bücher": Im Deutschunterricht lesen wir schon Bücher, die im neuen Jahrtausend geschrieben wurden, nur eben von relativ unbekannten Autoren. Und dieses ewige analysieren und durchkauen schreckt Jugendliche vom Lesen ab...
Ich glaub ich nehm nächstes Jahr Matheleistungskurs, ich kann Deutsch einfach nicht mehr ab. Außer natürlich wir lesen mal Kerstin Gier Bücher...
Vor langer Zeit - Antworten
RogerWright  Interassanter Ansatz, nur, was gelesen wird legen die Kultusminster fest, denn es kommt auch darauf an, was vom jeweiligen Jahrgang als Lektüre im Abitur gefordert wird.
Natürlich wäre es besser mal interessantere Bücher zu lesen, aber ich will mal kurz etwas zu bedenken geben:
Man behandelt ja alle möglichen Literaturepochen und auch der jeweiligen Epoche ein gutes Buch zu ziehen ist manchmal nicht so einfach, beispielsweise kann man in der Romantik den "Tauigenichts" von Eichendorff nehmen, den ich gerade gelesen habe oder man kann sich auch an Hoffmann bedienen und nimmt dann aber was richtig schwarzromantisches.
Wir mussten damals im Leistungskurs Deutsch den "Goldnen Topf" von Hoffmann lesen unser Grundkurs den "Sandmann". Habe den sandmann im Nachhinein gelesen und habe mich geärgert, den nicht im Unterricht gehabt zu haben, aber da kann man blöderweise nicht dran feilen.
Außerdem ist das immer geschmacksabhängig. Kenne genug Leute, die die Klassiker vollständig ablehnen, ich mag dafür einiges der Postmoderne gar nicht leiden, was diese Gruppe wieder präferiert.
Naja in eine paar Jahren stehen dann "Harry Potter" und "Der Herr der Ringe" auf dem Lehrplan, mal sehen wie viele Leute dann diese Bücher nicht mehr leiden können, weil sie sie in der Schule lesen müssen, denn ich glaube es liegt nicht daran, was gelesen wird, sondern, dass es gelesen werden muss, denn alles was Zwang ist finden wir doch irgendwe blöde.
Man sollte der Schule also nicht generell die Schuld an der Lese- und Schreibfaulheit vieler junger Leute geben, sondern viel mehr auch mal daran denken, dass das Individuum die Freude am Lesen selbst entwickeln muss und mit dem Lesen, also dem intensiven Lesen, kommt dann irgendwann auch das Schreiben.
Um nochmal was zum Thema beizutragen. Gelte ich mit 19 schon als alt? Egal, für mich war das am Anfang, also vor 3 Jahren dann ernsthaft, wahrlich eine Stressbefriedigung, die aber gleichzeitig ein Endprodukt schuf, mit dem ich in der Tat zufrieden war, meinen ersten, man kann sagen, Roman. Und danach hatte es mich so sehr gepackt, dass es weiterging und immer weiter bis heute.
Vor langer Zeit - Antworten
Leos  Nunja es geht auch eher darum, glaube ich zumindest, dass viele Bücher die es durchaus verdient hätten, einfach nicht behandelt werden. Also von den selbsternannten Literaturkritikern gar nicht berücksichtigt werden. Da fällt die alte englische Unterhaltungsliteratur und die schwarze Romantik (Gothik, z.B. Poe) ebenso drunter wie neue gute Romane, Filme und Comics. Stattdessen werden einem schlechte deutsche und englische Autoren vorgesetzt, die mit gutem Schreiben, Stil und Erzählen überhaupt nichts zu tun haben. Bei manchen schleicht sich der Verdacht rein, dass sie nur auf dem Markt überleben, weil sie sich in der Schulbuchbranche eingekapselt und weil sie sich irgendwelche großen Themen ausgesucht haben. So zumindest mein Eindruck. Dasselbe bei den Klassikern, da ist vieles einfach schwere Kost und für die heutige Gesellschaft kaum noch zugänglich. Anderes wiederum ist zeitlos.
Vor langer Zeit - Antworten
cbvisions  Admin: Text entfernt, da Mitglied nicht mehr registriert ist.
Vor langer Zeit - Antworten
MysticRose 
Zitat von RogerWright am 10.09.2011 - 21:50 Uhr:
Interassanter Ansatz, nur, was gelesen wird legen die Kultusminster fest, denn es kommt auch darauf an, was vom jeweiligen Jahrgang als Lektüre im Abitur gefordert wird.
Natürlich wäre es besser mal interessantere Bücher zu lesen, aber ich will mal kurz etwas zu bedenken geben:
Man behandelt ja alle möglichen Literaturepochen und auch der jeweiligen Epoche ein gutes Buch zu ziehen ist manchmal nicht so einfach, beispielsweise kann man in der Romantik den "Tauigenichts" von Eichendorff nehmen, den ich gerade gelesen habe oder man kann sich auch an Hoffmann bedienen und nimmt dann aber was richtig schwarzromantisches.
Wir mussten damals im Leistungskurs Deutsch den "Goldnen Topf" von Hoffmann lesen unser Grundkurs den "Sandmann". Habe den sandmann im Nachhinein gelesen und habe mich geärgert, den nicht im Unterricht gehabt zu haben, aber da kann man blöderweise nicht dran feilen.
Außerdem ist das immer geschmacksabhängig. Kenne genug Leute, die die Klassiker vollständig ablehnen, ich mag dafür einiges der Postmoderne gar nicht leiden, was diese Gruppe wieder präferiert.
Naja in eine paar Jahren stehen dann "Harry Potter" und "Der Herr der Ringe" auf dem Lehrplan, mal sehen wie viele Leute dann diese Bücher nicht mehr leiden können, weil sie sie in der Schule lesen müssen, denn ich glaube es liegt nicht daran, was gelesen wird, sondern, dass es gelesen werden muss, denn alles was Zwang ist finden wir doch irgendwe blöde.
Man sollte der Schule also nicht generell die Schuld an der Lese- und Schreibfaulheit vieler junger Leute geben, sondern viel mehr auch mal daran denken, dass das Individuum die Freude am Lesen selbst entwickeln muss und mit dem Lesen, also dem intensiven Lesen, kommt dann irgendwann auch das Schreiben.
Um nochmal was zum Thema beizutragen. Gelte ich mit 19 schon als alt? Egal, für mich war das am Anfang, also vor 3 Jahren dann ernsthaft, wahrlich eine Stressbefriedigung, die aber gleichzeitig ein Endprodukt schuf, mit dem ich in der Tat zufrieden war, meinen ersten, man kann sagen, Roman. Und danach hatte es mich so sehr gepackt, dass es weiterging und immer weiter bis heute.


Ne, du bist nicht alt :-D
Vor langer Zeit - Antworten
Schattenpuppe  Also ich schreibe weil es spaß macht. Außerdem kann ich so meiner fantasie freien Lauf lassen. Ich bin übrigens erst 11 Jahre alt.
Morgenröte
Vor langer Zeit - Antworten
rosedelapoesie  Ich bin 13 Jahre alt und schreibe, weil es mich am Leben hält und ich es brauche, um mit dem Alltag fertig zu werden. Außerdem macht es mir Spaß und ich habe sogar schon ein paar Fans. ;-)
Vor langer Zeit - Antworten
Zitrone  Ich bin 15 und ich liebe Schreiben über alles. Viele in meiner Klasse und meiner Parallelklasse schreiben. Meine Geschichten sind zwar jetzt nicht so gut, aber es macht mir unheimlich Spaß und außerdem kann ich mir manchmal auch meinen Frust über die Schule von der Seele schreiben.
Vor langer Zeit - Antworten
Natjana  Ich bin 17 Jahre jung und habe schon in der Grundschule gerne gelesen und geschrieben. Meine Deutschlehrerin war damals schon begeistert von meinen Geschichten (wobei ich nicht weiß, wie gut sie tatsächlich waren).
Ich tue es einfach, weil es mir Spaß macht und weil ich oft so viele Gedanken und Ideen habe, dass es gut tut, sie aufzuschreiben.
Vor langer Zeit - Antworten
Hiyume  Also ich hab mit 14 Jahren angefangen zu schreiben. Jetzt bin ich 27 und ich muss sagen, dass man gerade als Jungendlicher noch viel lernen kann. Wenn ich jetzt von mir aus gehe, stelle ich immer wieder fest, wie sich mein Schreibstil ändert. Gerade zu beginn damals. Zu Heute ist das natürlich ein riesen Unterschied. Warum ich damals angefangen hab zu schreiben? Na ja, schon in der Schule war ich gerade beim ausdenken von Geschichten sehr kreativ. Es hat mir einfach Spaß gemacht. Tja, und irgendwann fing ich halt an, mir Geschichten auszudenken, und Familie und Freunde waren begeistert. Auch dann unbekannte Leute, weil im Internet hochgeladen und so. Und wenn ich ehrlich bin, ist es für mich eine Flucht aus der Realität. Ich brauche das einfach, vor allem weil ich richtige Kopfschmerzen bekommen, wenn ich mal eine Zeit lang nicht zum Schreiben komme. Für mich gehört schreiben einfach zum Leben dazu. ^^
Vor ein paar Monaten - Antworten
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