Humor & Satire
Ein bisschen peinlich

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"Ein bisschen peinlich"
Veröffentlicht am 23. August 2013, 6 Seiten
Kategorie Humor & Satire
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

100 Jahre möchte ich werden, mit einem Lächeln im Gesicht, klar bei Verstand, eigensinnig, nie den Mut verlieren. Lebe meine Träume, pflege meine Laster, denke positiv. Ich bin wie ich bin und manchmal anders.
Ein bisschen peinlich

Ein bisschen peinlich

Lieber Andreas,
ein bisschen traurig war ich schon als Du vor

3 Jahren Deine Habseligkeiten einfach so zusammenpacktest und Hals über Kopf nach unserem Streit das Haus verliest. Wolltest das Glück suchen, Dein Leben ändern, den Kopf ausmisten, die Seele entrümpeln und Dich abnabeln von meiner Führsorge und Papas Dominanz. Kämst ohne uns zurecht, hättest Freunde und wärest kein Kind mehr.
Ich stand am Fenster, blickte Dir nach, winkte und bat Gott um seinen Beistand.
Du gingst fort, ohne Dich noch mal umzudrehen.
Geschrieben hast Du nie, doch ich hoffe sehr, dass es Dir gut geht.
Heute, zu Deinem 21. Geburtstag, schicke ich

Dir Grüße und wünsche Dir von ganzen Herzen
alles Gute. Hoffe, Du bist gesund, glücklich und zufrieden .
Es umarmt Dich
Deine Mama

PS
Von Rolf Kalweit aus unserem Dorf wissen wir, dass Du zur Zeit in Hamburg auf der Reeperbahn im "Pulverfass" als Tänzer arbeitest.
Habe Dich gleich erkannt auf den Bildern dort im Schaukasten neben der Tür, trotz Schminke, Kleid, Federhut und Pumps.

War heimlich da. Papa braucht nicht alles zu wissen. Habe Dich leider nicht angetroffen, weil Dein Auftritt erst um 23:00 Uhr beginnt. Das hat

mir der Türsteher erzählt und auch, dass Du angeblich mit einem älteren Mann zusammen wohnst.
Ein bisschen peinlich ist das schon . Besonders vor den Neumanns, unseren Nachbarn. Deren Klaus hat Karriere gemacht. Arbeitet in einer großen Bank. Sehe ihn jeden Tag im schwarzen Anzug mit dem BMW wegfahren. Die können wirklich stolz sein

.
Die Kleider und Hüte die Du trägst sind doch sicher sehr teuer? Wovon bezahlst Du das eigentlich alles?

Du weißt ,von uns kannst Du nichts erwarten. Müssen das Haus noch abbezahlen, das Du mal erben wirst, wenn wir nicht mehr sind.
 


Habe Deine Adresse leider nicht. Gebe diesen Brief deshalb dem Rolf mit. Er hat mir erzählt, dass er ab und zu ein Bier bei euch an der Bar trinkt.
Lass doch bitte mal was von Dir hören.
Papa ist zwar immer noch immer sauer auf Dich, aber er meint es nicht so.

 

 

 

Diese Geschichte ist zwar frei erfunden,
Ähnlichkeiten jedoch mit tatsächlich lebenden  Personen sind beabsichtigt


Titelbild: kostenloser Clipart

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Über den Autor

Kornblume
100 Jahre möchte ich werden,
mit einem Lächeln im Gesicht,
klar bei Verstand,
eigensinnig,
nie den Mut verlieren.


Lebe meine Träume,
pflege meine Laster,
denke positiv.


Ich bin wie ich bin
und manchmal anders.

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Gezubbel Kinder müssen ihren eigenen Weg ins Leben finden.
Auch wenn wir ihre Art zu leben nicht immer verstehen.
Wichtig ist doch nur, dass sie glücklich sind ... und sich dann und wann daran erinnern, dass es uns noch gibt.

Gerne gelesen.

Lieben Gruß,

Nora
Vor langer Zeit - Antworten
Brigitte Was Du auch immer für Ideen hast. Aber so könnte es gewesen sein. Und dann noch Stripper !! Toll geschrieben. Liebe Grüße zu Dir Brigitte
Vor langer Zeit - Antworten
Tintoletto Interessante Geschichte vom Anderssein° - Einer Mutter ist alles recht, Hauptsache dem Kind geht's gut!
L.G. Tinto
Vor langer Zeit - Antworten
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